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#Greece Video #Solidarität mit der griechischen #Antifa !

Das System ist die Krise. Faschismus ist Teil des Systems.
Spendenaufruf: Solidarität mit der griechischen Antifa!

antifagreece

Die europäische Politik zur Bewältigung der «Krise» ist eine Politik gegen die Menschen. Immer neue, so genannte «Sparhaushalte» nehmen den Schwächsten das bisschen, was zum Überleben da ist. Sie treffen Einkommenschwächere, Rentner, Kranke und junge Menschen, sie betreffen überall die Sozialsysteme, die Bildung und das Gesundheitswesen. Die Rechte aller auf Wohnen, Gesundheit, Bildung und Teilhabe werden von den Besitzenden erstmals auch innerhalb der EU offen bestritten.

Nirgendwo lassen sich die Folgen dieser Politik besser feststellen als in Griechenland, wo die «EU-Troika» bereits seit Beginn des Jahres immer neue Kürzungen vom Nichts einfordert. Das untere gesellschaftliche Drittel, das noch nie vom System profitierte, ist schon längst abgehängt und vergessen. Doch auch die so genannte «Mittelschicht» ist in kurzer Zeit abgestürzt. Davon profitieren in Griechenland die Nazis der «Chrysi Avgi» («Goldene Morgenröte»).

Ihr offener Straßenterror richtet sich vor allem gegen Migranten und Migrantinnen. Diese stranden in hoher Zahl in den griechischen Städten, weil die EU-Politik verhindert, dass sie nach Deutschland oder Frankreich weiterreisen. In der aktuellen Krise bleibt ihnen oft gar nichts mehr zum Leben. Und werden von vielen wirtschaftlich und sozial Abgehängten als Konkurrenten um immer kleinere Krümel des Krisen-Daseins wahrgenommen. Auf diesem Boden gedeiht die Hetze der griechischen Nazis der «Chrysi Avgi». Sie flankieren ihren Terror mit rassistischer Sozialarbeit – etwa, wenn organisierte Blutspendeaktionen von «Griechen für Griechen» durchgeführt werden, oder faschistische Armenküchen Essen nur an Griechinnen und Griechen austeilen. Oft geniessen sie den Schutz der griechischen Polizei, die sich nach den Jahren der Militärjunta nie wirklich gewandelt hat. Nachts gehen Schlägertrupps der «Chrysi Avgi» gemeinsam mit der Polizei auf die Jagd nach «illegalen» Einwanderern. Viele Polizisten, die selber oft nicht mehr als 700 Euro im Monat verdienen, sympathisieren offen mit den Nazis.

Die einzige Kraft, die Migranten und Migrantinnen zu schützen versucht, und die sich den Nazis der «Chrysi Avgi» auf der Straße entgegenstellt, sind die griechischen Antifaschisten und Antifaschistinnen. Sie versuchen mit Patrouillen die Menschen zu beschützen – etwa vor Polizeioperationen wie «Xenios Zeu» («gastfreundlicher Zeus») bei denen die Beamten gemeinsam mit Nazis brutal Jagd auf alle machen, die nicht «griechisch aussehen». Immer wieder kommt es dabei auch zu Festnahmen und Übergriffen auf Aktivistinnen und Aktivisten der Antifa.

Wir erfahren oft nur von den krassesten Fällen. Beispielsweise vom Überfall auf eine antifaschistische Motorradpatrouille am 30.09. in Athen, bei der die Öffentlichkeit über «Xenios Zeu» informiert und schützende Präsenz in Straßen gezeigt werden sollte. Nachdem die Patrouille auf Nazis traf, begannen Polizeieinheiten der Delta-Truppen die Demo anzugreifen, wobei einige Antifaschisten und Antifaschistinnen schwer verletzt wurden. 15 von ihnen wurden festgenommen. Eine Solidaritätsdemonstration am darauffolgenden Tag wurde ebenfalls angegriffen. 25 Antifaschistinnen und Antifaschisten wurden verhaftet, vier blieben mehrere Tage in Haft. Sie berichteten nach ihrer Freilassung von Gewaltexzessen und Folter im Polizeirevier. Sie berichteten auch von anderen, die im Knast seit Monaten einfach in der Untersuchungshaft «vergessen» werden.

Wenige Tage später wurden mehrere Genossinnen und Genossen in Patras festgenommen, nachdem es tagelang Auseinandersetzungen mit Polizei und «Goldener Morgenröte» gegeben hatte. Noch immer sitzen vier von ihnen in Haft. Ihnen wird «versuchter Mord» vorgeworfen. Ein haltloser Vorwurf, der nur durch Zeugenaussagen von Nazis der «Chrysi Avgi» belegt wird, die an den Auseinandersetzungen beteiligt waren. Staat und Faschisten gewähren sich gegenseitigen Flankenschutz. Der eine überzieht Antifaschisten und Antifaschistinnen mit haltlosen Prozessen, knastet sie willkürlich ein und mißhandelt sie, die anderen machen die dazu passenden Aussagen.

Die «Chrysi Avgi» verfügt scheinbar über unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten – es erreichen uns jetzt Berichte von neu gegründeten Ablegern in Spanien, die über immenses «Startkapital» verfügen. Im Gegensatz dazu steht die griechische Antifa finanziell inzwischen mit dem Rücken zur Wand. Es wird immer schwieriger, von Prozessen Bedrohten und willkürlich Eingesperrten juristische Hilfe zu finanzieren und die enormen Prozesskosten zu tragen. Die Kosten des juristischen Feldzug des griechischen Staates gegen die Antifa sind sehr hoch und müssen von den Betroffenen vielfach selbst getragen werden: Nur für die Vorführung beim Haftrichter mussten die Gefangenen von Athen innerhalb von vier Tagen rund 15.000 Euro aufbringen.

Einige Gruppen und Initiativen aus Wuppertal, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet, darunter auch das so_ko_wpt, wollen konkrete solidarische Hilfe zeigen. Wir beginnen deshalb mit einer Spendenkampagne, mit der wir den griechischen Genossen und Genossinnen wenigstens in ihren juristischen Kämpfen etwas beistehen können.

united we stand – devided we fall – spread the word!

Wir fordern alle antifaschistisch denkenden Menschen auf, mit einer Spende den antifaschistischen Abwehrkampf in Griechenland zu unterstützen! Er wird für uns alle geführt!

Rechtshilfe Wuppertal
Kto.No. 18 371 602
BLZ 43060967
GLS-Bank
Stichwort “Louk”

Die Verwendung der Gelder wird von uns persönlich organisiert. Wir bemühen uns um Hilfe da, wo sie am nötigsten gebraucht wird.

Originalartikel auf:

http://soli-komitee-wuppertal.mobi/2012/11/solidaritat-mit-der-griechischen-antifa/

Video aus Florenz: Golden Dawn and the Antifascist Movement in Greece

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Videos #stopbalesdegoma #BCN Kampagne gegen Einsatz von Gummigeschosse

In Spanien läuft seit einige Wochen einer Kampagne gegen den Einsatz von Gummigeschosse durch die Polzei. Neben viele Demonstrationen gegen Polizeigewalt und gegen den Einsatz von Gummigeschosse, gibt es u.a. auch eine Webseite wo hunderte menschen Bilder von sichselbst mit ein verbundenes Auge hochgeladen haben.

bcnateneu-popular-de-9-barris

Am 14. November wurde Esther Quintana schwerverletzt, nachdem sie durch ein Gummigeschoss aus ein Gewehr der Spanische riot cops Mossos während eine Demonstration in Barcelona getroffen wurde. Esther verlor dabei ein Auge.

Der Katalanische Innenminister Felip Puig weigerte wochenlang zuzugeben dass an dem Tag überhaupt Gummigeschosse von der Polizei eingesetzt wurden, und dies obwohl es unzählbare Beweisvideos und berichte von Augenzeuge dafür gab. Nachdem viele Bürger und Aktivisten immer mehr Druck aufgebaut hatten, gab der Innenminister erst letzte Woche zu dass wohl doch Gummigeschosse eingesetzt wurden. Von Zurücktreten oder ermittlungen gegen die Polizei war aber nicht die Rede. Die angelegenheit könnte aber noch vor Gericht gehen, denn Esther Quintana hat Anzeige erstattet.

Video: Innenminister lügt – einsatz von Gummigeschosse:

Video: Interview mit Esther Quintana

Mehr Informationen über die Kampagne in Spanien:

http://ojocontuojo.wordpress.com/

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Livestream Proteste in #Slowenien #GOTOVISO #gotofje #ljprotest #Slovenia #Ljubljana #Maribor

Nach den massiven Protesten gegen die Kürzungen und die Korruption in der vergangenen Wochen, werden viele Menschen auch heute wieder auf die Straße gehen. Ab 16:00 Uhr könnt ihr die Proteste mittels ein Livestream aus Ljubljana verfolgen.

Livestreams und Videos aus Slowenien:

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Watch live streaming video from prisotnoststeje at livestream.com
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#ouryjalloh #rfcamp Demonstration nach Skandalurteil Heute 19 Uhr Hermannplatz #Berlin

Als Reaktion auf die Beendigung des Gerichtsverfahrens heute in Magdeburg. Der angeklagte Polizist ist zu 10.800 Geldstrafe verurteilt worden.

Demonstration nach Skandalurteil Heute 13.12.2012, 1900 Uhr Hermannplatz, Berlin

demo-13-12-aktualisiert

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. vom 12.12.2012

Oury Jalloh – Von Polizisten ermordet, vom Staat vertuscht!

Die Aufklärung der Todesursache von Oury Jalloh durch Staatsanwaltschaft und Gericht erneut gezielt verhindert!

Urteilsverkündung am 13. Dezember 2012 um 14.30 Uhr am Magdeburger Landgericht

Als „eine Zumutung“ bezeichnete der Nebenklagevertreter Philipp Napp das Festhalten dervMagdeburger Kammer an der Selbstentzündungshypothese des Staatsanwaltes Christian
Preissner. Nach knapp 2 Jahren will die vorsitzende Richterin Claudia Methling das Revisionsverfahren gegen den Angeklagten, den damaligen Dienstgruppenleiter Andreas Schubert, an höchstbrisanter Stelle einfach abbrechen. Angesichts einer neuen, erdrückenden Beweislast, die deutlich für die Ermordung Oury Jallohs spricht, ist das Vorgehen der Magdeburger Richter ein zweifelloser Beleg dafür, dass in Sachsen – Anhalt eine gerichtliche Aufklärung der Todesursache ganz bewusst nicht gewollt ist. Methling und Preissner
klammern sich an die Anklageschrift und behaupten ernsthaft, dass es nicht mehr möglich wäre, den Grund für den Brandausbruch zu ermitteln.

„Man braucht keine Verschwörungstheorien um festzustellen, dass etwas nicht stimmt“, führte Nebenklagevertreterin Gabriele Heinecke in ihrem Plädoyer aus. Wieso gibt Staatsanwalt Preissner vor, ein Vorprüfungsverfahren eingeleitet zu haben, obwohl er in seinem Plädoyer davon sprach, nach wie vor keine Anhaltspunkte für Mord zu sehen?
Ein komplexes Lügengespinnst wurde um den Tod von Oury Jalloh konstruiert. Als Anwalt des Vaters von Oury Jalloh trägt Philipp Napp in seinem Plädoyer die wichtigsten Fragen
zusammen, die sich in den letzten Monaten prozessual aus der Indizienlage ergeben haben:

– Woher kommt das Feuerzeug? Es ist keine DNA von Oury Jalloh, keine Stoff- und Faserreste seiner Kleidung oder der Matratze, auf der er lag, am Feuerzeugrest nachweisbar!

– Ein Undokumentierter Aufenthalt der Polizisten Hans-Ulrich März und Udo Scheibe in der Zelle 5, in welcher Oury Jalloh von denselben Beamten einige Stunden zuvor an Händen und Füssen gefesselt worden war! Ein Kollege hatte die beiden dort eine halbe Stunde vor Brandausbruch angetroffen. Was haben die beiden bei Oury Jalloh gemacht?

– Warum sind zentrale Beweismittel verschwunden? (verschwunden sind unter anderem: die rechte Handfessel, ein 8 cm langes Stoffstück, dass unter dem Kopf von Oury Jalloh gefunden wurde, das entscheidende Videomaterial der Tatortgruppe, das Fahrtenbuch von März und Scheibe, der entsprechende Journaleintrag wurde auf mysteriöse Weise gelöscht, ein Gesprächsvermerk, in welchem es um das öffentlich bekannte rassistische Vorgehen der Dessauer Polizei ging).

– Wie ist das Auffinden Situation von Oury Jalloh zu erklären? Abgebrannte Matratzenecken, Amputation der Finger der linken Hand, Stoffreste unter Oury Jallohs Hinterkopf, unbekleidete Brust, vorgeführte Hosenreste passen nicht zu den Verbrennungen seines Gesäßes.

– Warum wurde bei einem derart wichtigen Ereignis am Tatort kein Fotoionendetektor eingesetzt?

– Wie ist die Abwesenheit von Noradrenalin erklärbar? Die Kammer geht darüber hinweg, dass Oury Jalloh bewusstlos gewesen sein muss. Noradrenalin entsteht bei
Stress und ist innerhalb von 10 – 30 Sekunden im Urin nachweisbar

 Hat der Andreas Schubert Oury Jalloh am 7. Januar 2005 lebend gesehen?Schubert bestreitet dies, obwohl mehrere Zeugenaussagen davon berichteten, dass der Angeklagte im Gewahrsamsbereich war.

Das Schweigen des Gerichtes hinsichtlich der Beantwortung dieser Fragen und das ignorante und boshafte Verhalten der Richterin sind weitere schwere Demütigungen der Familie und der Freunde von Oury Jalloh, die seit fast 8 Jahren die Aufklärung der Todesursache fordern.

Warum darf dies nach insgesamt 4 Prozessjahren nicht geschehen?

Indem verantwortliche Personen des damaligen Innenministeriums Sachsen – Anhalts die Ermittlungsausrichtung im Fall Oury Jalloh auf die unglaublichste aller möglichen Brandursachen – die Selbstentzündungshypothese – beschränkten, sollte darüber hinweggetäuscht werden, dass in der Polizeidienststelle Dessau Menschen in Gewahrsam umgebracht werden. Dieses Revier war bekannt für seinen „harten Umgang mit Ausländern“, zudem gab es zwei weitere, bis heute ungeklärte Todesfälle: Ein Herr Rose wurde alkoholisiert von der Polizei im Park aufgegriffen und in Gewahrsam verbracht. Am Morgen lag er tot vor einem Hochhaus, zu welchem er keine persönliche Beziehung hatte. Der obdachlose Mario Bichtemann kam in der gleichen Zelle ums Leben, wie Oury Jalloh. Nach mehrstündiger Ingewahrsamnahme wurde er mit einem Schädelbruch aufgefunden. Leitender Dienstgruppenleiter war an diesem Tag ebenfalls Andreas Schubert.

Wenn es nichts zu verbergen gibt, warum lässt sich das Gericht nicht auf Brandversuche mit Brandbeschleunigern ein? Zwei Menschen sterben in ein und derselben Zelle auf ungeklärte Weise und die Justiz in Sachsen – Anhalt verschließt die Augen?

Der Mord an Oury Jalloh soll vertuscht werden, zu groß wären der Skandal und der Imageschaden für Sachsen-Anhalt damals wie heute. Auf Anweisung des Innenministeriums
wurden alle Ermittlungsausrichtungen auf die Selbstentzündungsthese, die unglaublichste aller Erklärungen für den Brandausbruch, beschränkt. Ein rassistischer Mord, begangen durch Dessauer Polizeibeamte, wurde – und wird – durch die höchsten Instanzen Sachsen-Anhalts gedeckt.

Ein ungeheuerlicher Rechtsstaat! Ein rechtsstaatliches Ungeheuer!

Oury Jalloh – Das war Mord!

Mehr Informationen:

https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

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#Opel #Bochum sagt Jubileumsfeier ab – Angst vor Solidarität

Die Opel Konzernleitung hat die geplante Jubiläumsfeier, die am kommenden Samstag in Bochum statt finden sollte, abgesagt. Auf der Jubiläumsfeier “50 Jahre Opel in Bochum” wurden 20.000 Menschen erwartet. Die Absage wurde jetzt mit “Sicherheitsbedenken” begründet. Die Feier wurde immer deutlicher zu einer Solidaritätsaktion für die Belegschaft. Unter den Titel “Opel kneift vor Demonstranten” schreibt das Handelsblatt: “Offensichtlich befürchtete das Unternehmen, dass der Aufruf von Gewerkschaften zu einer Solidaritätskundgebung den Rahmen gesprengt hätte und zu viele Menschen auf das Werksgelände hätten strömen können.”

45000jobsinnrw

Video: Doku über GoG – Eine Gruppe oppositioneller Gewerkschafter bei Opel Bochum

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15.12 #Freiburg #Demo: Auf die Straße für mehr selbstverwaltete Freiräume und gegen Repression!

Der u-asta der Universiät Freiburg ruft zum überregionalen Aktionstag für autonome Freiräume – auf die Straße gegen rechte Gewalt und Repression – auf.

uastafreiburg

In Freiburg ist der Wohnungsmarkt völlig überlaufen. Auch zwei Monate nach Semesterbeginn stehen immer noch viele Studierende ohne Wohnung da oder müssen völlig überteuerte Mieten zahlen. Um dieser Situation zu entkommen, entscheiden sich viele Studierende in einen Wagen zu ziehen. Doch noch immer ist diese Wohnform von staatlicher Seite nicht anerkannt und seit der Räumung des Wagenkollektivs Kommando Rhino im Sommer 2011, gibt es besonders wenig Wagenplätze. Noch immer wurde den Wägler*innen keinen geeigneten Ersatz angeboten. Ganz im Gegenteil, Wägler*innen sind von ständiger Verdrängung und häufigen Kontrollen betroffen.

Politische Einflussnahme ist ständig begleitet von staatlicher Repression, zuletzt bei der Demonstration “Bezahlbarer Wohnraum ist die halbe Miete”, bei dem der Demonstrationszug von einem völlig übertriebenem Polizeiaufgebot begleitet wurde. Doch anstatt unabhängig und kritisch über die Wohnraumknappheit und die Demonstration zu berichten, war der Badischen Zeitung die Demonstration gerade mal eine kleine Notiz, die im wesentlichen aus der Polizeipressemitteilung bestand, wert. Im Vergleich: Die überregionale Presse berichtete ausführlich über diese bundesweite Demonstration, so gab es Artikel sowohl in der taz, als auch der Süddeutschen. Auch die Tagesschau brachte in der 20 Uhr Sendung einen langen Bericht über die bundesweiten  Demonstrationen zur Wohnraumsituation an diesem Tag. Auf der Demo in Freiburg wurde auch gegen die Bedrohung des selbstverwalteten KuCa, dem Kultur-Café an der Pädagogischen Hochschule, demonstriert. Dieser Freiraum ist akut von Seiten der Stadt bedroht und soll bis Ende 2014 geräumt werden. Der Bebauungsplan dafür wurde am 20. November im Freiburger Gemeinderat abgestimmt, damit wurde der Weg geebnet für den Abriss des selbstverwalteten Veranstaltungsortes. Von der Hochschule wird den Studierenden keine vergleichbare Alternative angeboten. Ohne das KuCa fehlt in Littenweiler und an der Pädagogischen Hochschule ein Ort für kulturelles, künstlerisches und politisches Engagement.
Das ist kein hinnehmbarer Zustand, und diese Probleme finden sich auch in anderen Städten wieder. Auch der studentische Freiraum in Frankfurt, das IvI (Institut für vergleichende Irrelevanz) sowie das Haus Mainusch auf dem Campus der Uni Mainz sind in ihrer Existenz bedroht.

Die Studierendenschaft der Uni Freiburg solidarisieren sich mit diesen Projekten und ruft deshalb zur Nacht.Tanz.Demo am 15. Dezember, um 18 Uhr vor der Uni-Kirche auf. Die Bedrohung von Freiräumen geht nicht nur von Seiten der Stadt aus. Das von Freiraumaktivist*innen besetzte Haus in der Gartenstraße 19 wurde schon häufiger von Nazis angegriffen. So wurden im April die Fenster des Hauses eingeschlagen und Nazi-Aufkleber angebracht. Im November gab es einen Brandanschlag auf das Haus, bei dem glücklicherweise keine Person zu Schaden kam. Allerdings konnten der Info- und der Umsonstladen wegen der Verwüstung erst nach intensiven Renovierungsarbeiten wieder genutzt werden. Dies ist nicht der erste Brandanschlag gegen linke Projekte in Freiburg. Auch die KTS wurde 2009 von Nazis angegriffen. Solche Angriffe von Nazis müssen ein Ende haben!

Wir, die Studierenden der Uni Freiburg, stellen uns gegen Nazis und solidarisieren uns mit den Freiraumaktivist*innen der Gartenstraße 19.

Außerdem solidarisieren wir uns mit allen Wägler*innen, die nicht nur in Freiburg von Repression betroffen sind sowie mit dem KuCa, dem IvI, dem Haus Mainusch und allen emanzipatorischen Projekten selbstverwalteter Räume. Gemeinsam wollen wir für mehr Freiräume, gegen Repressionen und rechte Gewalt, für den Erhalt von KuCa, IvI, Mainusch und G19 am 15. Dezember auf die Straße gehen!

Mehr Informationen:

http://www.u-asta.uni-freiburg.de/

 

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#Berlin 15.12. #Kotti Lärmdemo: Gemeinsam gegen hohe Mieten und Verdrängung!

berlinkottidemoplakat

Nach der Demo am 15.12. findet am Dienstag den 18.12 eine “Wir bleiben alle” – Vollversammlung in der KvU, Kremmener Straße 9-11 statt (ab 19:00 Uhr).

Mehr Informationen:

http://wirbleibenalle.org/?p=218/

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#Räumungsklage gegen Linienstraße 206, #Berlin – #Squat

04blinie206

Dieser Tage erreichte das Hausprojekt Linie206 ein Schreiben der Anwaltskanzelei Dupré, Schmidt und D`Oleire mit der Klageschrift für eine Wohnung. Von Lippert und Wadler, den Eigentümern, beauftragt hat der Rechstanwalt Jörg Schmidt einer Bewohnerin eine Klageschrift zugesendet und sie um die Herausgabe der Wohnung angewiesen. Im Klartext heisst das, Lippert und Wadler wollen die Bewohner_innen der Linie206 räumen lassen. Leider müssen wir davon ausgehen, dass weitere Räumungsklagen folgen. Bernd-Ullrich Lippert und Frank Wadler sind auf keines unserer Angebote eingegangen, haben keine Reparaturen durchgeführt, die Schlüsselherausgabe erzwungen und wollen nun ihr Eigentum auf gerichtlichen Weg erstreiten, in dem wir wohnen und welches wir bewohnbar machen.
Wir werden uns dagegen wehren. Keine Wohnung in unserem Hausprojekt wollen wir Lippert und Wadler geben.

Wenn ihr wollt, unterstützt uns in unserem Kampf gegen die Vertreibung und für den Erhalt eines Hausprojektes in Berlins neu-gemachter Mitte. Seid solidarisch mit allen Mieter_innen-Kämpfen und bedrohten Projekten.

Ob Nuriye, ob Kalle – Wir bleiben alle!

http://linie206.blogsport.de
http://killerkommandorollkoffer.bandcamp.com

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Wir zahlen nicht für Eure Spekulation

Seit der Besetzung 1990 gibt es in der Linienstrasse 206 ein lebendiges, politisches Wohnprojekt. In den vergangenen 22 Jahren gab es immer mal neue Eigentümer_innen, die versuchten ihre Vorstellung davon mit dem Haus Profit zu machen umzusetzen. So auch die neuen Eigentümer Frank Wadler und Bernd-Ullrich Lippert: Nach erzwungenen Hausbesichtigungen und diversen von ihrer Seite abgelehnten Gesprächsangeboten kamen jetzt die ersten Abmahnungen und eine Kündigung. Das ist eine klare Kampfansage, die wir selbstverständlich nicht unbeantwortet lassen wollen!

Ein kurzer Abriss der Spekulationsgeschichte der Linienstrasse 206:
Seit der Rückübertragung des Hauses an die Erbengemeinschaft ist es mehrfach verkauft und erworben worden. Die ersten Eigentümer war die HOP Grundbesitz GmbH aus Bremen, ihr Eigentümer Herr Penske, die das Haus für ca. 600.000 DM kaufte. Er hatte die Idee, einen Hotelkomplex in Mitte zu bauen und kaufte das Haus ungesehen. Dies zieht sich auch durch die weitere Verkaufsgeschichte. 2008 wurde das Haus für 430.000 € an die Mirhaj und Steinich GbR verkauft, die versuchte mit fadenscheidigen Gründen die Hausgemeinschaft raus zu werfen, scheiterte allerdings am Protest der Nutzer_innen und ihrer Freund_innen. 2010 kauften die jetzigen Eigentümer, die Lippert und Wadler GbR, das Haus für 600.000 €. Der Preis für die Linie206 hat sich also in den letzten 12 Jahren faktisch verdoppelt, ohne dass sich am Haus praktisch irgendetwas geändert hat!

KeineR der Eigentümer_innen hat etwas in das Haus investiert. KeineR hat sich um den Erhalt dieses schönen Einzelbaudenkmals in Berlin-Mitte gekümmert, ausser uns, den Nutzer_innen! Zweimal bereits haben wir versucht, das Haus zu erwerben und somit endlich, wie bei der Besetzung 1990 gedacht, dem Immobilienmarkt dauerhaft zu entziehen. Beide Male verkauften die Eigentümer_innen kurz vor einer Einigung an andere Interessenten, die sich beide Male als der Hausgemeinschaft gegenüber feindlich-eingestellt herausstellten und das Projekt zerstören wollten. Bisher hat jedoch unser Widerstand und der unserer Freund_innen und Sympathisant_innen ein Ende des Projekts verhindert. Auch jetzt rufen wir zur Unterstützung unseres Projektes auf!
Wir wollen die Linienstrasse 206 dauerhaft als selbstverwaltetes Projekt dem Immobilienmarkt entziehen und sichern. Wir sind bereit dafür für das Haus einen fairen Preis zu bezahlen. Wohnen muss, solange es nicht Umsonst und dies selbstverständlich ist, bezahlbar bleiben und der Immobilienmarkt und seine verquere Logik sollen Menschen nicht vorschreiben dürfen wer wo wohnen kann! Wir sind mit unserer Situation nicht alleine, so wie uns geht es vielen in Berlin und immer mehr Städten in Europa. Die Spekulation mit Wohnraum nimmt immer schlimmere Ausmaße an. Die Aufwertung führt in den ehemals den ärmeren Bevölkerungsschichten überlassenen Innenstadtbereichen zur Verdrängung der ehemaligen Bewohner_innen durch massive Mieterhöhungen. Der immer schneller aufeinander folgende Verkauf von Wohnraum steigert die Immobilienpreise in ungeahnte Höhen, oft ohne dass es an der Immobilie direkt eine Veränderung gibt. Wenn dann eine Eigentümer_in den spekulativen Gewinn verwirklichen will geht dies auf Kosten der Mieter_innen, die mit massiven Mietsteigerungen und häufig auch illegalen Schikanen für die Luxussanierung rausgeworfen werden.

Wir wollen uns aktiv gegen diese Entwicklung wehren. Ein sozialverträgliches Wohnen ist mit dem jetzigen durch Spekulation hochgetriebenen Hauspreis nicht zu machen und wir sehen auch keinen Grund dieses Spiel mit zu spielen. Eine Realisierung des Spekulationspreises findet mit uns nicht statt. Wir zahlen nicht den Preis für die Spekulation, das Spekulationsrisiko tritt ein! Wie gesagt wir sind bereit einen fairen, sozialverträglichen Preis zu bezahlen: unseren Preis, nicht den der Spekulant_innen!

Widerstand gegen diese Entwicklung funktioniert nur gemeinsam! Wir wollen die Linie206 als sozialen und kollektiven Wohnraum und politisches Projekt erhalten. Wir verstehen uns als lebendigen Gegenstandpunkt zu der immer individualisierteren, neoliberalen Arbeits- und Tourismuswelt im Kiez um uns herum und sind solidarisch mit Mieter_innenkämpfen und Projekten in Berlin und allen emanzipatorischen Gruppen und Einzelpersonen, die sich gegen das kapitalistische Herrschaftssystem wehren.

Wir rufen auf uns in unserem Kampf um die Zukunft der Linie206 als selbstverwaltetes, emanzipatorisches Projekt und die Kämpfe anderer Mieter_innenvernetzungen und bedrohter Projekte zu unterstützen!

Berlin bleibt dreckig, bunt und scheckig, schwarz und zeckig!

Wir bleiben Alle!

linie206.blogsport.de

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#rfcamp #Weiden Demonstration: Kein Mensch ist il­le­gal! Welt­wei­tes Blei­be­recht für alle!

Voice of Re­fu­gees Wei­den hat sich zu­sam­men­ge­fun­den, um die be­ste­hen­den Ver­hält­nis­se und Ge­set­ze eu­ro­päi­scher, deut­scher und baye­ri­scher Flücht­lings­po­li­tik nicht mehr ein­fach laut­los hin­zu­neh­men. Die der­zei­ti­ge Asyl­po­li­tik und die ras­sis­ti­schen Son­der­ge­set­ze wie Re­si­denz­pflicht, Un­ter­brin­gung in über­füll­ten Sam­mel­la­gern und Es­sens­pa­ke­te zeu­gen davon nach wel­chen Me­tho­den die deut­sche Re­gie­rung ver­sucht allen Flücht­lin­gen die Per­spek­ti­ven zu neh­men. Der Zwang nach der An­kunft 1 Euro Jobs nach­zu­ge­hen und die damit ein­her­ge­hen­de feh­len­de Ar­beits­er­laub­nis im ers­ten Jahr stel­len eine wei­te­re Ein­schrän­kung der Frei­heit der Flücht­lin­ge dar. Zu was dies füh­ren kann, konn­te Mensch lei­der zu­letzt in Wei­den be­ob­ach­ten, als zwei Asyl­su­chen­de ver­such­ten Sui­zid zu be­ge­hen. Als Grund dafür gaben beide die Um­stän­de ihres Auf­ent­halts, die Per­spek­tiv­lo­sig­keit im Bezug auf ihren Asyl­an­trag und die aus­beu­te­ri­sche Ar­beit an.

rfcampflyerfront

So­lan­ge Asyl­be­wer­be­rIn­nen zu aus­beu­te­ri­scher Ar­beit ge­zwun­gen wer­den, sie ihre Nah­rung und ihren Auf­ent­halts­ort nicht frei wäh­len kön­nen und es Ab­schie­bun­gen gibt, wer­den wir uns für Flücht­lings­rech­te ein­set­zen!

De­mons­tra­ti­on „Kein Mensch ist il­le­gal! Für ein welt­wei­tes Blei­be­rech­te!“   15. De­zember 2012  13:00 Uhr Asyl­heim Wei­den, Ka­ser­nen­stra­ße

Für ein welt­wei­tes Blei­be­recht!
Kein Mensch ist il­le­gal!

Danach: Soli-Konzert

Im An­schluss an die De­mons­tra­ti­on wer­den zu­nächst ei­ni­ge Vor­trä­ge sowie eine Film­vor­stel­lung statt­fin­den. An­schlie­ßend gibt es ab 19.​00 Uhr ein So­li-​Kon­zert. Beide Ver­an­stal­tun­gen fin­den im Evan­ge­li­schen Ver­eins­haus Wei­den (Wolf­ram­str. 2, De­mons­tra­ti­on endet vorr­aus­sicht­lich hier) statt. Der Ein­tritt­preis be­trägt 5€ (Flücht­lin­ge kom­men um­sonst rein).

Vor­trä­ge und Film­vor­stel­lung

Do­ku­men­tar­film: De­nise Gar­cia Bergt – „Re­si­denz­pflicht“. An­schlie­ßend Dis­kus­si­on mit ei­ni­gen Flücht­lin­gen aus Wei­den über die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on im Flücht­lings­heim Wei­den.

Gott­hold Streit­ber­ger (Bür­ger_in­nen-​In­itia­ti­ve Asyl Re­gens­burg, Baye­ri­scher Flücht­lings­rat) : „Men­schen wie Men­schen be­han­deln – Glei­che Rech­te für alle!“

Kon­zert: Li­ne-​Up

Block­wart & basuR (Hip­hop | Ber­lin)

Brid­ges Left Burning (Me­lo­dic Hard­core | Zwie­sel)

Beat­nikz (po­li­ti­cal-​skate­punk | Am­berg)

Danach Af­ter­show

Kampf­an­sa­ge So­und­sys­tem (Nürn­berg)