Posted on 2 Comments

#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht Protokoll vom Vernetzungstreffen in Kassel vom 26. – 27. Januar

Protokoll des zweiten Vernetzungstreffen von #iRUN -> “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” in Kassel vom 26. – 27. Januar 2013

Ihr Repräsentiert Uns Nicht - Deshalb gestalten wir unser Leben jetzt selbst!
Ihr Repräsentiert Uns Nicht – Deshalb gestalten wir unser Leben jetzt selbst!

 

Zusammenfassung der ersten Gespräche:

– kurze Vorstellungsrunde

– Vorstellung der bisher erarbeiteten Fakten zu #iRUN

– Wozu rufen wir auf, in Bezug auf die Wahlen? –> Beschluß: Um möglichst alle Menschen zu erreichen, positioniert sich #iRUN nicht offiziell zum Thema Wahlen. Lokale Gruppen können selbst entscheiden, ob sie zum Ungültig-wählen oder zum Wählen einer Partei oder zum Wahlboykott aufrufen.

– Besprechung des Aufrufs. Beschluß den bisher erarbeiteten Aufruf als eine Art Positionspapier zu benutzen und einen neuen Aufruf zu schreiben, der kurz, knapp und einfach formuliert ist. Auf die typischen Protest-Worte (Kapitalismus, Revolution, usw.) wollen wir verzichten, um auch Menschen anzusprechen, die sich bisher nicht politisch engagieren.

– Erstellen eines Terminplans

– Gründen von drei AGs (Aufruf, Aktionsformen, Infrastruktur)

 

Gliederung des Protokolls:

TOP 1 – Der Aufruf

TOP 2 – Kommunikation

TOP 3 – Terminplan 2013

TOP 4 – Akionsformen

TOP 5 – Infrastruktur / Technik

TOP 6 – Sonstiges

 

TOP 1 – Der Aufruf

Der Konsens:

Der bisherige Aufruf (er wurde von vielen Aktivisten über Wochen auf verschiedenen Pads erarbeitet und wird hier ebenfalls in Kürze veröffentlicht) ist richtig, könnte aber dem Konzept der Kampagne besser angepasst werden. Er enthält eine gute Analyse der momentanen Verhältnisse und stellt nach dem Plenum am 26.01.2013 richtge Forderungen auf. Deshalb veröffentlichen wir den bisherigen Aufruf als Positionspapier und verfassen einen kurzen, knappen, bündigen Aufruf, der folgende Fragen beantwortet:

1. Wer sind wir?

2. Warum Repräsentiert Ihr (die Politiker) Uns Nicht?

3. Was tun?

iRun soll der Rahmen für politische Aktionen sein, die unter dem Motto “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” laufen. Dementsprechend muss der Aufruf so knapp sein, dass er auf einen Din A 5 Flyer passt, der gleichzeitig noch Platz für den Minimalkonsens lässt. Es sollen alle, die der Meinung sind, das die Politiker uns nicht repräsentieren, das Motto mit ihren Inhalten füllen, so lange diese und ihre Handlungen den Minimalkonsens nicht verletzen.

Das Ergebnis:

“Wir sind die, die durch die Entscheidungen der Politiker benachteiligt werden und die, die nicht mehr bereit sind die Benachteiligung anderer zu akzeptieren.

Ihr nennt euch unsere Vertreter, aber ihr handelt nicht in unserem Sinne. An erster Stelle stehen für euch die Interessen einiger Weniger, die eurer Partei und die eigene Machterhaltung. Indem ihr uns nicht offen und ehrlich informiert und nicht an wesentlichen Entscheidungen beteiligt, entmündigt ihr uns. Die Auswirkung eurer Politik spüren wir jeden Tag. In der EU, auf Bundes- oder Landesebene, sowie in unseren Städten seid ihr nicht in der Lage die grundlegenden Bedürfnisse zu sichern.

Deswegen sind bereits viele Menschen auf dem Weg, sich für Gerechtigkeit und ein würdiges Leben einzusetzen. Auch wir können uns nicht länger auf euch verlassen. Wir wollen selbst entscheiden und aktiv werden.

Deshalb rufen wir alle dazu auf: #iRUN – zieht vor die Rathäuser, die Länderparlamente und den Bundestag! Informiert euch, sagt eure Meinung, engagiert euch und gestaltet selbst!”

Minimalkonsens:

Von uns geht keine Gewalt aus. Die Achtung, die Verinnerlichung und Umsetzung der Menschenrechte ist für uns selbstverständlich. Deshalb dulden wir keinesfalls menschenverachtendes Verhalten.

Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Klassismus und andere Formen der Diskriminierung, Unterdrückung und Herrschaft haben bei uns keinen Raum. . Das Kollektiv „Ihr Repräsentiert Uns Nicht“ muss sich zu keinem Zeitpunkt für irgendeine Aktion rechtfertigen. Jeder, der sich an der Kampagne beteiligt, ist nur und ausschließlich für sein eigenes Handeln verantwortlich.

Wir respektieren Menschen, die bei unverhältnismäßigen, insbesondere gewalttätigen Ausschreitungen von Personen oder Gruppen der Exekutive zum Schutz ihrer Unversehrtheit weitere Übergriffe in aktiver Gegenwehr verhindern. 

 

TOP 2 – Kommunikation in Zukunft

Der Konsens:

Mit Trello hat es noch nicht so gut geklappt. Der Aktivisten-Verteiler soll weiterhin über den Organisationsstand der Kampagne berichten. Bisher hat es mit der Kommunikation unter den Aktivisten noch nicht gut geklappt. Der Planungsprozess soll so transparent wie möglich sein. Dafür ist es wichtig, dass die Informationen über den Planungsstand der Kampagne möglichst einfach zu bekommen sind. Deshalb installieren wir ein weiteres Kommunikationsorgan, das neben den bisher benutzten Organen bestehen soll es; es ersetzt diese nicht, sondern spielt viel mehr mit ihnen zusammen:

Wir rufen diejenigen, die bisher Facebook boykottieren oder sich noch nicht an Facebook gewagt haben dazu auf, sich Accounts zu erstellen und daran teilzunehmen. Nichts desto trotz wird vom virtuellen Gespräch genauso wie von einem realen Gespräch, wann immer möglich und notwendig, ein Protokoll erstellt.

Das Ergebnis:

1. Der E-Mail-Verteiler enthält 90 Mitglieder, wird aber bis jetzt nicht benutzt. Wir wollen darüber in Zukunft regelmäßige Newsletter verschicken, die über den Stand der Kampagne #iRUN informieren.

2. Vicky erstellt einen Facebook-Chat.

3. Jeden Donnerstag um 20 Uhr treffen sich Aktivisten im Facebook-Chat, um den Planungsprozess zu koordinieren.

4. Langfristig wollen wir allerdings die Kommunikation über IRC-Channels und Telefonkonferenzen regeln, um nicht abhängig von Facebook zu sein.

5. Unsere E-Mailadresse iRUN@hushmail.com, an die sich Interessierte wenden können, wird von mindestens zwei Leuten betreut und regelmäßig gecheckt.

 

TOP 3 – Terminplan 2013

– bis Anfang April: Videos und Fotos zu kleinen kreativen Aktionen zur Mobi/Werbung sammeln und verbreiten, um die Kampagne bekannt zu machen.

– bis Anfang März: Infrastruktur (Internetseite, interne und externe Kommunikation) aufbauen

– 13., 14., 15. März: Marsch nach Brüssel

– 13. April: UmFAIRteilen

– Mitte April bis Anfang Juli.: Aktionen vor den Rathäusern der Städte und Gemeinden

– 1 Mai: revolutionäre erste Mai-Demos

– ab Mai: Wahlkampfveranstaltungen der Politiker umgestalten

– 31. Mai -1. Juni: Blockupy

– 15. Juni oder 29. Juni: nächstes Vernetzungstreffen in Berlin, Termin wird noch mit den Berlinern abgestimmt

– 20. Juli: Aktion vor den Länderparlamenten

– 14. September: Demo vor dem Reichstag in Berlin, gemeinsam mit dem BGE

 

TOP 4 – Aktionsformen

– Flashmobs

– Improvisationstheater

– Human Mics bei Wahlkampfveranstaltungen

– Bannerdrops bei Veranstaltungen, aber auch in der Öffentlichkeit

– Overpass Light Brigade

– Kreide

– Post-its (z.B. eine Station mit der Straßenbahn und in dieser Zeit die Fenster der Bahn mit Post-its vollkleben, den Leuten ein paar Flyer in die Hand drücken und an der nächsten Station wieder raus.

– Schaufenster Deko (den Schaufenster-Puppen Schilder umhängen, oder von außen Plakate an die Schaufenster kleben, um auf den unnötigen Konsum aufmerksam zu machen, aber auch den politischen Zusammenhang herstellen, beispielsweise, warum Kinderarbeit von der Regierung durch Lohndumping gefördert wird.)

– Gras Samen per Schablone aussähen, dann wächst nach einigen Wochen ein Schriftzug aus dem Boden

– Moos Graffiti (https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/418627_475916392419269_1775041223_n.jpg)

– Reverse Graffiti (http://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Graffiti)

– Interviews mit Bürgern über die aktuelle Politik und mit der Frage verknüpft, ob sie sich noch repräsentiert fühlen (seriöses Auftreten, Forschungsgruppe #iRUN)

– Aufkleber mit dem Notausgangsmännchen, #iRUN und unserer Webseite drauf.

– Aktionen der Yes-Men übernehmen

 

TOP 5 – Infrastruktur/Technik

– Struktur der Internetseite: Tweets unseres Twitterkontos, Aktualisierung unserer Facebook-Seite, einen Chat, auf dem sich Aktivisten untereinander austauschen können, Terminplaner, für alle Vernetzungstreffen, Aktionen, Demos, usw.

– regelmäßiger Infoletter, der dann auch über den E-Mail-Verteiler geschickt wird,

– kleines Admin-Team, welches sich um die Webseite kümmert, vertreten von einigen Aktivisten aus ganz Deutschland

– Server, wenn möglich im Ausland (Finanzierung steht)

– folgende Infrastruktur existiert bereits: Twitterkonto, Facebook-Seite, Facebook-Gruppe, E-Mail-Verteiler, E-Mail-Adresse, interner Facebook-Chat, um die ständige Kommunikation zwischen den Aktivisten zu sichern

– folgende Infrastruktur brauchen wir: Livestreamkanal, Webseite, Blog, Youtube-Kanal (vielleicht auch Vimeo, damit der Kanal nicht verifiziert werden muss), Google+ Konto, Crowdfunding, IRC-Chat, Telefonkette (?)

 

TOP 6 – Sonstiges

Zitate und Gedanken:

“Benutzt eure Stimme lieber jeden Tag, statt sie alle 4 Jahre abzugeben”

“Zum Räpresentantentum: Das Traurige ist, das sie das Anliegen vieler Bürger nicht repräsentieren sondern einfach nur verkörpern: 1. Sie wollen die eigenen Fehler nicht einsehen. 2. Sie wollen ihren eigenen Arsch auf dem weichsten Kissen platzieren, das sie irgendwie in der Welt bekommen können. Repräsentieren heißt nicht nur verkörpern, sondern auch vertreten! Ich will Politiker, die nicht nur reden, sondern auch so handeln.”

Posted on Leave a comment

#Antifa #NSU: Fr. 15. Feb.: Der „Nationalsozialistische Untergrund“ und der deutsche Staat – „die Pannen“ und das System

nsu_2
SAMSTAG, 13.04.2013, Bundesweite Demo zum Auftakt des NSU-Prozesses in München
MITTWOCh, 17.04.2013, Kundgebung zum Prozessauftakt in München

Am Mittwoch den 17. April 2013 eröffnet das OLG München den Prozess gegen Beate Zschäpe. Nach dem Willen aller Strafverfolger und Aufklärer ist Beate Zschäpe das letzte überlebende Mitglied der neonazistischen Terrortruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Mit ihrer Verurteilung ist zu rechnen. Und auch damit, dass die Akte NSUgeschlossen wird. Dreizehn Jahre will niemand in den zahlreichen Strafverfolgungsorganen gewusst haben, dass es die neonazistische Terrortruppe gibt. Als dies nicht mehr zu verheimlichen war, wussten alle, dass der NSU aus exakt drei Mitgliedern bestand. Nicht aus fünf, nicht aus zwanzig, nicht aus unbekannt vielen, sondern aus exakt drei.

Der Autor Wolf Wetzel hat intensiv recherchiert und nachgeforscht. Er belegt, dass die einflussreichsten Helfer des NSU nicht aus den Reihen der neonazistischen Kameradschaften oder aus den offiziell verbotenenBlood & Honour-Gruppierungen kamen, sondern aus dem staatlichen „Sicherheits“-Apparat selbst. Während lauthals eine lückenlose Aufklärung versprochen wird, reiht sich ein „einmaliger Vorgang“ an den anderen: Vertuschungen, Täuschungen, Vernichtung und Unterschlagung von Beweismitteln, Aktenmanipulationen, Falschaussagen usw. Wetzel analysiert die Vorgänge und fordert eine Debatte, die z. B. folgende Fragen behandelt: Um was für einen Staat handelt es sich heute? Um einen Überwachungsstaat? Um einen „tiefen“ Staat, in dem sich Staatsterrorismus und demokratische Wahlen nicht ausschließen? Um einen Staat, der operative Kerne herausgebildet hat, die weder institutionell legitimiert sind, noch parlamentarisch kontrolliert werden? Um einen postdemokratischen Staat? Oder gar um eine Faschisierung von oben? Wolf Wetzel plädiert für eine Veränderung der herrschenden Verhältnisse, die über die auch von bürgerlichen Kreisen erhobene Forderung nach Abschaffung der Geheimdienste hinausgeht.

Fr. 15. Feb. 2013, 19:00 Uhr

 Ort: Trotz Allem, Augustastraße 58, Witten

Webseite Trotz Allem:

http://trotzallem.blogsport.de/

Siehe auch:

http://enough14.org/2013/02/01/antifa-nsu-bundesweite-demo-zum-auftakt-des-nsu-prozesses-in-munchen/

Posted on Leave a comment

#Anarchismus Video: Brandanschlag auf den Buchladen Freedom Press in #London

freedompressNach einem feigen Brandanschlag, auf dem Buchladen Freedom Press in London haben wir hier zwei Meldungen für euch übersetzt:

Offizielles Update: Wir geben uns nicht so leicht geschlagen. Bitte weiterverbreiten.

(Originaltext, Facebook)

In den frühen Morgenstunden gab es einen Brandanschlag auf den Buchladen „Freedom Press“. Um etwa 05:30 Uhr wurde ein Fenster eingeschlagen, Benzin in den Laden gegossen und angezündet. Freedom Press wurde im Jahr 1886 durch Charlotte Wilson und Peter Kropotkin gegründet und ist der größte anarchistische Verlag in Großbritannien und der älteste seiner Art in der englischsprachigen Welt. Neben seinen vielen Büchern und Broschüren veröffentlicht der Buchladen auch ein monatlich erscheinendes Magazin, „Freedom“, welches derzeit die einzige regelmäßig erscheinende anarchistische Zeitung in Großbritannien ist.

„The Press” wurde im Jahr 1886 von einer Gruppe, darunter Charlotte Wilson und Peter Kropotkin gegründet, welche auch die Zeitung Freedom Press gründeten und bis heute, mit kurzen Unterbrechungen, herausgeben . Bei vielem aus der jüngeren Geschichte des Buchladens war Vernon Richards von den späten 1930ern bis in 90er Jahre die treibende Kraft hinter dem Buchladen und der Zeitung „Freedom Press“.

Andy Meinke, Manager des Buchladen, sprach in dem Pub, in das die Betreiber*innen gezwungen waren umzuziehen: „Freedom wird genauso planlos weitermachen wie immer – die Faschisten haben uns nur ein bischen früher in die Kneipe getrieben als sonst. Es wurden auch Kopien des „Raven“ irreparabel beschädigt, was, wie ihr euch vorstellen könnt, ein großer Verlust für die Bewegung ist. Wir danken allen, die uns kontaktiert haben und uns ihre Solidarität entgegenbrachten. Wir bleiben vereint im Kampf gegen den Faschismus.”

shop@freedompress.org.uk

Erster Bericht und Aufruf zur Solidarität:

(Originaltext) 

Der Buchladen wurde mit einer Brandbombe angegriffen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Aber es entstand ein großer Sachschaden durch das Feuer wie auch durch das Wasser der Löscharbeiten.

Falls ihr uns helfen wollt, das Durcheinander wieder in Ordnung zu bringen, kommt bitte am Samstag, den 2. Februar, ab 13 Uhr zum Laden und geht uns zur Hand.

Wir sind immer noch dabei, den Schaden zu sichten. Für weitere Nachrichten behaltet diese Seite im Auge.

Hier sind mehr Fotos der Zerstörung.

Fall ihr uns finanziell helfen wollt: Schecks oder Postanweisungen ausgestellt auf Freedom Press können an Freedom Press, 84b Whitechapel High Street, London E1 7QX geschickt werden.

Ihr könnt auch helfen, indem ihr über unsere Website hier Bücher bestellt und uns dann per E-Mail an subs@freedompress.org.uk wissen lasst, dass euer Kauf eine Spende war.

Bitte leitet diesen Aufruf weiter!

Es gibt Berichte im GuardianEvening Standard, in der Washington PostInternational Times, auf Huffington Post. Schaut auf Verso Books und aufFacebook.

Beachtet auch das Facebook Event für die Veranstaltungim Cowley Club in Brighton und die Donate a Poem Facebook-Seite.

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/77606

Video Interview mit Andy vom Freedom Press nach den Brandanschlag

Posted on Leave a comment

Alles #Abschalten! Jeden Donnerstag – überall! — Call in German, English, Italian, Greek and Dutch

abschaltenDeutsch

Der alternative Volksentscheid
– am Lichtschalter und Sicherungskasten.

Wir wollen mit der Aktion anschaulich unter Beweis stellen, dass die Macht vom Volke ausgeht – und dies nicht nur alle 4 oder 5 Jahre, sondern wir wollen symbolisch darstellen – JEDE Woche.

30 Minuten Licht aus, Fernseher aus, Computer aus, Auto aus, Radio aus, einfach mal alles abschalten. Weltweite Solidarität! Systemstillstand!

Beim Apagón (Kurzschluss) geht es mehr als um das Abschalten von Strom oder Licht. Der Ausdruck steht für einen kompletten Stillstand. Er ist gedacht als Akt des zivilen Widerstandes und als Demonstration, wer die Macht hat, die DInge zu verändern, auch wenn nur einige den Mut zur Solidarität haben. Dies ist ein Aufruf ab dem 13.Sep.2012 jeden Donnerstag um 19 Uhr überall wo man ist, für Stillstand zu sorgen. Das kann heißen sein Handy auszuschalten, seinen Computer in der Firma runterzufahren, oder den Netzschalter für den ganzen Raum, die ganze Abteilung oder mehr zu ziehen. Das kann heißen, mit seinem Wagen einfach stehen bleiben, die Warnblinkanlage einzuschalten und den Verkehr zum stocken zu bringen. Taxifahrer und LKW Fahre sind besonders gut vernetzt. Sie können mit so einer Aktion mächtige Blockaden auslösen, wenn sie wollen, in dem sie sich vorher per Funk absprechen. An Ampeln kann man einfach simulieren, dass der Wagen nicht mehr anspringt. Ist man als Fußgänger unterwegs, bleibt man 15 Minuten einfach mal auf der Stelle stehen. Alle sind dazu angehalten zu erklären was sie tun und warum sie “nichts” tun. So werden Neugierige auf die Aktion aufmerksam und Teil der Aktion. Ein großes Abschalten zeigt den Politikern, Konzernchefs und anderen scheinbar Mächtigen, wer eigentlich die Macht hat. Die Polizei kann bei so einem Akt des zivilen Ungehorsams, der nicht nachweisbar und dezentral ist, nichts machen, nicht eingreifen und keine Gummigeschosse, Straßenabsperrungen oder andere polizeiliche Aktionen können dagegen etwas machen. Also zeigt Zivilcourage und macht mit. Wenn nur einige den Mumm haben eine Kreuzung mit einem “abgewürgten” Motor zu blockieren oder die Sicherung in der Firma umzulegen, können schon wenige einen “Apagón” erfolgreich machen! Also: Zeigt wer die Macht hat, die Dinge zu verändern und das wir keine hilflosen Schafe sind im System der scheinbar Mächtigen!

Facebook Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/331775966930870/

English

An “Apagón” (short circuit) is more than just turning off power and light at home. It is about a total standstill. It is a sign of resistance and show who has the power to change things dramatically, even if there are only a few which have the will to declare solidarity with others. This is an appeal to cause a standstill every Thursday at 19:00 no matter where you are.
An “Apagón” can be you, turning your mobilephone off or your computer or the power for the wohle building you are working in. Just turn off your car in the middle of a crossing and pretend that it’s nor working properly. This is esspecially effectiv for cab or truck driver, since they are able to coordinate actions like these much better via radio.
As a pedestrian you could just stop when crossing a road and people will start talking to you an might even become part of the action.
Also, there is not much the police can do about this. It can always happen that your car stops working for 15min, who can proof that this was not the case? Even with a small group of people an “Apagon” can be very effectiv, if they are only brave enough to turn off their cars motor on a crossing or the power supply for a whole company or just stand still on a road an do nothing but standing there for 15min
Let’s show the system that “the people united will never be defeated.”

Facebook event: https://www.facebook.com/events/331775966930870/

Italiano

Vogliamo dimostrare con questa azione che il potere appartiene al popolo – e non solo ogni 4 o 5 anni, ma simbolicamente “ogni” settimana. Petanto spegnamo tutte e luci, la TV, il computer, l’auto, la radio, spegnere tutto. La solidarietà deve essere globale! Blocco del sistema completo!
Si chiama Apagón (chiusura del circuito) significa il distacco di energia elettrica o luce. Il termine è l’acronimo di un arresto totale. È stato concepito come un atto di resistenza civile e come una dimostrazione di chi ha veramente il potere di cambiare le cose, L’invito è che a cominciare dal 13.Settembre 2012 ogni Giovedi alle 19.00 per 30 minuti, ovunque per dimostrare una battuta d’arresto. Questo può significare spegnere il suo cellulare, arrestare il proprio computer in azienda, o per disinserire l’interruttore di alimentazione per tutta la stanza, l’intero dipartimento o più. Può capitare che te ne stai semplicemente seduto in macchina, spegni il motore ed accendi le luci d’emergenza e blocchi il traffico. I tassisti, i traghetti, i camion sono ben interconnessi per mezzo delle loro radio e si possono ben organizzare. È possibile attivare una tale azione con potenti blocchi quando vogliono, dove si coordinano in precedenza dalla radio. Al semaforo si può simulare che la macchina non si avvia. Se sei in giro come pedone puoi rimanere semplicemente fermo nello stesso posto per 15 minuti Tutti sono invitati a spiegare quello che fanno e perché stanno facendo: “nulla”. I curiosi verranno così informati sull’ azione e quindi parteciperanno all’azione. Il distacco dalla rete elettrica di grandi proporzioni mostra ai politici, amministratori delegati e ad altri apparentemente potenti, chi ha effettivamente il potere. La polizia non può far nulla, contro questo atto di disobbedienza civile, perchè non rilevabile e decentrata, non può intervenire con proiettili di gomma, chiusura di strade o altre azioni poliziesche. Quindi mostra coraggio e unisciti a noi. Anche se solo pochi hanno il coraggio di bloccare un incrocio per un motore che non “vuole” ripartire o altre azioni che non portano danni, ma solo una leggera perdita di tempo nelle aziende, già con poche persone si può realizzare un “Apagón” con successo! Quindi: Mostra che chi ha il potere di cambiare le cose, sono i cittadini e che non siamo pecore inermi nel sistema di coloro che vogliono farci credere di essere potenti!

Facebook event: https://www.facebook.com/events/331775966930870/

Greek

Θέλουμε να καταστήσουμε σαφές η δράση απέδειξε ότι η δύναμη ανήκει στο λαό – και όχι μόνο κάθε 4 ή 5 χρόνια, αλλά θέλουμε να αντιπροσωπεύουν συμβολικά “κάθε” εβδομάδα.

30 λεπτά από το φως, από την τηλεόραση, τον υπολογιστή, το αυτοκίνητο, ραδιόφωνο, απλά σβήστε τα πάντα. Παγκόσμια αλληλεγγύη! Πάγωμα του συστήματος!

Όταν Apagón (βραχυκύκλωμα) που πηγαίνει πέρα από την αποσύνδεση της ηλεκτρικής ενέργειας ή φωτός. Ο όρος σημαίνει πλήρη στασιμότητα. Έχει ως στόχο ως μια πράξη πολιτικής αντίστασης και ως απόδειξη για το ποιος έχει τη δύναμη να αλλάξει τα πράγματα, ακόμη και αν μόνο λίγοι έχουν το θάρρος να δείξουν την αλληλεγγύη. Αυτό είναι ένα κάλεσμα από την 13.Sep.2012 κάθε Πέμπτη στις 19 το ρολόι είναι οπουδήποτε όπου μπορεί κανείς να εξασφαλίσει μια στάση. Αυτό μπορεί να σημαίνει από το κινητό του, τον υπολογιστή του runterzufahren στην εταιρεία, ή για να τραβήξετε το διακόπτη λειτουργίας για ολόκληρη την αίθουσα, ολόκληρη η υπηρεσία ή και περισσότερο. Αυτό μπορεί να σημαίνει απλά να μείνετε στο περίπτερο αυτοκίνητό του, ανάψτε τα φώτα κινδύνου και να σηκωθεί και να πιάσει την κυκλοφορία τους. Οι οδηγοί ταξί και φορτηγών πλοίων που συνδέονται ιδιαίτερα καλά. Μπορείτε μπορεί να προκαλέσει μια τέτοια ενέργεια με ισχυρό μπλοκαρίσματα, όταν θέλουν, όπου συντονίζει εκ των προτέρων από το ραδιόφωνο. Στα σήματα κυκλοφορίας μπορεί να προσομοιωθεί ακριβώς ότι το αυτοκίνητο δεν θα ξεκινήσει. Αν ταξιδεύετε ως πεζοί, είναι 15 λεπτά ακριβώς στέκεται επί τόπου. Όλοι καλούνται να εξηγήσουν τι κάνουν και γιατί το κάνουν “τίποτα”. Περίεργος ο Ήλιος είναι σε επιφυλακή και το τμήμα δράσης της δράσης. Μια μεγάλη δείχνει από τους πολιτικούς, οι διευθύνοντες σύμβουλοι και άλλα φαινομενικά ισχυρό, ο οποίος έχει πραγματικά την εξουσία. Αστυνομία μπορεί σε μια τέτοια πράξη πολιτικής ανυπακοής, η οποία είναι ανιχνεύσιμα και αποκεντρωμένη, κάνει τα πάντα, δεν επεμβαίνει και δεν σφαίρες από καουτσούκ, το κλείσιμο δρόμου ή άλλη δράση της αστυνομίας, όμως, μπορούμε να κάνουμε κάτι. Έτσι δείχνει το θάρρος και να ενωθούν μαζί μας. Αν μόνο μερικά έχουν τα κότσια να μπλοκάρει ένα σταυρό με ένα «τελμάτωση» ή να διαθέσει το εφεδρικό κινητήρα της εταιρείας, μόνο λίγοι μπορούν να κάνουν μια “Apagón” με επιτυχία! Έτσι: Εμφανίζει ο οποίος έχει τη δύναμη να αλλάξει τα πράγματα και ότι δεν είμαστε αβοήθητοι πρόβατα στο σύστημα φαινομενικά ισχυρό!

Facebook event: https://www.facebook.com/events/331775966930870/

Dutch

Het alternatieve referendum
-aan lichtknop en stoppenkast
Wij willen met deze aktie zichtbaar bewijzen dat het volk de macht heeft – en dat niet iedere 4 of 5 jaar. Wij willen met deze symbolische aktie laten zien dat we dit iedere week hebben.
30 minuten het licht uit, de televisie uit, computer uit, auto uit, radio uit, eenvoudig alles uitzetten. Wereldwijde solidariteit! Het systeem staat stil!
Bij Apagón (kortsluiting) gaat het om meer als het uitschakelen van stroom of het uit doen van het licht. Het is een uitdrukking van totale stilstand. Het is een vorm van burgelijk verzet en een demonstratie om te laten zien wie de macht heeft om dingen te veranderen, ook als slechts enige de moed voor solidariteit hebben. Dit is een oproep om vanaf 13 September iedere Donderdag vanaf 19:00 uur overal waar men is voor stilstand te zorgen. Dat kan betekenen je mobiele telefoon uitzetten, op je werk je computer uit te zetten, of der netschakelaar voor de hele ruimte ut te zetten, de hele afdeling of nog meer uit te schakelen. Met je auto gewoon stil blijven staan, je knipperlichten aan doen en het verkeer te laten haperen. Taxi- en vrachtwagenchauffeurs hebben een byzonder goed netwerk. Als ze willen kunnen ze zich per CB of mobiele telefoon vantevoren afspreken en met z’on aktie een grote blockade veroorzaken. Bij stoplichten kan men simuleren dat de auto niet meer starten wil. Als voetganger kan je gewoon 15 minuten stil staan. Iedereen wordt gevraagd uit te leggen waarom ze daar staan en waarom ze “niets” doen. Zo wordt de aandacht van nieuwsgierige getrokken en zo worden ze zelf deel van de aktie. Een grote uitschakel aktie laat politici, chefs van bedrijven en andere die schijnbaar over macht beschikken zien wie eigenlijk over macht beschikt. De politie kan bij deze vorm van burgelijke ongehoorzaamheid niets doen, daar ze gedecentraliseerd en niet bewijsbaar is. De politie kan bij deze aktievorm niet optreden, geen rubber kogels, geen wegversperringen of ander politie optreden kan hiertegen iets doen. Dus wees moedig en doe mee.
Als slechts enkele de moed hebben een kruispunt met een “kapotte” moter te blockeren of de stoppen in hun bedrijf uit te schakelen, kunnen slechts een paar mensen een “Apagón” tot een succes maken. Dus: laat zien wie de macht heeft om dingen te veranderen en dat we geen hulpeloze schapen in het systeem van die, die schijnbaar over macht beschikken zijn!

Facebook event: https://www.facebook.com/events/331775966930870/

Posted on Leave a comment

Korruptionsbaum brennt in Spanien: Stürzt jetzt die Regierung?

Jaime Mayor Oreja, der Minister. Rodrigo Rato, erst Superminister, dann IWF-Chef, dann Totengräber von Bankia, José María Aznar – und natürlich auch “Mariano Rajoy 2.100.000″ (Peseten), was denn sonst. Alle sind sie dort vertreten die wichtigen Namen der konservativen Regierungspartei, die jetzt rotiert wie ein Helikopter im Orkan. Alle sollen laut der Buchhaltung “Zusatzvergütungen” in diskreten Briefumschlägen erhalten haben.

Posted on 4 Comments

#Antifa #NSU: Bundesweite Demo zum Auftakt des NSU-Prozesses in #München

Klick zum vergrößern auf dem Bild.

Greift ein gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen!

Am 17. April 2013 wird in München der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe sowie vier der Unterstützer beginnen: Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Schultze und André Eminger.

Ein breites antifaschistisches Bündnis ruft deshalb zu einer bundesweiten Großdemonstration in München am Samstag vor Prozessbeginn auf.

Im November 2011 wurde bekannt, dass die rassistischen und mörderischen Taten der Nazis des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) sieben Jahre lang unter den Augen der Sicherheitsbehörden begangen wurden. Sie haben zehn Menschen ermordet und zwei Sprengstoffanschläge verübt. In den Medien wurde der Begriff „Döner-Morde“ geprägt und die Sonderkommission gab sich den Namen „Bosporus“. Damit schloss die Polizei von Anfang an rassistische Hintergründe der Morde aus, behandelte die Opfer wie Täter und ermittelte in Richtung organisierter „Ausländer-Kriminalität“.

Durch die rassistischen Ermittlungen der Sicherheitsbehörden wurden Familien, Verwandte und persönliches Umfeld der Opfer über Jahre überwacht und akribisch durchleuchtet. Durch den völlig unbegründeten Verdacht gegen das familiäre Umfeld der Opfer wurden soziale Zusammenhänge zerrissen und die persönliche Existenz zahlreicher Menschen zerstört. Der Rassismus von Behörden und Öffentlichkeit vehinderte so zweifach die Aufklärung der Morde: Während die Hinweise auf rassistische Hintergründe ausgeklammert und vernachlässigt wurden, erschien die These, migrantische Gewerbetreibende seien in mafiöse Strukturen verwickelt, der Polizei und einer breiten Öffentlichkeit unmittelbar einleuchtend und erübrigte weiteres Nachfragen.

Fünf der insgesamt zehn NSU-Morde fanden in Bayern statt, zwei davon in München. Zwischen dem „Thüringer Heimatschutz“, in dem die Haupttäter des NSU vor ihrem Abtauchen organisiert waren, und der bayerischen Naziszene bestanden in den 90er Jahren enge Verbindungen. Böhnhardt und Mundlos nahmen an verschiedenen Treffen und Veranstaltungen der Szene in Bayern teil. Einige der engsten Unterstützer_innen des NSU lebten oder leben immer noch in Bayern, u.a. Mandy Struck, deren Identität Beate Zschäpe im Untergrund angenommen hatte. Mit Tino Brandt und Kai Dalek stehen zwei V-Leute des Verfassungsschutzes auch für die Verbindung zwischen der thüringischen und der bayerischen Naziszene.

„Deutschland hat ein riesiges Rassismus-Problem“

Der strukturelle Zusammenhang von Naziterror mit staatlichem und alltäglichem Rassismus in Gesellschaft, Politik und Medien zeigte sich bei der faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl nach den Pogromen Anfang der 90er Jahre wie auch jetzt bei aktuellen Anti-Islam-Kampagnen: Der Rassismus ist tief verankert in der Mitte der Gesellschaft. Dass sich auch nach dieser Mordserie nichts Grundsätzliches im Bewusstsein der Menschen verändert hat, verdeutlichen folgende Beispiele: Zwanzig Jahre nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen kämpfen Flüchtlinge immer noch für elementare Menschenrechte in Deutschland, werden Roma stigmatisiert und in eine unsichere Zukunft abgeschoben. Hier lebende Migrant_innen werden täglich diffamiert, bedroht, angegriffen und kriminalisiert.

Die Verharmlosung und Vertuschung von Rassismus und Naziterror hat Tradition in diesem Land. Rechte und rassistische Gewalttaten und Morde haben in Deutschland eine traurige Kontinuität. Die blutige Spur reicht vom bis heute unaufgeklärten Oktoberfestattentat, über die rassistischen Anschläge und Pogrome in Rostock, Mölln, Solingen und Hoyerswerda, über die seit 1989 rund 200 Morde an Migrant_innen, Obdachlosen, Punks und Antifaschist_innen bis hin zu den Morden des NSU.

München war dabei schon viele Male Schauplatz neonazistischen Terrors: Bei dem bisher größten faschistischen Anschlag in der BRD wurden 1980 durch einen Täter aus dem Umfeld der Wehrsportgruppe Hoffmann auf dem Münchner Oktoberfest 13 Menschen getötet und weitere 200 zum teil schwer verletzt. 1981 lieferten sich Neonazis auf dem Weg zu einem Bankraub mit Polizeibeamten in München eine Schießerei, bei der zwei Neonazis starben. 1984 setzten Neonazis der Gruppe Ludwig ein Lokal in der Schillerstrasse in Brand, wodurch eine Person getötet wurde. 2003 beschafften Neonazis aus der Kameradschaft Süd sich Waffen und Sprengstoff und planten u.a. einen Anschlag auf die Grundsteinlegung des neuen jüdischen Gemeindezentrums.

Seit Bekanntwerden der Mordserie des NSU offenbart sich eine erschreckende Politik der Verschleierung: Geschredderte und verheimlichte Akten, konsequentes Vertuschen und Lügen in Untersuchungsausschüssen, wenige, viel zu späte Rücktritte von Verantwortlichen. Eine transparente, schonungslose Aufklärung der Rolle von Geheimdiensten und Polizeibehörden findet bisher nicht statt. Statt ernsthafte politische Konsequenzen zu ziehen gegen Rassismus und die skandalöse Unterstützung des Aufbaus von Nazistrukturen durch Mitarbeiter_innen des (bayerischen) Verfassungsschutzes, reden die verantwortlichen Politiker_innen weiter von vereinzelten Pannen.

Rechte Gesinnung hat beim Verfassungsschutz (VS) Kontinuität: Gegründet im Jahre 1950 mit ehemaligen Nazis sorgte er dafür, dass Widerständler_innen gegen den Nationalsozialismus erneut in deutsche Gefängnisse kamen. In den 60er Jahren bekämpfte er die Student_innenbewegung, in den 70er und 80er Jahren lieferte er das Material für die Berufsverbote linker Aktivist_innen. Vor neun Jahren scheiterten die Pläne für ein NPD Verbot nicht zuletzt daran, dass diese bis in die höchsten Führungsetagen von V-Leuten und Spitzeln des Verfassungsschutzes durchsetzt war. Auch das ummittelbare Umfeld des NSU ist durchsetzt mit V-Leuten aus Verfassungschutz und Polizei.

Deshalb kann die einzige Konsequenz aus der Verstrickung der Behörden nur sein: Verfassungsschutz abschaffen! Wir müssen verhindern, dass die Regierung die NSU-Morde instrumentalisiert, um ihren Sicherheitsapparat weiter aufzurüsten, und damit endgültig eine der wenigen Konsequenzen aus dem deutschen Faschismus – die Trennung von Geheimdiensten und Polizei – rückgängig macht.

Unsere Anteilnahme und Solidarität gilt den Opfern des NSU-Terrors und ihren Angehörigen. Sie wurden nicht nur Opfer des militanten Rassismus der NSU-Täter_innen, sondern auch in der Folge noch durch die rassistischen Ermittlungen der Polizei drangsaliert.

Bekämpfen wir gemeinsam Rassismus in Gesellschaft, Politik und Institutionen!

Entschädigung für die rassistischen und diffamierenden polizeilichen Ermittlungen!

Schonungslose Aufklärung der Verstrickung von Geheimdiensten und Polizeibehörden!

Verfassungsschutz abschaffen!

Neue Ermittlungen zur Aufklärung des Attentats von 1980 in München!

Abschaffung aller rassistischen Gesetze – kein Mensch ist illegal!

Für eine rassismusfreie, solidarische Gesellschaft

SAMSTAG, 13.04.2013

Bundesweite antifaschistische und antirassistische Demonstration

13:00 Uhr,  Karlsplatz (Stachus), München

 

Mittwoch, den 17. April 2013

Kundgebung zum Prozessauftakt

KUNDGEBUNG IN DER NÄHE DES GERICHTS

ERMITTLUNGSAUSSCHUSS

(089) 448 96 38

nsu_2

 

 

 

 

Mehr Informationen:

nsuprozess.blogsport.de

Posted on 1 Comment

#Tahrir Massenfestnahmen wegen #BlackBloc – Kämpfe vor dem Präsidentenpalast in Kairo

Black Bloc Aktivist_Innen in Alexandria heute
Black Bloc Aktivist_Innen in Alexandria heute

Seit der Anordnung des ägyptischen Generalstaatsanwaltes, “Alle festzunehmen, die mit dem black bloc in Verbindung stehen”, sind bisher landesweit mindestens 170 Menschen festgenommen worden. Wieviele derzeit noch inhaftiert sind, können wir zur Stunde nicht sagen. Die Hetze hält weiter an und bekommt verschwörungstheoretische Züge.

So wurde Ahmed Abul Qassem, ein führender Funktionär einer Journalistengewerkschaft, von Mitgliedern der Moslembrüder Jugend festgehalten und als angebliches Mitglied des black bloc an die Bullen übergeben,  als er Flugblätter gegen die Entscheidung des  Generalstaatsanwaltes verteilte, die sich auch auf die Existenz von Milizen der Moslembrüder bezogen, die in der Vergangenheit bewaffnet gegen oppositionelle Demonstranten vorgegangen waren, ohne dass es deshalb auch nur Ermittlungsverfahren gegeben hätte.

In Kairo wurde ein Mensch in einem Gebäude festgenommen, der bei seiner Festnahme Pläne von Banken und Ölgesellschaften dabei gehabt haben soll. In der öffentlichen Stellungnahme wurde betont, der Mann gehöre zum black bloc und  die Pläne und Dokumente seien israelischen Ursprungs .

In der Hetze gegen den black bloc wird immer wieder behauptet, dies sei eine terroristische Gruppe, die auf Sabotage aus sei und von ausländischen Kräften unterstützt und gesteuert werde.

Selbiges hatte  auch schon der Militärrat bei diverseren Gelegenheiten über Aktivisten behauptet und auch schon das Mubarak Regime hatte von einer ausländisch-zionistischen Verschwörung halluziniert.

Mitglieder des black bloc traten heute auf dem Tahrir Platz öffentlich auf und gaben gegenüber den Medien Stellungnahmen ab, in denen sie sich gegen die Hetze, sie seine Terroristen verwehrten und erklärten, ihr Kampf richte sich vor allem gegen die Moslembrüder und ihre Milizen.

In Kairo gibt es ebenso wie in Alexandria und anderen ägyptischen Städten heute neue Massendemos.

In Kairo sind viele zum Tahrir Platz gezogen, am Nachmittag  wurde dann erneut versucht, die Mauer aus Betonquadern in der Qasr al-Aini Strasse niederzureissen.
Bereits gestern abend war es zu Kämpfen gegen die Bullen mit Steinen und Molotovs am Simon Bolivar Platz und an der  Qasr al-Nil Brücke gekommen, später hatten sich die Aktivisten zum Tahrir Platz zurück gezogen.

Seit 18.00 Uhr Ortszeit gibt es schwere Kämpfe vor dem Präsidentenpalast, Molotovs fliegen auf die Bullen und über die Mauer des Präsidentenpalstes, was ein kleineres Feuer an einem Wachgebäude ausgelöst hat.

Sondereinheiten  der Bullen werden derzeit zur Verstärkung zum Präsidentenpalast beordert, Wasserwerfer sind im Einsatz und natürlich wie immer massiver Reizgaeinsatz. 

Im Stadion Von Al Ahly haben sich währendessen tausende Anhänger und Ultras des Clubs versammelt, um der Ermordeten von Port Said zu gedenken.

In Alexandria, wo es wie in vielen anderen ägyptischen Städten gerade  heftigst regnet, haben Aktivisten nach der Demo alle  Schienenverbindugen blockiert, sodass der gesamte Zugverkehr eingestellt werden musste.

Auch in Kafr al-Sheikh halten die Kämpfen mit den Bullen an, den fünften Tag in Folge lieferten sich hunderte von Jugendlichen Kämpfe mit den Bullen, die bis tief in die Nacht andauerten.

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/77591

 

Video: Black Block Aktivist_Innen schützen “Journailistin gegen ein Gang von Vergewaltiger

Livestream aus Kairo:

[gigya src=”http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=ontveglive&autoPlay=false” width=”560″ height=”340″ quality=”high” wmode=”transparent” allowFullScreen=”true”]