#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht Protokoll vom Vernetzungstreffen in Kassel vom 26. – 27. Januar

Protokoll des zweiten Vernetzungstreffen von #iRUN -> “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” in Kassel vom 26. – 27. Januar 2013

Ihr Repräsentiert Uns Nicht - Deshalb gestalten wir unser Leben jetzt selbst!

Ihr Repräsentiert Uns Nicht – Deshalb gestalten wir unser Leben jetzt selbst!

 

Zusammenfassung der ersten Gespräche:

– kurze Vorstellungsrunde

– Vorstellung der bisher erarbeiteten Fakten zu #iRUN

– Wozu rufen wir auf, in Bezug auf die Wahlen? –> Beschluß: Um möglichst alle Menschen zu erreichen, positioniert sich #iRUN nicht offiziell zum Thema Wahlen. Lokale Gruppen können selbst entscheiden, ob sie zum Ungültig-wählen oder zum Wählen einer Partei oder zum Wahlboykott aufrufen.

– Besprechung des Aufrufs. Beschluß den bisher erarbeiteten Aufruf als eine Art Positionspapier zu benutzen und einen neuen Aufruf zu schreiben, der kurz, knapp und einfach formuliert ist. Auf die typischen Protest-Worte (Kapitalismus, Revolution, usw.) wollen wir verzichten, um auch Menschen anzusprechen, die sich bisher nicht politisch engagieren.

– Erstellen eines Terminplans

– Gründen von drei AGs (Aufruf, Aktionsformen, Infrastruktur)

 

Gliederung des Protokolls:

TOP 1 – Der Aufruf

TOP 2 – Kommunikation

TOP 3 – Terminplan 2013

TOP 4 – Akionsformen

TOP 5 – Infrastruktur / Technik

TOP 6 – Sonstiges

 

TOP 1 – Der Aufruf

Der Konsens:

Der bisherige Aufruf (er wurde von vielen Aktivisten über Wochen auf verschiedenen Pads erarbeitet und wird hier ebenfalls in Kürze veröffentlicht) ist richtig, könnte aber dem Konzept der Kampagne besser angepasst werden. Er enthält eine gute Analyse der momentanen Verhältnisse und stellt nach dem Plenum am 26.01.2013 richtge Forderungen auf. Deshalb veröffentlichen wir den bisherigen Aufruf als Positionspapier und verfassen einen kurzen, knappen, bündigen Aufruf, der folgende Fragen beantwortet:

1. Wer sind wir?

2. Warum Repräsentiert Ihr (die Politiker) Uns Nicht?

3. Was tun?

iRun soll der Rahmen für politische Aktionen sein, die unter dem Motto “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” laufen. Dementsprechend muss der Aufruf so knapp sein, dass er auf einen Din A 5 Flyer passt, der gleichzeitig noch Platz für den Minimalkonsens lässt. Es sollen alle, die der Meinung sind, das die Politiker uns nicht repräsentieren, das Motto mit ihren Inhalten füllen, so lange diese und ihre Handlungen den Minimalkonsens nicht verletzen.

Das Ergebnis:

“Wir sind die, die durch die Entscheidungen der Politiker benachteiligt werden und die, die nicht mehr bereit sind die Benachteiligung anderer zu akzeptieren.

Ihr nennt euch unsere Vertreter, aber ihr handelt nicht in unserem Sinne. An erster Stelle stehen für euch die Interessen einiger Weniger, die eurer Partei und die eigene Machterhaltung. Indem ihr uns nicht offen und ehrlich informiert und nicht an wesentlichen Entscheidungen beteiligt, entmündigt ihr uns. Die Auswirkung eurer Politik spüren wir jeden Tag. In der EU, auf Bundes- oder Landesebene, sowie in unseren Städten seid ihr nicht in der Lage die grundlegenden Bedürfnisse zu sichern.

Deswegen sind bereits viele Menschen auf dem Weg, sich für Gerechtigkeit und ein würdiges Leben einzusetzen. Auch wir können uns nicht länger auf euch verlassen. Wir wollen selbst entscheiden und aktiv werden.

Deshalb rufen wir alle dazu auf: #iRUN – zieht vor die Rathäuser, die Länderparlamente und den Bundestag! Informiert euch, sagt eure Meinung, engagiert euch und gestaltet selbst!”

Minimalkonsens:

Von uns geht keine Gewalt aus. Die Achtung, die Verinnerlichung und Umsetzung der Menschenrechte ist für uns selbstverständlich. Deshalb dulden wir keinesfalls menschenverachtendes Verhalten.

Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Klassismus und andere Formen der Diskriminierung, Unterdrückung und Herrschaft haben bei uns keinen Raum. . Das Kollektiv „Ihr Repräsentiert Uns Nicht“ muss sich zu keinem Zeitpunkt für irgendeine Aktion rechtfertigen. Jeder, der sich an der Kampagne beteiligt, ist nur und ausschließlich für sein eigenes Handeln verantwortlich.

Wir respektieren Menschen, die bei unverhältnismäßigen, insbesondere gewalttätigen Ausschreitungen von Personen oder Gruppen der Exekutive zum Schutz ihrer Unversehrtheit weitere Übergriffe in aktiver Gegenwehr verhindern. 

 

TOP 2 – Kommunikation in Zukunft

Der Konsens:

Mit Trello hat es noch nicht so gut geklappt. Der Aktivisten-Verteiler soll weiterhin über den Organisationsstand der Kampagne berichten. Bisher hat es mit der Kommunikation unter den Aktivisten noch nicht gut geklappt. Der Planungsprozess soll so transparent wie möglich sein. Dafür ist es wichtig, dass die Informationen über den Planungsstand der Kampagne möglichst einfach zu bekommen sind. Deshalb installieren wir ein weiteres Kommunikationsorgan, das neben den bisher benutzten Organen bestehen soll es; es ersetzt diese nicht, sondern spielt viel mehr mit ihnen zusammen:

Wir rufen diejenigen, die bisher Facebook boykottieren oder sich noch nicht an Facebook gewagt haben dazu auf, sich Accounts zu erstellen und daran teilzunehmen. Nichts desto trotz wird vom virtuellen Gespräch genauso wie von einem realen Gespräch, wann immer möglich und notwendig, ein Protokoll erstellt.

Das Ergebnis:

1. Der E-Mail-Verteiler enthält 90 Mitglieder, wird aber bis jetzt nicht benutzt. Wir wollen darüber in Zukunft regelmäßige Newsletter verschicken, die über den Stand der Kampagne #iRUN informieren.

2. Vicky erstellt einen Facebook-Chat.

3. Jeden Donnerstag um 20 Uhr treffen sich Aktivisten im Facebook-Chat, um den Planungsprozess zu koordinieren.

4. Langfristig wollen wir allerdings die Kommunikation über IRC-Channels und Telefonkonferenzen regeln, um nicht abhängig von Facebook zu sein.

5. Unsere E-Mailadresse iRUN@hushmail.com, an die sich Interessierte wenden können, wird von mindestens zwei Leuten betreut und regelmäßig gecheckt.

 

TOP 3 – Terminplan 2013

– bis Anfang April: Videos und Fotos zu kleinen kreativen Aktionen zur Mobi/Werbung sammeln und verbreiten, um die Kampagne bekannt zu machen.

– bis Anfang März: Infrastruktur (Internetseite, interne und externe Kommunikation) aufbauen

– 13., 14., 15. März: Marsch nach Brüssel

– 13. April: UmFAIRteilen

– Mitte April bis Anfang Juli.: Aktionen vor den Rathäusern der Städte und Gemeinden

– 1 Mai: revolutionäre erste Mai-Demos

– ab Mai: Wahlkampfveranstaltungen der Politiker umgestalten

– 31. Mai -1. Juni: Blockupy

– 15. Juni oder 29. Juni: nächstes Vernetzungstreffen in Berlin, Termin wird noch mit den Berlinern abgestimmt

– 20. Juli: Aktion vor den Länderparlamenten

– 14. September: Demo vor dem Reichstag in Berlin, gemeinsam mit dem BGE

 

TOP 4 – Aktionsformen

– Flashmobs

– Improvisationstheater

– Human Mics bei Wahlkampfveranstaltungen

– Bannerdrops bei Veranstaltungen, aber auch in der Öffentlichkeit

– Overpass Light Brigade

– Kreide

– Post-its (z.B. eine Station mit der Straßenbahn und in dieser Zeit die Fenster der Bahn mit Post-its vollkleben, den Leuten ein paar Flyer in die Hand drücken und an der nächsten Station wieder raus.

– Schaufenster Deko (den Schaufenster-Puppen Schilder umhängen, oder von außen Plakate an die Schaufenster kleben, um auf den unnötigen Konsum aufmerksam zu machen, aber auch den politischen Zusammenhang herstellen, beispielsweise, warum Kinderarbeit von der Regierung durch Lohndumping gefördert wird.)

– Gras Samen per Schablone aussähen, dann wächst nach einigen Wochen ein Schriftzug aus dem Boden

– Moos Graffiti (https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/418627_475916392419269_1775041223_n.jpg)

– Reverse Graffiti (http://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Graffiti)

– Interviews mit Bürgern über die aktuelle Politik und mit der Frage verknüpft, ob sie sich noch repräsentiert fühlen (seriöses Auftreten, Forschungsgruppe #iRUN)

– Aufkleber mit dem Notausgangsmännchen, #iRUN und unserer Webseite drauf.

– Aktionen der Yes-Men übernehmen

 

TOP 5 – Infrastruktur/Technik

– Struktur der Internetseite: Tweets unseres Twitterkontos, Aktualisierung unserer Facebook-Seite, einen Chat, auf dem sich Aktivisten untereinander austauschen können, Terminplaner, für alle Vernetzungstreffen, Aktionen, Demos, usw.

– regelmäßiger Infoletter, der dann auch über den E-Mail-Verteiler geschickt wird,

– kleines Admin-Team, welches sich um die Webseite kümmert, vertreten von einigen Aktivisten aus ganz Deutschland

– Server, wenn möglich im Ausland (Finanzierung steht)

– folgende Infrastruktur existiert bereits: Twitterkonto, Facebook-Seite, Facebook-Gruppe, E-Mail-Verteiler, E-Mail-Adresse, interner Facebook-Chat, um die ständige Kommunikation zwischen den Aktivisten zu sichern

– folgende Infrastruktur brauchen wir: Livestreamkanal, Webseite, Blog, Youtube-Kanal (vielleicht auch Vimeo, damit der Kanal nicht verifiziert werden muss), Google+ Konto, Crowdfunding, IRC-Chat, Telefonkette (?)

 

TOP 6 – Sonstiges

Zitate und Gedanken:

“Benutzt eure Stimme lieber jeden Tag, statt sie alle 4 Jahre abzugeben”

“Zum Räpresentantentum: Das Traurige ist, das sie das Anliegen vieler Bürger nicht repräsentieren sondern einfach nur verkörpern: 1. Sie wollen die eigenen Fehler nicht einsehen. 2. Sie wollen ihren eigenen Arsch auf dem weichsten Kissen platzieren, das sie irgendwie in der Welt bekommen können. Repräsentieren heißt nicht nur verkörpern, sondern auch vertreten! Ich will Politiker, die nicht nur reden, sondern auch so handeln.”

About Enough is Enough!

Its time to revolt!
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2 Responses to #iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht Protokoll vom Vernetzungstreffen in Kassel vom 26. – 27. Januar

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