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#Wien: Flüchtlinge im #Hungerstreik –- #rfcamp #RefugeeCamp #Vienna #Votivkirche

Pressemitteilung:

Flüchtlinge im Hungerstreik – Reaktion auf die Antwort des Innenministeriums

Sicherer Aufenthalt für die Protestierenden gefordert

votivkirche

Wien (OTS) – Wir, die Flüchtlinge, die in der Votivkirche Schutz gesucht haben, wollen die österreichischen Bürger wissen lassen, dass wir uns zum Hungerstreik entschieden haben.

Die Antwort des Innenministeriums nach der Gesprächsrunde am Freitag war bisher nur, dass einige von uns in der sogenannten „Grundversorgung“ bleiben können.

Das bedeutet für uns weiterhin eine Situation ohne Sicherheit und in Angst, so dass wir dazu nicht zustimmen können. Wir brauchen einen sicheren Aufenthalt für alle, die am Protest teilnehmen.

Wir waren voller Hoffnung, dass sich durch unseren Protest die Situation von Flüchtlingen in Österreich bessert, in Richtung eines fairen Asylverfahrens, besserer Asylbedingungen und einem Zugang zum Arbeitsmarkt. Leider wurden bisher unserer Forderungen nicht ernst genommen und ernsthaft diskutiert. Wir sind verzweifelt, weil wir also immer noch nicht gehört werden. Dennoch hoffen wir auf eine Fortsetzung der Gespräche.

Heute ist ein besonderer Tag für Österreich und wir freuen uns, Sie in der Kirche und am Protestcamp begrüßen zu können. Es wird auf dem Protestcamp am späteren Abend eine Feier für die Rechte und die Würde von Flüchtlingen geben.

Video 21.12.2012 Das RefugeeCamp Wien und der runde Tisch mit Caritas & co:

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Video Votivkirche: Polizeieinsatz vom Tisch #rfcamp #RefugeeCamp #Vienna

Nach der vorgestrigen Ankündigung durch den Pfarrer der Votivkirche die schutzsuchenden Flüchtlinge von der Polizei räumen zu lassen, fanden sich bis etwa 22 Uhr rund 100 Personen darunter Flüchtlinge, AktivistInnen und zahlreiche JournalistInnen vor Ort ein. Die Flüchtlinge einigten sich mit KirchenvertreterInnen und der Caritas darauf über nächste Schritte zu diskutieren.

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Pressekonferenz am 19.12.2012

Gestern fand eine Pressekonferenz statt. Der Wiener Caritasdirektor Michael Landau und Bischofsvikar Dariusz Schutzki als Vertreter der Erzdiözese haben sich am Mittwoch in dieser Pressekonferenz solidarisch mit jenen Flüchtlingen gezeigt, die die vergangene Nacht in der Votivkirche verbracht haben. Ein Polizeieinsatz zur Räumung sei kein Thema, betonte Caritas-SprecherKlaus Schwertner: “Wenn die Flüchtlinge Schutz in der Kirche brauchen, werden sie auch Schutz finden.”

Video: Flüchtlinge in der Votivkirche – RefugeeCamp Vienna Teil 1

Video: Flüchtlinge in der Votivkirche – RefugeeCamp Vienna Teil 2

Video – Pressekonferenz #rfcamp #RefugeeCamp #Vienna in die Votivkirche (Teil 1, 19.12.2012)

Video – Pressekonferenz #rfcamp #RefugeeCamp #Vienna in die Votivkirche (Teil 2, 19.12.2012)

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#Antifa klärt auf wer hinter Goldene Morgenröte USA steckt – #Greece #GoldenDawn

Erklärung von “Anti-Racist Action”:

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Im Gegensatz zu den Berichten der internationalen Medien, hat die Griechische Neo-Nazi Partei Goldene Morgenröte kein Büro in Chicago eröffnet. Wir haben sie verarscht. Ihre vielgepriesene Expansion nach Chicago war in Wirklichkeit eine anti-rassistische Aufklärungsaktion. Wir publizieren jetzt einige der Früchte dieser Operation. Diese Erklärung haben wir in 3 Teile aufgegliedert:


1. Ein Bekennerschreiben über einen kleinen Sieg in unserem fortfahrenden Kampf gegen Faschismus, Rassismus und Hass gegen Migranten.

2. Die Freigabe der Dokumentation über Führer, Mitglieder und Unterstützer der Goldenen Morgenröte in Nord-Amerika, Griechenland und in anderen Orte, an denen sie sich sonst noch verstecken.

3. Wir rufen andere auf, die Zentrale der Goldenen Morgenröte und die New Yorker Abteilung zu fluten, um so nicht nur zu versuchen, der Goldenen Morgenröte die Möglichkeit zu nehmen sich zu vergrößern, sondern auch um die Glaubwürdigkeit derjenigen zu untergraben, die die Neo-Nazi-Partei tatsächlich unterstützen möchten.

In den letzten zweieinhalb Monaten war “Anti-Racist Action” in einer stillen Kampagne involviert, die als Ziel hatte die Expansion der nationalistischen Organisation in den USA zu stoppen. Eines unserer Ziele war, was wir auch mit großen Erfolg erreicht haben, Informationen über die Mitglieder der New Yorker Abteilung der Goldenen Morgenröte zu sammeln, aber auch über Unterstützer und Mitglieder der “Federation of Hellenic Societies of Greater New York”, die die Ansichten der Goldenen Morgenröte eventuell teilen.

Wir haben uns für Chicago als fiktive Basis für unsere Operation entschieden, weil es dort eine starke antifaschistische Präsenz und eine hohen Anteil an Griechen in der  Bevölkerung gibt, die von der Diaspora in und rund um die Stadt beeinflusst wird. Uns erschien es höchst wahrscheinlich, dass dies einer der wichtigsten Orte der Auseinandersetzungen zwischen der Goldenen Morgenröte und Antifaschisten in den USA werden könnte, und wir wollten diesen Ort beanspruchen, bevor die Faschisten ihn in Besitz nehmen konnten.

Eine der wichtigsten Methoden, bei dem Versuch eine Nazi Organisation bei der Expansion aufzuhalten, ist dafür zu sorgen, dass sie bei jeder Netzwerk-Anfrage, die sie von außerhalb bekommt, zu zweifeln beginnt. Hierfür brauchen wir eure Hilfe. Das hier ist, was wir gemacht haben, und was du machen kannst, um sie zu stoppen.

A. Die Operation

Der erste Schritt war ziemlich einfach. Aufgrund der Tatsache, dass wir die Webseite “Stormfront” der weißen Nationalisten, seit ihrer Gründung beobachten, wussten wir, dass es mehrere Mitglieder gab, die die Goldene Morgenröte und ihr Vorgehen im Neo-Nazismus sympathisch, ja sogar neidisch, beobachteten. Verschiedene Mitglieder haben griechische Herkunft, einige wohnen sogar in Griechenland. Wir vermuteten, dass jemand aus diesem Kreis etwas über die Pläne der Faschisten in den USA wissen musste. Es ging eigentlich nur darum, die langsamste Antilope aus der Herde heraus zu picken.

Nach einem Dutzend Postings, erlangten wir das Vertrauen von Panos8814, einem Mitglied das die Übersetzung vom Manifest der Goldenen Morgenröte gepostet hatte. Wir boten ihm an bei zukünftigen Übersetzungen zu helfen und er gab uns den Kontakt zu Patreus, einem anderen Mitglied, das mehr Verbindungen zu der Organisation in Griechenland hatte. Patreus und Panos8814 plauderten an eine anonyme Person mit einem 4 Tage alten Account wichtige Informationen aus, ohne diese Person  jemals von Angesicht zu Angesicht gesehen zu haben. Dies ist einer der großen Fehler der Goldenen Morgenröte.

Patreus schrieb uns, dass er uns informieren würde über alle wichtigen Neuigkeiten, die die Goldene Morgenröte in den USA beträfen. Panos8814 und Patreus ermutigten uns über die wichtigste Webseite Kontakt mit der Organisation aufzunehmen und Panos gab uns dafür eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, in der uns erklärt wurde, was wir sagen sollten und mit wem wir Kontakt aufnehmen sollten. Das hat uns dann viel über ihre Sicherheitsmethoden und Informationen über ihre Leute in Griechenland verraten. Patreus erwähnte, dass die internationalen Abteilungen autonom arbeiteten, aber dass sie trotzdem den Weg über die griechische Goldene Morgenröte gehen müssten.

Wir sagten Goldene Morgenröte, dass wir vor hatten eine Abteilung in Chicago gründen zu wollen und baten sie um Hilfe und Tipps, da wir es richtig machen wollten. Innerhalb von einigen Tagen bekamen wir eine E-Mail von der Parteizentrale der Goldenen Morgenröte.

In den ersten E-Mail, die wir von der Goldenen Morgenröte bekamen, sagten sie uns, dass wir Emmanouil Lallas , Leiter der Goldenen Morgenröte in New York, kontaktieren sollten. Wir bekamen seinen Facebook-Account, seine E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Mit Hilfe seines Facebook-Profils fanden wir heraus, dass Lallas mit Demetrios Demetrios, dem dritten Vize Präsident vom “Federation of Hellenic Societies of Greater New York”, befreundet war, allerdings nicht mit anderen Vorstandsmitgliedern dieser Organisation. Nach einige Web-Recherchen fanden wir ebenfalls heraus, dass Lallas im Mai 2012 auf einem Workshop der Federation einen Vortrag gehalten hatte.

Emmanouil Lallas

Im Laufe der Zeit bekamen wir entscheidende Informationen von der Goldenen Morgenröte, die wir benutzten, um ihre Mitglieder in den USA ausfindig zu machen. Einige davon sind unten aufgelistet. Fühlt euch frei mit diesen Personen über das Geschehen, aber auch über Rassismus und Faschismus zu diskutieren, über Telefon, E-Mail, Fax und auch persönlich. Wir hoffen, dass die Goldene Morgenröte nicht mehr weiß wem sie trauen kann und wem nicht, wenn sie mit fiktiven Anfragen zum Eröffnen einer neuen Abteilung geflutet werden.

Anti-Racist Action, 15-12-2012

Einige detaillierte Informationen über ihre Mitglieder findet ihr in dem Artikel (unterhalb von B Nazis outed) auf http://darkernet.in/golden-dawn-nazis-hit-by-activists-at-both-ends/ . Folgt auch den kommenden Dokumentationen auf http://antiracistaction.org/?q=node/178

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#Köln: Solidemo mit Flüchtlingsproteste – #rfcamp #KeinMenschIstIllegal

Über vierhundert Menschen folgten am Sonntag dem Aufruf eines breiten antirassistischen Bündnisses und beteiligten sich an einer Demonstration in der Kölner City. Sie solidarisierten sich mit den Flüchtlingen, die seit März selbst organisiert gegen ihre Isolation und Entrechtung in Deutschland und Europa kämpfen, um endlich Gehör zu finden für ihre Forderungen nach Abschaffung der Residenzpflicht, Schließung der Lager, dem Stopp aller Abschiebungen, kurz nach Freiheit und Würde statt tödlichem Grenzregime.

Die Demonstration in Köln
Die Demonstration in Köln

Auf der Auftaktkundgebung am Friesenplatz sprach zunächst die in Köln lebende Schwester von Mohammad Rahsepar, dessen Suizid die Proteste in Würzburg ausgelöst hatte. Er war Polizist, bis er eines Tages den Befehl verweigerte, daraufhin verhaftet und gefoltert wurde und nach Deutschland floh, weil er hier auf ein besseres Leben hoffte. Doch statt Sicherheit vor Verfolgung fand er sich in einem Lager bei Würzburg wieder. Aus Verzweiflung über die unmenschliche Behandlung durch die Behörden, die Isolation und unsichere Zukunft nahm er sich am am 29. Januar das Leben. Seine Freunde beschlossen daraufhin, das Lager zu verlassen und auf der Straße für ein Leben in Würde und Freiheit zu kämpfen. Ein Flüchtling berichtete auf der Kundgebung anschließend über ihre Proteste gegen die Lager in Sachsen-Anhalt. Eine Vertreterin des Rom e.V. sprach über die aktuelle Hetzkampagne gegen Roma und den Versuch von Politikern, die Visa-Pflicht für Serbien und Mazedonien wieder einzuführen. Der Autor und Stadtführer Martin Stankowski wies in seinem Kundgebungsbeitrag auf die Zusammenhänge zwischen der Kölner Flüchtlingspolitik und der europäischen Abschottungspolitik hin. Der Kabarettist Jürgen Becker hatte ein Bild von Max Ernst mitgebracht, um seinen großen historischen Bogen vom Kind in der Krippe bis zum Integrationsdiskurs von heute zu veranschaulichen.

Die Demonstranten zogen anschließend über die Ringe bis zur Richmondstraße am Neumarkt. Die Demo war laut und die Stimmung gut. Zum Abschluss sprach eine Mitarbeiterin von Agisra über Gewalt gegen Frauen im Migrationsprozess und eine Aktivistin der Karawane, Wuppertal, über die Notwendigkeit und das Recht auf Protest und Widerstand gegen die repressive Flüchtlings- und Migrationspolitik im Zeichen der kapitalistischen Krise. Für gute Stimmung sorgen außer einer Samba-Band auch zwei Musikerinnen, die auf den Kundgebungen selbst getextete Lieder sangen.

Für alle, die sich weiter engagieren möchten wurde auf das nächste Treffen des Kölner Netzwerks “kein mensch ist illegal” am 18.12.2012 um 19:30 Uhr im Allerweltshaus, Körnerstraße hingewiesen.

Mehr Informationen (& Quelle):

http://www5.kmii-koeln.de/

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#rfcamp #Weiden Demonstration: Kein Mensch ist il­le­gal! Welt­wei­tes Blei­be­recht für alle!

Voice of Re­fu­gees Wei­den hat sich zu­sam­men­ge­fun­den, um die be­ste­hen­den Ver­hält­nis­se und Ge­set­ze eu­ro­päi­scher, deut­scher und baye­ri­scher Flücht­lings­po­li­tik nicht mehr ein­fach laut­los hin­zu­neh­men. Die der­zei­ti­ge Asyl­po­li­tik und die ras­sis­ti­schen Son­der­ge­set­ze wie Re­si­denz­pflicht, Un­ter­brin­gung in über­füll­ten Sam­mel­la­gern und Es­sens­pa­ke­te zeu­gen davon nach wel­chen Me­tho­den die deut­sche Re­gie­rung ver­sucht allen Flücht­lin­gen die Per­spek­ti­ven zu neh­men. Der Zwang nach der An­kunft 1 Euro Jobs nach­zu­ge­hen und die damit ein­her­ge­hen­de feh­len­de Ar­beits­er­laub­nis im ers­ten Jahr stel­len eine wei­te­re Ein­schrän­kung der Frei­heit der Flücht­lin­ge dar. Zu was dies füh­ren kann, konn­te Mensch lei­der zu­letzt in Wei­den be­ob­ach­ten, als zwei Asyl­su­chen­de ver­such­ten Sui­zid zu be­ge­hen. Als Grund dafür gaben beide die Um­stän­de ihres Auf­ent­halts, die Per­spek­tiv­lo­sig­keit im Bezug auf ihren Asyl­an­trag und die aus­beu­te­ri­sche Ar­beit an.

rfcampflyerfront

So­lan­ge Asyl­be­wer­be­rIn­nen zu aus­beu­te­ri­scher Ar­beit ge­zwun­gen wer­den, sie ihre Nah­rung und ihren Auf­ent­halts­ort nicht frei wäh­len kön­nen und es Ab­schie­bun­gen gibt, wer­den wir uns für Flücht­lings­rech­te ein­set­zen!

De­mons­tra­ti­on „Kein Mensch ist il­le­gal! Für ein welt­wei­tes Blei­be­rech­te!“   15. De­zember 2012  13:00 Uhr Asyl­heim Wei­den, Ka­ser­nen­stra­ße

Für ein welt­wei­tes Blei­be­recht!
Kein Mensch ist il­le­gal!

Danach: Soli-Konzert

Im An­schluss an die De­mons­tra­ti­on wer­den zu­nächst ei­ni­ge Vor­trä­ge sowie eine Film­vor­stel­lung statt­fin­den. An­schlie­ßend gibt es ab 19.​00 Uhr ein So­li-​Kon­zert. Beide Ver­an­stal­tun­gen fin­den im Evan­ge­li­schen Ver­eins­haus Wei­den (Wolf­ram­str. 2, De­mons­tra­ti­on endet vorr­aus­sicht­lich hier) statt. Der Ein­tritt­preis be­trägt 5€ (Flücht­lin­ge kom­men um­sonst rein).

Vor­trä­ge und Film­vor­stel­lung

Do­ku­men­tar­film: De­nise Gar­cia Bergt – „Re­si­denz­pflicht“. An­schlie­ßend Dis­kus­si­on mit ei­ni­gen Flücht­lin­gen aus Wei­den über die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on im Flücht­lings­heim Wei­den.

Gott­hold Streit­ber­ger (Bür­ger_in­nen-​In­itia­ti­ve Asyl Re­gens­burg, Baye­ri­scher Flücht­lings­rat) : „Men­schen wie Men­schen be­han­deln – Glei­che Rech­te für alle!“

Kon­zert: Li­ne-​Up

Block­wart & basuR (Hip­hop | Ber­lin)

Brid­ges Left Burning (Me­lo­dic Hard­core | Zwie­sel)

Beat­nikz (po­li­ti­cal-​skate­punk | Am­berg)

Danach Af­ter­show

Kampf­an­sa­ge So­und­sys­tem (Nürn­berg)

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#rfcamp #Berlin 09.12 Flüchtlingsproteste am Brandenburger Tor ausgesetzt – Protest geht weiter – Überall

09.12. Pressemitteilung Flüchtlinge vom Brandenburger Tor: Flüchtlingsproteste am Brandenburger Tor ausgesetzt – Protest geht weiter – Überall

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Anlässlich der gestrigen Besetzung der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Oberschule in Berlin-Kreuzberg erklären die protestierenden Flüchtlinge vom Brandenburger Tor:

Über 6 Wochen haben wir den Witterungsbedingungen und Repressionen durch die eingesetzten Polizeikräfte, den politisch Verantwortlichen sowie dem Bezirksamt getrotzt. Wir sind zwei Mal in den Hungerstreik getreten, um einerseits erstmals direkte Gespräche mit Vertreter_innen der Bundesregierung zu erzwingen und andererseits die Heuchelei der politisch Herrschenden zu entlarven. Dabei haben wir nicht nur die Öffentlichkeit erreicht, sondern haben ungebrochen und erhobenen Hauptes die Proteste fortgesetzt und die Einhaltung von elementaren Menschenrechten eingefordert – nicht nur für uns, sondern für alle die aus rassistischen oder sozialen Gründen diskriminiert, ausgegrenzt und Repressionen ausgesetzt werden. Dies wird auch so bleiben.

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Unabhängig vom jeweiligen Ort oder Zeitpunkt, von der Aktionsform oder dem aktuellen Anlass werden wir unsere Proteste dahin tragen, wo wir es für notwendig halten, selbstbestimmt und emanzipiert, mit oder ohne Pass. Der Marsch von Würzburg bis Berlin und der Pariser Platz waren bzw. sind solche Orte und Anlässe, ebenso wie das Flüchtlingscamp am Oranienplatz, die Besetzung der Botschaft Nigerias und der ehemaligen Schule in Kreuzberg.

Die derzeitige Bundesregierung wie auch die Innenministerkonferenz in Rostock haben vor allem eins bewiesen – unser Schicksal und unsere Rechte sind ihnen egal. Sie nutzen jede Gelegenheit um unser Anliegen zu diskreditieren, uns weiter auszugrenzen, zu isolieren sowie uns gegeneinander auszuspielen. Wir lassen uns aber nicht zu Opfern und Einzelschicksalen stilisieren oder nach einem vermeintlichen sozialem Status hierarchisieren.

Wir sind viele und wachsen weiter! Wir werden weiter solidarisch unsere Proteste ausbauen! Wir haben unsere Proteste am Brandenburger Tor nicht beendet, sondern lediglich ausgesetzt, um diese anderen Ortes verstärkt fortzusetzen, Kräfte zu bündeln und jederzeit die Option der Rückkehr zum Pariser Platz offen zu halten.

Unsere Forderungen sind heute so aktuell, wie gestern und bleiben:
Anerkennung aller Asylsuchenden als politisch Geflüchtete
Stopp aller Abschiebungen
Aufhebung der Residenzpflicht
Nicht Prüfung und Aufrechterhaltung der Lager sondern Wohnungen
Die protestierenden Flüchtlinge am Brandenburger Tor

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Video #Berlin – Hausbesetzung in #Kreuzberg #rfcamp #Refugeecamp #Kotti #squat

 >>Einladung an alle interessierten Personen, Gruppen und Kiezinitiativen zur Perspektiven-Versammlung im sozialen Zentrum (Ohlauerstraße/ Ecke Reichenberger Straße) am Montag, 10. Dezember, 20 Uhr <<
Das besetzte Haus Reichenberger Str. / Ecke Ohlauer Straße.
Das besetzte Haus Reichenberger Str. / Ecke Ohlauer Straße.
***Stell dir vor, es gibt ein neues soziales Zentrum mit Umsonstladen im Reiche-Kiez. Ein Ort an dem Menschen sich treffen können, miteinander reden oder einfach nur mal ausspannen. Räume für kostenlose Mieter_innenberatung, Veranstaltungen, Konzerte, Kieztreffen und vieles mehr. Selbstverwaltete Räume, die Ideen, Projekte, Nutzer_innen und Unterstützer_innen brauchen. Komm vorbei zur Perspektiven-Versammlung im sozialen Zentrum: Montag (10.Dezember), 20 Uhr.***

Die  Gebäude der Ohlauer/ Ecke Reichenberger Straße gehören dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, der sie leerstehen lässt. Wir haben uns eines der Gebäude Ohlauerstraße/Ecke Reichenbergrstraße am 8. Dezember 2012 angeeignet und dort ein soziales Zentrum mit Umsonstladen eröffnet. Am selben Tag wurde auch das leerstehende Schulgebäude der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule von Geflüchteten und ihren Unterstützer_innen besetzt. Der Bezirksbürgermeister Franz Schulz hat für beide Gebäude zwar eine Duldung bis zum kommenden Dienstag zugesagt, gleichzeitig jedoch deutlich gemacht, dass Kreuzberg seiner Meinung nach kein soziales Zentrum brauche.

Das sehen wir anders! Seit Jahren steigen in großen Teilen der Berliner Innenstadt – auch hier im Reiche-Kiez – die Mieten rasant. Gleichzeitig nimmt die gesellschaftliche Ungleichheit zu, es gibt immer mehr Armut. Menschen müssen einen immer größeren Teil ihres Geldes für Miete und das Notwendigste ausgeben, zum Leben selbst bleibt wenig. Der Berliner Senat hingegen unterstützt oder ignoriert diese Entwicklung.

Wir brauchen Orte zum Treffen, Diskutieren und Organisieren, um der Verdrängung etwas entgegensetzen zu können. Orte für soziale Projekte und Engagement, in denen sich auch Menschen mit wenig Geld aufhalten können. Selbstverwaltete und unkommerzielle Räume, die allen einen barrierefreien Zugang ermöglichen. Solche Räume fehlen in Kreuzberg.

In den nächsten Tagen wollen wir das soziale Zentrum und den Umsonstladen gemeinsam mit Ideen und Projekten füllen, um auch Schulz zu zeigen, dass dieser Ort im Kiez gewünscht und gebraucht wird. Dafür gibt es in den nächsten Tagen ein kleines Programm. Alle sind willkommen vorbeizuschauen und sich einzubringen. Außerdem laden wir alle interessierten Einzelpersonen, Gruppen und Kiezinitiativen am Montag, 10. Dezember 2012, zu einer Versammlung im sozialen Zentrum ein, um Ideen für die Nutzung des Gebäudes zu sammeln und zu verwirklichen. Auch Dinge, die noch gut zu gebrauchen sind, können jederzeit im Umsonstladen vorbeigebracht oder mitgenommen werden. Ohne Geld, ohne Kontrolle, sogar ohne Tausch.

>> Programm im sozialen Zentrum <<

*Sonntag

14 Uhr: Kaffee, Tee und Suppe
15 Uhr: offenes Treffen für alle Interessierten
20 Uhr: Konzert

*Montag

den ganzen Tag: warme Getränke und gemeinsamer Austausch

20 Uhr: Perspektiven-Versammlung für alle Interessierten

Neueste Updates von vor Ort unter:

https://twitter.com/MaryRead9

Info Handy: 0176 38357600

Video: Erneute Hausbesetzung in Kreuzberg

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#rfcamp #Refugeecamp #antifa 08.12. #Berlin – Streikende Flüchtlinge besetzen Haus #NoBorder

Das besetzte Haus Reichenberger Str. / Ecke Ohlauer Straße.
Das besetzte Haus Reichenberger Str. / Ecke Ohlauer Straße.
+++Berlin Kreuzberg, 08.12.2012 14.45 Uhr: STREIKENDE FLÜCHTLINGE BESETZEN HAUS OHLAUER STRAßE/ REICHENBERGER STRAßE!!! Stimmung ist gut, ca. 100 Menschen vorort und es wird demnächst gemeinsam gegessen… Support wird aber dringend gebraucht ob drinnnen oder davor! Solidarisiert euch und teilt diese Infos!!!+++

Heute wurden in Kreuzberg 36 zwei Gebäude einer leerstehenden Schule besetzt!

Wir fordern Wohnungen für alle!
Wir sind keine Opfer, wir sind Widerstandskämpfer_innen!
Wir bleiben alle!

Wir haben heute, am 8.12. das leerstehende Schulgebäude in der
Reichenbergerstraße, Ecke Ohlauerstraße in Berlin/Kreuzberg besetzt. Wir
sind eine Gruppe von Geflüchteten und Unterstützer_innen die für die
Abschaffung der Lagerpflicht, der Residenzpflicht und den sofortigen Stopp
aller Abschiebungen kämpfen. Um unsere politischen Forderungen zu
verwirklichen, sind wir aus unserer Isolation in den Lagern geflohen und
haben angefangen, auf der Straße und in den Protestzelten Widerstand zu
leisten. Wir haben am Protestmarsch von Würzburg nach Berlin teilgenommen
und haben damit die Residenzpflicht gebrochen, die uns gesetzlich dazu
zwingen will uns in den Grenzen eines bestimmten Landkreises aufzuhalten.
Diese brutalen Gesetze zu durchbrechen war eine unserer direkten radikalen
Aktionen, um mit vereinten Kräften die Lager- und Residenzpflicht
abzuschaffen.Die Besetzung des Gebäudes in der Reichenbergerstraße, Ecke Ohlauerstraße
ist eine politische Forderung zur Abschaffung der Zwangsunterbringung
Geflüchteter in Lagern! Das Leben in Lagern hält uns in Isolation gefangen
und verletzt unsere Menschenrechte, indem wir gezwungen werden, in
menschenunwürdigen Bedingungen fernab von jeglicher städtischen, sozialen
und gesundheitlichen Infrastruktur zu leben. Mit der Besetzung unternehmen
wir einen selbstbestimmten praktischen Schritt hin zur Abschaffung der
rassistischen Asylgesetzgebung, durch die wir unserer elementaren Zivil-
und Menschenrechte beraubt werden, wie z.B. das Recht auf eine Wohnung.
Wir fordern mit dieser direkten Aktion ein Leben, das wir nach unseren
eigenen Vorstellungen leben und gestalten können!!

Weil wir daran glauben, dass wir zwar alle unterschiedlich aber dennoch
gleich sind, werden die Unterstützer_innen in Solidarität mit den
Geflüchteten während der Aktion keine offiziellen Ausweisdokumente mit
sich tragen. Wir wissen, dass Pässe ein Privileg und Teil eines Systems
sind, das Menschen in verschieden Kategorien einteilt. Wir widersetzen uns
diesem System! Kein Mensch ist illegal!

Wir führen diese Aktion zusammen und in Solidarität mit einer anderen
selbstorganisierten Gruppe durch. Diese ist Teil einer weltweiten Bewegung
gegen Gentrifizierung, steigende Mieten und die Verdrängung von Menschen
aus Stadtteilen, die nicht in das sozio-ökonomische Profil einer
kapitalistischen Stadtumstrukturierunspolitik passen. Diese Gruppe wird
ein selbstorganisiertes soziales Zentrum auf dem Schulgelände aufbauen,
welches für alle aus dem Kiez zugänglich ist und einen Raum öffnen soll
für ein selbstbestimmtes und emanzipatorische Leben, in Solidarität mit
all jenen, die von diskriminierenden Gesetzen und Ideologien betroffen
sind.

Wir widerständigen Geflüchteten und Unterstützer_innen möchten der
Öffentlichkeit folgendes mitteilen:

Wir fordern Wohnungen für alle!
Wir sind keine Opfer, wir sind Widerstandskämpfer_innen!
Wir bleiben alle!

Neueste Updates von vor Ort unter:

https://twitter.com/MaryRead9

Info Handy: 0151 20054225