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#1m #Mayday #Berlin: Anarchistischer Aufruf zum 1.Mai

Wir stellen k1maianarchoheadereine Forderungen – auch nicht am 1.Mai
Die Hoffnungen auf Veränderungen, die mit dem Austausch von Argumenten auf der Ebene einer gleichberechtigten Diskussion beginnen, sind schon lange verflogen. Von den herrschenden Parteien, Eliten und bürokratischen Apparaten, von der Wirtschaft und ihren ideologischen Wegbereitern, wird ihr Anspruch auf unsere Zukunft scheinbar unveränderlich in Beton gegossen.

Bestimmte Viertel in Berlin werden in absehbarer Zeit frei sein von Hartz 4 BezieherInnen und Menschen mit geringem Einkommen.
Die Stadt wird mit einem immer dichteren und subtileren Netz von Sicherheitsmaßnahmen überzogen, mehr Bullen, mehr Kameras, mehr Quartiersmanagement, mehr private Securitys und mehr Aufrufe zur Denunziation.
Der seit dem Jugoslawien Überfall 1999 fast ununterbrochene Krieg Deutschlands wird zu einem Dauerzustand. Die Bundeswehr schießt täglich irgendwo auf der Welt, ein Kampf mit wechselnden Gegnern und Einsatzgebieten wie in Orwells Buch „1984″.
Rassismus, Leistungszwang und Konsum sind die einzigen „Werte“, die der Staat vertritt und über Schule, Medien und Beamte versucht seinen Insassen einzuimpfen.

Der 1.Mai hat seine Bedeutung in Berlin zunächst aus dem Aufstand der KreuzbergerInnen 1987 und auch noch 1989 geschöpft, danach wurde dieser Tag hauptsächlich von Medien und Innensenatoren als Schreckgespenst an die Wand gemalt, manchmal zur Projektionsfläche für linke Grabenkämpfe, meistens Schauplatz mehr oder weniger gelungener Auseinandersetzungen mit einer hochgerüsteten Polizeiarmee aber selten noch ein gemeinschaftliches Zusammenkommen und über den Tag hinaus wirkendes Zuschlagen von staatsfeindlichen oder frustrierten Menschen, die den Alltag in dieser Stadt unerträglich finden.

Die gute Nachricht
Während in den letzten Jahren die sogenannten „demokratischen Akteure“ noch gelegentlich Zivilgesellschaft und Opposition spielten, indem sie Demos gegen Sozialabbau, Montagsdemos, Antikriegsdemos oder Volksbegehren gegen Mediaspree als Ventil für die Unzufriedenen anboten, haben sie inzwischen jede Tätigkeit eingestellt. Die Herrschaft fühlt sich so sicher, dass sie auf den inszenierten Streit mit Parteien im Abgeordnetenhaus verzichtet und Gewerkschaften und Sozialverbände ihren rituellen Scheinwiderstand vergessen haben. Alle sind satt und bilden die große Koalition der Vernunft, kein Thema polarisiert die „VolksvertreterInnen“.
Dieser Zustand ermöglicht Raum für Angebote an diejenigen, die entweder von den Zwängen des Systems, wie Verdrängung aus dem Kiez oder beschissenen Jobangeboten vom Amt betroffen sind sowie natürlich an alle, die nur auf eine Gelegenheit warten um gegen die Unerträglichkeit einer sinnentleerten Knastgesellschaft vorzugehen.

Unser Angebot am 1.Mai in Kreuzberg ist ein anarchistischer Block – oder damit es sich nicht so abgrenzend anhört – Mob, Haufen oder Zusammenrottung von Individuen und Gruppen, mit dem Ziel sich diesen Tag nicht von den Bullen diktieren zulassen und Kommunikationsformen für andere Tage und Situationen auszuprobieren.
Die anarchistische Präsenz auf dieser Demonstration wird ihre TeilnehmerInnen nicht in sinnlos riskante Situationen bringen, wie zum Beispiel im letzten Jahr vor dem Jüdischen Museum oder bei den jährlichen Massenfestnahmen abends am Kotti. Wir sind der Mob, der weder Vorkontrollen noch Alkohol auf dieser Demo braucht und wir suchen nicht den Krawall um jeden Preis. Vielleicht laufen wir auch nicht jede Route bis zum Ende mit.
Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses , wenn wir auch in einigen Punkten andere Prioritäten setzen.

Haltet die Augen offen wenn ihr uns auf der Demo finden wollt!

Quelle: http://eraso.blogsport.de/2013/04/08/anarchistischer-aufruf-zum-1-mai-b/

1.Mai // 18:00 // Spreewaldplatz // Kreuzberg

Siehe auch:

http://enough14.org/2013/04/04/01-mai-2013-berlin-aufruf-des-revolutionaren-1-mai-bundnis-die-einzige-losung-revolution-zusammen-kampfen-gegen-kapitalismus-krise-und-krieg/

und

http://enough14.org/2013/04/04/30-april-berlin-wedding-anti-kapitalistische-walpurgisnacht-gegen-rassismus-und-soziale-ausgrenzung/

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#Anarchismus: April Ausgabe der Gai Dào erschienen

 

Gaidao-Nr-28-April-2013-Cover

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Hallo Menschen,

 

seit Januar 2013 gibt es uns also auch als Printausgabe im Abonnement. Seit dem steigen die Abo-Zahlen langsam aber sehr kontinuierlich an. Gleichzeitig wird auch immer noch rege Gebrauch von der Möglichkeit gemacht sich die 改道 Gǎi Dào kostenlos als PDF oder eBook herunter zu laden. Auch das Angebot die Zeitung via issue.com online zu lesen wird erfreulich häufig genutzt. Das alles motiviert uns sehr zum weiter machen.
Auf dem FdA-Treffen im März in Witten, hat sich auch die Redaktion getroffen. Wir haben eine ganze Reihe von Plänen, die wir gerne in den nächsten Monaten umsetzen wollen. Einige dieser Ideen sind sehr Oldschool. So überlegen wir zum Beispiel auch eine Wandzeitungsausgabe zu machen. Noch sind wir uns nicht ganz sicher wie die aussehen wird, aber wir experimentieren schon ganz fleißig mit verschiedenen Konzepten. Noch aufwendiger als dieses Projekt wird die zweite Oldschoolidee die wir hatten. An dieser Stelle können wir jedoch noch nicht verraten um was es geht. Das Konzept steht schon, jetzt müssen wir nur noch die Inhaltlichen Grundlagen schaffen. Sobald es soweit ist damit an die Öffentlichkeit zu gehen, werdet ihr, die geneigte Leserschaft der 改道 Gǎi Dào, es als allererste erfahren.

 

Notwendige Anmerkung:
Der Druckfehlerteufel hat zugeschlagen. Bei bei den öffentlichen Termin der Libertären Gruppe Heidelberg auf der Seite “FdA hautnah” wurde in den letzten zwei Ausgaben leider ein falscher Termin abgedruckt. Hier der richtige Termin: A-Kneipe der Libertären Gruppe Heidelberg, jeden 1. Samstag im Monat, ab 19.30 Uhr, im Gegendruck, Fischergasse 2, Heidelberg-Altstadt.

 

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim Lesen!
Eure Redaktion

Quelle: http://fda-ifa.org/gai-dao-nr-28-april-2013/

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#Anarchismus: März Ausgabe der Gai Dào erschienen

Gai-Dao-Nr-27-März-2013Hallo Menschen,

nachdem es letztes Mal keine Nachrichten aus der weltweiten Bewegung gab, bieten wir euch dieses Mal gleich derer sechs an sowie zwei weitere Artikel mit internationalen Bezug in anderen Rubriken. Es ist einfach sehr viel los und das möchten wir gerne illustrieren. Sehr erfreut waren wir übrigens über einen spontan zugesandten Artikel zu Zypern, dem womöglich weitere folgen werden.

Daneben bieten wir aber auch handfeste Überlegungen zur Erweiterung anarchistischer Gruppen und zahlreiche Aufrufe, um handfest Solidarität zu leisten, etwa zum „Refugee Struggle Congress“. Kritisch rückbetrachtet hat die Anarchistische Gruppe Schwarzenbek 1,5 Jahres ihres Wirkens im ländlichen Raum – sehr empfehlenswert! Ebenfalls kritisch betrachtet Frank Tenkterer zwei Neuerscheinungen aus dem Verlag Graswurzelrevolution.

Der Syndikater ist auch mit an Bord und steht auf hoher See vor einer folgenschweren Gewissensentscheidung. Währenddessen setzen wir unsere Erstveröffentlichung von “Anarchismus und Judentum” fort und präsentieren Kapitel 3.4. Wir sind gespannt, wie dieser Aufsatz weitergeht. Etwas kleinere Geschichten findet ihr hingegen auf unserer Pinnwand.

Schließlich noch ein Hinweis in eigener Sache: In der Januarausgabe (Nr. 25) der Gai Dào wurde der Text „Mehr Druck“ in der Rubrik „Leser*innenbriefe“ abgedruckt. Das war ein Irrtum und beruht auf einem internen Kommunikationsfehler in der Redaktion. Der Text wurde nämlich extra angefragt! M. Veith von Syndikalismusforschung.info hatte sich dankenswerterweise bereitgefunden, anlässlich unserer ersten regulär gedruckten Ausgabe einen Text exklusiv für uns zu schreiben.

Also dann, viel Spaß beim Lesen!

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Unterwegs in Sachen Solidarität – Infotour zur Lage der anarchistischen Bewegung in Weissrussland

belarus_720Am 15. Februar startete mit einer Veranstaltung im Londoner Freedom Bookshop eine mehrmonatige Infotour eines Aktivisten des Anarchist Black Cross (ABC) Belarus. In den kommenden Wochen werden mehrere Städte in Großbritannien bereist, bevor die Tour weiter auf die iberische Halbinsel, danach nach Frankreich und Belgien und zum Abschluss in die Schweiz und quer durch Deutschland führt. Organisiert wird die Rundreise dieses Mal von der Internationalen der Anarchistischen Föderationen (IFA), lokalen ABC- und anderen anarchistischen Gruppen.

Schon 2011 reisten Aktivist*innen durch Europa, um über die Situation in Weissrussland und die Repression gegenüber der anarchistischen Bewegung zu informieren. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Situation jedoch merklich verschlechtert. Stand die letzte Rundreise noch ganz im Zeichen der Proteste im Zuge der letztjährigen Präsidentschaftswahlen, so wird jetzt wohl ein Land beschrieben, das in weiten Teilen lethargisch und resigniert die absolute Macht des Lukaschenko-Regimes hin nimmt.

Wahlen, Knüppel, Diktatoren

Das direkt an Russland angrenzende Belarus wird seit mehr als 18 Jahren von Alexander Lukaschenko autoritär regiert. Formal ist Weissrussland eine präsidiale Republik, etwa vergleichbar mit den USA. Der Präsident ist gleichzeitig Regierungschef, wird aber in freien Wahlen für bestimmte Amtszeiten gewählt und muss Entscheidungen vor einem Parlament rechtfertigen. So zumindest die Theorie. In der Praxis weitete Lukaschenko seine Befugnisse sukzessive aus und unterdrückte mittels einer Kombination aus Gesetzen und brutaler Repression jede Form von parlamentarischer und außerparlamentarischer Opposition. Als er sich 2006 laut der weissrussischen Verfassung nicht mehr zur Wiederwahl stellen durfte, umging er diesen Fakt mit einem Referendum , das ihm fortan eine unbegrenzte Amtszeit ermöglicht.

2010 erhoben sich mehrere zehntausend Menschen im Zuge der Wiederwahl Lukaschenkos, die von Unstimmigkeiten, offensichtlicher Manipulation und Einschüchterung der politischen Opposition geprägt war. Noch nie zuvor in der damals 16 Jährigen Amtszeit des „letzten Diktator Europas“ gingen die Menschen in solch einer großen Zahl und Vehemenz auf die Straßen. Aber ebenso beispiellos war die Reaktion des Regimes. Oppositionspolitiker verschwanden und tauchten erst Tage später in Gefängnissen des weissrussischen Geheimdienstes KGB wieder auf. Massenversammlungen wurden durch die Sicherheitskräfte brutal zerschlagen und hunderte Menschen verhaftet, welche teilweise weitreichenden Schikanen und Misshandlungen ausgesetzt wurden.

Gemeint sind wir alle, es trifft jedoch immer die selben

Neben der parlamentarischen Opposition, die durch ihre Unterstützer*innen und das internationale, mediale Interesse meist glimpflich davon kamen, traf es die anarchistische Bewegung besonders hart. In diesem Zeitraum organisierten Anarchist*innen zahlreiche, illegale Kundgebungen, Flashmobs und andere öffentliche Aktionen. Gleichzeitig fanden eine Vielzahl direkter Aktionen gegen kapitalistische und staatliche Symbole statt, wie etwa der Angriffe auf die russische Botschaft in Minsk im Spätsommer 2010 und die Zentrale des KGB einige Wochen darauf. Alle Aktionen zogen massive Repressionswellen nach sich. Veranstaltungen wurden gewaltsam aufgelöst, eine Vielzahl von Wohnungen durchsucht und Dutzende Aktivist*innen oft mehrmals hintereinander verhaftet. Schlussendlich wurde 6 von ihnen im Mai 2011 der Prozess gemacht, wobei ihnen alle bekannten Aktionen zur Last gelegt wurden, unabhängig ob eine konkrete Beteiligung nachgewiesen werden konnte. Die Aktivist*innen wurden zu Haftstrafen zwischen 3 und 8 Jahren verurteilt, lediglich einer der sechs, Pavel Syramolatau konnte durch ein Gnadengesuch an den Präsidenten im vergangenen September seine Entlassung erreichen. Da an ein solches Gesuch ein umfassendes Schuldeingständnis gekoppelt ist, verweigern die noch einsitzenden Aktivist*innen diese Möglichkeit vehement.

Dieser Umstand wiegt umso schwerer, als das sich die inhaftierten Aktivist*innen auch keiner großen Unterstützung seitens internationaler NGOs und Menschenrechtsorganisationen gewiss sein dürfen, wie etwa im Fall der inhaftierten Präsidentschaftskandidaten. Die Verfolgung von Anarchist*innen findet, wenn natürlich auch in anderer Intensität, auch in „demokratischen“ Staaten statt und ist somit auch in Diktaturen nicht kritikwürdiger als anderswo. Schließlich zieht auch in Weissrussland die Taktik, radikale Bewegungen als Kriminelle und Terroristen zu diskreditieren, also als Menschen, die keine hehren Ziele antreibt und somit auch keine besondere Unterstützung verdienen.

Dennoch hat sich mit ABC Belarus eine handlungsfähige Organisation gebildet, die aller Repression zum Trotz die Gefangenen und deren Familien praktisch und materiell unterstützt und darüber hinaus versucht das Thema lokal und international präsent zu halten. Die zur Zeit laufende Infotour soll an diese Arbeit anknüpfen. Daneben ist die Tour auch explizit als „Fundraising Tour“ konzipiert, also mit dem Ziel möglichst viel Geld für die Betreuung der Gefangenen, die anfallenden Repressionskosten und allgemein die anarchistische Bewegung vor Ort zu sammeln.

Tour-Planung im deutschsprachigen Raum

Weitere Informationen:

Quelle: http://fda-ifa.org/unterwegs-in-sachen-solidaritat-infotour-zur-lage-der-anarchistischen-bewegung-in-weissrussland/

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#PK13 #Berlin: Noch immer in offener Feindschaft – Aufruf gegen den europäischen Polizeikongress

Auf den Strassen von Berlin ist in den letzten Tagen ein weiteres für die Demo gegen den Bullenkongress mobilisierendes Poster aufgetaucht. Infos zur Demo und zum Kongress unter polizeikongress2013.blogsport.de

Auf diesen Poster steht folgenden Text:

pk13_2Noch immer in offener Feindschaft

Im Februar wird das „Berliner Congress Center“ zum Schnittpunkt europäischer Sicherheitsarchitekturen. Der dort stattfindende Polizeikongress vereint die EntwicklerInnen, die SpezialistInnen und die NutzerInnen neuester „Errungenschaften“ in puncto Überwachung missliebiger StörerInnen ihres vermeintlichen sozialen Friedens.
Die Überwachung des urbanen Raumes und die Perfektionierung der Aufstandsbekämpfung steht ebenso auf der Agenda, wie die Suche nach Methoden zur Durchleuchtung sozialer Netzwerke.
Das Bildnis einer europäischen Autorität, in der militärische und polizeiliche Taktiken verfließen, ist die Fratze, die uns in Zukunft immer öfters begegnen wird.
Uns, das heißt all jene, die für Freiheit und Würde, ohne staatliche Gebilde, Institutionen und Grenzen für eine solidarische Gesellschaft kämpfen.
Ein Kampf, der uns die Möglichkeit bietet den vorherrschenden Verhältnissen unsere Selbstorganisierung und gegenseitige Hilfe entgegenzusetzen.

Der Europäische Polizeikongress ist nur die Spitze des Eisbergs.
Lasst ihn uns stören, sabotieren und angreifen.

Freiheit entsteht im Bruch mit jeglicher Autorität

gegen alle Mechanismen, die soziale Zwänge und Kontrolle sahen

Quelle: http://www.abc-berlin.net/noch-immer-in-offener-feindschaft

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#Tahrir #Egypt: Solidarität mit den ägyptischen anarchistischen Genoss*innen!

alexandria31j

Eine Stellungsnahme der Genoss*innen der „Fédération Anarchiste“ zur jüngsten Repression in Ägypten haben wir aus dem Blog der Anarchistischen Gruppe Köln übernommen.

Die Gruppe “Social Libertarian Movement” wurde am 23. Mai 2011 in Kairo, mitten im Herz der ägyptischen Revolution gegründet, als es noch zu schwach war, effektiv die Welle, die Mubarak und die Regierung hinwegreißen würde, mitzugestalten. Die Bewegung kämpfte und wuchs und machte deutlich, dass sie die Straße und die Macht nicht in den Händen der Muslimbruderschaft lassen werde. Auf der Grundlage einer Programmatik, die eine klassenlose Gesellschaft, die Abschaffung des Staates und des Kapitalismus beinhaltet, nahmen die Genoss*innen dann aktiv an den jüngsten Demonstrationen gegen Präsident Mursi teil, u.a. als ägyptischer “Schwarzer Block”, der nicht zögerte, der Polizei entgegenzutreten. Mehrere Aktivist*innen des Socialist Libertarian Movement wurden während dieser Tage des Aufruhrs festgenommen und vor die Gerichte gezerrt.

Am Mittwoch, dem 23. Januar, wurden während einer öffentlichen Anhörung im Gericht von Alexandria die Zuhörer*innen plötzlich ohne jeden Grund von den für die Raumüberwachung zuständigen Polizist*innen angegriffen (durch Schläger*innen- und Greiftrupps).

Unter den 31 Festgenommenen sind 4 Genoss*innen des Socialist Libertarian Movement. Diese sind:
– Mohamed Ezzdine
– Amir Asaad
– Mohamed Albadri
– Houssine Mohamed.

Sie sind wegen Vandalismus, Zerstörung privaten Eigentums und Gewalt gegen die Polizei angeklagt. Alle sind aktive Mitglieder des MSL. Sie sind immer noch eingesperrt und warten aus dem Grund auf ein Gerichtsverfahren, weil ihre Freilassung eine Provokation der öffentlichen Ordnung riskieren würde.

Die Fédération Anarchiste unterstützt das ägyptische Socialist Libertarian Movement voll und ganz in seinem Kampf gegen Unterdrückung, in welcher Form dies auch nötig sein wird, und drückt seine Solidarität mit den gefangenen und aus willkürlichen Gründen angeklagten Genoss*innen.

Ebenso wie die MSL beschuldigt die Fédération Anarchiste den ägyptische Innenminister, seine Macht zu missbrauchen und sich an den ägyptischen Anarchist*innen zu rächen, sowie dass hinter diesen Festnahmen die faschistische Regierung der Muslimbruderschaft steht. Unabhängig von der Repression in Ägypten und sonstwo: Unser Kampf geht weiter bis zur Abschaffung von Staat und Kapitalismus!

Fédération Anarchiste, 4. Februar 2013.

Quelle: Anarchistische Gruppe Köln

 

Livestream aus Kairo:

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#Anarchismus Video: Brandanschlag auf den Buchladen Freedom Press in #London

freedompressNach einem feigen Brandanschlag, auf dem Buchladen Freedom Press in London haben wir hier zwei Meldungen für euch übersetzt:

Offizielles Update: Wir geben uns nicht so leicht geschlagen. Bitte weiterverbreiten.

(Originaltext, Facebook)

In den frühen Morgenstunden gab es einen Brandanschlag auf den Buchladen „Freedom Press“. Um etwa 05:30 Uhr wurde ein Fenster eingeschlagen, Benzin in den Laden gegossen und angezündet. Freedom Press wurde im Jahr 1886 durch Charlotte Wilson und Peter Kropotkin gegründet und ist der größte anarchistische Verlag in Großbritannien und der älteste seiner Art in der englischsprachigen Welt. Neben seinen vielen Büchern und Broschüren veröffentlicht der Buchladen auch ein monatlich erscheinendes Magazin, „Freedom“, welches derzeit die einzige regelmäßig erscheinende anarchistische Zeitung in Großbritannien ist.

„The Press” wurde im Jahr 1886 von einer Gruppe, darunter Charlotte Wilson und Peter Kropotkin gegründet, welche auch die Zeitung Freedom Press gründeten und bis heute, mit kurzen Unterbrechungen, herausgeben . Bei vielem aus der jüngeren Geschichte des Buchladens war Vernon Richards von den späten 1930ern bis in 90er Jahre die treibende Kraft hinter dem Buchladen und der Zeitung „Freedom Press“.

Andy Meinke, Manager des Buchladen, sprach in dem Pub, in das die Betreiber*innen gezwungen waren umzuziehen: „Freedom wird genauso planlos weitermachen wie immer – die Faschisten haben uns nur ein bischen früher in die Kneipe getrieben als sonst. Es wurden auch Kopien des „Raven“ irreparabel beschädigt, was, wie ihr euch vorstellen könnt, ein großer Verlust für die Bewegung ist. Wir danken allen, die uns kontaktiert haben und uns ihre Solidarität entgegenbrachten. Wir bleiben vereint im Kampf gegen den Faschismus.”

shop@freedompress.org.uk

Erster Bericht und Aufruf zur Solidarität:

(Originaltext) 

Der Buchladen wurde mit einer Brandbombe angegriffen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Aber es entstand ein großer Sachschaden durch das Feuer wie auch durch das Wasser der Löscharbeiten.

Falls ihr uns helfen wollt, das Durcheinander wieder in Ordnung zu bringen, kommt bitte am Samstag, den 2. Februar, ab 13 Uhr zum Laden und geht uns zur Hand.

Wir sind immer noch dabei, den Schaden zu sichten. Für weitere Nachrichten behaltet diese Seite im Auge.

Hier sind mehr Fotos der Zerstörung.

Fall ihr uns finanziell helfen wollt: Schecks oder Postanweisungen ausgestellt auf Freedom Press können an Freedom Press, 84b Whitechapel High Street, London E1 7QX geschickt werden.

Ihr könnt auch helfen, indem ihr über unsere Website hier Bücher bestellt und uns dann per E-Mail an subs@freedompress.org.uk wissen lasst, dass euer Kauf eine Spende war.

Bitte leitet diesen Aufruf weiter!

Es gibt Berichte im GuardianEvening Standard, in der Washington PostInternational Times, auf Huffington Post. Schaut auf Verso Books und aufFacebook.

Beachtet auch das Facebook Event für die Veranstaltungim Cowley Club in Brighton und die Donate a Poem Facebook-Seite.

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/77606

Video Interview mit Andy vom Freedom Press nach den Brandanschlag

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#Slowenien: 10 Jahre Anarchistische Buchmesse auf dem Balkan – #RBNews

10 Jahre Anarchistische Buchmesse auf dem Balkan – vom 24. bis 26. Mai in Ljubljana, Slowenien

anarchismusfaoslowenienDie Federation for Anarchist Organizing (FAO) lädt euch alle ein, diesen Mai nach Ljubljana zu kommen und an der Anarchistischen Balkan-Buchmesse (BAB) teilzunehmen. Vor 10 Jahren begann die Buchmesse ihre Reise durch den Balkan mit dem Ziel, die lokale, regionale und natürlich auch die internationale anarchistische Bewegung zu vernetzen und Raum für den Austausch anarchistischer Ideen, Praxis, Bücher, Materialien, Kulturveranstaltungen, Workshops und öffentlichen Diskussionen zu bieten.

Im Moment ist die Tatsache, dass wir inmitten einer allgemeinen sozialen Krise stecken, unbestreitbar geworden. Der Kapitalismus zerstört täglich unsere Leben auf sehr reale Weise. Uns in einem Sturm der kapitalistischen Zerstörung wiederzufinden, kann oft frustrierend sein. Es nimmt uns unsere Zukunft. Oft finden wir heraus, dass einiger der alten Taktiken des Widerstandes, die einst die Quelle unserer Kraft waren, nicht mehr effektiv genug sind. Doch es ist klar, dass es für uns keine andere Möglichkeit gibt, außer zu kämpfen und uns gegen das Bestehende zu erheben. Es fehlt uns sicherlich nicht an Analysen, Kritik, Seminaren und Konferenzen. Es ist an der Zeit, aktiv zu werden.

Praktiken des Widerstands, der Solidarität und das Bilden von Gemeinschaften gegen und außerhalb des Kapitalismus hat es in der Geschichte schon immer gegeben und sie sind ein wichtiger Bestandteil anarchistischer Gemeinschaften. Heute ist notwendiger denn je, solche Praktiken über unsere kleine Gemeinschaften hinaus in die breite Gesellschaft hineinzutragen. Die Wüste, die die kapitalistische Zerstörung hinterlassen hat, ist ein Ort, der mit Phantasie und alltäglicher Praxis, die direkt von uns und unseren Wünschen stammt, gefüllt werden muss. Für alle.

BAB ist einer dieser Orte, an denen wir unsere Erfahrungen und Strategien austauschen können. Wo wir mit den neuen sozialen Bedingungen Fragen stellen und Antworten suchen können. Einige der Fragen, die wir diskutieren möchten sind: Kämpfen wir tatsächlich auf einem neuen Gebiet und was kann daraus werden? Was könnte neue Strategien der Kämpfe sein? Wie ist die Rolle der Anarchist*innen in den aktuellen sozialen Kämpfen? Was haben wir aus den vergangenen Erfahrungen gelernt? Wir rufen alle dazu auf, zu dem Event beizutragen. Die gesamte Veranstaltung wird kostenlos sein und organisiert nach den Grundsätzen der Solidarität, der gegenseitigen Hilfe und dem Aufbau gemeinsamer Kräfte.

  • Ihr könnt auch Vorschläge für das Programm an bab2013 [at] riseup.net schicken. Die Deadline dafür ist der 23. Februar 2013.

Federation for Anarchist Organizing – FAO // Ljubljana, Januar 2013