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Guerrero: “With autonomy We Fight For Life and Territory”

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On December 2, 2016, in the community of Alacatlatzala, Guerrero, an indigenous and popular armed group was founded, with its principal goal being to manage their own security and that of their families, lands and territories, due to the immense and increasing violence and extortion these communities exist in, far removed from “progress” and the assistance of the Mexican government.

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#EZLN #Video: #Zapatistas besetzen 6 Städte in #Chiapas, #Mexiko

Während gestern Millionen von Menschen im Westen, wegen einer kompletten Fehldeutung des Mayakalenders, auf den Untergang der Welt gewartet haben, besetzten am Anfang ihres neuen Zeitzyklus tausende Zapatisten der EZLN, in dem von überwiegend Mayas bewohnten, mexikanischen Staat Chiapas, 6 Städte und führten damit den Kulturimperialismus des Westens nebenbei ad absurdum. Denn statt auf den Weltuntergang zu warten, bauen die Mayas in Chiapas seit 20 Jahren an ihrer neuen Welt. Aber was war noch mal die EZLN?

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Ya basta — Es reicht! Mit diesem Schlachtruf besetzt ein Heer maskierter und schlecht bewaffneter Indígenas im Morgengrauen des Neujahrstages 1994 die Rathäuser in sieben Landkreisen des südostmexikanischen Bundesstaates Chiapas und erklärt der mexikanischen Regierung den Krieg.

Was im ersten Moment wie ein Himmelfahrtskommando anmutet, erweist sich schnell als waghalsige, aber wohl überlegte und koordinierte Aktion. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung EZLN ist, im elften Jahr ihres Bestehens, an die Öffentlichkeit getreten — und hat Chiapas und ganz Mexiko seitdem nachhaltig verändert.

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Gestern, am ersten Tag des neuen Zyklus der Mayas, dem 14. Baktun, besetzte das Zapatistische Heer zur Nationalen Befreiung (EZLN) die Städte Ocosingo, Comitán, Las Margaritas, Altamirano, Palenque und San Cristóbal de Las Casas. Über 40.000 EZLN Aktivisten, der indigenen Befreiungsbewegung hatten sich über Nacht zu Fuß mit einem Schweigemarsch auf den Weg gemacht und erreichten am Morgen die 6 oben genannten Städte. Sie waren unbewaffnet, aber fest entschlossen. Subcommandante Marcos schrieb in einer Erklärung:

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“Haben Sie es gehört? Es ist der Klang ihrer Welt der zusammenbricht. Unsere Welt erhebt sich wieder. Der Tag war der Tag, zuvor war es Nacht. Und heute Nacht wird es Tag sein, der Tag. Demokratie! Freiheit! Gerechtigkeit!

Aus den Bergen vom mexikanischen Südosten.

Im Auftrag vom klandestinen revolutionären indigenen Komitee – Zentrales Kommando der EZLN

Subcomandante der Aufstänischen MarcosMexico, Dezember 2012″

Die 40.000 Zapatisten besetzten zentrale Plätze in 6 Städten, die gleichen Plätze, die während des zapatistischen Aufstandes am 01. Januar 1994 besetzt wurden. Dieses Mal marschierten sie aber friedlich und schweigend unter dem heftigen Dezember-Regen und gepriesen und bejubelt durch viele Anwohner. Nach einem erneuten Schweigemarsch durch die Städte verschwanden die Zapatistas genau so still wie sie gekommen waren wieder in ihren Dörfern.

Die mexikanische Öffentlichkeit wurde völlig überrascht von dem vermummten, aber unbewaffneten Großaufmarsch der indigenen Befreiungsbewegung. Mit ihrem Schweigemarsch am symbolträchtigen Datum des 21. Dezember 2012 gelingt es den Zapatistas nun weltweit auf ihren ungebrochenen Wille und ihre Stärke aufmerksam zu machen.

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Auch die internationale Öffentlichkeit wurde von der Aktion völlig überrumpelt. Die EZLN hatte es geschafft mit einer stillen Mobilisierung, ohne Plakate, Flyer und andere typische Mobilisierungsinstrumente, über 40.000 Menschen zu mobilisieren. Die Aktion ist ein starkes Signal gegen die zunehmende Repression durch die Regierung und ihre paramilitären Organisationen in den letzten paar Jahren. Dies, kombiniert mit der Rückkehr der PRI an die Macht, die Partei, die bis 2002 70 Jahre an der Macht war und wogegen die EZLN in ihrer Anfangszeit mobilisiert hatte, lässt befürchten, dass diese Repression weiter zunehmen wird.

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Zusätzlich hat Mexikos neuer Präsident Enrique Peña Nieto, Emilio Chuayffet zum Erziehungsminister ernannt. Chuayffet war in den neunziger Jahren Innenminister und einer der Hauptverantwortlichen für das Scheitern der Friedensverhandlungen in Chiapas. Nach dem Massaker von Acteal, heute vor genau 15 Jahren, am 22. Dezember 1997, musste Chuayeffet zurücktreten. Wenige Tage vor dem Massaker fanden mehrere Treffen von Paramilitärs in Nachbardörfern von Acteal statt. Auf diesen Treffen wurde der Überfall auf das Dorf geplant. Die Paramilitärs kesselten Acteal von allen Seiten ein und metzelten die Opfer mit Schusswaffen und Macheten nieder. Mit der Ernennung von Chuayffet sendet Mexikos neuer Präsident auch das Signal, dass die Menschenrechte ihm nichts bedeuten, kommentierte Luis Hernández Navarro in einer Kolumne in der linksliberalen Tageszeitung La Jornada.

Mit ihre gestrigen Schweigemarsch sendet die EZLN eine Nachricht an Mexiko und den Rest der Welt. Wir sind immer noch da, geduldig und schweigend, aber da!

Video: EZL Schweigemarsch 1:

Video: EZLN Schweigemarsch 2:

Video: EZLN Schweigemarsch 3:

Interview mit Subcommandante Marcos (EZLN, Januar 1997):

Siehe auch unseren Artikel mit Video-Doku EZLN – Chronik einer Rebellion:

http://enough14.org/2012/12/11/video-zapatistas-chronik-einer-rebellion-ezln-mexico-mexiko/

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Video: Zapatistas – Chronik einer Rebellion #EZLN #Mexico #Mexiko

Ya basta — es reicht! Mit diesem Schlachtruf besetzt ein Heer maskierter und schlecht bewaffneter Indígenas im Morgengrauen des Neujahrstages 1994 die Rathäuser in sieben Landkreisen des südostmexikanischen Bundesstaates Chiapas und erklärt der mexikanischen Regierung den Krieg.

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Was im ersten Moment wie ein Himmelfahrtskommando anmutet, erweist sich schnell als waghalsige aber wohl überlegte und koordinierte Aktion. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung EZLN ist, im elften Jahr ihres Bestehens, an die Öffentlichkeit getreten — und hat Chiapas und ganz Mexiko seitdem nachhaltig verändert.

Video: Zapatistas – Chronik einer Rebellion Teil 1

Video: Zapatistas – Chronik einer Rebellion Teil 2

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#3DMX Livestream Demonstrationen in #Mexiko gegen #Repression #protestarnoesundelito #yosoy132 #Mexico

Nach den massiven Protesten gegen Wahlbetrug und Korruption am vergangenen Samstag, gehen die Menschen in Mexiki heute erneut in mehreren Städten auf die Straße. Neben die bereits gestellte Forderungen gegen Wahlbetrug und Korruption, fordern die Demonstanten die Freilassung der Gefangenen und ein Ende der Repression. Am Samstag gab es neben hunderte Festnahmen und verletzen, auch ein Tote. Carlos Valdivia wurde nicht wie am Samstag von uns Berichtet durch ein Tränengas-Granate getötet, sondern durch ein Plastik-Kugel im Kopf. Ihr könnt die Proteste mittels eines Livestreams verfolgen.


Free live streaming by Ustream

Mehr Livestreams aus Mexiko findet ihr hier:
Revolucion tres punto cero

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Neue Guerilla in #Mexiko? Erklärung Ejército Popular #Magonista de Liberación Nacional (EPM-LN)

Am Vorabend der Vereidigung des neuen mexikanischen Präsidenten, Enrique Peña Nieto, wurde in Mexiko eine Erklärung veröffentlicht, in der zu einem bewaffneten Kampf aufgerufen wurde. Auf YouTube wurde die Erklärung auch in einem Video vorgelesen. Für diejenigen, die kein Spanisch sprechen, gibt es eine grobe Übersetzung mit der Untertitelung Übersetzungswidget auf YouTube (Die ist in der unteren Taskleiste vom Videoplayer zu finden).

Die Brüder Ricardo (links) und Enrique Flores Magón (rechts) vor dem Los Angeles County Jail, 1917
Die Brüder Ricardo (links) und Enrique Flores Magón (rechts) vor dem Los Angeles County Jail, 1917

Die Gruppe, Ejército Popular Magonista de Liberación Nacional (EPM-LN) kündigte am 30. November an, dass sie nach Jahren als geheime Gruppe im Untergrund nun eine Befreiungsarmee formiert, um Mexiko nach dem Wahlbetrug von Peña Nieto von ihren Unterdrückern zu befreien.

Weiter ruft die EPM-LN in ihrem “Revolutionären Kom­mu­ni­qué Nummer 1”, alle Arbeiter, Bauern, Studenten und die Indigene Bewegung dazu auf, sich den Kampf anzuschließen, um die Ausbeutung in Mexiko zu beenden und der Straflosigkeit der militär-polizeilichen Diktatur ein Ende zu setzen.

Das Kommuniqué wurde unterzeichnet von Comandante Insurgente Damien, Comandante Insurgente Ricardo und Comandante Insurgente Tania.

Der Name der Befreiungsbewegung referiert an die Magon Brüder, insbesondere an Ricardo Flores Magón (16.9.1874 – 22.11.1922). Ricardo Flores Magón war als Journalist, Gewerkschafter und Literat ein führender anarchistischer Theoretiker und Aktivist, der die revolutionäre, mexikanische Bewegung radikal beeinflusste. Magón war Gründer der Partido Liberal Mexicano und Mitglied der Industrial Workers of the World. Er und sein Bruder Enrique Flores Magón, kämpften gegen die Diktatur von Porfirio Diaz.

Philosophisch und politisch orientiert an radikal anarchistischen Idealen und den Erfahrungen Ricardo’s indigenen Vorfahren bei der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung des Gemeindelandes, machte er die Forderung “Land und Freiheit” (Tierra y Libertad) populär. Besonders Francisco Villa und Emiliano Zapata griffen die Forderung “Land und Freiheit” auf. Seine Philosophie hatte großen Einfluss auf die Landarbeiter. 1904 floh er in die USA und gründete 1906 die Partido Liberal Mexicano. Im Exil lernte er u.a. Emma Goldman kennen. Er verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Gefängnissen und im Exil und wurde 1918 in den USA wegen „Behinderung der Kriegsanstrengungen“ zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. Zu seinem Tod gibt es drei verschiedene Theorien. Offiziell starb er an Herzversagen. Librado Rivera, der die Leiche mit eigenen Augen gesehen hat, geht davon aus, das Magón von einem Mitgefangenen erdrosselt wurde. Die staatstreue Gewerkschaftszeitung CROM veröffentlichte 1923 einen Beitrag, nachdem Magón von einem Gefängniswärter erschlagen wurde.

Magón entwarf einen auf indigenen Traditionen beruhenden kollektiven Anarchismus, der das Denken früher Anarchisten mit einschloss. Neben Michael Bakunin und Pierre-Joseph Proudhon sowie Elisée Reclus, Charles Malato, Errico Malatesta, Anselmo Lorenzo, Emma Goldman, Fernando Tarrida del Mármol und Max Stirner, weist sein Denken große Parallelen zu Peter Kropotkin auf. Flores Magón beschäftigte sich ebenso mit den Schriften von Karl Marx und Henrik Ibsen.

Neben der zapatistischen Bewegung in Chiapas beziehen sich heute u. a. der „Indigene Volksrat von Oaxaca – Ricardo Flores Magón“ CIPO-RFM und die „Union der Indigenen Gemeinden der Nordzone des Isthmus“ UCIZONI auf das magonistische Denken.

Walter Hansen schrieb über Ricardo Flores Magón in der Jungen Welt: “Er war einer der Gründerväter der »Liberalen Mexikanischen Partei« und entwickelte sich zu einem führenden Theoretiker und Propagandisten des kollektiven Anarchismus. Anders als Zapata eignete sich Magón nicht zur herrschaftlichen Adaption. Er nahm die Erfahrungswelt indigener Kollektivstrukturen in seine Vorstellung eines libertären Sozialismus auf. Magón sah sich als Antiimperialist und Internationalist zugleich, seine Anhänger, die Magonistas prägten die Parole »Tierra y Libertad«, die erst später von der zapatistischen Bewegung aufgegriffen wurde und bis heute das Programm der meist indigenen Landarbeiter auf den Punkt bringt.”

In einem Interview mit Subcommandante Marcos von der zapatistischen Befreiungsarmee (Ejército Zapatista de Liberación Nacional – EZLN)für quetzal-leipzig.de, sagt Marcos über den Magonismo: “Über die Magón-Brüder spricht man nur im Kontext der Arbeiterbewegung, obwohl wir wissen, dass sie auch viele andere wichtige Projekte entwickelt haben. Aber schließlich ist das unbeabsichtigte Resultat, dass man nur so von ihnen spricht. Wir haben uns auf die Flores-Magón-Brüder bezogen, um den Arbeitern die Notwendigkeit klarzumachen, an der Revolution teilzunehmen, und um auf eine wichtige Kraft hinzuweisen, die während der Zeit vor dem Ausbruch und der Ausbreitung des bewaffneten Kampfes 1910-1921 existierte.[…] Schließlich wurde die EZLN aber ohne eine Verbindung zu den Arbeitern geboren. Vielleicht wäre ein stärkerer Einfluss von Magón nützlich gewesen.”

Video Revolutionäres Kom­mu­ni­qué Nummer 1, Ejército Popular Magonista de Liberación Nacional (EPM-LN) – 30.11.2012

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Video #Polizei Provokateure in #Mexiko #YoSoy132 #MexicoNoTienePresidente #Mexico

Die Auseinandersetzungen zwischen der mexikanischen Polizei und Demonstranten am vergangenen Samstag könnten von Polizei Provokateuren angestachelt worden sein. Im Internet tauchten Bilder und Videos, auf die darauf schließen lassen. Auf einem der Bilder ist zu sehen wie Menschen in ziviler Kleidung mit Polizeifahrzeugen transportiert werden.

Auf dieses Bild ist zu sehen wie Menschen in ziviler Kleidung mit einem Polizeifahrzeug transportiert werden.
Auf dieses Bild ist zu sehen wie Menschen in ziviler Kleidung mit einem Polizeifahrzeug transportiert werden.

Am Samstag wurde bei Auseinandersetzungen mit der Polizei ein Demonstrant getötet und viele Menschen verletzt. Ein 67-jähriger, schwerverletzter Demonstrant wurde in ein künstliches Koma versetzt. Auf YouTube tauchte ein Video auf, auf dem mehrere Männer in Zivil sich hinter der Polizeiabsperrung frei bewegen können, teilweise inklusive Helm und Vermummung.

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Ein Toter bei schwere Auseinandersetzungen in #Mexiko – #Mexico #YoSoy132 #MexicoNoTienePresidente

In Mexiko wurde ein Demonstrant durch eine Tränengas-Granate am Kopf getroffen und erlag später seine Verletzungen. Außer dem ermordeten Demonstranten Carlos Valdivia, gab es noch zahlreiche Verletzte. Die Krankenhäuser melden mehr als 20 Verletzte.

Ein Coca Cola Truck wurde etwas in Mitleidenschaft gezogen.
Ein Coca Cola Truck wurde etwas in Mitleidenschaft gezogen.

Die Proteste gegen die Vereidigung von Mexikos neuem Präsidenten Peña Nieto (PRI) fanden statt, wegen Vorwürfen des massiven Wahlbetrugs. Zehntausende Menschen gingen heute auf die Straße. Laut der mexikanischen Opposition gab es bei mehr als 113.000 der 143.000 Wahlurnen Ungereimtheiten. Demnach soll Peña Nieto Millionen Stimmen gekauft haben.

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Carlos Valdivia wurde durch eine Tränengas-Granate ermordet.

Die Auseinandersetzungen fingen an, als die mexikanische Polizei die Demonstration durch den Aufbau von Barrikaden daran hinderte zum Parlament zu ziehen. Die Demonstranten versuchten durch die Barrikade zu brechen, daraufhin eskalierte die Situation und es folgten stundenlange Straßenschlachten. Die Demonstranten änderten ihre Route und zogen in die Stadtmitte. Auch dort kam es zu Auseinandersetzungen.

Live recording ustream: Video: Proteste bei Vereidigung von Peña Nieto