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#Nazis stören Proteste in #Slowenien – #gotofje #GOTOVISO #antifa #Ljubljana #Maribor #Slovenia

Hier ein Bericht über die Proteste in diversen slowenischen Städten aus der vergangenen Woche. Die Demonstrationen wurden von slowenischen Nazis gestört. Wir danken den slowenischen Genossen und Genossinnen, die uns diesen Bericht zugeschickt haben. Auch wenn wir politisch vielleicht nicht immer übereinstimmen und den Artikel wahrscheinlich anders geschrieben hätten, halten wir die Informationen in diesem Artikel für sehr wichtig und da wir Artikel grundsätzlich nicht ändern oder zensieren, haben wir dass Original übersetzt. Unter dem Artikel haben wir ein Video publiziert, wo die Störung durch verschiedene Nazi Gruppierungen dokumentiert wurde.

slowenien

Es fing um 16:00 Uhr auf den Platz vor dem Parlament an. Eine Menge an verschiedensten Leuten versammelte sich mit Plakaten, auf denen “Du bist am Ende” stand, zusätzlich die Namen von fast allen heutigen Politikern Sloweniens.

Viele Menschen hielten rote Nelken, die ihre friedlichen Absichten symbolisierten, bei ihrem Protest gegen die Kürzungspolitik, Korruption, Klientelpolitik und den Rechtsbruch und das Brechen des Sozialstaates.

Journalisten und Kameraleute waren auch Teil der protestierenden Menge. Es war interessant zu sehen, dass ein Journalist vom nationalen Radio und Fernsehen und ein Kameramann von einem Offizier des Sicherheitsdienstes begleitet wurden. Langsam wuchs die Menschenmenge und besetzte auch den Park und die Seitenstraßen in der Nähe des Platzes vor dem Parlament. Die Polizei hielt sich sehr zurück. Einige Mitglieder der Spezialkräfte waren in der Nähe der Knafelj Unterführung positioniert.

Dann bewegte sich die Menschenmenge langsam Richtung Parlament. Um die friedlichen Absichten der Demonstrationen und ihre Solidarität zu betonen, schenkten die Demonstranten Nelken an die Polizisten, welche sie an ihren Uniformen anbrachten.
Dann fing es an. Kurz nach 18:00 Uhr kam eine Gruppe von ungefähr 30 maskierten Krawallmachern auf dem Platz der Republik vor dem Parlament an. Sie hielten ein Transparent auf dem “Wir gegen alle – Nein zu den EU Lakaien”stand, mit einem “O” auf dem ein keltisches Kreuz gemalt war. Dies ist ein Symbol welches von vielen europäischen Neo-Nazi- und rechtsradikalen Organisationen benutzt wird. Auf der Titelseite einer großen slowenischen Tageszeitung war zu lesen “Erst haben sie unser Land bestohlen und jetzt stehlen sie unseren Protest.”

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Laut Augenzeugen begann kurz vor 19:00 Uhr eine Gruppe von maskierten Leuten, mit einem organisierten Angriff auf die Polizei. Diese maskierten Personen waren neben einigen anderen auch mit Gasmasken ausgestattet.
Der Rest der Menge schrie laut, um deutlich zu machen, dass sie nicht mit dem gewalttätigen Verhalten der Unruhestifter einverstanden war. Aber die Krawallmacher starteten noch mehr Attacken und mischten sich in die Menge der friedlichen Demonstranten, was zum Rückzug der Leute führte. Der Epilog ist bekannt. Der Fokus der berichtenden Medien wanderte vom “Demokratie Festival” zu den gewalttätigen Krawallen. Rote Nelken wurden von Wurfgeschossen aus Granit aus den Händen von einigen maskierten Krawallmachern ersetzt.

Natürlich stellt sich die Frage – Wer sind diese Schlägertrupps? Einige Experten, die sich mit rechtsradikalen Gruppen beschäftigt haben, bestätigten, dass es sich durch die Wortwahl und die verwendeten Plakate, um Mitglieder verschiedener Neo-Nazi Gruppen handelte. Nach allem was geschehen ist, und auch im größeren Kontext, sind ab hier alle Möglichkeiten offen.
Lasst uns anfangen mit dem ehemaligen Haupt der Polizei, Pavle Celik, der im Vorfeld vor Provokateuren, die gewalttätige Proteste starten würden, gewarnt hatte. Er erzählte der Zeitung Dnevik, dass er “der festen Überzeugung ist, dass bei den Protesten, absichtlich Rädelsführer erscheinen würden, mit dem Ziel den Rest der Demonstranten in eine bestimmte Richtung zu lenken, damit die Regierung sagen könne, dass die Proteste gewalttätig waren.”

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Da die Vorhersagen von Pavlek Celik sich als richtig entpuppten, stellt sich die nächste logische Frage: Wenn die Schlägertrupps bestellt wurden, wer hat sie bestellt?
Eine interessante Antwort auf diese Frage wurde durch Kommentare in der Reaktion auf Celik’s Statement im Magazin Mladina gegeben: Der Kommentator schrieb dass, “der ursprüngliche Rapport vom slowenischen Geheim- und Sicherheitsdienst SOVA zeigt, dass einige Neo-Nazi Gruppen enge Verbindungen mit der SDS (Slowenisch Demokratischen Partei, die Partei von Minister-Präsident Janez Janša) haben. Individuen von diesen Gruppen sind sogar SDS Mitglied.” (Der Rapport wird dem Parlament schon seit geraumer Zeit vorenthalten, damit dieses nicht darüber diskutieren kann.)

Natürlich können und müssen wir nicht sofort jeden Kommentar glauben. Dennoch, lass uns diese Behauptung untersuchen. Was fanden wir heraus? Wir fanden folgende Artikel: “Neo-Nazis, die blinden Passagiere der Parlamentswahlen”, in dem die Journalistin Anuška Delic schreibt: “Der Führer der slowenischen Abteilung von Blood and Honour sagt, dass er kein Führer ist und dass er keine Funktion bei der SDS hat. Andere sagen jedoch etwas anderes.” Die Journalistin beschreibt, dass sie Informationen von mehreren Quellen erhielt, die belegten, dass Dejan Prosen der Führer der slowenischen Abteilung von Blood and Honour ist. Sie bestätigten auch seine direkte Verbindung mit der SDS. Blood and Honour ist laut ihrer eigenen Webseite eine “unabhängige, patriotische, national-sozialistische Bewegung.” In einem anderen Artikel, welchen wir gefunden haben, der den Titel: “Neo-Nazis in Slowenien: Sag mir mit wem du rum hängst”, trägt, schreibt der Autor “Kristian Podobnik ist Mitglied der Slowenischen Demokratischen Jugend (SDM), eine Nachwuchsorganisation von Janšas SDS. Seit der Gründung der SDM am 15. Dezember 2010 in Ziri, ist Kristian ein sehr aktives Mitglied. Dies ist belegbar mit Bildern die auf verschiedenen SDM Veranstaltungen gemacht wurden und auch durch seine Aktivitäten auf der SDM Facebook Seite. Die letzte Veranstaltung an der er teilgenommen hat, war die Präsentation von Irena Tavčar, eine SDS Kandidatin für die nationale Versammlung aus Ziri. Er saß in der ersten Reihe. Im März diesen Jahres nahm er auch an einer von der SDS organisierten Sport Veranstaltung in Cerkno teil. Er repräsentierte die örtliche SDS Gruppe von Ziri. Außer seine Loyalität mit der SDS, ist er auch bekennender Neo-Nazi und Mitglied der Neo-Nazi Gruppe Blood and Honour.”

Was ist eigentlich mit dem SOVA Rapport über extremistische Gruppen passiert? Die rezenten Entwickelungen zeigen, dass die Situation ziemlich merkwürdig ist. Drei Mitglieder (von Oppositionsparteien) des Parlamentsausschusses, der die Nachrichten- und Sicherheitsdienste kontrollieren soll, stellten einen Antrag an die Regierung. In diesem Antrag baten sie um Informationen über den Rapport und die Probleme mit extremistischen Gruppen und Bewegungen im Land. Dies passierte Anfang vergangener Woche, ein paar Tage vor den Protesten. Sie forderten die Regierung auf, sie zu informieren wann SOVA ihren Rapport zur Diskussion und Adoption an die Regierung freigeben würde.
Sie wollten auch wissen, ob und wann die Regierung diesen Rapport an SOVA zurück gegeben hat, um ihn zu vervollständigen und wann SOVA den Rapport dann wiederum an die Regierung zurück gegeben hat, für die zweite Diskussionsrunde. Auch wollten sie wissen, ob während dieses ganzen Prozesses Korrekturen vorgenommen wurden. Weiter sagten die Parlamentsabgeordneten aus, dass sie SOVA bereits vorher um den Rapport gebeten hätten, nachdem Termine der Arbeitsgruppen diverse Male abgesagt wurden, weil sowohl SOVA, als auch die Regierung, das benötigte Material nicht vorbereitet hatte. Am Ende hatte der besagte Rapport nur drei Seiten und die Abgeordneten sind davon überzeugt, dass er so präpariert wurde, dass das Extremismus-Phänomen in Slowenien abschwächt und minimiert wurde. (Dnevik 26.11.2012)

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Dies alles rückt den oben genannten Kommentar im Magazin Mladina in ein komplett neues Licht. Und folgen wir alle Beweisen, dann stellt sich eine andere logische Frage: Was, wenn diese Neo-Nazi Schlägertrupps eigentlich eine Ergänzung von konkreten politischen Interessen von einer bestimmten politischen Partei sind?
Natürlich können wir am jetzigen Punkt diese Frage nicht exakt beantworten. Aber wir müssen ein Antwort darauf finden, warum die rechtsradikalen Schlägertrupps während der am Freitag stattgefundenden friedlichen Demonstration da waren, vor allem ohne politische Instrumentalisierung.

Wir sollten uns auch erinnern, an das Verhalten der SDS während der Studentenproteste im Jahre 2010. Die SDS war damals in der Opposition und fragte nach einem außerordentlichen Treffen des Parlamentsausschusses für Innenpolitik und Justiz über die “vermutliche politische Einmischung in die Polizeiarbeit, welche zu Fehlern des Innenministeriums und der GPU (General Police Administration) während der Studentendemonstrationen geführt hatte.” Der Präsident von diesem Ausschuss, Dr Vinko Gorenak (der jetzige Innenminister), versuchte konstant und renitent Fronta Prekercev, eine Studentengruppe, die parallel eigene Proteste organisierte, für das Chaos auf den Demonstrationen verantwortlich zu machen.
Es ist sehr unglücklich für die Rechtsstaatlichkeit in Slowenien, dass alle Fragen, die in diesen Text formuliert wurden, nicht gestellt werden. Gleichzeitig müssen wir hinzufügen, dass all diese Fragen hoch gekommen sind, weil wir einen Minister-Präsidenten haben, der konsequent Anhörungen, die zum rechtlichen Verfahren gehören, vermeidet und weil Entscheidungen durch Referenden unverständlicherweise in unseren Regierungsinstanzen verschwinden.

Video: Nazis stören Demonstration in Slowenien:

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Video #Gladio – #Nato Geheimarmeen in Europa

In 1948 verabschiedete der Nationale Sicherheitsrat der USA zwei geheime Dokumente mit den Bezeichnungen NSC 10-2 und NSC 68-48 in denen die Aufgaben des Geheimdienstes im weltweiten „Kampf gegen den Kommunismus“ definiert wurden. Für so genannte Spezialprojekte (spezial projects) waren folgende Methoden ausdrücklich erlaubt: „Propaganda, Wirtschaftskrieg, vorbeugende Direktmaßnahmen, einschließlich Sabotage, Anti-Sabotage, Zerstörung, Evakuierungsmaßnahmen“. Außerdem: „Subversion in feindlichen Staaten, einschließlich Unterstützung für im Untergrund operierende Widerstandsbewegungen, Guerillakräfte und Gefangenenbefreiungskommandos, sowie Unterstützung einheimischer antikommunistischer Kräfte in bedrohten Ländern der westlichen Welt.“2) Eines dieser Spezialprojekte waren die Geheimarmeen in Europa.

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Gladio (ital., von lat. gladius „Schwert“), eigentlich Stay-behind-Organisation, war eine paramilitärische Geheimorganisation der NATO, der CIA und des britischen MI6 während des Kalten Krieges. Die Gladio-Mitglieder sollten nach einer sowjetischen Invasion Westeuropas Guerillaoperationen und Sabotage durchführen. Die Organisation existierte von etwa 1950 bis mindestens 1990 und arbeitete in Westeuropa, in Griechenland und in der Türkei. Sie wird mit Terrorakten und Morden in mehreren europäischen Ländern in Verbindung gebracht, die meist von Rechtsextremisten verübt wurden, insbesondere mit der so genannten Strategie der Spannung in Italien. Die Europäische Union verurteilte 1990 das Vorgehen der beteiligten Geheimdienste und forderte die Mitgliedsstaaten zur Aufklärung auf. In Belgien, Italien und dem Nicht-EU-Land Schweiz wurden parlamentarische Untersuchungskommissionen dazu eingesetzt.

„Gladio“ war ursprünglich nur der Deckname des italienischen Zweigs dieses europäischen Stay-Behind-Netzwerks. Der Begriff entwickelte sich jedoch nach der Aufdeckung 1990 zu einer Sammelbezeichnung für das gesamte Netzwerk bzw. alle nationalen Teilorganisationen, obwohl diese je nach Land unterschiedliche Decknamen hatten und von den jeweiligen nationalen Geheimdiensten geführt wurden. Die NATO lehnte nach der Aufdeckung der Organisation jegliche Stellungnahme ab und verwies darauf, dass man sich grundsätzlich nicht zu „geheimen militärischen Angelegenheiten“ äußern würde.Das amerikanische Außenministerium bestätigte 2006 in einer Pressemitteilung indirekt die Involvierung der CIA, bestritt jedoch deren mögliche Verstrickung in terroristische Aktivitäten als eine auf gefälschten sowjetischen Dokumenten basierende Fehlinformation. (Quelle: Wikipedia)

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) bestätigte 2007 im Interview mit der Zeitung “Zeit” die Existenz von Staats-Terrorismus:

ZEIT: Gab es denn eine besondere Form des Terrorismus in Deutschland durch Baader, Meinhof und die anderen?

Schmidt: Ich habe den Verdacht, dass sich alle Terrorismen, egal, ob die deutsche RAF, die italienischen Brigate Rosse, die Franzosen, Iren, Spanier oder Araber, in ihrer Menschenverachtung wenig nehmen. Sie werden übertroffen von bestimmten Formen von Staatsterrorismus.

ZEIT: Ist das Ihr Ernst? Wen meinen Sie?

Schmidt: Belassen wir es dabei. Aber ich meine wirklich, was ich sage. (Quelle: Zeit Online)

Auf die Frage Wann und wie ist die Existenz von Gladio-Einheiten in Europa erstmals an die Öffentlichkeit gedrungen und wie haben die offiziellen Stellen reagiert? Antwortete der Schweizer Historiker Daniele Ganser in ein Interview von 25.08.2008: “Das war 1990 als in Italien der Untersuchungsrichter Felice Casson, der den Terroranschlag von Peteano untersuchte, im Archiv des italienischen Geheimdienstes SIFAR eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt hatte und eben auf die Existenz dieser Geheimarmee gestoßen war und dies mit Dokumenten belegen konnte. Daraufhin hat Casson den italienischen Senat eingeschaltet, weil seine Entdeckung eine Antwort auf viele ungeklärte Terroranschläge in Italien zu geben schien. Danach hat der italienische Senat den Premierminister Giulio Andreotti gezwungen, eine Erklärung abzugeben, ob es diese Geheimarmeen tatsächlich gäbe, warum und wie diese funktioniert. So hat Andreotti im Sommer 1990 zugegeben, dass es diese Geheimarmee gibt. Er hat zwar behauptet, diese sei nur für den Fall einer sowjetischen Invasion geschaffen worden, aber um sich selber zu schützen, hat er gleich angeführt, es sei nicht nur in Italien zum Aufbau einer solchen Organisation gekommen, sondern die NATO halte solche Geheimarmeen überall in ganz Europa. Dann hat auch Griechenland die Existenz einer Geheimarmee zugegeben.

In Frankreich hat dies Francois Mitterand abgestritten, worauf Andreotti aussagte, beim letzten Geheimtreffen dieser Armeen in Brüssel wären auch die Franzosen dabei gewesen und so mussten auch die Franzosen letztendlich zugeben, dass man eine Geheimarmee unterhalte. Auch in Deutschland hat man zunächst abgestritten und abgewartet. Es war kurz vor den ersten gesamtdeutschen Wahlen, die regierende CDU wollte nicht darüber sprechen, doch Abgeordnete der oppositionelle SPD, darunter Hermann Scheer kritisierten die Geheimarmee scharf, diese sei ja fast wie ein Ku-Klux-Klan”, es wäre illegal, eine solche Geheimarmee zu haben. Scheer forderte, die deutsche Justiz müsse diese Sache untersuchen.” (Quelle: Inszenierter Terror – Interview mit Daniele Ganser über die NATO-Armee Gladio. Teil 1)

Auf die Einbringungen im Bundestag, nach Bekanntwerden der europäischen Geheimarmeen, antwortete die Bundesregierung ausweichend oder sie log. Während sie in der Antwort auf die Kleine Anfrage 11/8452 vom 29.11.1990 noch jegliche deutsche Gladio-Struktur dementierte, gab sie im Sommer 1991 in Drucksache 12/890 bekannt, dass die selbige im Herbst 1990 aufgelöst worden sei. Als der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele im Juni 2008 nochmals nachfragte, wurde ihm eine kurze Erklärung geschickt: »Der Bundesregierung liegen keine Kenntnisse vor.« (Quelle:Nato-Geheimarmeen – Terror im Namen der Demokratie )

Video Doku Arte TV – Gladio: Geheimarmeen in Europa

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Anarchismus! Eine Einleitung #Anarchie #Anarchismus

Seit Mitte 2010 gibt es das Anarchistische Netzwerk Südwest* und jetzt auch endlich die passende Broschüre dazu. Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, wie wir das Thema Anarchismus treffend, aber nicht zu trocken und vor allem für jede*n verständlich behandeln können. Und aus diesen Gedanken ist die Broschüre “Anarchismus! Eine Einleitung.” entstanden. Sicher wäre das alles noch sehr viel ausführlicher gegangen, aber wir wollten einen ersten Einblick in den Anarchismus bieten und auch mal mit alten Vorurteilen aufräumen. Wir wünschen uns, dass ihr die Broschüre lest, weiter empfehlt und vielleicht auch weiter verteilt und ganz besonders wünschen wir euch, dass ihr Spaß daran habt. Die Broschüre kann bei allen Netzwerk-Gruppen und bei Black Mosquito kostenlos bestellt werden.

anarchie

Webseite Black Mosquito:

Ihr könnt die Brochure hier aber auch Downloaden:

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#3DMX Livestream Demonstrationen in #Mexiko gegen #Repression #protestarnoesundelito #yosoy132 #Mexico

Nach den massiven Protesten gegen Wahlbetrug und Korruption am vergangenen Samstag, gehen die Menschen in Mexiki heute erneut in mehreren Städten auf die Straße. Neben die bereits gestellte Forderungen gegen Wahlbetrug und Korruption, fordern die Demonstanten die Freilassung der Gefangenen und ein Ende der Repression. Am Samstag gab es neben hunderte Festnahmen und verletzen, auch ein Tote. Carlos Valdivia wurde nicht wie am Samstag von uns Berichtet durch ein Tränengas-Granate getötet, sondern durch ein Plastik-Kugel im Kopf. Ihr könnt die Proteste mittels eines Livestreams verfolgen.


Free live streaming by Ustream

Mehr Livestreams aus Mexiko findet ihr hier:
Revolucion tres punto cero

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Livestream neue Proteste in #Slowenien #GOTOVISO #gotofje #ljprotest #Slovenia #Ljubljana #Maribor

Nach den massiven Protesten gegen die Kürzungen und die Korruption in der vergangenen Woche, gehen die Menschen in Slowenien heute erneut in mehreren Städten auf die Straße. Ihr könnt die Proteste mittels eines Livestreams verfolgen. Um 16:00 Uhr geht es los:

slowenien

Livestreams und Videos aus Slowenien:

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Watch live streaming video from prisotnoststeje at livestream.com
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Neue Guerilla in #Mexiko? Erklärung Ejército Popular #Magonista de Liberación Nacional (EPM-LN)

Am Vorabend der Vereidigung des neuen mexikanischen Präsidenten, Enrique Peña Nieto, wurde in Mexiko eine Erklärung veröffentlicht, in der zu einem bewaffneten Kampf aufgerufen wurde. Auf YouTube wurde die Erklärung auch in einem Video vorgelesen. Für diejenigen, die kein Spanisch sprechen, gibt es eine grobe Übersetzung mit der Untertitelung Übersetzungswidget auf YouTube (Die ist in der unteren Taskleiste vom Videoplayer zu finden).

Die Brüder Ricardo (links) und Enrique Flores Magón (rechts) vor dem Los Angeles County Jail, 1917
Die Brüder Ricardo (links) und Enrique Flores Magón (rechts) vor dem Los Angeles County Jail, 1917

Die Gruppe, Ejército Popular Magonista de Liberación Nacional (EPM-LN) kündigte am 30. November an, dass sie nach Jahren als geheime Gruppe im Untergrund nun eine Befreiungsarmee formiert, um Mexiko nach dem Wahlbetrug von Peña Nieto von ihren Unterdrückern zu befreien.

Weiter ruft die EPM-LN in ihrem “Revolutionären Kom­mu­ni­qué Nummer 1”, alle Arbeiter, Bauern, Studenten und die Indigene Bewegung dazu auf, sich den Kampf anzuschließen, um die Ausbeutung in Mexiko zu beenden und der Straflosigkeit der militär-polizeilichen Diktatur ein Ende zu setzen.

Das Kommuniqué wurde unterzeichnet von Comandante Insurgente Damien, Comandante Insurgente Ricardo und Comandante Insurgente Tania.

Der Name der Befreiungsbewegung referiert an die Magon Brüder, insbesondere an Ricardo Flores Magón (16.9.1874 – 22.11.1922). Ricardo Flores Magón war als Journalist, Gewerkschafter und Literat ein führender anarchistischer Theoretiker und Aktivist, der die revolutionäre, mexikanische Bewegung radikal beeinflusste. Magón war Gründer der Partido Liberal Mexicano und Mitglied der Industrial Workers of the World. Er und sein Bruder Enrique Flores Magón, kämpften gegen die Diktatur von Porfirio Diaz.

Philosophisch und politisch orientiert an radikal anarchistischen Idealen und den Erfahrungen Ricardo’s indigenen Vorfahren bei der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung des Gemeindelandes, machte er die Forderung “Land und Freiheit” (Tierra y Libertad) populär. Besonders Francisco Villa und Emiliano Zapata griffen die Forderung “Land und Freiheit” auf. Seine Philosophie hatte großen Einfluss auf die Landarbeiter. 1904 floh er in die USA und gründete 1906 die Partido Liberal Mexicano. Im Exil lernte er u.a. Emma Goldman kennen. Er verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Gefängnissen und im Exil und wurde 1918 in den USA wegen „Behinderung der Kriegsanstrengungen“ zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. Zu seinem Tod gibt es drei verschiedene Theorien. Offiziell starb er an Herzversagen. Librado Rivera, der die Leiche mit eigenen Augen gesehen hat, geht davon aus, das Magón von einem Mitgefangenen erdrosselt wurde. Die staatstreue Gewerkschaftszeitung CROM veröffentlichte 1923 einen Beitrag, nachdem Magón von einem Gefängniswärter erschlagen wurde.

Magón entwarf einen auf indigenen Traditionen beruhenden kollektiven Anarchismus, der das Denken früher Anarchisten mit einschloss. Neben Michael Bakunin und Pierre-Joseph Proudhon sowie Elisée Reclus, Charles Malato, Errico Malatesta, Anselmo Lorenzo, Emma Goldman, Fernando Tarrida del Mármol und Max Stirner, weist sein Denken große Parallelen zu Peter Kropotkin auf. Flores Magón beschäftigte sich ebenso mit den Schriften von Karl Marx und Henrik Ibsen.

Neben der zapatistischen Bewegung in Chiapas beziehen sich heute u. a. der „Indigene Volksrat von Oaxaca – Ricardo Flores Magón“ CIPO-RFM und die „Union der Indigenen Gemeinden der Nordzone des Isthmus“ UCIZONI auf das magonistische Denken.

Walter Hansen schrieb über Ricardo Flores Magón in der Jungen Welt: “Er war einer der Gründerväter der »Liberalen Mexikanischen Partei« und entwickelte sich zu einem führenden Theoretiker und Propagandisten des kollektiven Anarchismus. Anders als Zapata eignete sich Magón nicht zur herrschaftlichen Adaption. Er nahm die Erfahrungswelt indigener Kollektivstrukturen in seine Vorstellung eines libertären Sozialismus auf. Magón sah sich als Antiimperialist und Internationalist zugleich, seine Anhänger, die Magonistas prägten die Parole »Tierra y Libertad«, die erst später von der zapatistischen Bewegung aufgegriffen wurde und bis heute das Programm der meist indigenen Landarbeiter auf den Punkt bringt.”

In einem Interview mit Subcommandante Marcos von der zapatistischen Befreiungsarmee (Ejército Zapatista de Liberación Nacional – EZLN)für quetzal-leipzig.de, sagt Marcos über den Magonismo: “Über die Magón-Brüder spricht man nur im Kontext der Arbeiterbewegung, obwohl wir wissen, dass sie auch viele andere wichtige Projekte entwickelt haben. Aber schließlich ist das unbeabsichtigte Resultat, dass man nur so von ihnen spricht. Wir haben uns auf die Flores-Magón-Brüder bezogen, um den Arbeitern die Notwendigkeit klarzumachen, an der Revolution teilzunehmen, und um auf eine wichtige Kraft hinzuweisen, die während der Zeit vor dem Ausbruch und der Ausbreitung des bewaffneten Kampfes 1910-1921 existierte.[…] Schließlich wurde die EZLN aber ohne eine Verbindung zu den Arbeitern geboren. Vielleicht wäre ein stärkerer Einfluss von Magón nützlich gewesen.”

Video Revolutionäres Kom­mu­ni­qué Nummer 1, Ejército Popular Magonista de Liberación Nacional (EPM-LN) – 30.11.2012

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Video #Polizei Provokateure in #Mexiko #YoSoy132 #MexicoNoTienePresidente #Mexico

Die Auseinandersetzungen zwischen der mexikanischen Polizei und Demonstranten am vergangenen Samstag könnten von Polizei Provokateuren angestachelt worden sein. Im Internet tauchten Bilder und Videos, auf die darauf schließen lassen. Auf einem der Bilder ist zu sehen wie Menschen in ziviler Kleidung mit Polizeifahrzeugen transportiert werden.

Auf dieses Bild ist zu sehen wie Menschen in ziviler Kleidung mit einem Polizeifahrzeug transportiert werden.
Auf dieses Bild ist zu sehen wie Menschen in ziviler Kleidung mit einem Polizeifahrzeug transportiert werden.

Am Samstag wurde bei Auseinandersetzungen mit der Polizei ein Demonstrant getötet und viele Menschen verletzt. Ein 67-jähriger, schwerverletzter Demonstrant wurde in ein künstliches Koma versetzt. Auf YouTube tauchte ein Video auf, auf dem mehrere Männer in Zivil sich hinter der Polizeiabsperrung frei bewegen können, teilweise inklusive Helm und Vermummung.

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#ZAD #NDDL Video-Doku über die Besetzung des Waldes in #Frankreich

zad

Die ZAD in der Nähe der westfranzösischen Stadt Nantes ist eins der größten besetzten Gebiete Europas auf dem seit mehreren Jahrzehnten ein Flughafen enstehen soll. Nach einer Welle von Räumungen seit dem 15. Oktober 2012 gab es am Samstag den 17. November eine Wiederbesetzungsaktion mit bis zu 40.000 Teilnehmer_innen.

Mehr Informationen auf:
http://zad.nadir.org/?lang=de

“When the trees shake” Video Dokumentation über die Besetzung des Waldes in Frankreich

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Teil 4:

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Proteste in #Slowenien #Slovenia #Gotofje #Ljubljana #Maribor

In Slowenien gingen die Menschen diese Woche in vielen Städten auf die Straße, um gegen Korruption und Kürzungspolitik zu demonstrieren. Die Armut steigt, seit 2009 ist die slowenische Wirtschaft um 8% geschrumpft.

Die mainstream Berichterstattung hebt natürlich mal wieder die Krawallen hervor, die übergroße Mehrheit der Demonstranten waren aber friedlich und mit Blumen unterwegs.
Die mainstream Berichterstattung hebt natürlich mal wieder die Krawallen hervor, die übergroße Mehrheit der Demonstranten waren aber friedlich und mit Blumen unterwegs.

Wie in vielen anderen EU-Ländern erleben die Slowenen wie Politiker einander ablösen ohne dass sich im Land etwas ändert. Sie glauben nicht mehr an das Parteiensystem und akzeptieren die Kürzungspolitik nicht länger. Sie glauben nicht, dass die heute stattfindenden Wahlen etwas ändern werden; es wird ein sehr niedrige Wahlbeteiligung erwartet.

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Die Kürzungen treffen, wie in vielen anderen EU-Ländern vor allem die ärmeren Teile der Bevölkerung. Es gab viele Verletzte und Verhaftungen. Neue Proteste wurden angekündigt.

 

Hier eine Karte mit Städten in denen diese Woche demonstriert wurde.
Hier eine Karte mit Städten in denen diese Woche demonstriert wurde.

Livestreams und Videos aus Slowenien:

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Watch live streaming video from prisotnoststeje at livestream.com