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Daniel Guérin: Three Problems of the Revolution

guerin-images11-e1311056828578Daniel Guérin (1904-1988) was a French libertarian communist who helped spark renewed interest in anarchism in the 1960s, first through his book, Anarchism: From Theory to Practice (1965), and then through his anthology of anarchist writings, Neither God Nor Master (1969; English translation published in 1998 by AK Press under the title, No Gods No Masters). I included excerpts from his 1965 essay, “Twin Brothers, Enemy Brothers,” in which Guérin discusses the continuing relevance of anarchism, in Volume Two of Anarchism: A Documentary History of Libertarian Ideas, together with a selection of his writings on homosexuality and social revolution (Selections 49 & 76), and Noam Chomsky‘s Introduction to the 1970 English edition of Anarchism: From Theory to Practice. The following excerpts, translated by Paul Sharkey, are from Guérin’s 1958 essay, “Three Problems of the Revolution,” reprinted in his collection of essays, In Search of a Libertarian Communism (Paris: Cahiers Mensuels Spartacus, 1984).

Robert Graham

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#1Mai #Anarchismus: 5. Sonderausgabe: 1. Mai Gai Dào erschienen

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Hallo Menschen,

ihr haltet nun, nach der Ausgabe zur 2. Anarchistischen Buchmesse in Mannheim, die zweite Sonderausgabe der Gaidao in 2013 in der Hand. Darin dreht sich alles um den 1. Mai.

Warum geben wir eine Sonderausgabe zum 1. Mai heraus? Die Antwort hat weniger mit Traditionen zu tun – obwohl wir auch dazu einen passenden Artikel zu bieten haben – als vielmehr mit dem aktuellen Erstarken der libertären Bewegung im deutschsprachigen Raum. An immer mehr Orten treten Anarchist*innen in Erscheinung und am 1. Mai gibt es nun so viele libertäre 1.-Mai-Demonstrationen bzw. libertäre Blöcke innerhalb von revolutionären 1.-Mai-Demonstrationen wie schon lange nicht mehr.

Mit dieser Sonderausgabe möchten wir als Redaktionskollektiv unseren Teil beitragen dazu, dass diese libertären Aktivitäten nicht schlicht nebeneinander stehen, sondern sich miteinander verzahnen. Die Ausgabe wird in folgenden Orten mit entsprechenden Demonstrationen verteilt: Berlin, Bonn, Dresden, Freiburg, Stuttgart. Auf diese Weise können Aktivist*innen mitbekommen, was an den anderen Orten sonst noch so passiert.

Aus ein paar dieser Städte haben wir kurze Berichte dazu erhalten, was zurzeit vor Ort passiert. Auf diese Weise möchten wir ein Panorama aufmachen, mit dem wir zeigen können, welche Kämpfe aktuell zum 1. Mai (und darüber hinaus) eine wichtige Rolle spielen.

Wir hoffen, einige Anregungen und Infos geben zu können, auf dass ähnliche Initiativen allerorten aus dem Boden sprießen!

Eure Redaktion der Gaidao

Quelle: http://fda-ifa.org/gai-dao-5-sonderausgabe-1-mai/

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#1mai #Berlin #Kreuzberg: Demonstration “Schnauze voll: Verdrängung stoppen – Zwangsumzüge verhindern! Miet-Streik jetzt!”

1maimietenberlinWie bereits in den letzten zwei Jahren wird es auch dieses Jahr in Berlin am 1. Mai wieder eine unangemeldete Demonstration um 17 Uhr in Kreuzberg geben: gegen Verdrängung, steigende Mieten, Zwangsumzüge, Polizeigewalt & die drohende Räumung von alternativen Projekten wie KVU, Linie 206 und Rummelplatz.

Seit Jahren steigen die Mieten in der Berliner Innenstadt rasant. Auf der einen Seite, bei den Immobilien-Firmen, explodieren die Profite rasant. Auf der anderen Seite stehen hunderttausende Mieterinnen und Mieter, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete bezahlen sollen; Menschen, die nicht mehr ins Kino gehen oder sogar ihr Essen nicht mehr bezahlen können, weil der Großteil des Einkommens für Miete draufgeht; Hartz IV-Bezieher_innen, wo das Jobcenter die gestiegene Miete nicht mehr übernimmt; Menschen, die den Kiez, in dem sie seit Jahrzehnten wohnen, verlassen müssen, weil hier keine bezahlbaren Wohnungen mehr zu finden sind.

Diese Verdrängung von Menschen mit geringen Einkommen aus der Innenstadt hat mittlerweile sehr große Ausmaße angenommen. Die Politik nimmt diesen Prozess nicht nur hin, sondern unterstützt ihn auch aktiv: durch die Privatisierung hunderttausender ehemals öffentlicher Wohnungen in den letzten Jahren, durch die bewusste “Aufwertung” von bestimmten Stadtteilen, und direkt durch teils massive Polizeieinsätze bei Zwangsräumungen, die mittels heftiger Gewalt von den Eigentümer_innen der Mietshäuser in Berlin durchgesetzt werden.

Betroffen von steigenden Mieten, Verdrängung und Zwangsumzügen vertrauen immer weniger Menschen auf den Staat und die herrschenden Parteien. Dass CDU und FDP eh nur immer die Interessen der Reichen im Blick haben, ist offensichtlich. Dass es hier in Berlin die sogenannte “Linke” war, die zusammen mit der SPD die Privatisierung öffentlicher Wohnungen vorangetrieben haben, haben die Menschen auch nicht vergessen. Und wer erinnert sich nicht, dass es die “Grünen” waren, die mit der Einführung von Hartz IV eine Massenverarmung auf breiter Ebene politisch durchgesetzt haben?

Statt auf den Staat und die herrschenden Parteien zu vertrauen, organisieren sich immer mehr Menschen selbst – und das auch zunehmend mit Erfolg. Mit Blockaden von Nachbar_innen und Aktivist_innen wurden etwa in den letzten Monaten Zwangsräumungen teilweise nur noch mit Hilfe massiver Polizeieinsätze möglich. Und alleine in der zweiten April-Hälfte wurden mindestens zwei konkret geplante Zwangsräumungen in Berlin wieder abgesagt – alleine aufgrund der Ankündigung von Protesten. Diese Entwicklung finden wir super.

Derzeit ist es noch die Regel, dass Mieterhöhungen zur Profitsteigerung von den Eigentümern und Immobilien-Konzernen durchgesetzt werden – mit der Androhung der Räumung durch Polizeigewalt, falls die Miete nicht vollständig und pünktlich gezahlt wird. Gleichzeitig werden Mieterinnen und Mieter mit langjährigen Verträgen häufig schikaniert und bedroht, um sie zum Auszug zu bewegen – und so Platz für lukrative Neuvermietungen, häufig zur doppelten Miete oder mehr, zu schaffen.

Wenn wir es schaffen, Zwangsräumungen gemeinsam effektiv zu verhindern, schaffen wir auch einen Spielraum für Mieterinnen und Mietern, den unverschämten Mietforderungen und regelmässigen Mieterhöhungen der Hausbesitzer und Immobilien-Konzerne entgegen zu treten. Und wenn sich auch nur ein Teil der hunderttausende Menschen in Berlin, die von unverschämten Mietforderungen betroffen sind, für eine gemeinsame Verweigerung, für den Miet-Streik, entscheidet, werden diese Mieterinnen und Mieter eine solche Macht haben, dass auch die hochgerüstete Berliner Polizei ihren Widerstand nicht wird brechen können.

Nicht nur hunderttausende Mieterinnen und Mieter, sondern auch diverse alternative Projekte sind bedroht durch eine Entwicklung, die vor allem auf hohe Renditen aus lukrativen Immobilien setzt: die Hausprojekte “Linienstraße 206” und “Köpi” in Mitte, das langjährige Veranstaltungszentrum “Kirche von Unten” in Prenzlauer Berg, der Wagenplatz “Rummelplatz” in Lichtenberg, das Hausprojekt “Rigaer 94” in Friedrichshain, das politische und soziale Zentrum “Irving Zola Haus” in Kreuzberg, und viele mehr. Und auch diese Projekte sagen, wie viele Mieterinnen und Mieter: “Verdrängung verhindern – Wir bleiben Alle!”

Die Basis für zunehmende Verarmung großer Teile der Bevölkerung sowie für steigende Mieten, explodierende Immobilien-Profite und Verdrängung wird von der Politik und den herrschenden Parteien geschaffen. Umgesetzt wird diese Entwicklung mit tatkräftiger Entwicklung der Berliner Polizei, vor allem auch in Form der besonders gewalttätigen kasernierten sogenannten “Hundertschaften”.

Bei Zwangsräumungen werden Blockaden von Nachbar_innen und Aktivist_innen von der Straße geknüppelt. Erst letzte Woche wurde eine Demonstration wegen des Todes von Rosemarie F – gestorben in einer Notunterkunft zwei Tage nachdem sie mittels eines größeren Polizeieinsatzes zwangsgeräumt wurde – von starken Polizeikräften völlig grundlos mitten auf der Demonstrationsstrecke angegriffen, massiv wurde Pfefferspray eingesetzt, mehrere Demonstranten und Demonstrantinnen wurden festgenommen, ein Demonstrant wurde nicht nur vor seiner Festnahme bewußtlos geprügelt, es wurde ihm auch medizinische Hilfe verweigert.

Wir haben die Schnauze voll von der Berliner Polizei, die versucht, durch permanente und brutale Gewalt den Protest gegen die unsoziale Politik und die steigenden Mieten von der Straße zu knüppeln. Auf unserer Demonstration am 1. Mai wollen wir von diesen Schlägerbanden nichts sehen – weder in Uniform noch verkleidet in zivil.

Um sich etwas gegen die staatlichen bezahlen Schlägerbanden zu schützen – die bekanntermaßen auch keinerlei Probleme damit haben, vor Gericht zu lügen, dass sich Balken biegen – wird ein Schutz gegen Maßnahmen wie das zwar illegale, aber natürlich trotzdem ständig durch die Berliner Polizei durchgeführte Abfilmen von Demonstrationen empfohlen. Als Farben für die 17-Uhr-Demo am 1. Mai in Berlin würden wir etwa grün, pink und rot empfehlen.

Die Demonstration “Schnauze voll: Verdrängung stoppen – Zwangsumzüge verhindern! Miet-Streik jetzt!” am 1. Mai in Berlin wird nicht angemeldet.

Wir sehen überhaupt nicht ein, für unsere Demonstration ausgerechnet bei denjenigen um Erlaubnis zu fragen, die für die derzeitige Entwicklung von explodierenden Mieten, Verdrängung und Zwangsräumungen verantwortlich sind, und gleichzeitig regelmässig ihre polizeilichen Schlägerbanden losschicken, um den sozialen Protest niederzuschlagen – im Sinne des Wortes.

Demonstration “Schnauze voll: Verdrängung stoppen – Zwangsumzüge verhindern! Miet-Streik jetzt!”

Mittwoch, 01.05.13 // 17 Uhr // Mariannenplatz – Feuerwehrbrunnen // Kreuzberg

Quelle: http://de.indymedia.org/2013/04/343729.shtml

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#1mai #Stuttgart: Heraus zum ersten Mai! (anarchistischer Aufruf)

Bild: Revolutionäre 1. Mai Demo in Stuttgart 2012
Bild: Revolutionäre 1. Mai Demo in Stuttgart 2012

Der Ursprung des Kampftages der Arbeiterbewegung ist der 1. Mai 1886. Bei landesweiten Streiks gingen hunderttausende Arbeiter*innen in den USA auf die Straße. Das Zentrum der Bewegung war Chi­cago, wo die Kämpfe zwischen den Ausgebeuteten und ihren Bossen am schärfsten und heftigsten geführt wurden. Dort gingen rund 80.000 Men­schen für die For­de­rung nach dem Achtstundentag auf die Straße. In den folgenden Tagen kam es zu Aus­ein­an­der­set­zungen zwi­schen Strei­kenden und Streik­bre­cher*innen. Bei an­schlie­ßenden Polizeiangriffen wurden meh­rere Ar­beiter*innen ge­tötet und un­zäh­lige ver­letzt. Infolgedessen wurden die Redner*innen der Versammlung auf dem Haymarket und andere Anarchist*innen verhaftet und fünf von ihnen zum Tode verurteilt.

Seitdem wurden unzählige Kämpfe geführt, die teilweise zu gewissen Verbesserungen aber auch zu Niederlagen geführt haben. Am großen Ganzen hat sich jedoch nicht viel getan: die Ausbeutung der verarmenden Mehrheit ermöglicht denjenigen, die im kapitalistischen Überlebenskampf Wettbewerbsvorteile haben, mehr Kapital anzuhäufen als jemals zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse notwendig wäre. Daher rufen wir, Anarchist*innen und Libertäre, auch in diesem Jahr zur revolutionären Demonstration am 1. Mai in Stuttgart auf!

Die herrschende Gewalt…

Die Wirtschaftskrise geht nunmehr in ihr fünftes Jahr. Es ist unbestritten die schwerste Weltwirtschaftskrise seit 1929 und ein mögliches Ende scheint nicht in Sicht. Von der Finanzkrise, über die Weltwirtschaftskrise nun zur Staatsschuldenkrise. In Europa sind bisher die Menschen in den südlichen Regionen – Griechenland, Spanien, Portugal, Italien, Zypern – am heftigsten betroffen. Aber auch der gewöhnliche kapitalistische Normalzustand hier in Deutschland, einem vermeintlich ruhigen Zentrum der Krisenhurrikans, macht uns wütend!

In den staatlichen Institutionen, bereits im Kindergarten, über die Schule bis hin zu den Universitäten (sofern man uns soweit kommen lässt) wird uns angepasstes Verhalten eingetrichtert: Ein funktionierender Mensch befindet sich im ständigen Kräftemessen mit anderen. Es wird uns vorgegaukelt, dass wir nur härter arbeiten müssten als der Rest um ganz nach oben zu kommen. Doch die Enttäuschung kommt schnell: Das Märchen der Chancengleichheit, das wir uns gegenseitig erzählen, zerbröckelt angesichts der Realität. Letztlich bestimmen materieller Besitz, Beziehungen, Geschlecht und Herkunft wie weit wir kommen. Solange dieses Systems besteht, gibt es keine Alternative: Entweder wir spielen mit und sorgen dafür, dass der Laden läuft, oder wir verwirken die Möglichkeit zu existieren.

Unsere Identität dürfen wir uns aus den Jobs, die wir ausüben, und den Produkten, die wir kaufen zusammenbasteln. Durch staatliche Gewalt werden wir in dieser Glitzerwelt eingesperrt. Wer sich nicht kaputtarbeiten will, kriegt Probleme mit dem Arbeitsamt und wird mit Armut bedroht; wer zu wenig Geld hat und trotzdem nicht auf die schönen Konsumartikel verzichten will, wird wegen Diebstahl von den Bullen gejagt und landet im Knast.

Zynisch ist daran, dass mit den heutigen Produktionsmitteln (Rohstoffe, Maschinen, …) andere Zustände möglich wären: Während tonnenweise Lebensmittel weggeschmissen werden und überall Wohnungen leer stehen, werden Menschen, die sich diese nicht leisten können, zu Hunger und Obdachlosigkeit gezwungen. Obwohl viele keinen Job finden, machen andere Überstunden bis zum Burnout. Totale Verwertung statt Produktion zur Bedürfnissbefriedigung!

Doch leider gewinnen für diejenigen, die die Zustände nicht kritisch hinterfragen wollen, auch andere, scheinbar einfache Erklärungsversuche an Attraktivität: Die Schuld für soziale Missständen wird zunehmend im Fremden und Unangepassten gesucht – z.B. bei denen, die sich in ihrem Aussehen, ihrer Herkunft, ihrer Kultur oder ihrer Geschlechtsidentität von der hier vorherrschenden weißen, deutschen Mehrheitsgesellschaft unterscheiden. Die Konsequenz davon ist viel zu oft tödlich.

Wenn wir tatsächlich diese Grenzen in den Köpfen niederreißen wollen, gilt es aktiv zu werden und alternative Konzepte zu entwickeln. Das klappt aber nicht alleine! Nur wenn wir uns zusammenschließen können wir die Geschichte nach unseren Vorstellungen weiterschreiben!

…und unsere Antwort: Organize!

Organisieren bedeutet für uns nicht nur gemeinsam auf Demos zu gehen! Organisation sollte kein Selbstzweck sein, kein notwendiges Übel, sondern Selbstorganisation: Statt auf die Revolution zu warten erproben wir schon heute herrschaftsfreie Strukturen und Praxen und entwickeln diese weiter. Freiräume werden erkämpft, um darin zu leben, darin zu arbeiten, sie zu erweitern. Wir teilen unsere Erfahrungen und Fähigkeiten, experimentieren und machen Fehler um anschließend aus ihnen zu lernen und zu wachsen. Es geht darum, alternative betriebliche Strukturen zu etablieren und unsere Forderungen und Kämpfe auch in die Arbeitswelt zu tragen. Es geht um den Aufbau von kollektiv und selbstverwalteter Produktion jenseits von kapitalistischer Warengesellschaft und der Bevormundung durch Lohnarbeit.

Wir versuchen nicht mit einem 3-Prozent-Kompromiss aus Tarifverhandlungen hinausgehen oder mehr “Vertreter*innen” für unsere Interessen in die Parlamente zu schicken. Organisieren heißt für uns nicht in eine Partei (oder DGB-Gewerkschaft) einzutreten um Posten nachzujagen, sondern das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir wollen unser Leben, unsere Beziehungen und unser Miteinander nach unseren Vorstellungen gestalten: Solidarität und Empathie statt Konkurrenz und Ausgrenzung. Statt Arbeitskraft und Verwertbarkeit sollen die Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten, also der Mensch an sich, im Mittelpunkt stehen. Kurz: Es geht um nicht weniger als einen radikalen Bruch mit den bestehenden Verhältnissen.

Dabei können ohne Probleme unterschiedliche Ideen nebeneinander existieren und voneinander profitieren solange sie sich respektieren und gegenseitig zulassen. Wichtig ist nur, schon jetzt zu beginnen sich zu vernetzen, gemeinsame Lösungen zu finden und solidarisch und entschlossen für die Befreiung aller Menschen zu kämpfen.

Ob wir momentan kurz vor einer gesellschaftliche Umwälzung stehen oder nicht spielt für uns zunächst keine Rolle. Sicher ist aber, dass unsere Träume und Bedürfnisse, aufgrund unerbittlicher Kapitalinteressen, ständigen Angriffen ausgesetzt sind, die sich in Zeiten sozialer Revolten noch verschärfen werden. Worauf sollen wir warten? Das Bestehende wurde von Menschen erschaffen, wird durch das Denken und Handeln von Menschen aufrecht erhalten und kann durch diese auch verändert werden.

Lasst uns die existierenden Kämpfe vorantreiben und die Widersprüche in dieser Gesellschaft sichtbar machen, damit sich die rebellischen Feuer in den Herzen der Ausgebeuteten weiter ausbreiten! Der Kapitalismus ist nicht das “Ende der Geschichte”!

Gründet Antifagruppen, Freiraum-Initiativen, Betriebsgruppen, SchülerInnen-Gruppen, Stadtteil-Projekte!
 

Bildet euch, bildet andere, bildet Banden! Für die soziale Revolte im hier und jetzt!

Libertäres Bündnis Ludwigsburg (FdA)

Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Stuttgart (FAU/FdA)

  • 01. Mai – 11:30 Uhr: Revolutionäre 1. Mai-Demo, Schlossplatz, S-Mitte
  • 01. Mai – 14:30 Uhr: Internationalistisches Straßenfest, Linkes Zentrum, S-Heslach
  • Weiter Infos auf der Bündnis Webseite
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#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht 21. September: Ihr Repräsentiert Uns Nicht – Auf nach #Berlin!

irun_6#iRUN – Ihr Repräsentiert Uns Nicht

Die Stimme erheben statt abgeben.
Wir haben es satt, dass ihr, unter dem Deckmantel von Demokratie und Freiheit, permanent gegen unsere Interessen handelt. Eure Politik verletzt bereits seit langem unser Empfinden nach Gerechtigkeit.

Wir verstehen #iRUN als Kritik an unserem offensichtlich kapitalunterwanderten und korrumpierten Wahl- und Parteiensystem und an dem aktuell vorherrschenden Demokratie- und Politikverständnis an sich. Wir erleben derzeit die Zuspitzung des Versagens der “repräsentativen” Demokratie und wir realisieren, dass wir nie eine echte Demokratie hatten. Wir leben in einer konzerngesteuerten Republik, in der politische Willensbildung durch den Einfluss von Eliten und Machtträgern über unsere Köpfe hinweg organisiert wird.

Wichtigste Entscheidungen werden in geheim tagenden Gremien und Ausschüssen geplant und beschlossen. Sie werden von Lobbyisten und Technokraten gesteuert, von der Politik durchgewunken und der Öffentlichkeit größtenteils verschwiegen. Innerhalb Europas werden diese Gremien zum Teil sogar offensichtlich in undurchsichtigen Machenschaften erpresst. Das ist in keinster Weise mehr tragbar. Sowohl im Sinne der universellen Menschenrechte und als auch in Bezug auf den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Nicht nur für uns, sondern vor allem auch für zukünftige Generationen.

Lange genug haben wir geschwiegen und hingenommen, zugeschaut und mitgemacht… Jetzt ist Schluss damit! #iRUN ruft zum Protest gegen die Parteien, Konzerne und ihre gemeinsame Politik in Deutschland auf. Unter dem Motto “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” wollen wir am 21.September (einen Tag vor der Bundestagswahl) die Stadt Berlin mit kreativem Protest aus ganz Europa beleben.
Wir wollen uns nicht mehr als Stimmvieh und Humankapital behandeln lassen! Wir wollen uns nicht mehr belügen und ausbeuten lassen! Wir wollen es anders und besser machen!

Wer sind wir?

Wir sind die Studierenden und wollen lernen und nicht nur leisten.

Wir sind die Erwerbslosen und leiden unter den Entscheidungen, die von marktradikalen Neoliberalist_Innen erdacht wurden.

Wir sind die arbeitende Gesellschaft, ohne die das ganze System zusammenbrechen würde und der größte Teil von uns arbeitet für die Profite von anderen.

Wir sind die Rentner und haben unser ganzes Leben geschuftet, um von euch abgestoßen zu werden.

Wir sind Flüchtlinge und werden ein menschenwürdiges Leben mitorganisieren, egal wo auf dieser Welt.

Wir sind diejenigen, die eure Austeritäts- und Kriegspolitik nicht länger verantworten können.

Wir wollen nicht, dass unsere Wahlstimmen eure Rüstungsexporte legitimieren.

Wir sind Partner, Mütter, Väter und Alleinerziehende und wollen eine bessere Zukunft für unsere Kinder als ihr sie ihnen bietet.

Wir sind Suchende, Freigeister und Künstler_Innen, die sich gegen die Leistungsgesellschaft und ihre Mechanismen wehren.

Wir sind einfach nur Menschen und wollen unseren Lebensraum und uns selbst nicht länger zerstören und ausbeuten.

Wir sind die Wähler_Innen und Nicht-Wähler_Innen und haben das Vertrauen in euch aufgegeben.

Wir wollen eine Plattform bieten, auf der sich Widerstand vernetzt, auf die jede_r Zugriff hat und auf der Kooperation vor Konkurrenz steht.

#iRUN will für die verschiedensten Probleme in Deutschland, Europa und der Welt sensibilisieren, die Missstände in unserem Wahl- und Parteiensystem aufzeigen und Alternativansätze unterstützen. #iRUN will zum Mitdenken, Mitmachen und Mitgestalten einladen, zu Protesten und Asambleas mobilisieren, Bürgerforen und -Intiativen verbinden, die sich für eine echte Demokratie von unten stark machen. Wir wollen neue alternative Lösungsansätze entwickeln und ausarbeiten, gemeinsam mit Bürger_Innen und Nichtwahlberechtigten und die Diskrepanzen zum Handeln unserer Volksvertreter aufzeigen. Wir wollen den Menschen Mut machen, sich zu erheben und ihre Gestaltungsalternativen aktiv in die Hand zu nehmen.

#iRUN will den Menschen Alternativen für eine gerechte und solidarische Gesellschaft aufzeigen. Wir treten ein für eine selbstbestimmte Zukunft und wirkliche politische Teilhabe für alle Menschen.

Nähere Informationen folgen… (Der genaue Treffpunkt in Berlin und Uhrzeit am 21. September werden wir HIER bald veröffentlichen.)

Facebook Event Ihr Repräsentiert Uns Nicht – Auf nach #Berlin!

https://www.facebook.com/events/634597406555929/

Mobi Video Ihr Repräsentiert Uns Nicht – #iRUN

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#1m #Mayday #Berlin: Anarchistischer Aufruf zum 1.Mai

Wir stellen k1maianarchoheadereine Forderungen – auch nicht am 1.Mai
Die Hoffnungen auf Veränderungen, die mit dem Austausch von Argumenten auf der Ebene einer gleichberechtigten Diskussion beginnen, sind schon lange verflogen. Von den herrschenden Parteien, Eliten und bürokratischen Apparaten, von der Wirtschaft und ihren ideologischen Wegbereitern, wird ihr Anspruch auf unsere Zukunft scheinbar unveränderlich in Beton gegossen.

Bestimmte Viertel in Berlin werden in absehbarer Zeit frei sein von Hartz 4 BezieherInnen und Menschen mit geringem Einkommen.
Die Stadt wird mit einem immer dichteren und subtileren Netz von Sicherheitsmaßnahmen überzogen, mehr Bullen, mehr Kameras, mehr Quartiersmanagement, mehr private Securitys und mehr Aufrufe zur Denunziation.
Der seit dem Jugoslawien Überfall 1999 fast ununterbrochene Krieg Deutschlands wird zu einem Dauerzustand. Die Bundeswehr schießt täglich irgendwo auf der Welt, ein Kampf mit wechselnden Gegnern und Einsatzgebieten wie in Orwells Buch „1984″.
Rassismus, Leistungszwang und Konsum sind die einzigen „Werte“, die der Staat vertritt und über Schule, Medien und Beamte versucht seinen Insassen einzuimpfen.

Der 1.Mai hat seine Bedeutung in Berlin zunächst aus dem Aufstand der KreuzbergerInnen 1987 und auch noch 1989 geschöpft, danach wurde dieser Tag hauptsächlich von Medien und Innensenatoren als Schreckgespenst an die Wand gemalt, manchmal zur Projektionsfläche für linke Grabenkämpfe, meistens Schauplatz mehr oder weniger gelungener Auseinandersetzungen mit einer hochgerüsteten Polizeiarmee aber selten noch ein gemeinschaftliches Zusammenkommen und über den Tag hinaus wirkendes Zuschlagen von staatsfeindlichen oder frustrierten Menschen, die den Alltag in dieser Stadt unerträglich finden.

Die gute Nachricht
Während in den letzten Jahren die sogenannten „demokratischen Akteure“ noch gelegentlich Zivilgesellschaft und Opposition spielten, indem sie Demos gegen Sozialabbau, Montagsdemos, Antikriegsdemos oder Volksbegehren gegen Mediaspree als Ventil für die Unzufriedenen anboten, haben sie inzwischen jede Tätigkeit eingestellt. Die Herrschaft fühlt sich so sicher, dass sie auf den inszenierten Streit mit Parteien im Abgeordnetenhaus verzichtet und Gewerkschaften und Sozialverbände ihren rituellen Scheinwiderstand vergessen haben. Alle sind satt und bilden die große Koalition der Vernunft, kein Thema polarisiert die „VolksvertreterInnen“.
Dieser Zustand ermöglicht Raum für Angebote an diejenigen, die entweder von den Zwängen des Systems, wie Verdrängung aus dem Kiez oder beschissenen Jobangeboten vom Amt betroffen sind sowie natürlich an alle, die nur auf eine Gelegenheit warten um gegen die Unerträglichkeit einer sinnentleerten Knastgesellschaft vorzugehen.

Unser Angebot am 1.Mai in Kreuzberg ist ein anarchistischer Block – oder damit es sich nicht so abgrenzend anhört – Mob, Haufen oder Zusammenrottung von Individuen und Gruppen, mit dem Ziel sich diesen Tag nicht von den Bullen diktieren zulassen und Kommunikationsformen für andere Tage und Situationen auszuprobieren.
Die anarchistische Präsenz auf dieser Demonstration wird ihre TeilnehmerInnen nicht in sinnlos riskante Situationen bringen, wie zum Beispiel im letzten Jahr vor dem Jüdischen Museum oder bei den jährlichen Massenfestnahmen abends am Kotti. Wir sind der Mob, der weder Vorkontrollen noch Alkohol auf dieser Demo braucht und wir suchen nicht den Krawall um jeden Preis. Vielleicht laufen wir auch nicht jede Route bis zum Ende mit.
Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses , wenn wir auch in einigen Punkten andere Prioritäten setzen.

Haltet die Augen offen wenn ihr uns auf der Demo finden wollt!

Quelle: http://eraso.blogsport.de/2013/04/08/anarchistischer-aufruf-zum-1-mai-b/

1.Mai // 18:00 // Spreewaldplatz // Kreuzberg

Siehe auch:

http://enough14.org/2013/04/04/01-mai-2013-berlin-aufruf-des-revolutionaren-1-mai-bundnis-die-einzige-losung-revolution-zusammen-kampfen-gegen-kapitalismus-krise-und-krieg/

und

http://enough14.org/2013/04/04/30-april-berlin-wedding-anti-kapitalistische-walpurgisnacht-gegen-rassismus-und-soziale-ausgrenzung/

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#Anarchismus: April Ausgabe der Gai Dào erschienen

 

Gaidao-Nr-28-April-2013-Cover

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Hallo Menschen,

 

seit Januar 2013 gibt es uns also auch als Printausgabe im Abonnement. Seit dem steigen die Abo-Zahlen langsam aber sehr kontinuierlich an. Gleichzeitig wird auch immer noch rege Gebrauch von der Möglichkeit gemacht sich die 改道 Gǎi Dào kostenlos als PDF oder eBook herunter zu laden. Auch das Angebot die Zeitung via issue.com online zu lesen wird erfreulich häufig genutzt. Das alles motiviert uns sehr zum weiter machen.
Auf dem FdA-Treffen im März in Witten, hat sich auch die Redaktion getroffen. Wir haben eine ganze Reihe von Plänen, die wir gerne in den nächsten Monaten umsetzen wollen. Einige dieser Ideen sind sehr Oldschool. So überlegen wir zum Beispiel auch eine Wandzeitungsausgabe zu machen. Noch sind wir uns nicht ganz sicher wie die aussehen wird, aber wir experimentieren schon ganz fleißig mit verschiedenen Konzepten. Noch aufwendiger als dieses Projekt wird die zweite Oldschoolidee die wir hatten. An dieser Stelle können wir jedoch noch nicht verraten um was es geht. Das Konzept steht schon, jetzt müssen wir nur noch die Inhaltlichen Grundlagen schaffen. Sobald es soweit ist damit an die Öffentlichkeit zu gehen, werdet ihr, die geneigte Leserschaft der 改道 Gǎi Dào, es als allererste erfahren.

 

Notwendige Anmerkung:
Der Druckfehlerteufel hat zugeschlagen. Bei bei den öffentlichen Termin der Libertären Gruppe Heidelberg auf der Seite “FdA hautnah” wurde in den letzten zwei Ausgaben leider ein falscher Termin abgedruckt. Hier der richtige Termin: A-Kneipe der Libertären Gruppe Heidelberg, jeden 1. Samstag im Monat, ab 19.30 Uhr, im Gegendruck, Fischergasse 2, Heidelberg-Altstadt.

 

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim Lesen!
Eure Redaktion

Quelle: http://fda-ifa.org/gai-dao-nr-28-april-2013/

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#Anarchismus: März Ausgabe der Gai Dào erschienen

Gai-Dao-Nr-27-März-2013Hallo Menschen,

nachdem es letztes Mal keine Nachrichten aus der weltweiten Bewegung gab, bieten wir euch dieses Mal gleich derer sechs an sowie zwei weitere Artikel mit internationalen Bezug in anderen Rubriken. Es ist einfach sehr viel los und das möchten wir gerne illustrieren. Sehr erfreut waren wir übrigens über einen spontan zugesandten Artikel zu Zypern, dem womöglich weitere folgen werden.

Daneben bieten wir aber auch handfeste Überlegungen zur Erweiterung anarchistischer Gruppen und zahlreiche Aufrufe, um handfest Solidarität zu leisten, etwa zum „Refugee Struggle Congress“. Kritisch rückbetrachtet hat die Anarchistische Gruppe Schwarzenbek 1,5 Jahres ihres Wirkens im ländlichen Raum – sehr empfehlenswert! Ebenfalls kritisch betrachtet Frank Tenkterer zwei Neuerscheinungen aus dem Verlag Graswurzelrevolution.

Der Syndikater ist auch mit an Bord und steht auf hoher See vor einer folgenschweren Gewissensentscheidung. Währenddessen setzen wir unsere Erstveröffentlichung von “Anarchismus und Judentum” fort und präsentieren Kapitel 3.4. Wir sind gespannt, wie dieser Aufsatz weitergeht. Etwas kleinere Geschichten findet ihr hingegen auf unserer Pinnwand.

Schließlich noch ein Hinweis in eigener Sache: In der Januarausgabe (Nr. 25) der Gai Dào wurde der Text „Mehr Druck“ in der Rubrik „Leser*innenbriefe“ abgedruckt. Das war ein Irrtum und beruht auf einem internen Kommunikationsfehler in der Redaktion. Der Text wurde nämlich extra angefragt! M. Veith von Syndikalismusforschung.info hatte sich dankenswerterweise bereitgefunden, anlässlich unserer ersten regulär gedruckten Ausgabe einen Text exklusiv für uns zu schreiben.

Also dann, viel Spaß beim Lesen!

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