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Lausanne: Interview mit dem Kollektiv „la Loc(A)motive“

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Hier folgt ein Interview von Contrainfo mit TeilnehmerInnen in der Loc(A)motive Hausbesetzung, anlässlich der Soliveranstaltungen in Lausanne. Seit dem 8. April 2013 ist Loc(A)motive räumungsbedroht, und die HausbesetzerInnen organisieren eine Verteidigung des Hauses.

Contra Info: Was ist „la Loc(A)motive“?
Loc(A)motive: Das Kollektiv besteht aus den BewohnerInnen des Hauses in Chasseron 1 sowie den Menschen, die in den diversen Projekten des Hauses organisiert sind. 15 Individuen leben momentan im Squat und ca. 10 weitere Menschen beteiligen sich an den Aktivitäten im Haus. Das Haus war ein ehemaliges spanisches Kollegium, Eigentum des so genannten spanischen Staates.

C: Wann startete das Projekt?
L: am 21 September 2012

C: Kannst du uns mehr über die ersten Tage des Projektes erzählen?
L: Die Nacht, in der wir das Haus betraten, waren wir ca. 30 Leute und unsere erste Aktion war das Haus für den Fall zu verbarrikadieren, dass die Bullen versuchen sollten uns zu räumen. In derselben Nacht besuchten uns tatsächlich 3 Patrouillenfahrzeuge nachdem ein Nachbar diese gerufen hatte. Die Bullen verließen den Ort nach einiger Zeit wieder.

C: War das Haus für eine lange Periode verbarrikadiert?
L: Die Barrikaden standen für ca. 2 Monate. In diesem Zeitraum wurden zudem Wachschichten organisiert falls die Bullen versuchen sollten die BesetzerInnen zu identifizieren. Dies taten wir da bei einer Anzeige des Besitzenden normalerweise eine ID-Feststellung durch die Bullen erfolgt, damit ein/e RichterIn einen Prozess beginnen kann. Dies war etwas, was wir um jeden Preis vermeiden wollten, auch um mehr Zeit zu gewinnen. Nach einem Monat erschienen die Bullen erneut, doch wir weigerten uns ihnen unsere Daten preiszugeben. Sie kündigten uns einen Prozess an, zu dem wir jedoch nicht erschienen. Dann 2 Wochen nachdem wir eine zweite Vorladung ignoriert hatten, erreichte uns ein dritter Brief, in dem uns mitgeteilt wurde, dass, da wir den Prozess ignorierten, eine richtende Person zusammen mit anderen Gerichtsmitgliedern sowie Repräsentanten der „besitzenden“ Partei in der Besetzung vorbeikommen würden. Nach einer sehr langen Haussitzung beschloss das Kollektiv schlussendlich diesen Prozess in Loc(A)motive zu akzeptieren.

C: Wieso habt ihr diesen Prozess akzeptiert?
L: Die Debatte war lang mit vielen verschiedenen Positionen. Schlussendlich beschloss das Kollektiv den Prozess zu akzeptieren aufgrund einer generellen Furcht, dass wir durch eine Weigerung das Haus mit Sicherheit verlieren würden.

C: Wie war der Prozess?
L: Als erstes müssen wir dazu sagen, dass es einige entscheidende Parameter zu diesem Beschluss gab. Die richtende Person sollte lediglich Zugang zu den öffentlichen Bereichen des Hauses haben. Dies sind um genau zu sein Keller, Erdgeschoss und erster Stock. Wir kontaktierten einen Anwalt, dem wir unser Vertrauen schenkten und der für uns auf Basis eines freien Preises arbeiten würde. Wir schrieben ein sehr detailliertes Dossier in dem wir bewiesen, dass das Haus bewohnbar ist und in dem wir die falschen Anschuldigungen der Spanischen Anwältin angriffen. Ein Tag vor diesem Prozess informierte unser Anwalt das Kollektiv, dass er uns nicht vertreten würde. Offiziell war dieser niemals unser Anwalt da er zu keinem Zeitpunkt die zuständigen Behörden informierte.

Im Vorfeld des Prozesses riefen wir dazu auf sich mit uns zu solidarisieren. Leute aus Loc(A)motive aber auch solidarische Personen waren auf lustige und provokative Arten verkleidet und versteckten auf diverse Arten ihre Identität. Die Atmosphäre an diesem Tag war widersprüchlich. Zum einen waren Leute wie bei einer normalen VoKü am Essen, zum anderen waren Leute extrem gestresst, da wir uns nicht mehr auf anwaltliche Hilfe stützen konnten. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt keine kollektive Strategie. Wir hatten sämtliche Energie in die Zusammenarbeit mit dem Anwalt gesteckt, der schlussendlich nicht erschien. Später verstanden wir, dass der Fokus auf den Anwalt eine schlechte Idee war. Während des Prozesses hatten wir keine klare kollektive Linie. Trotz der Entscheidung dem Richter lediglich den öffentlichen Bereich zu zeigen, änderten einige Mitglieder des Kollektives ihre Meinung, als der Richter drohte den Prozess ohne uns weiter zu führen, falls er nicht das komplette Haus besichtigen könne. Lediglich ein Teil der obersten Etage wurde nicht besichtigt, dank der Initiative einer Person diesen zu verschließen. Schlussendlich, nach einer kurzen Besprechung zwischen den Prozessparteien, verkündete der Richter, dass wir bis zum 8. April im Haus bleiben können. Im Falle, dass der spanische Staat das Haus bis zu diesem Zeitpunkt nicht verkauft haben sollte, gäbe es die Möglichkeit länger im Haus zu bleiben. Fakt ist, seit dem 8. April sind wir von einer Räumung bedroht.

Natürlich gibt es keine Unterschrift oder Zustimmung unserer Seite und keine Person wurde offiziell namentlich in den Prozess involviert. In legaler Hinsicht vermuten wir, dass dieser Prozess keine Gültigkeit hat.

C: Was geschah nach diesem Prozess?
L: Wir fokussierten uns darauf die Infrastruktur des Hauses zu verbessern und die Projekte am Laufen zu halten. Bis heute haben sich die unterschiedlichsten Projekte etabliert. Jeden Freitag laden wir zu einer gemeinsamen veganen Küche ein, zum Teil vervollständigt durch Diskussionen, Präsentationen oder Filme. Im selben Raum wie die VeKü wird jeden Sonntag eine Cafeteria der offenen Tür veranstaltet. Zu jedem Zeitpunkt kann ein Umsonstladen mit jeder Menge Kleidung und sonstigem Krimskrams besucht werden. Im ersten Stock wurde eine Bibliothek mit mehreren hundert Büchern eingerichtet komplettiert durch einen Infoshop mit einigen Broschüren und Flyern zu diversen Themen. Im selben Stockwerk fand ein autonomes Kinderzimmer mit viel Spielzeug seinen Platz. Zudem treffen sich jeden Montag Refugees und PoC um über Migration und ihre Erfahrungen in diesem rassistischen System zu sprechen und diese nieder zuschreiben. Jeden Dienstag gibt es eine autonome Sprachschule. Schlafplätze werden im zweiten Stock bereitgestellt. Momentan haben wir Platz für 10 Personen doch sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Direkt neben dem Schlafraum wurde ein kreatives Atelier aufgebaut mit einem professionellen Zeichentisch, Nähmaterial sowie vielen Farben.

Viele von uns benötigten eine Zeitspanne, in der sie nicht an eine Räumung denken mussten, aber seit einiger Zeit bereiten wir uns auf eine selbige vor und versuchen Widerstand zu organisieren. In diesem Kontext sind einige Menschen motiviert zu verschiedenen Orten zu reisen, um über unsere Situation und Strategie zu informieren. Alle, die interessiert sind, können sich bei uns melden um Informationen zu erhalten oder eine Infoveranstaltung in eurer Stadt zu veranstalten.

Solidarität mit allen befreiten Zonen
Binz bleibt Binz 
Köpi bleibt 
Liebig 14 nicht vergessen
Kein Tag ohne Autonome Zentren

Kontakt:
Squat la Loc(A)motive — locomotive[at]riseup.net
Chemin du chasseron 1, 1004 Lausanne, Suisse/Schweiz

Quelle: http://de.contrainfo.espiv.net/2013/04/28/lausanne-interview-mit-dem-

kollektiv-la-locamotive/#more-6104

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#1Mai 2013 #Zürich: Staatliche Provokations- und Eskalationsstrategie für den 1. Mai? – Freiheit für die Gefangenen vom 22. April!

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Jetzt ersch rächt! Am 1. Mai all ufd strass!

Fährt die Polizei eine Provokations- und Eskalationsstrategie für den 1. Mai?
Freiheit für die Gefangenen vom 22. April!

Am Abend des vergangenen Montag, 22. April 2013, wurden in Zürich drei
Jugendliche verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, die Parole „Heraus zum 1.
Mai“ mit einem Filzstift an eine Wand geschrieben zu haben. Nach der
Festnahme am Montag wurden sie im Verlauf der Woche der
Staatsanwaltschaft zugeführt, welche Untersuchungshaft beantragte. Der
Haftrichter genehmigte bei allen eine zweiwöchige Untersuchungshaft.
Die Justiz zeigt ihren politischen Charakter. Mit einer schier absurden
Härte versuchen sie kurz vor dem 1. Mai alle einzuschüchtern, die sich
rund um den 1. Mai bewegen und dabei den öffentlichen Raum nutzen. Wäre
der Schriftzug kein politischer und wäre nicht die Woche vor dem 1. Mai,
so hätten die Verhafteten mit einer weniger harten Verfolgung zu
rechnen. Die Polizei unter der Führung von Leupi (Grüne) führt damit
eine Eskalationsstrategie in der Auseinandersetzung zwischen Repression
und der widerständischen Seite.

Der 1. Mai ist den Bonzen und ihrer Justiz ein Dorn im Auge. Dies
zeigten bereits die Verhaftungen von 6 Genossen nach dem letztjährigen
1. Mai. Die jetzige Machtdemonstration sehen wir als Provokation für
alle, die sich jeweils am 1. Mai beteiligen. Wir lassen uns nicht
einschüchtern. Im Gegenteil! Dieser Angriff führt uns erneut vor Augen,
dass der 1. Mai ein Kampftag ist. Angriffen von oben muss eine linke
Solidarität von unten entgegengesetzt werden, welche den 1. Mai als
Internationalen Klassenkampftag verteidigt.

Die Gefangenen lassen sich nicht einschüchtern und verweigern bei jedem
Verhör konsequent die Aussage. Von aussen werden sie unterstützt und
lautstarke Grüsse wurden ihnen über die Mauern hinweg mittels Feuerwerk
mitgeteilt. Solidarisiert euch mit den Jugendlichen im Knast, jetzt erst
recht: Heraus zum 1. Mai!

Kommt zum 1. Mai Veranstaltungswochenende (27. & 28. April) auf dem Revolutionären Treff (Kanzleiareal). Dort gibt’s am Samstag um 18.30 die aktuellsten Infos zu den Gefangenen und wie man sie unterstützen kann!

Freiheit für die Gefangenen vom 22. April 2013!
Freiheit für alle politischen Gefangenen – Heraus zum 1. Mai!

Revolutionäre Jugend Zürich / Rote Hilfe Schweiz

 

Programm Revolutionärer 1. Mai (Zürich)

Politwochenende mit internationalen Gästen.

Samstag 27.4

Streik! Kampf im Betrieb und auf der Strasse
Mit Autor und Gesundheitswissenschaftler (DE) sowie Gast aus Griechenland zum Goldminenprojekt

Wenn gestreikt wird, wird es schnell politisch. Umso wichtiger ist es für revolutionäre Kräfte, solche Kämpfe zu unterstützen und mit anderen sozialen Bewegungen zu verbinden. Anhand von Arbeitskämpfen in der Gesundheitsbranche wollen wir Erfahrungen und Möglichkeiten diskutieren. Dazu wird ein Autor und Gesundheitswissenschafter aus Deutschland einen Überblick über die europaweiten Angriffe auf die Gesundheitsbranche und den Widerstand dagegen geben. Danach wollen wir anhand einer Reflexion über den Streik bei La Providence in Neuchâtel über Möglichkeiten der Unterstützung diskutieren.
Zusätzlich Beitrag aus Griechenland zur militanten Verteidigung gegen das Goldminen-Projekt. Mit Video & einem Gast aus Griechenland.

16 bis 18 Uhr

Der revolutionäre Kampf in Europa: Von den Wurzeln zu den Perspektiven.
Mit der Volksfront (Türkei), Ex-CCC (Belgien), dem revolutionären Aufbau und Beiträgen des Revolutionären Kampfes (Griechenland) und der PCP-M.

Was waren die Perspektiven des revolutionären Kampfes damals, und was für Lehren können wir für heute daraus ziehen? Was sind die Fragen und Schwierigkeiten? Es geht um das Herzstück revolutionärer Politik!

19 bis 21 Uhr

Mit den kämpfenden Gefangenen weltweit an den 1. Mai
Italienische AnarchistInnen: Ausstellung zu Marco

Sonntag, 28.4.

Verteidigung proletarischer Quartiere
Mit dem Laboratoire Urbanisme Insurrectionnel (Belgien) und dem revolutionären Aufbau sowie einem Hausbesetzer aus Zürich und einem Militanten aus Italien.

Erfahrungsaustausch über den Kampf gegen Stadtentwicklung. Wir spannen den Bogen von den Kämpfen gegen Aufwertung und Verdrängung in Zürich zur massenhaften Verhinderung von Zwangsräumungen in Italien und Berlin. Was lässt sich daraus entwickeln?

15 bis 17 Uhr

Viele Wege führen auf die Strasse!
Diskussion und Erfahrungsaustausch mit dem Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen (DE), der Roten Hilfe sowie internationalen Gästen

Block I: Wie holen wir die Initiative zurück angesichts der Auseinandersetzungen um die Strasse? Was verbindet die Erfahrungen aus Deutschland (Antifa etc.), Italien (No-TAV u.a.) und der Schweiz (1.Mai etc.). Was sagen die Ex-Gefangenen von No-TAV, vom 1. Mai in Zürich …? Wie reagieren Staat und Kapital auf die antikapitalistischen Kämpfe der Tierbefreiungsbewegung?

Block II: Politische Gefangene – Marco Camenischs Anwalt berichtet von seiner Situation, zudem ein Einblick in die Gefangenensituation der Türkei und der Situation des Revolutionären Kampfes (Griechenland).

18 bis 20 Uhr

Jeweils auf dem revolutionären Treff (Kanzleiareal)

und am 1. Mai:

Revolutionärer Block – 9:30 Uhr Lagerstrasse

Revolutionärer Treff – 12:30 Uhr Kanzleiareal

Konzert mit “The Coup” – 13:30 Uhr Kanzleiareal
Backup von der “Chaostruppe” aus Bern

Ab 19 Uhr in Kanzleihalle:
Veranstaltung mit Boots Riley von “The Coup”
Boots Riley ist in den Kämpfen Oaklands (USA) aktiv und erzählt von dortigen Erfahrungen.
Zudem: Treffpunkt gegen allfällige Repression, Infos was tagsüber in Zürich und sonst wo lief & Kulturprogramm.

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Video #25A #Free_Indymedia #Athen: 2500 auf Demo fuer #Indymedia, freie Medien

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Donnerstag abend, 25.4.2013 startete nach einer laengeren Kundgebung auf dem normalerweise von TouristInnen stark frequentierten Monastiraki Platz eine Demo in Solidaritaet mit Indymedia Athen. Auf der Demo wurden Parolen gegen Staatsrepression, Terrorstaat, staatliche Zensur und gegen die Versuche die freien Gegenmedien zu zensieren gerufen, wie auch gegen die faschistoiden Staatsbuettel/Bullen.

Circa 2500 Menschen (Laut Indymedia Linksunten 4000, wir haben aber aus mehrere Quellen 2500 als Zahl bekommen) haben sich an der Demo beteiligt, im Verlaufe der Demo stiessen weitere dazu. Auf der Demo war ueberwiegend das Antiautoritaere, anarchistische, und anarchistisch-kommunistische Sprektrum (in der BRD wuerde mensch sagen, dass autonome Spektrum) praesent, Kollektive aus besetzten Haeusern und Treffpunkten wie aber auch Arbeitslosen-und Prekaer Beschaeftigten Kollektive und Nachbarschaftsversammlungen verschiedener Stadtteille.

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Die Demo ging am Syntagma Platz am Parlament vorbei, Endkundgebung war dann an den Propylaen/Uni-Gebaeude, an dem am Tag zuvor ein riesiges Transparent befestigt war und die griechische Staatsflagge durch eine schwarz-rote Fahne der linksradikalen/anarchistischen Bewegung ersetzt wurde. Wie berichtet wurden bei dieser Aktion AktivistInnen mit brutaler Gewalt festgenommen: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84475

Waehrend der gesamten Strecke wurden von Vermummten zahlreiche Parolen gegen Staatsterror und staatliche Zensur gesprueht (siehe Fotos).

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Spannung durch die Bullen kam auf, als die Demo den Kotzia Platz erreichte und AktivistInnen vermummt Parolen an die Wand des Rathauses spruehten. Die Bullen bzw die Riot Cops, die sich eher im Verlauf der Demo in Distanz hielten, zogen vors Rathaus auf und versprueten Chemie-Gase um die AktivistInnen zu stoppen. Doch die AktivistInnen wurden von den DemonstrantInnen geschuetzt und die Strasse vor dem Rathaus wurde dort gehalten und die Bullen hatten dann doch keinen Bock auf Konfrontation, so dass die Demo weitergehen konnte bis zur Abschlusskundgebung.

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84570

 

Video 25. April 2013 Demo fuer #Indymedia, freie Medien

Siehe auch:

http://enough14.org/2013/04/15/free_indymedia-aufruf-fur-internationale-solidaritat-mit-indymedia-athen-und-dem-freien-subversiven-radiosender-98fm/

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#ivibleibt #Frankfurt: RH-Broschüre “Hausbesetzung und #Repression” nach der IvI-Räumung

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Am Montag, 22.04., räumte ein Großaufgebot der Polizei das über 9 1/2 Jahre besetzte Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI). Die damit beginnende massive Polizeipräsenz bei der Räumung, den Demos danach und in der ganzen Stadt kann einerseits als eine weitere Übung des Notstands verstanden werden, andererseits werden sie weitere Besetzungen damit nicht aufhalten. Für ein paar Tipps wie ihr bei Hausbesetzungen besser mit staatlicher Repression umgehen könnt, welche rechtlichen Konsequenzen folgen könnten um uneingeschüchtert und bewusster damit umzugehen, haben wir unsere Broschüre aktualisiert.

Die Broschüre orientiert sich zwar in einigen kurzen Analysen an der Situation in Frankfurt in den letzten Jahren, kann aber auch bei Besetzungen in anderen Orten sinnvolle Verwendung finden und im Sinne der Antirepressionsarbeit weiterverarbeitet werden.

Spontan-Demo gegen die Räumung vom ivi, am 25. April in Mainz.
Spontan-Demo gegen die Räumung vom ivi, am 25. April in Mainz.

Ihr könnt euch die Post-Kettenhofweg 130 – Ausgabe gerne als pdf (unten) ansehen, downloaden, ausdrucken und verteilen:

Die Broschüre ist auch hier erhältlich:

* Infoladen, Café Exzess, Leipziger Str. 91, Frankfurt a/M So: 13-16 Uhr // Mo: 19-22 Uhr

oder schreibt uns ne mail, wenn ihr höhere Stückzahlen der Druckversionen haben wollt:

ffm [aet] rote-hilfe.de

Die Brochüre Hausbesetzungen und Repression v2 als download:

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84530

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#Antifa #Berlin: Benennung der Silvio-Meier-Straße

silvio_strasseEs ist soweit: Friedrichshain bekommt die Silvio-Meier-Straße! Im Gedenken an den linken Aktivisten und Antifaschisten wird die Gabelsbergerstraße zwei Jahrzehnte nach seiner Ermordung umbenannt. Die Umbenennung findet in Anwesenheit der Familie von Silvio Meier, von Freund_innen, Weggefährt_innen und Aktivist_innen statt. Straßenschilder mit dem Schriftzug Silvio-Meier-Straße werden angbracht.
Am 21. November 1992 wurde Silvio Meier auf dem U-Bahnhof Samariterstraße von Neonazis ermordet. Seitdem finden dort jedes Jahr eine Mahnwache und eine große antifaschistische Demonstration statt. Zusammen mit der Initiative für ein aktives Gedenken haben sich viele Menschen über mehrere Jahre hinweg für ein würdiges Gedenken an Silvio Meier eingesetzt.

Freitag | 26. April 2013 | ab 18.00 Uhr | 

Gabelsbergerstraße Silvio-Meier-Straße/Rigaer Straße – Berlin
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#ivibleibt #Frankfurt: IvI Räumung – Ein Update

frankfurt22.04.2013 – Montag

Am Montag Morgen wurde das seit zehn Jahren besetzte Institut für vergleichende Irrelevanz von einem Großaufgebot der Bullen geräumt. Neben zwei Reihen Absperrgittern, hunderten Bereitschaftsbullen und dem BFE, kam auch das SEK zu Unterstützung zum Einsatz. Die Taktik der Bullen scheint es zu sein, die von ihnen befürchteten massiven Proteste von Anfang an in einem Großaufgebot zu ersticken. Zeitgleich zur Räumung kam es zu den ersten direkten Aktionen, die sich vor allem auf den nahe gelegenen Campus Bockenheim konzentrierten, wo mehrere Fensterscheiben zu Bruch gingen und mehrfach der Feueralarm ausgelöst wurde. Darüber hinaus wurde für das dem IvI gegenüberliegende und seit wenigen Wochen leerstehende FLAT („Forschung und Lehre am Turm“) als Ersatz besetzt, jedoch schon nach kurzer Zeit von den Bullen wieder geräumt.
Die Uni trägt mit dem Verkauf des IvI an die Immobiliengesellschaft Franconofurt eine unmittelbare Mitschuld an der Räumung. Schon Ende der letzten Woche kam es zu Glasbruch am Präsidium auf dem neuen Campus Westend. In einer an alle Studierenden verschickten E-Mail des Präsidiums wird der Schaden mit 100 000 Euro veranschlagt, wobei hier leider getrost davon ausgegangen werden kann, dass die Uni diese Zahlen übertreibt.

frankfurt223.04.2013 – Dienstag

Um 18 Uhr startete die Tag 1+X-Demo vor dem Hauptbahnhof und ging mit 1500 Leuten durch die Innenstadt, vorbei an dem Verwaltungsgebäude von Franconofurt zum IVI. Die Cops setzten darauf, den Protest durch massive Überpräsenz, komplettes Abfilmen, Spalier und ständiges Aufstoppen einzuschüchtern und zu zermürben. Der spannungsgeladenen Stimmung tat diese Taktik nur bedingt einen Abbruch. Nach dem Ende der Demo in der Nähe des Studierendenhauses kam es u.a. zu Angriffen auf Gebäude der Uni und eine Zivikarre. Zitat Frankfurter Rundschau:
„Wie die Frankfurter Polizei am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, seien in der Gräfstraße am Campus Bockenheim sechs PKW zerkratzt worden, am alten Hörsaalgebäude, einem Pförtnerhaus in der Gräfstraße und einer Sparkassen-Filiale in der Berger Straße seien Scheiben eingeworfen worden. Im Bahnhofsviertel seien zudem zwölf Müllcontainer in Brand gesetzt worden.“ Weiter heißt es dort: „Ein besonders massiver Angriff richtete sich nach Polizeiangaben gegen zwei Polizisten in Zivil, die mit ihrem Einsatzwagen ebenfalls in der Gräfstraße unterwegs waren. Vermummte Demonstranten hätten das Fahrzeug mit Steinen und Flaschen attackiert und es dabei erheblich beschädigt, die Beamten hätten die Flucht ergreifen müssen. Beide seien leicht verletzt worden. Der gesamte Sachschaden betrage ersten Schätzungen zufolge mehrere Zehntausend Euro, es keinerlei Festnahmen gegeben.“ Der entstandene Sachschaden soll in einer Höhe von circa 60 000 Euro liegen.

frankfurt324.04.2013 – Mittwoch

Im Vorfeld der uniweiten Vollversammlung verschickte das Präsidium einen Brief, in dem sie alle Studierenden aufforderte dafür zu sorgen, dass die neuen – klinisch reinen – Gebäude auf dem Campus Westend sauber und heil bleiben. Eine facebook-Gruppe aus der Ecke RCDS, Burschis und Co rief dazu auf, „Extremisten“ zu fotografieren und „für einen sauberen Campus Westend“ zu sorgen. Die Dekan*innen der unterschiedlichen Fachbereiche riefen zur Teilnahme an einem „runden Tisch“ auf und stellten fest: „Wir brauchen Gespräche, keine Scherben“. Ein völlig grotesker Move, nachdem in den letzten Monaten das IvI verkauft, ein neuer Campus ohne Studierendenhaus, dafür mit völliger Kameraüberwachung bezogen und Studierende von Seiten des Dekanats mit der SA verglichen wurden. Von Gesprächsbedarf seitens der Uni war da wenig zu spüren. Dem Lautsprecherwagen der VV mit einem Gabelstapler Steine in den Weg zu legen, damit er nicht auf den bzw. vom Campusgelände kann, für ein passendes Gesprächsklima sorgt, sei dahin gestellt. Dies wurde auch auf der mit 2000 Menschen gut besuchten VV thematisiert. Im Anschluss kam es zu einer 300-Leute-Spontandemonstration durch das angrenzende Westend in Richtung Innenstadt. Auch dieses wieder mit massiver Bullenbegleitung.

Talking is over – Action is on. Ihr räumt – wir bestimmen den Preis!

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84416

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#ivibleibt #Leipzig: Solidaritäts-Besetzung an der Uni

ivileipzig
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Pressemitteilung der protestierenden Studierenden Universität Leipzig, Mittwoch 24. April 2013

Besetzung eines Seminarraumes der Universität Leipzig als Protest gegen die Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz in Frankfurt/Main
Heute, am Mittwoch dem 24. April wurde der Seminarraum S110 des Seminargebäudes der Universität Leipzig von Studierenden und anderen Protestierenden besetzt. Dies stellt eine Reaktion auf die Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) in Frankfurt am Main und auf die Umstrukturierungen der Universität Leipzig dar.
Das IvI war ein von Studierenden und anderen Interessierten selbstverwalteter Raum, der zum gegenseitigen Lehren und Lernen abseits der üblichen Themen der Universität genutzt wurde.
Das Gebäude wurde 2003 im Rahmen der Student*innenproteste besetzt. Unter dem Motto „Theorie*Praxis*Party“ fanden im IvI seitdem unabhängige, selbstorganisierte Tutorien und Lesekreise, Veranstaltungen zu verschiedenen Themen, aber auch Partys und Konzerte statt.
Im Februar 2012 wurde das Gebäude durch die Universität Frankfurt an die Immobilienfirma Franconofurt AG verkauft. Diese veranlasste im Februar 2013 die Räumung des Gebäudes.
Am Montag, dem 22. April wurde das Gebäude durch Polizeieinheiten brutal geräumt.
Die Besetzer*innen der Universität Leipzig solidarisieren sich mit dem IvI „Wir verurteilen
die Räumung des autonomen, selbstverwalteten Raumes, in dem Studierende und andere die Möglichkeit hatten, alternative Bildungsveranstaltungen zu besuchen und zu gestalten“
so Robert Kaiser, einer der Besetzer*innen.

Auch an der Universität Leipzig stehen Stellenkürzungen und Umstrukturierungen der
Institute bevor. Die Protestierenden wollen auch darauf aufmerksam machen. So meint
Melanie Faust: „Ähnlich wie in Frankfurt wollen wir uns einen selbstverwalteten Raum zum unabhängigen Lernen und kritischen Denken erkämpfen. Um den bürokratischen und
einschränkenden Richtlinien, der Raumbeschaffung an der Universität zu entgehen, sind
Besetzungen momentan der einzige Weg. Das Rektorat der Uni Leipzig hätte nach dem
Neubau am Campus-Augustusplatz die Möglichkeit gehabt, solch einen Raum zur Verfügung zu stellen. Stattdessen wurde sich für einen Merchandise-Shop entschieden, der neben der Sparkasse bereits das zweite private und kommerzielle Unternehmen innerhalb des Campus darstellt.“
Die Protestierenden nehmen die Räumung des IvI’s zum Anlass, richten ihre Kritik aber vor allem gegen die bestehenden Kürzungsmaßnahmen der Universität Leipzig und die
Kommerzialisierung von Räumen der Universität. Stattdessen fordern sie „Räume, fern von Verwertungslogik, elitären Hierarchien und Leistungszwang, in denen menschenverachtende Einstellungen keinen Platz haben. Alle Menschen sind herzlich willkommen, die sich mit uns solidarisieren oder ins Gespräch kommen wollen“ meint Melanie Faust abschließend.

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#1mai #Mayday #Dortmund: Euromayday-Ruhr 2013 am 4.Mai

Der Euromayday Ruhr findet dieses Jahr in Dortmund statt. Wegen der Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dortmund am 1.Mai, die der Euromayday unterstützt, findet die Parade dieses Jahr erst am Samstag, 4.Mai statt. Start ist am Dortmunder U in der Nähe des Hbf um 14 Uhr. Eingeladen sind wieder alle Prekäre mit und ohne Job. Kommt nach vorne!

Der Aufruf 2013 maydayruhr

Weil wir keine Lust haben, für Wohnen u. Strom immer mehr Geld auszugeben.

Weil wir genug davon haben, von Erwerbsarbeit nicht leben zu können, uns von Behörden drangsalieren zu lassen, gedemütigt und erpresst zu werden.

Weil uns ein Bildungssystem zuwider ist, das von den Personalabteilungen der Unternehmen bestimmt wird und bei dem Geld entscheidet, wer wohin kommt.

Weil wir kein Europa wollen, in dem das Kürzungsdiktat zum Wohl von wenigen immer mehr Menschen in Armut und Prekarisierung zwingt.

Weil wir keine Grenzen wollen, an denen fliehende Menschen auf Verwertbarkeit überprüft werden: Menschen sollen bleiben können, überall.

Weil im Kapitalismus Menschen als Ware gelten.

Um es kurz zu machen: Weil Kapitalismus immernoch scheiße ist.

Dagegen wollen wir gemeinsam den Euromayday mit Leben füllen, unsere Vorstellung des Zusammenlebens sichtbar werden lassen und unsere Forderungen und Utopien auf die Straße bringen.

Gemeingüter wie Strom, Wasser, Verkehrsmittel und Wohnen, Kultur und Bildung müssen allen zugänglich sein.

Wenn die Bürokratie nervt: Demokratisieren statt privatisieren!

Es ist Zeit, gegen die Privatisierung der Städte Widerstand zu leisten. Die Stadt gehört uns allen.

Alle sind willkommen, ob aus den Ländern des Südens, aus Südosteuropa oder Uecker-Randow. Sozialschnüffler und Private Security gehen gar nicht. Nazis auf den Mond!

Arbeiten und gleichzeitig zum Sozialamt gehen müssen darf nicht länger sein! Aus Angst vor Erwerbslosigkeit alles hinnehmen, auch Demütigung und Konkurrenz, darf nicht länger sein! Bedingungsloses Grundeinkommen wär’ schon mal was.

So lässt sich die Grundlage legen für ein solidarisches Zusammenleben jenseits von Grenzen. Für eine Gesellschaft, in der man ohne Angst verschieden sein kann.

Kommt zum Euromayday und bringt eure Ideen, Forderungen und Utopien mit!

Das diesjährige Motto des Euromayday »Kommt nach vorne!« ist eine Anspielung auf die skandalöse, beweislose Verurteilung von Tim H. in Dresden. Tim H. wird vorgeworfen 2011 bei den Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dresden den Durchbruch durch eine Polizeisperre koordiniert zu haben – unter anderem mit den Worten »Kommt nach vorne!«. Dafür wurde er jetzt zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt – ohne Bewährung!

Beim Euromayday Ruhr 2013 steht »Kommt nach vorne!« zugleich als Aufforderung an alle Prekarisierten mit ihren Forderungen nach einem besseren Leben gemeinsam sichtbar zu werden und die Vereinzelung zu überwinden.

Mehr Informationen:

http://euromayday.noblogs.org/

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#1Mai #Anarchismus: 5. Sonderausgabe: 1. Mai Gai Dào erschienen

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Hallo Menschen,

ihr haltet nun, nach der Ausgabe zur 2. Anarchistischen Buchmesse in Mannheim, die zweite Sonderausgabe der Gaidao in 2013 in der Hand. Darin dreht sich alles um den 1. Mai.

Warum geben wir eine Sonderausgabe zum 1. Mai heraus? Die Antwort hat weniger mit Traditionen zu tun – obwohl wir auch dazu einen passenden Artikel zu bieten haben – als vielmehr mit dem aktuellen Erstarken der libertären Bewegung im deutschsprachigen Raum. An immer mehr Orten treten Anarchist*innen in Erscheinung und am 1. Mai gibt es nun so viele libertäre 1.-Mai-Demonstrationen bzw. libertäre Blöcke innerhalb von revolutionären 1.-Mai-Demonstrationen wie schon lange nicht mehr.

Mit dieser Sonderausgabe möchten wir als Redaktionskollektiv unseren Teil beitragen dazu, dass diese libertären Aktivitäten nicht schlicht nebeneinander stehen, sondern sich miteinander verzahnen. Die Ausgabe wird in folgenden Orten mit entsprechenden Demonstrationen verteilt: Berlin, Bonn, Dresden, Freiburg, Stuttgart. Auf diese Weise können Aktivist*innen mitbekommen, was an den anderen Orten sonst noch so passiert.

Aus ein paar dieser Städte haben wir kurze Berichte dazu erhalten, was zurzeit vor Ort passiert. Auf diese Weise möchten wir ein Panorama aufmachen, mit dem wir zeigen können, welche Kämpfe aktuell zum 1. Mai (und darüber hinaus) eine wichtige Rolle spielen.

Wir hoffen, einige Anregungen und Infos geben zu können, auf dass ähnliche Initiativen allerorten aus dem Boden sprießen!

Eure Redaktion der Gaidao

Quelle: http://fda-ifa.org/gai-dao-5-sonderausgabe-1-mai/

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#ivibleibt #HH #Hamburg: Spontandemo zur IVI-Räumung – Protest-Wochenende 26.4 bis 28.4.

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Am 22.4.2013 versammelten sich ca. 150 – 200 Menschen gegen 20 Uhr auf dem Achidi-John-Platz vor der Flora. Nach einer viertel Stunde wurde ein Transparent enthüllt mit der Aufschrift: “Gegen Polizeigewalt und staatliche Repressionen – Freiräume verteidigen” und los ging’s.

Die Demo bewegte sich erst nach hinten durch den Flora-Park, in die Juliusstraße und dann mit Parolen und etwas Pyrotechnik die Susannenstraße runter. Die Bullen wurden durch diesen Schlenker überrascht und waren damit beschäftigt hinterher zu laufen. Erst in der Bartelsstraße brachten sie eine Polizeikette zustande, die den vorderen Teil der Demo vom Rest abspaltete, aber ansonsten keinerlei Wirkung hatte. Die Leute drehten einfach um, liefen weiter die Susannenstraße runter und bogen am Ende rechts ab in die Schanzenstraße, wo sie erneut mit dem vorderen Teil zusammentrafen. Dann ging es in die Lagerstraße und über ein Firmengelände durch die Unterführung am Schanzenbahnhof in den Schanzenpark. Die Bullen waren weiterhin sichtlich überfordert und konzentrierten sich panisch darauf, das Mövenpick-Hotel abzuriegeln.

An der U-Bahn Schlump ging es dann in den Feierabendverkehr und Baustellen-Absperr-Zeugs wurde zu Straßenverkehrs-Absperr-Zeugs. Nach einigen weiteren Schlenkern landete der Aufzug in der Weidenalle nahe eines kürzlich kurzzeitigt besetzen Hauses, das für einen Neubau abgerissen werden soll. Hier wurde begonnen, eine Baustelle zur Barrikade umzufunktionieren. Als dann die Bullen von beiden Seiten eintrafen, machte sich leider Panik breit. Die Leute flüchteten und wurden so zu Gejagten, wobei sich für 30-40 ein Hinterhof als Sackgasse erwies. Sie wurden eingekesselt und später in Gewahrsam verbracht.

Ärgerlich ist das nicht zuletzt deshalb, weil die Einkesselung durch das panische Weglaufen ein gutes Stück weit hausgemacht war. Mit etwas mehr Ruhe und Entschlossenheit hätten die zahlenmäßig unterlegenen Bullen ohne Probleme umgangen und die Demo fortgesetzt werden können. Leider kommt es in den letzten Jahren viel zu oft zu einer solchen Dynamik und es wird weggelaufen, sobald die Schergen auch nur in die Nähe auftauchen. Wenn wir stattdessen in solchen Situationen geschlossen stehen bleiben/weitergehen, hätten die Bullen ein Problem und ihrer Strategie der Treibjagd würde ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Wir können alleine durch Ruhe und Geschlossenheit ihre Handlungsspielräume einengen und unsere erweitern!

Ausgehend von dem Hinterhof-Kessel gab es dann noch eine Solidemo von solidarischen Menschen für die Eingekesselten und die geräumte Ivi über die Schanzenstraße in Richtung Lerchenwache. Unterwegs flog etwas Gerümpel auf die Straße. Erst auf Höhe Schulterblatt tauchten die Cops auf, stoppten die Leute und bildeten einen weiteren Kessel. Der wurde allerdings panisch wieder aufgelöst als der Rest der Leute unverdrossen weiter zur Lerchenwache ging. Danach zerstreute sich die Menge ohne weitere Gewahrsamnahmen.

Etwa zeitgleich wurde an der Brammerfläche am oberen Ende des Schulterblatts eine weitere Gruppe, die auf dem Gehweg in Richtung Rote Flora unterwegs war, ohne jeglichen Grund verfolgt und knüppelschwingend mit Rufen wie „Wir kriegen euch Schweine!“ über das Gelände gejagt: Die Einsatzfahrzeuge fuhren vorbei, ein Bulle zeigte auf die Leute, die Wagen hielten an und die Bullen sind direkt losgerannt. Einziger Grund war offenbar das Tragen von schwarzen Kapuzenpullis. Nicht gerade eine Seltenheit in der Schanze. Es kam zu sehr gewaltsamen Festnahmen und die Bullen verhielten sich sehr eskalativ gegenüber Passant_innen.

Dieses Verhalten war vermutlich schon mal die Generalprobe für das Protest-Wochenende von 26.4. bis 28.4. mit Demos Aktionen und Kundgebungen gegen die Internationale Gartenausstellung (IGA), für soziale Bewegungen in Griechenland und den Erhalt der bedrohten Esso-Häuser auf dem Kiez. Aber auch insgesamt sind die Übergriffe kein Einzelfall, zuletzt wurde die Vokü im Schanzenpark ohne jeglichen Grund auseinandergekloppt. Offenbar wird zunehmend auf ein eskalierendes Verhalten als Einsatzmittel gesetzt.

Auch hier gilt: Lasst euch nicht einschüchtern, wenn die Bullen euch anschreien, dann schreit zurück! Ihre Eskalation ist keine Verfehlung Einzelner, sondern hat Methode und wird bewusst eingesetzt. Anschreien, Beleidigungen und brutales Verhalten werden als Einsatzmittel unterrichtet, sie sollen einschüchtern. Wenn sie eskalieren, dann eskaliert deshalb zurück. Alles andere wird deren autoritäres Verhalten lediglich befördern. Sie sollen sich ruhig zweimal überlegen, ob ihr angelerntes Gewaltverhalten Erfolg hat und sie es anwenden wollen, oder ob ihnen dies auf Dauer zu stressig ist!

Für die kommenden Tage gibt es in Hamburg jedenfalls ein volles Programm, um aktive Gegenwehr gegen Polizeigewalt und die Verhältnisse auf die Straße zu tragen:

Protest Wochenende 26.-28.4.: TEIL 1
Freitag 26.4.: Kundgebung und Aktionen gegen die IGS-Eröffnung und internationale Bauausstellung ab 15 Uhr am Inselpark in Wilhelmsburg

Protest Wochenende 26.-28.4.: TEIL 2
Samstag 27.4.: Überregionale Demonstration: Solidarität mit den selbstorganisierten Kämpfen in Griechenland und weltweit! 15:00 Uhr Rote Flora

Protest Wochenende 26.-28.4.: TEIL 3
Sonntag 28.4.: Esso-Häuser verteidigen! Räumungen von besetzten Projekten, sozialen Zentren und Mieter_innen überall verhindern! 15:30 Uhr Südkurvenvorplatz am Millerntor. Stadtteil- & Solidaritäts-Demo, anschließend Abschlusskundgebung auf dem Spielbudenplatz mit Megafonaktion des Schwabingrad Balletts und Rahmenprogramm.

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84300

Siehe auch:

http://enough14.org/2013/04/23/squat-ivibleibt-soli-demo-hamburg-die-polizei-last-lugen-will-einfach-nur-feierabend-und-nimmt-leute-fest/

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#bloodstrawberries #Athen #Exarchia: Aktion gegen “blutige Erdbeeren” auf dem Wochenmarkt

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Auf dem Gemuesemarkt am Wochenende im linken Stadtteil Exarchia in Athen/Griechenland gab es eine Aktion von einer lokalen AnwohnerInnen-Organisation gegen den Verkauf “Blutiger Erdbeeren”. Weil bei Schuessen von Vorarbeitern auf einer seit langem beruechtigten Erdbeer-Plantage der Firma Vaggelatos SA in der Region Manolada auf zahlreiche migrantische Plantagen-ArbeiterInnen geschossen wurde – wegen seit 6 Monaten ausstehenden Loehnen – gibt es verstaerkt Boykottaufrufe. Eine griechische Supermarktkette auf Kreta – Chalkiadakis” – soll laut Zeitungsmeldungen bereits reagiert haben und saemtliche Erdbeeren aus der Region aussortiert und an Obdachloseninitiativen weitergegeben haben.

Am Sonntag brachte die lokale AntwohnerInnen Initiative in Exarchia Aufkleber und Plakate mit einem Boykoytt Aufruf an zahlreichen Gemuese-Staenden an. Ein Haendler, der falsch etikettierte Erdbeeren aus der Region verkaufte beschwerte sich daraufhin lautstark und rief, dass die Schuesse richtig gewesen seien und drueckte ueberraschend seine Sympathie fuer die griechischen Rechten aus.

Daraufhin kippten beherzte AnwohnerInnen seinen Erdbeerstand um.

Solidarische Gruesse an Indymedia Athen, die wieder senden: https://athens.indymedia.org/

Twitter hashtag: #bloodstrawberries

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84293

http://enough14.org/2013/04/21/bloodstrawberries-griechenland-kundgebungen-und-boykottaufrufe-wegen-schuesse-auf-erdbeer-plantagenarbeiter-in-nea-manolada/

Video: Arbeiter_Innen aus Bangladesh liegen auf dem Boden nachdem sie angeschossen wurden.