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#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht 21. September: Ihr Repräsentiert Uns Nicht – Auf nach #Berlin!

irun_6#iRUN – Ihr Repräsentiert Uns Nicht

Die Stimme erheben statt abgeben.
Wir haben es satt, dass ihr, unter dem Deckmantel von Demokratie und Freiheit, permanent gegen unsere Interessen handelt. Eure Politik verletzt bereits seit langem unser Empfinden nach Gerechtigkeit.

Wir verstehen #iRUN als Kritik an unserem offensichtlich kapitalunterwanderten und korrumpierten Wahl- und Parteiensystem und an dem aktuell vorherrschenden Demokratie- und Politikverständnis an sich. Wir erleben derzeit die Zuspitzung des Versagens der “repräsentativen” Demokratie und wir realisieren, dass wir nie eine echte Demokratie hatten. Wir leben in einer konzerngesteuerten Republik, in der politische Willensbildung durch den Einfluss von Eliten und Machtträgern über unsere Köpfe hinweg organisiert wird.

Wichtigste Entscheidungen werden in geheim tagenden Gremien und Ausschüssen geplant und beschlossen. Sie werden von Lobbyisten und Technokraten gesteuert, von der Politik durchgewunken und der Öffentlichkeit größtenteils verschwiegen. Innerhalb Europas werden diese Gremien zum Teil sogar offensichtlich in undurchsichtigen Machenschaften erpresst. Das ist in keinster Weise mehr tragbar. Sowohl im Sinne der universellen Menschenrechte und als auch in Bezug auf den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Nicht nur für uns, sondern vor allem auch für zukünftige Generationen.

Lange genug haben wir geschwiegen und hingenommen, zugeschaut und mitgemacht… Jetzt ist Schluss damit! #iRUN ruft zum Protest gegen die Parteien, Konzerne und ihre gemeinsame Politik in Deutschland auf. Unter dem Motto “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” wollen wir am 21.September (einen Tag vor der Bundestagswahl) die Stadt Berlin mit kreativem Protest aus ganz Europa beleben.
Wir wollen uns nicht mehr als Stimmvieh und Humankapital behandeln lassen! Wir wollen uns nicht mehr belügen und ausbeuten lassen! Wir wollen es anders und besser machen!

Wer sind wir?

Wir sind die Studierenden und wollen lernen und nicht nur leisten.

Wir sind die Erwerbslosen und leiden unter den Entscheidungen, die von marktradikalen Neoliberalist_Innen erdacht wurden.

Wir sind die arbeitende Gesellschaft, ohne die das ganze System zusammenbrechen würde und der größte Teil von uns arbeitet für die Profite von anderen.

Wir sind die Rentner und haben unser ganzes Leben geschuftet, um von euch abgestoßen zu werden.

Wir sind Flüchtlinge und werden ein menschenwürdiges Leben mitorganisieren, egal wo auf dieser Welt.

Wir sind diejenigen, die eure Austeritäts- und Kriegspolitik nicht länger verantworten können.

Wir wollen nicht, dass unsere Wahlstimmen eure Rüstungsexporte legitimieren.

Wir sind Partner, Mütter, Väter und Alleinerziehende und wollen eine bessere Zukunft für unsere Kinder als ihr sie ihnen bietet.

Wir sind Suchende, Freigeister und Künstler_Innen, die sich gegen die Leistungsgesellschaft und ihre Mechanismen wehren.

Wir sind einfach nur Menschen und wollen unseren Lebensraum und uns selbst nicht länger zerstören und ausbeuten.

Wir sind die Wähler_Innen und Nicht-Wähler_Innen und haben das Vertrauen in euch aufgegeben.

Wir wollen eine Plattform bieten, auf der sich Widerstand vernetzt, auf die jede_r Zugriff hat und auf der Kooperation vor Konkurrenz steht.

#iRUN will für die verschiedensten Probleme in Deutschland, Europa und der Welt sensibilisieren, die Missstände in unserem Wahl- und Parteiensystem aufzeigen und Alternativansätze unterstützen. #iRUN will zum Mitdenken, Mitmachen und Mitgestalten einladen, zu Protesten und Asambleas mobilisieren, Bürgerforen und -Intiativen verbinden, die sich für eine echte Demokratie von unten stark machen. Wir wollen neue alternative Lösungsansätze entwickeln und ausarbeiten, gemeinsam mit Bürger_Innen und Nichtwahlberechtigten und die Diskrepanzen zum Handeln unserer Volksvertreter aufzeigen. Wir wollen den Menschen Mut machen, sich zu erheben und ihre Gestaltungsalternativen aktiv in die Hand zu nehmen.

#iRUN will den Menschen Alternativen für eine gerechte und solidarische Gesellschaft aufzeigen. Wir treten ein für eine selbstbestimmte Zukunft und wirkliche politische Teilhabe für alle Menschen.

Nähere Informationen folgen… (Der genaue Treffpunkt in Berlin und Uhrzeit am 21. September werden wir HIER bald veröffentlichen.)

Facebook Event Ihr Repräsentiert Uns Nicht – Auf nach #Berlin!

https://www.facebook.com/events/634597406555929/

Mobi Video Ihr Repräsentiert Uns Nicht – #iRUN

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#Blockupy #iRUN #14m: Aktionen in #Brüssel – Bannerdrop und Besetzung des DG ECFIN-Gebäudes

Bannerdrop von i#iRUN Aktivist_innen in Brüssel
Bannerdrop von i#iRUN Aktivist_innen in Brüssel

Aktivist_Innen aus Deutschland führten während der Gewerkschaftsdemonstration in Brüssel am 14.03.2013 anlässlich des EU-Frühjahrsgipfels eine erfolgreiche Bannerdrop-Aktion durch. Um 15:00 Uhr trafen sich mehrere Gruppen von Aktivist_Innen aus ganz Europa, um gemeinsam das Gebäude DG ECFIN (Directorate General for Economic and Financial Affairs / Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen) zu besetzen, welches der Troika zur Verwaltung und Durchsetzung der Austeritätsprogramme dient. Auch diese Aktion verlief erfolgreich, bis die Polizei eintraf und die Demonstrant_Innen dazu aufforderte das Gebäude friedlich zu verlassen; verknüpft mit dem Versprechen, dass in diesem Fall niemand verhaftet werden würde. Obwohl die Aktivist_Innen dieser Aufforderung nachkamen, wurden sie beim Verlassen des Gebäudes sofort von einem Großaufgebot der Polizei eingekesselt. Dabei kam es zu grundlosen Übergriffen seitens der Polizist_Innen auf friedliche Demonstrant_Innen. Für eine Gruppe von ca. 150 Aktivist_Innen wurden mehrere Gefangenensammeltransporter, sowie zwei leere Mannschaftsbusse und einen Wasserwerfer aufgefahren. Die Polizei begann damit einzelne Personen aus dem Kessel zu zerren und zu verhaften. Nachdem die Demonstrant_Innen jedoch damit anfingen sich einzuhaken und passiven

Besetzung des DG ECFIN-Gebäudes in Brüssel.
Besetzung des DG ECFIN-Gebäudes in Brüssel.

Widerstand gegen die Verhaftungen zu leisten, brach die Polizei den Kessel nach über einer Stunde ab. Bereits während der Besetzung holte ein Aktivist auf dem Gebäude die EU-Fahne ein und hisste die Fahne von “For a European Spring”. Im nahegelegenen Parc du Cinquantenaire patroullierten Zivilpolizisten und verhafteten mehrere Personen.
Erst am späten Abend wurden alle verhafteten Personen wieder freigelassen.

Die beteiligten Aktivst_Innen der “Ihr Repräsentiert Uns Nicht”-Kampagne (#iRUN) geben folgende Erklärung heraus: “Wir erachten die Aktion für notwendig angesichts der Tatsache, dass die von der EU aufgezwungenen Austeritätsmaßnahmen in den betroffenen Ländern zu noch mehr Armut, Obdachlosigkeit, Hunger und Tod führen. Aufgrund dieser autoritären Politik halten wir es für unabdingbar selbstverwaltete Strukturen aufzubauen und Selbstorganisation zu fördern. In diesem Zusammenhang rufen wir dazu auf sich an der “Ihr Repräsentiert Uns Nicht”-Kampagne sowie an Blockupy 2013 in Frankfurt am Main zu beteiligen und Aktionen des zivilen Ungehorsams durchzuführen. Wir sehen uns spätestens am 21. September vor dem Reichstag.”

Mehr Informationen:

http://www.foraeuropeanspring.org

https://www.facebook.com/IhrReprasentiertUnsNicht

https://twitter.com/iRUN_de

Video: Aktionen am 14. März 2013 in #Brüssel – Bannerdrop und Besetzung des DG ECFIN-Gebäudes

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#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht “Die Frage, ob wir Regierung brauchen..

#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht “Die Frage, ob wir Regierung brauchen, kann man aber denke ich sehr schnell beantworten: “Wir” brauchen die nicht. Aber es gibt schon eine ganze Reihe von Organisationen, die mit Hilfe von “Regierung” gut absahnen können. Große Konzerne zum Beispiel – die gibt es auch nur dank spezifischer Gesetze durch … “Regierung”.”

Brauchen wir eigentlich … “Regierung”?

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#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht – Entstehung, Ausarbeitung, Durchführung und Ziele der Kampagne

Das Logo soll verschiedene Botschaften übermitteln: 1. Es ist höchste Gefahr! 2. Wir müssen einen anderen Notausgang aus der Krise finden, als den, den uns unsere Politiker als "alternativlos" verkaufen. 3. Wir bewegen uns. Wir rennen nicht weg, sondern auf diesen alternativen Notausgang zu.
Das Logo soll verschiedene Botschaften übermitteln: 1. Es ist höchste Gefahr! 2. Wir müssen einen anderen Notausgang aus der Krise finden, als den, den uns unsere Politiker als “alternativlos” verkaufen. 3. Wir bewegen uns. Wir rennen nicht weg, sondern auf diesen alternativen Notausgang zu.

Wie #iRUN entstand:

Die Idee eine bundesweite Kampagne gegen die momentan herrschende Politik in Deutschland zu organisieren, entstand beim Vernetzungstreffen am 15. Oktober 2012 in Düsseldorf. Dort versammelten sich ca. 60 Aktivisten aus ganz Deutschland und befanden, dass die Bankenkritik ein wenig verkürzt geraten ist, da die Banken nur deshalb so mächtig werden konnten, weil Politiker Gesetze erließen, die das Kapital schützen und den Banken damit erst die Macht verliehen.

Angeliehen an die Enstehung der 15M-Bewegung aus Spanien, die wie #iRUN auf Logos und Labels unterschiedlicher Gruppen verzichtete, um so eine Spaltung der Bewegung zu verhindern, haben auch wir ein Konzept kreiert, bei dem jede Gruppe ihre Themenschwerpunkte einbringen kann, ohne sich von anderen Gruppen abgrenzen zu müssen. Als Beispiel: Die Anti-Atom-Bewegung kann ihren Protest genauso unter #iRUN vortragen, wie die Hartz4-Gegner.

 

Was #iRUN erreichen will:

Zunächst einmal will #iRUN Menschen politisieren und für das Thema Politik sensibilisieren. Vor allem wollen wir den Begriff “Alternativlosigkeit” auflösen, in dem wir aufzeigen, dass alternative Systeme möglich sind, wenn wir uns aktiv in die Politik einmischen und Entscheidungen, die uns betreffen, selbst angehen.

Unser vorrangiges Ziel soll nicht bei der Mobilisierung für große Demonstrationen liegen, sondern beim Ausbau einer dauerhaften, vernetzten Infrastruktur zwischen verschiedenen Protestgruppen, Initiativen, Organisationen und Individuen aus ganz Deutschland, die gemeinsam für alternative Systeme kämpfen. Die Meinungsvielfalt, die durch die verschiedenen Gruppen natürlich auftritt, soll als Chance begriffen werden, um aufzuzeigen, wie viele Alternativen es gibt, und die Bewegung stärken, anstatt sie auseinander zu dividieren. #iRUN soll als dauerhafte Kampagne installiert werden und hat keinen festen Endzeitpunkt. Vorläufig arbeiten wir auf die Bundestagswahl hin, aber das ist nur eine erste Etappe von #iRUN.

 

Warum sich #iRUN an die Politik wendet:

Der Aufruf “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” soll eher eine Ansage, als eine Bitte sein und soll sich vor allem an die Bevölkerung richten. Wir glauben, dass es bei einer zunehmenden Zahl von Menschen eine große Verunsicherung über die aktuelle Politik gibt und sich viele, aufgrund des immer wieder vorgetragenen Wörtchens “Alternativlosigkeit”, in einem Zustand von Hoffnungslosigkeit befinden. Wir glauben weiterhin, dass sich unter diesem Aufruf die größte Masse an Menschen mobilisieren lässt, da dies der kleinste gemeinsame Nenner aller Unzufriedenen zu sein scheint. Wir alle können bei den Wahlversprechungen und dem anschließenden Brechen dieser Versprechungen gut erkennen, für wen hier eigentlich Politik gemacht wird. Dies lässt sich sowohl lokal als auch bundesweit anhand von zahlreichen Beispielen aufzeigen.

 

Wie positioniert sich #iRUN beim Thema Wählen:

Um möglichst alle Menschen zu erreichen, positioniert sich #iRUN nicht offiziell zum Thema Wahlen. Lokale Gruppen können selbst entscheiden, ob sie zum Ungültig-wählen oder zum Wählen einer Partei oder zum Wahlboykott aufrufen. Wir wollen diesen Gruppen einen größtmöglichen Spielraum einräumen, um Kreativität und Eigenverantwortung zu fördern.

 

Der Aufruf von #iRUN inklusive des Minimalkonsens:

“Wir sind die, die durch die Entscheidungen der Politiker benachteiligt werden und die, die nicht mehr bereit sind die Benachteiligung anderer zu akzeptieren.

Ihr nennt euch unsere Vertreter, aber ihr handelt nicht in unserem Sinne.  An erster Stelle stehen für euch die Interessen einiger Weniger, die eurer Partei und die eigene Machterhaltung. Indem ihr uns nicht offen und ehrlich informiert und nicht an wesentlichen Entscheidungen beteiligt, entmündigt ihr uns. Die Auswirkung eurer Politik spüren wir jeden Tag. In der EU, auf Bundes- oder Landesebene, sowie in unseren Städten seid ihr nicht in der Lage die grundlegenden Bedürfnisse zu sichern.

Deswegen sind bereits viele Menschen auf dem Weg, sich für Gerechtigkeit und ein würdiges Leben einzusetzen. Auch wir können uns nicht länger auf euch verlassen. Wir wollen selbst entscheiden und aktiv werden.

Deshalb rufen wir alle dazu auf: #iRUN – zieht vor die Rathäuser, die Länderparlamente und den Bundestag! Informiert euch, sagt eure Meinung, engagiert euch und gestaltet selbst!”

Minimalkonsens:

Von uns geht keine Gewalt aus. Die Achtung, die Verinnerlichung und Umsetzung der Menschenrechte ist für uns selbstverständlich. Deshalb dulden wir keinesfalls menschenverachtendes Verhalten.

Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Klassismus und andere Formen der Diskriminierung, Unterdrückung und Herrschaft haben bei uns keinen Raum. Das Kollektiv „Ihr Repräsentiert Uns Nicht“ muss sich zu keinem Zeitpunkt für irgendeine Aktion rechtfertigen. Jeder, der sich an der Kampagne beteiligt, ist nur und ausschließlich für sein eigenes Handeln verantwortlich.

Wir respektieren Menschen, die bei unverhältnismäßigen, insbesondere gewalttätigen Ausschreitungen von Personen oder Gruppen der Exekutive zum Schutz ihrer Unversehrtheit weitere Übergriffe in aktiver Gegenwehr verhindern. 

 

Terminliche Gliederung von #iRUN:

– bis Anfang April: Videos und Fotos von kleinen, kreativen Aktionen zur Mobilisation / Werbung sammeln und verbreiten, um die Kampagne bekannt zu machen. Wir freuen uns über jede Form der Mitgestaltung.

– 13. April: UmFAIRteilen kritisch hinterfragen, da die Umverteilung des Reichtums in Deutschland nur ein Schritt von sehr vielen sein kann, um ein gerechtes System in Deutschland, und schlußendlich weltweit, zu errichten. Vor allem, weil UmFAIRteilen aktiv von Parteien unterstützt wird. Der Verdacht liegt hier nahe, dass Bürgerprotest in “geordnete Bahnen” gelenkt werden soll. #iRUN soll den Menschen signalisieren, dass es richtig ist auf die Straße zu gehen, sie sich aber nicht von Versprechungen einlullen lassen sollten.

– Mitte April bis Anfang Juli.: Aktionen vor den Rathäusern der Städte und Gemeinden. Mit Hilfe von lokalen, politischen Themen wollen wir mit kreativen Aktionen die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf #iRUN lenken und aufzeigen, dass wir uns selbst organisieren müssen, wenn wir etwas verändern wollen,

– 1 Mai: revolutionäre erste Mai-Demos, #iRUN unterstützt die 1. Mai-Demonstrationen, da diese seit Jahrzehnten Veränderungen fordern und zu großen Teilen autonom organisiert werden.

– ab Mai: Wahlkampfveranstaltungen der Politiker umgestalten. Mit Aktionen, die weiter unten aufgelistet werden, wollen wir Menschen erreichen, die sich bereits für Politik interessieren, aber unsicher sind, was sie letzten Endes wählen sollen und sich deshalb auf Wahlkampfveranstaltungen befinden.

– 31. Mai -1. Juni: Blockupy: Natürlich ist die Bankenkritik berechtigt. Allerdings wird dabei zu häufig außen vor gelassen, dass gerade z.B. Peer Steinbrück sich damals das Bankengesetz, welches den Finanzmarkt deregulierte, von Großbanken schreiben ließ und dann auch umsetzte. Dass gerade er nun mit der Regulierung der Banken Wahlkampf macht, empfinden wir als Hohn und wollen den Fokus der Bankenkritik stärker darauf richten.

– 15. Juni oder 29. Juni: nächstes, deutschlandweites Vernetzungstreffen in Berlin, Termin wird noch mit den Berlinern abgestimmt

– 20. Juli: Aktion vor den Länderparlamenten, zeitgleich wollen wir vor allen 16 Länderparlamenten Aktionen durchführen und uns dabei auf politische Entscheidungen beziehen, die das gesamte Bundesland betreffen. Hierbei können auch die misslungenen Großprojekte wie Stuttgart 21, die Elbphilarmonie, der Nürburgring oder der Berliner Flughafen eine Rolle spielen.

– 14. September: Demo vor dem Reichstag in Berlin, gemeinsam mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Hierbei will #iRUN aufzeigen, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen den Menschen natürlich hilft und ihnen auch die nötigen Möglichkeiten bringt, sich aktiver zu engagieren, aber das bedingungslose Grundeinkommen nur ein Schritt von vielen sein kann. Da wir in Deutschland im Luxus leben, auf Kosten anderer Menschen in anderen Ländern, und dies sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen noch verstärken könnte.

 

Mögliche Aktionsformen für #iRUN:

Die Aktionsformen, die #iRUN nutzen möchte, unterscheiden sich von den meisten bisherigen Protestformen; dies hat verschiedene Gründe. Wir wollen es auch kleinen Gruppen ermöglichen an #iRUN teilzunehmen, daher braucht man für jede Aktionsform maximal eine Handvoll Leute. Wir wollen mit kreativen Aktionen den Menschen erreichen, da wir festgestellt haben, dass Demonstrationen oft nicht allzu viele Inhalte vermitteln können. Viele Aktionen befinden sich in einer Grauzone der Legalität. Im Idealfall soll bei der Bevölkerung folgender Gedanke erzeugt werden: “Na ja, verboten ist es ja eigentlich, aber Recht haben sie schon und lustig ist es auch.” Ziviler Ungehorsam kann bei der Bevölkerung nur dann ein positives Feedback hervorrufen, wenn sie zum einen die Aussage der Aktion verstehen, zum anderen niemand darunter leiden muss, mit dem sie sympathisieren. Alle Aktionsformen lassen sich leicht und schnell umsetzen und sind finanziell relativ einfach zu organisieren. Mit Hilfe dieser Aktionsformen lassen sich Bögen zu aktuellen, politischen Themen spannen, wie etwa beim Gras-Samen-Aussähen die Botschaft, dass es immer weniger Grünfläche in Städten gibt oder Lebensmittel immer weniger aus der eigenen Region kommen.

Hier nun einige der Aktionsformen, die #iRUN nutzen will, gern erweitern wir diese Liste:

– Flashmobs

– Improvisationstheater

– Human Mics bei Wahlkampfveranstaltungen

– Bannerdrops bei Veranstaltungen, aber auch in der Öffentlichkeit

– Overpass Light Brigade (http://en.wikipedia.org/wiki/Overpass_Light_Brigade)

– Kreide

– Post-its (z.B. eine Station mit der Straßenbahn und in dieser Zeit die Fenster der Bahn mit Post-its vollkleben, den Leuten ein paar Flyer in die Hand drücken und an der nächsten Station wieder raus, oder, in leerstehenden Gebäuden eine große Schablone an die Fenster kleben, die Schablone mit Post-its ausfüllen und so eine gut lesbare Botschaft hinterlassen.)

– Schaufenster Deko (den Schaufenster-Puppen Schilder umhängen, oder von außen Plakate an die Schaufenster kleben, um auf den unnötigen Konsum aufmerksam zu machen, aber auch den politischen Zusammenhang herstellen, beispielsweise, warum Kinderarbeit von der Regierung durch Lohndumping gefördert wird.)

– Gras Samen per Schablone aussähen, dann wächst nach einigen Wochen ein Schriftzug aus dem Boden

– Moos Graffiti (https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/418627_475916392419269_1775041223_n.jpg)

– Reverse Graffiti (http://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Graffiti)

– Interviews mit Bürgern über die aktuelle Politik und mit der Frage verknüpft, ob sie sich noch repräsentiert fühlen (seriöses Auftreten, Forschungsgruppe #iRUN, Umfragen zum Thema “Repräsentative Politik noch vorhanden? Fühlen Sie sich noch repräsentiert?”)

– Aufkleber mit dem #iRUN-Logo, und unserer Webseite drauf.

– Aktionen der Yes-Men übernehmen

 

Wie soll #iRUN sich verbreiten:

Wir wollen auf eine parallele Verbreitung setzen. Natürlich ist eine Netzpräsenz sehr wichtig. Hierzu existieren bereits eine Facebook-Seite (https://www.facebook.com/IhrReprasentiertUnsNicht), ein Twitter-Account (@iRUN_de), eine Kontakt-E-Mail-Adresse, an die sich Interessierte wenden können (iRUN@hushmail.com), ein E-Mail-Verteiler (wer dort aufgenommen werden möchte, sende bitte seine E-Mail-Adresse an iRUN@hushmail.com), ein Livestream-Kanal, der von Aktivisten genutzt werden kann (Login-Daten bekommt ihr ebenfalls über iRUN@hushmail.com), verschiedene Pads, die gerade neu strukturiert werden (auch diese Links erfahrt ihr von iRUN@hushmail.com) und trello.com, eine Internetsoftware, die ursprünglich entwickelt wurde, damit Firmen größere Projekte im Netz strukturierter ausarbeiten können (auch hier eine E-Mail an iRUN@hushmail.com für die Zugangsdaten), unsere Webseite i-run.net befindet sich im Aufbau und wird in Kürze ebenfalls erreichbar sein.

Das zweite Standbein von #iRUN soll die Mund-zu-Mund-Propaganda und Offline-Verbreitung werden. Hierzu müssen wir eine Relevanz erzeugen, die die Menschen dazu bringt, sich über #iRUN zu unterhalten. Geplant sind natürlich Flyer, Flugblätter, Wurfsendungen, aber auch eine Zeitung. Ebenfalls wollen wir mit dem Logo von #iRUN anhand von Naomi Kleins Ausführungen der totalen Vermarktung unserer Gesellschaft den Markentrend für unsere Zwecke nutzen und #iRUN-T-Shirts, -Tassen und vieles mehr herstellen. Für die Finanzierung dieser Ideen wollen wir Crowdfunding nutzen. Im Idealfall bekommt dann jeder Spender ein kleines Paket mit unterschiedlichen Utensilien von #iRUN zugeschickt.

 

Wie starte ich #iRUN in meiner Stadt:

Du findest #iRUN eine coole Idee und willst aktiv werden in deiner Stadt? Hier ein paar kleine Tipps, die dir den Start erleichtern sollen.

Zunächst einmal brauchst du ein paar Aktivisten/Freunde/Interessierte. Hör dich in deinem Freundeskreis um, schau ob deine Stadt ein AZ oder andere soziale Einrichtungen hat, die politisch interessiert sind. Einige Occupy-Aktivisten haben auf einem Pad mal eine Liste mit möglichen Bündnispartnern erstellt, die sie uns zur Verfügung gestellt haben, vielleicht sind Inititativen aus deiner Stadt mit dabei: http://titanpad.com/Occupybuendnispartner

Auch auf diesem Pad findest du, wenn du etwas nach unten scrollst, eine Liste mit Organisationen, die sich potentiell der #iRUN-Kampagne anschließen könnten: http://openetherpad.org/wHxMm30gDN

Schau einfach nach, wann sich diese Gruppen in deiner Stadt treffen und stell die #iRUN-Idee dann dort vor. Es finden sich bestimmt Interessierte, die mit dir gemeinsam die erste Aktion in deiner Stadt planen und durchführen wollen. Die Ideen für Aktionen, die auf dem Vernetzungstreffen in Kassel von der AG Aktionen ausgearbeitet wurden, sind extra so konzipiert, dass man nicht mehr als ein paar Leute dafür braucht. Viele lassen sich auch zu zweit durchführen.

Das wichtigste bei deiner Aktion sind Fotos und Videos. Diese kannst du uns schicken und wir sorgen dafür, dass sie verbreitet werden. Gerne kannst du auch einen kleinen Text dazu schreiben, damit andere, die deine Idee gut fanden und sie kopieren wollen, eine kleine Hilfestellung haben.

Was du ganz alleine machen kannst: Wir brauchen unbedingt Videobotschaften, Fotos und Texte, die aufzeigen, warum Aktivisten bei #iRUN mitmachen. Setz dich vor deine Webcam und erzähl uns, warum du dich nicht repräsentiert fühlst. Erstell eine Fotocollage von Politikern, schreib uns einen Text, warum du #iRUN gut findest. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

 

#iRUN soll von der Kreativität der einzelnen Aktivisten und Gruppen gestaltet werden. Daher bieten wir als Rahmen nur den offiziellen Aufruf, sowie den Minimalkonsens. Die Kampagne kann also nur funktionieren, wenn DU teilnimmst.

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#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht Protokoll vom Vernetzungstreffen in Kassel vom 26. – 27. Januar

Protokoll des zweiten Vernetzungstreffen von #iRUN -> “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” in Kassel vom 26. – 27. Januar 2013

Ihr Repräsentiert Uns Nicht - Deshalb gestalten wir unser Leben jetzt selbst!
Ihr Repräsentiert Uns Nicht – Deshalb gestalten wir unser Leben jetzt selbst!

 

Zusammenfassung der ersten Gespräche:

– kurze Vorstellungsrunde

– Vorstellung der bisher erarbeiteten Fakten zu #iRUN

– Wozu rufen wir auf, in Bezug auf die Wahlen? –> Beschluß: Um möglichst alle Menschen zu erreichen, positioniert sich #iRUN nicht offiziell zum Thema Wahlen. Lokale Gruppen können selbst entscheiden, ob sie zum Ungültig-wählen oder zum Wählen einer Partei oder zum Wahlboykott aufrufen.

– Besprechung des Aufrufs. Beschluß den bisher erarbeiteten Aufruf als eine Art Positionspapier zu benutzen und einen neuen Aufruf zu schreiben, der kurz, knapp und einfach formuliert ist. Auf die typischen Protest-Worte (Kapitalismus, Revolution, usw.) wollen wir verzichten, um auch Menschen anzusprechen, die sich bisher nicht politisch engagieren.

– Erstellen eines Terminplans

– Gründen von drei AGs (Aufruf, Aktionsformen, Infrastruktur)

 

Gliederung des Protokolls:

TOP 1 – Der Aufruf

TOP 2 – Kommunikation

TOP 3 – Terminplan 2013

TOP 4 – Akionsformen

TOP 5 – Infrastruktur / Technik

TOP 6 – Sonstiges

 

TOP 1 – Der Aufruf

Der Konsens:

Der bisherige Aufruf (er wurde von vielen Aktivisten über Wochen auf verschiedenen Pads erarbeitet und wird hier ebenfalls in Kürze veröffentlicht) ist richtig, könnte aber dem Konzept der Kampagne besser angepasst werden. Er enthält eine gute Analyse der momentanen Verhältnisse und stellt nach dem Plenum am 26.01.2013 richtge Forderungen auf. Deshalb veröffentlichen wir den bisherigen Aufruf als Positionspapier und verfassen einen kurzen, knappen, bündigen Aufruf, der folgende Fragen beantwortet:

1. Wer sind wir?

2. Warum Repräsentiert Ihr (die Politiker) Uns Nicht?

3. Was tun?

iRun soll der Rahmen für politische Aktionen sein, die unter dem Motto “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” laufen. Dementsprechend muss der Aufruf so knapp sein, dass er auf einen Din A 5 Flyer passt, der gleichzeitig noch Platz für den Minimalkonsens lässt. Es sollen alle, die der Meinung sind, das die Politiker uns nicht repräsentieren, das Motto mit ihren Inhalten füllen, so lange diese und ihre Handlungen den Minimalkonsens nicht verletzen.

Das Ergebnis:

“Wir sind die, die durch die Entscheidungen der Politiker benachteiligt werden und die, die nicht mehr bereit sind die Benachteiligung anderer zu akzeptieren.

Ihr nennt euch unsere Vertreter, aber ihr handelt nicht in unserem Sinne. An erster Stelle stehen für euch die Interessen einiger Weniger, die eurer Partei und die eigene Machterhaltung. Indem ihr uns nicht offen und ehrlich informiert und nicht an wesentlichen Entscheidungen beteiligt, entmündigt ihr uns. Die Auswirkung eurer Politik spüren wir jeden Tag. In der EU, auf Bundes- oder Landesebene, sowie in unseren Städten seid ihr nicht in der Lage die grundlegenden Bedürfnisse zu sichern.

Deswegen sind bereits viele Menschen auf dem Weg, sich für Gerechtigkeit und ein würdiges Leben einzusetzen. Auch wir können uns nicht länger auf euch verlassen. Wir wollen selbst entscheiden und aktiv werden.

Deshalb rufen wir alle dazu auf: #iRUN – zieht vor die Rathäuser, die Länderparlamente und den Bundestag! Informiert euch, sagt eure Meinung, engagiert euch und gestaltet selbst!”

Minimalkonsens:

Von uns geht keine Gewalt aus. Die Achtung, die Verinnerlichung und Umsetzung der Menschenrechte ist für uns selbstverständlich. Deshalb dulden wir keinesfalls menschenverachtendes Verhalten.

Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Klassismus und andere Formen der Diskriminierung, Unterdrückung und Herrschaft haben bei uns keinen Raum. . Das Kollektiv „Ihr Repräsentiert Uns Nicht“ muss sich zu keinem Zeitpunkt für irgendeine Aktion rechtfertigen. Jeder, der sich an der Kampagne beteiligt, ist nur und ausschließlich für sein eigenes Handeln verantwortlich.

Wir respektieren Menschen, die bei unverhältnismäßigen, insbesondere gewalttätigen Ausschreitungen von Personen oder Gruppen der Exekutive zum Schutz ihrer Unversehrtheit weitere Übergriffe in aktiver Gegenwehr verhindern. 

 

TOP 2 – Kommunikation in Zukunft

Der Konsens:

Mit Trello hat es noch nicht so gut geklappt. Der Aktivisten-Verteiler soll weiterhin über den Organisationsstand der Kampagne berichten. Bisher hat es mit der Kommunikation unter den Aktivisten noch nicht gut geklappt. Der Planungsprozess soll so transparent wie möglich sein. Dafür ist es wichtig, dass die Informationen über den Planungsstand der Kampagne möglichst einfach zu bekommen sind. Deshalb installieren wir ein weiteres Kommunikationsorgan, das neben den bisher benutzten Organen bestehen soll es; es ersetzt diese nicht, sondern spielt viel mehr mit ihnen zusammen:

Wir rufen diejenigen, die bisher Facebook boykottieren oder sich noch nicht an Facebook gewagt haben dazu auf, sich Accounts zu erstellen und daran teilzunehmen. Nichts desto trotz wird vom virtuellen Gespräch genauso wie von einem realen Gespräch, wann immer möglich und notwendig, ein Protokoll erstellt.

Das Ergebnis:

1. Der E-Mail-Verteiler enthält 90 Mitglieder, wird aber bis jetzt nicht benutzt. Wir wollen darüber in Zukunft regelmäßige Newsletter verschicken, die über den Stand der Kampagne #iRUN informieren.

2. Vicky erstellt einen Facebook-Chat.

3. Jeden Donnerstag um 20 Uhr treffen sich Aktivisten im Facebook-Chat, um den Planungsprozess zu koordinieren.

4. Langfristig wollen wir allerdings die Kommunikation über IRC-Channels und Telefonkonferenzen regeln, um nicht abhängig von Facebook zu sein.

5. Unsere E-Mailadresse iRUN@hushmail.com, an die sich Interessierte wenden können, wird von mindestens zwei Leuten betreut und regelmäßig gecheckt.

 

TOP 3 – Terminplan 2013

– bis Anfang April: Videos und Fotos zu kleinen kreativen Aktionen zur Mobi/Werbung sammeln und verbreiten, um die Kampagne bekannt zu machen.

– bis Anfang März: Infrastruktur (Internetseite, interne und externe Kommunikation) aufbauen

– 13., 14., 15. März: Marsch nach Brüssel

– 13. April: UmFAIRteilen

– Mitte April bis Anfang Juli.: Aktionen vor den Rathäusern der Städte und Gemeinden

– 1 Mai: revolutionäre erste Mai-Demos

– ab Mai: Wahlkampfveranstaltungen der Politiker umgestalten

– 31. Mai -1. Juni: Blockupy

– 15. Juni oder 29. Juni: nächstes Vernetzungstreffen in Berlin, Termin wird noch mit den Berlinern abgestimmt

– 20. Juli: Aktion vor den Länderparlamenten

– 14. September: Demo vor dem Reichstag in Berlin, gemeinsam mit dem BGE

 

TOP 4 – Aktionsformen

– Flashmobs

– Improvisationstheater

– Human Mics bei Wahlkampfveranstaltungen

– Bannerdrops bei Veranstaltungen, aber auch in der Öffentlichkeit

– Overpass Light Brigade

– Kreide

– Post-its (z.B. eine Station mit der Straßenbahn und in dieser Zeit die Fenster der Bahn mit Post-its vollkleben, den Leuten ein paar Flyer in die Hand drücken und an der nächsten Station wieder raus.

– Schaufenster Deko (den Schaufenster-Puppen Schilder umhängen, oder von außen Plakate an die Schaufenster kleben, um auf den unnötigen Konsum aufmerksam zu machen, aber auch den politischen Zusammenhang herstellen, beispielsweise, warum Kinderarbeit von der Regierung durch Lohndumping gefördert wird.)

– Gras Samen per Schablone aussähen, dann wächst nach einigen Wochen ein Schriftzug aus dem Boden

– Moos Graffiti (https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/418627_475916392419269_1775041223_n.jpg)

– Reverse Graffiti (http://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Graffiti)

– Interviews mit Bürgern über die aktuelle Politik und mit der Frage verknüpft, ob sie sich noch repräsentiert fühlen (seriöses Auftreten, Forschungsgruppe #iRUN)

– Aufkleber mit dem Notausgangsmännchen, #iRUN und unserer Webseite drauf.

– Aktionen der Yes-Men übernehmen

 

TOP 5 – Infrastruktur/Technik

– Struktur der Internetseite: Tweets unseres Twitterkontos, Aktualisierung unserer Facebook-Seite, einen Chat, auf dem sich Aktivisten untereinander austauschen können, Terminplaner, für alle Vernetzungstreffen, Aktionen, Demos, usw.

– regelmäßiger Infoletter, der dann auch über den E-Mail-Verteiler geschickt wird,

– kleines Admin-Team, welches sich um die Webseite kümmert, vertreten von einigen Aktivisten aus ganz Deutschland

– Server, wenn möglich im Ausland (Finanzierung steht)

– folgende Infrastruktur existiert bereits: Twitterkonto, Facebook-Seite, Facebook-Gruppe, E-Mail-Verteiler, E-Mail-Adresse, interner Facebook-Chat, um die ständige Kommunikation zwischen den Aktivisten zu sichern

– folgende Infrastruktur brauchen wir: Livestreamkanal, Webseite, Blog, Youtube-Kanal (vielleicht auch Vimeo, damit der Kanal nicht verifiziert werden muss), Google+ Konto, Crowdfunding, IRC-Chat, Telefonkette (?)

 

TOP 6 – Sonstiges

Zitate und Gedanken:

“Benutzt eure Stimme lieber jeden Tag, statt sie alle 4 Jahre abzugeben”

“Zum Räpresentantentum: Das Traurige ist, das sie das Anliegen vieler Bürger nicht repräsentieren sondern einfach nur verkörpern: 1. Sie wollen die eigenen Fehler nicht einsehen. 2. Sie wollen ihren eigenen Arsch auf dem weichsten Kissen platzieren, das sie irgendwie in der Welt bekommen können. Repräsentieren heißt nicht nur verkörpern, sondern auch vertreten! Ich will Politiker, die nicht nur reden, sondern auch so handeln.”

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#IhrRepräsentiertUnsNicht #iRUN #Vernetzungstreffen in #Münster, #NRW

Vernetzungstreffen in Münster, NRW vom 15.12. – 16.12.2012

“Ihr Repräsentiert Uns Nicht – iRUN”

Die Münsteraner Aktivisten sorgten für einen tollen Raum mit Beamer, Flip-Chart, Strom und sehr leckerem Essen
Die Münsteraner Aktivisten sorgten für einen tollen Raum mit Beamer, Flip-Chart, Strom und sehr leckerem Essen

Die Idee eine bundesweite Kampagne gegen die momentan herrschende Politik in Deutschland zu organisieren, entstand beim Vernetzungstreffen am 15. Oktober 2012 in Düsseldorf. Dort versammelten sich ca. 60 Aktivisten aus ganz Deutschland und befanden, dass die Bankenkritik ein wenig verkürzt geraten ist, da die Banken nur deshalb so mächtig werden konnten, weil Politiker Gesetze erließen, die das Kapital schützen.

Eine kurze Beschreibung der “Ihr Repräsentiert Uns Nicht”-Kampagne:

Die Kampagne soll mit kleinen Aktionen in den einzelnen Städten vor den Rathäusern starten. Dann vor die Landesparlamente der jeweiligen Bundesländer ziehen und am Ende, kurz vor den Bundestagswahlen, wollen wir gemeinsam nach Berlin vor den Bundestag ziehen – ähnlich wie die Spanier am 25. September bei ihrer Aktion “Ocupa El Congreso”. Da die Politiker sich schon im Wahlkampf befinden, werden sie uns zahlreiche Veranstaltungen liefern, die wir mit Basisdemokratie und Kreativität beleben können. Ebenso möchten wir Blockupy 2013 und den Marsch nach Brüssel in die Kampagne einbetten. 

Ziel sollte es vor allem sein, eine lokale und bundesweite Struktur mit Kontinuität zu schaffen. Ein langfristiges, weiterbestehendes Bündnis, dass aus vielen Aktivisten und Organisationen aus dem ganzen Bundesgebiet besteht. Sie sollten flexibel und individuell, aber trotzdem kollektiv, auf kommende Ereignisse der Politik reagieren können. Dadurch entsteht eine Anlaufstelle für interessierte Menschen, die die Folgen der Finanzkrise und des Kapitalismus nicht länger hinnehmen wollen.

Bei dem Vernetzungstreffen in Münster entwickelten insgesamt ca. 30 Aktivisten und Aktivistinnen die Kampagne nun ein gutes Stück weiter. Am ersten Tag wurde zunächst einmal die Kampagne als ganzes diskutiert. Warum sollten wir uns gegen unsere Volksvertreter wenden? Ist es sinnvoll den Titel der Kampagne negativ zu formulieren: Ihr Repräsentiert Uns NICHT? Müssen wir Alternativen entwickelt, wenn wir die parlamentarische Demokratie kritisieren?

Am Ende dieser Diskussion einigten wir uns darauf, den Titel bestehen zu lassen, da wir glauben, dass in der momentanen Situation ein allgemeines Unbehagen gegenüber der Politik in Deutschland herrscht, welches wir aufgreifen wollen und dem wir eine Plattform bieten wollen. Auch kamen wir dahingehend überein, nicht verantwortlich dafür zu sein, fertige Alternativen anbieten zu müssen, da wir diese basisdemokratisch entwickeln wollen, wofür wir eine viel stärkere Beteiligung der Bevölkerung brauchen. Auch sind wir der Meinung, dass es unbedingt notwendig ist, sich gegen unsere Volksvertreter zu wenden. Da diese von uns erwarten, dass wir uns an Gesetze zu halten haben, sie selbst dies aber immer häufiger nicht tun, siehe als Beispiel unser ungültiges Wahlrecht, welches seit über zwei Jahren verfassungswidrig ist.

In der nächsten Etappe des Treffens kamen wir zu der konkreten Ausarbeitung der Kampagne. Im Gegensatz zu Blockupy, wo es im Vorfeld etliche Treffen mit Gruppen und Organisationen gab, auf denen alles bis ins kleinste Detail abgestimmt wurde, wollen wir mit der Kampagne einen neuen Weg wagen. Wir erhoffen uns den sogenannten Mitmach-Effekt, wenn wir in NRW mit Aktionen anfangen. Wir wollen eine Relevanz im Netz erzeugen, die den Funken in andere Bundesländer überspringen lassen soll. Hierzu wollen wir vor allem mit kreativen Aktionen arbeiten, die sich deutlich von typischen Demonstrationen und Kundgebungen abheben.

Wir gründeten für den Start zunächst vier Arbeitsgruppen: “Aufruf”, “Mobilisierung”, “Aktionsformen” und “Vernetzung”. Dann erörterten wir gemeinsam, welches die Aufgaben der einzelnen Arbeitsgruppen sein sollen. Natürlich überschneiden sich viele Aufgabenfelder, so dass konstruktives Arbeiten nur möglich ist, wenn die einzelnen Gruppen in ständigem Austausch stehen. Hierzu haben wir ein neues Tool im Netz gefunden, zum erarbeiten von Projekten. www.trello.com ist ein kostenloses Werkzeug, welches normalerweise von Firmen genutzt wird, um Arbeitsabläufe und Projekte zu koordinieren. Im Grunde ist es die Weiterentwicklung der Pads, mit denen Aktivisten bisher im Netz gearbeitet haben. Im Folgenden möchte ich gern die Aufgabenbereiche der vier Arbeitsgruppen definieren und einen Überblick über das Brainstorming zu den vier Arbeitsgruppen, welches am 16.12. stattfand, geben:

Aufruf:

– Beschreibung der Kampagne, was steht hinter “Ihr Repräsentiert Uns Nicht”?, Warum ist es sinnvoll sich zu beteiligen?

– Allgemeiner Aufruf für Deutschland, der an Einzelpersonen aber auch Gruppen, Initiativen, Kollektive und Organisationen verschickt werden kann

– Aufruf für NRW, in dem wir auf Probleme innerhalb des Bundeslandes näher eingehen möchten und aufdecken wollen, warum letzten Endes immer die Politik Schuld hat.

– Minimalkonsens, um aufzuzeigen, dass wir uns klar abgrenzen von menschenverachtenden, hierarchischen Theorien und Gewalt gegen Menschen

Brainstorming zum Aufruf:

Aufschlüsseln anhand von den folgenden Punkten, warum Politiker uns nicht repräsentieren: Gentrifizierung, Existenzgrundlage (Privatisierung von Wasser, Bildung, usw.), Energiewende,  der gefälschte Armutsbericht,

Was außerdem im Aufruf Platz finden sollte: Solidarität als Mittel gegen die Krise, Transnationalität gegen das Verteidigen von Grenzen und Nationalstaaten, die drei Aktionspunkte der Kampagne (Rathäuser, Landesparlamente, Bundestag), Menschlichkeit, Demokratisierung aller Lebensbereiche, Kapitalismus- und Systemkritik, Asambleas als Beispiele gelebter Basisdemokratie, Aufforderung zur Eigenverantwortung

Mobilisierung:

– Wie können wir Menschen/Gruppen davon überzeugen, sich an der Kampagne zu beteiligen?

– Welches Konzept der Mobilisierung wollen wir verwenden? Das Entwickeln eines Drehbuchs um für unterschiedliche Zielgruppen unterschiedliche Mobilisierungen zu benutzen.

– Welche Ressourcen brauchen wir dafür und welche haben wir bereits?

Brainstorming zur Mobilisierung:

-Das Entwickeln eines Zeit- und Ressourcenplans für die kommenden Monate

– Mobilisierungsstrategie, wie mobilisiere ich welche Gruppen?

– Massenzeitung, sowohl online als auch gedruckt, zum Verteilen in einzelnen Stadtteilen, mit Artikeln die die ungeschönte Wahrheit über unsere Politiker berichten.

– Ein Design für den Slogan iRUN  (Ihr Repräsentiert Uns Nicht), welches dann zur freien Verfügung für alle steht, es können auch T-Shirts produziert werden, Kaffeebecher, usw. Jeder kann Teil der Kampagne werden, mit den Mitteln die er zur Verfügung hat.

– Buttons mit dem Slogan iRUN, um Solidarität mit der Kampagne zu zeigen

– Eine Art Mysterium um iRUN kreieren, welches neugierig macht. Es soll parallel über die Kampagne “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” seriös berichtet werden, als auch gleichzeitig überall der Slogan iRUN auftauchen, ohne dass diese beiden sofort in Zusammenhang gestellt werden. Die Werbung benutzt solche Taktiken seit Jahrzehnten sehr erfolgreich. Hier zu ließen sich z.B. auch QR-Code-Aufkleber nutzen.

– Satirische Gegenmobilisation für den Kapitalismus und Finanzdiktatur, gegen Transparenz, Menschenrechte und Demokratie

– große Konzernlogos verändern und Werbung fälschen, als Beispiel: Mc Doof ruft zum iRUN für gesundes Essen auf

– Bilder faken, als Beispiel ein Bild des Bundestages, von dem ein riesiges Banner von iRUN herabgelassen wird.

– Interviews mit Bürgern zum Thema Politik und ob sie sich noch vertreten und repräsentiert fühlen, eventuell auch Politiker interviewen um die Diskrepanz darzustellen.

Aktionsformen:

Welche Mittel können wir benutzen, um unseren Politikern zu zeigen, dass sie uns nicht repräsentieren? Wir wollen vor allem neue, kreative Aktionsformen entwickeln, aber auch in den Archiven stöbern, um altbewährtes wieder zu entdecken und neu zu beleben. Die Aktionsformen sollen sich klar abheben von den bisherigen Protestformen gegen die Krise und den Kapitalismus. So erhoffen wir uns eine größere Aufmerksamkeitsspanne.

Brainstorming zu den Aktionsformen:

Die Aktionsformen, die bereits bei Mobilisierung erwähnt wurden, werden hier nicht noch einmal aufgeführt, gehören aber selbstverständlich ebenso dazu.

– Recherche über Aktionsformen: Was ist an in der Vergangenheit an erfolgreichen Aktionen durchgeführt worden und wieder in Vergessenheit geraten?

– Dokumentationen über die Kampagne, um sie ins Gespräch zu bringen und zu erklären

– das Gründen einer Plattform auf der alle Aktionen dokumentiert werden (eigene Webseite der Kampagne)

– Gegenveranstaltungen zu politischen Veranstaltungen, Asamblea vs. Ratssitzung, bei der Basisdemokratie gelebt wird und den Bürgern gezeigt werden kann, dass es auch anders geht.

– Infoveranstaltungen über die Kampagne, das Entwickeln eines Konzepts für diese Infoveranstaltungen, welches dann allen Städten zur Verfügung steht.

– “iRUN for…” Solidaritätsrennen für bestimmte Zwecke, “I run for peace / democracy / anarchy / revolution

– Post-its, Aufkleber, Flyer ohne Botschaften, nur mit dem Slogan iRUN, um Spannung und Aufmerksamkeit zu kreieren

– Notausgangs-Schild mit dem Slogan iRUN, als Synonym für den letzten Ausweg aus der Finanzdiktatur

– Wahlkampfveranstaltungen von Politikern mit Kreativität und vorher recherchierten Fragen zu politischen Themen besuchen, um den anwesenden Gästen zu zeigen, dass sie von Politikern nicht repräsentiert werden

– Einen Aktionskonsens formulieren, der Gewalt gegen Menschen ausschließt und die Autonomie der beteiligten Gruppen betont

– Ei-Run, Mobi-Video mit als Politikern verkleideten Leuten, die mit verbundenen Augen einen Eierlauf machen, die Eier beschriften mit Menschenwürde, Demokratie, Freiheit, Frieden, usw.

– Staffellauf Richtung Berlin, kurz vor den Wahlen, jede Staffel ebenfalls als Beispiel für Menschenwürde, Demokratie, Freiheit, Frieden, usw.

Vernetzung:

– kontinuierliche Strukturen im Netz aufbauen

Brainstorming zur Vernetzung:

– Dauerhafte Infrastruktur zwischen Aktivist/innen deutschlandweit aufbauen

– Das Betreuen des E-Mailverteilers, Fragen beantworten, neue Adressen einpflegen, regelmäßige Info-E-Mails über den aktuellen Stand der Kampagne

– Liste aller möglichen Bündnispartner erstellen und pflegen, bezogen auf die einzelnen, beteiligten Städte und Bundesländer

– Dokumente über die Vernetzung erstellen, Wie vernetze ich mich? Welche sozialen Netzwerke lassen sich wie für die Vernetzung nutzen?

– Wieso ist Vernetzung so wichtig? Was kann es mir bringen, mich zu vernetzen?

– Vernetzung mit Parteien, Warum sollten wir uns mit Parteien vernetzen? Mit welchen Parteien kann sich die Kampagne vernetzen? Als Beispiel Teile der Piratenpartei, welche mit Liquid Democracy ebenfalls das parlamentarische System bekämpfen

– Die Arbeit von Bündnispartnern sichten und weiter verbreiten, als Beispiel Attac und die Bankenkritik

Das Vernetzungstreffen war der erste wichtige Grundstein für die Kampagne und die Einigkeit, die unter den Teilnehmern in vielen Fällen bestand, ist ein weiterer Beweis dafür, dass es Zeit wird sich gemeinsam gegen unsere Politik zu erheben und unsere Labels, Vorurteile gegen andere Gruppen und unser Misstrauen hinter uns zu lassen. Solange wir uns aufteilen und spalten lassen, wird der Kapitalismus unbesiegbar sein. Wir erhoffen uns eine rege Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger, aber auch aller Organisationen, die wie wir an eine soziale Revolution glauben.

Bei Interesse könnt ihr euch an jeden wenden, den ihr über die Kampagne sprechen hört. Wir werden in den kommenden Tagen aber auch eine E-Mailadresse und eine Webseite einrichten, an die ihr euch dann ebenfalls bei Interesse wenden könnt. Ein E-Mail-Verteiler existiert bereits, in diesem sind bereits etliche Aktivisten aus ganz Deutschland eingetragen. Wir freuen uns auf euch!

Auf diesem Kanal findet ihr die Videos des Vernetzungstreffen, welches zu großen Teilen gestreamt wurde: http://bambuser.com/channel/No+Troika

Hier der Link zum Board der Kampagne auf www.trello.com:  https://trello.com/board/ihr-reprasentiert-uns-nicht/50ccbf8e369df11014007149