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#Free_Indymedia Die Deutsche #Telekom als Behörde, die #Indymedia #Athen abschaltet.

indymedia

Die Deutsche Telekom verweist auf ihrer Homepage, dass in Deutschland das DPI (Deep Packet Inspection) Verfahren zur Überwachung und Filterung von Datenpaketen „streng geregelt“ wäre. Wenigstens wird uns hier nicht präsentiert, dass ausgerechnet für den Spitzelkonzern Deutsche Telekom Meinungsfreiheit und Datenschutz ein zutiefst moralisches Gebot wär. Stattdessen erfolgt der Verweis auf bestehende Gesetze, an die sie sich halten würden.

Ist es Wahrheit oder naiver Glaube einem Konzern in dieser Frage zu vertrauen?

Die Methode der Kontrolle von Datenpaketen durch DPI wird von Konzernen wie der Telekom aus kommerziellen Interessen eingesetzt, während Staaten mit ihrer Methode ihre BewohnerInnen effektiv kontrollieren wollen. Eine englischsprachige Abhandlung zum Thema von Ben Wagner “Deep Packet Inspection and Internet Censorship” benennt mit China und Tunesien zwei Staaten, die mit Hilfe von DPI das Internet kontrollieren.

Aber es währe mehr als fahrlässig, den Blick immer nur auf die einschlägig bekannten und üblich verdächtigen Staaten zu richten, die allgemein für umfassende Zensur stehen. Die Deutsche Telekom selbst müsste im Zusammenhang der Beteiligung an Zensurmaßnahmen aktuell ins Blickfeld rücken, obwohl viele sich ihrer Verantwortung vielleicht nicht bewusst sind.

Es geht um nichts weniger als Indymedia Athen, Sprachrohr und Kommunikationsplattform der antagonistischen Bewegungen in Griechenland.

Die Deutsche Telekom, als größter Telekommunikationsanbieter Europas besitzt seit dem Jahre 2008 die unternehmerische Führung der OTE (Hellenic Telecom S.A.) mit inzwischen 40 Prozent Aktienanteil. Der griechische Staat hält noch 10 Prozent in seinen Händen. Diese Aktienaufteilung weist auf besonders einfache gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten zwischen dem, ohnehin im Interesse großer Konzerne handelnden Staat und Privatwirtschaft hin. Es ist davon auszugehen, dass vor allem staatliches Interesse and einer Abschaltung von Indymedia Athen besteht, obwohl die Deutsche Telekom und OTE berechtigterweise inzwischen in den Fokus anarchistischer Kreise geraten sind.

Indymedia Athen berichtet seit Längerem von ständigen Drohungen und einigen außergerichtlichen Abmahnungen durch die OTE. Die Abschaltung von Indymedia Athen erfolgt nicht aus heiterem Himmel.Bereits im Jahre 2009 drohte die griechische Telekomtochter Indymedia Athen und das damals noch existierende Indymedia Patras damit, beide Seiten vom Netz zu nehmen. Den Universitäten in beiden Städten sollten die Telefonverbindungen gekappt werden, wenn sie nichtinnerhalb von wenigen Tagen die Portale von Indymedia schließen. Glücklicherweise lehnte der ebenfalls staatliche Netzwerkbetreiber diese Maßnahme mit der Begründung ab, dass Zensur von Inhalten nicht in seinem Zuständigkeitsbereich liegen würde. Erst Anfang 2012 kam es zu zeitweiligen Stromabschaltungenund einer Solidaritätskampagne mit Indymedia Athen für freie Meinungsäußerung. Am 11. April 2013 kappte die Universitätsleitung der NTUA dieStromverbindung von Indymedia Athen, Radio 98 FM und Radio Entasi.  Am 15.04. wurde die Erpressungsmethode in Form der Androhung einer Totalsperrung für die TH Athen tatsächlich zeitweilig umgesetztNach einer Besetzung der Verwaltungsräume der NTUA schaltete der Provider (die OTE) den Internetserver komplett ab, womit selbst das offizielle Netzangebot der Universität zeitweilig vom Netz war.

Indymedia Athen war seit dem 11. April zeitweilig über eine Tor Adresse zu erreichen, diese Möglichkeit besteht inzwischenicht mehr, so dass auf das starkbeschnittene, alternative Angebot http://indymedia.squat.gr/ zurückgegriffen werden muss. Aktuell ist die Zensurmaßnahme gegen Indymedia Athen leider erfolgreich.

Die Allianz zwischen griechischem Staat und deutschem Konzern ist im Sinne einer rigiden Internetzensur fruchtbar. Die Worthülsen der Deutschen Telekom zu sensibelsten Datenschutzthemen widersprechen der eigenen Praxis, was seit längerem bekannt sein müsste. Der Blick auf bekannte medial ausgeschlachtete Skandale, obwohl entlarvend, reicht nicht aus. Der Fisch stinkt vom Kopfe! 

 „Um auf die „Strikten Regeln“ im Sinne eines Datenschutzes zurückzukommen, über die die Telekom im Internet schwadroniert; diese sind für weite Teile der Bevölkerung der „Demokratien“ evtl. naiver Glaube, für Konzerne und den Staat aber höchstens Legitimation, die entweder ihrem Interesse angepasst odereinfach übergangen werden. Eine Zensur findet statt – überall!

Nicht nur das Beispiel Indymedia Athen zeigt, was der Telekom die Meinungsfreiheit letztendlich wert ist.

Die technischen und rechtlichen Voraussetzungen werden hier geschaffen und die Verantwortlichen Konzerne sind in unserer Nähe. Selbstkontrolle und strikte Regeln sind eine Farce und sollen uns in Sicherheit wiegenDie Deutsche Telekom als Global Player beteiligt sich an staatlicher Unterdrückung freier Meinungsäußerung und bedient sich dabei Erpressungsmethoden. Hand in Hand mit dem griechischen Staat.  

Die Abschaltung von Indymedia Athen ist ein weiterer brutaler Schlag gegen anarchistische, libertäre, antiautoritäre, autonome, undogmatisch radikale linkeGegeninformationsstrukturen.

Es ist zu hoffen, dass die Menschen denen freie Meinungsäußerung wichtig ist, sich diese Unterdrückungsmethoden nicht bieten lassen und diesem Apparat, den Feinden der Freiheit unser solidarisches Handeln entgegensetzen. Eine Möglichkeit wäre eine möglichst große Beteilung an der dezentralisierten Aktionswoche internationaler Solidarität mit Indymedia Athen und der Radiostation 98 FM vom 15. – 21. April.    

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/83732

Siehe auch:

http://enough14.org/2013/04/15/free_indymedia-aufruf-fur-internationale-solidaritat-mit-indymedia-athen-und-dem-freien-subversiven-radiosender-98fm/

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#Free_Indymedia Aufruf für internationale Solidarität mit #Indymedia #Athen und dem freien, subversiven Radiosender 98FM

Soli-Aktion in Nicosia, Zypern. Auf dem Transpi steht: "Wir stehen für Solidarität mit den unkontrollierte Berichterstattung und die freie verbreitung von Ideen -  Freiheit für Athens Indymedia und alle gegen-Informationsmedien”
Soli-Aktion in Nicosia, Zypern. Auf dem Transpi steht: “Wir stehen für Solidarität mit den unkontrollierte Berichterstattung und die freie verbreitung von Ideen – Freiheit für Athens Indymedia und alle gegen-Informationsmedien”

15-21. April 2013: Dezentralisierte Aktionswoche internationaler Solidarität mit Indymedia Athen und der Radiostation 98FM

Seit dem 11. April sind Indymedia Athen und der Radiosender 98FM staatlicher Repression ausgesetzt.

Der Rektor des Athener Polytechnikums Simos Simopoulos kappte ihre Internetverbindung, indem er den Zugang zum, im Universitätsgebäude untergebrachten, Server abschaltete. Während die Behörden auf diese Knebelung beharren, fordern die selbstorganisierten Projekte von Indymedia Athen und 98FM Radio ihr politisches Recht auf freie Übertragung vom Campus der Polytechnik.

Auf einer großen Versammlung am Samstag, den 13. April in Athen informierten beide Kollektive über neueste Entwicklungen. Für den 15 bis zum 21. April wurde beschlossen zu einer Woche landesweiter und internationaler Solidaritätsaktionen mit Indymedia Athen und der Radiostation 98FM aufzurufen.

Verbreitet diese Meldung an alle, die zum Zweck der Verteidigung antagonistischer Infrastruktur und freier Meinungsäußerung handeln wollen. Das ist ein politischer Angriff, der entsprechend beantwortet werden wird.

Athens Polytechnikum – Kurze Updates zur Protest Aktion auf dem Zografou Campus

Seit dem Morgen des 15. Aprils versammeln sich Kollegas auf dem Hauptplatz des Zografou Campus in Athen. Sie bekunden ihre Solidarität mit Indymedia Athen, das gegenwärtig über diese temporäre Tor Adresse (http://gutneffntqonah7l.onion.to/) zu erreichen ist, und dem freien subversiven Radiosender 98FM, der aktuell nur über Radio zu empfangen ist (Frequenz 93.8FM).

– Protestierende besetzten Verwaltungsbüros auf dem Campus der Polytechnik in der Gegend von Zografou, während der Rektor selbst (Simos Simopoulos, der hauptverantwortlich den Internetzugang von Indymedia Athen und 98FM kappte) sich in Luft auflöste – er meldete sich für den Tag krank…

– Die BesetzerInnen hatten im besetzten Gebäude Internetverbindung und brachten 98FM Radio wieder mit einer Live-Übertragung für eine Weile ins Netz.

– Aus Vergeltung für diese Direkte Aktion ordneten die staatlichen Behörden die komplette Abschaltung des Internets an der Fakultät an. Dieses Mal schalteten sie das Internet auf dem ganzen Zografou Campus des Athener Polytechnikums ab. Anders ausgedrückt, nicht nur die zwei selbst organisierten Projekte, sondern die komplette Campus-Dienstleistung sind aktuell (16.00 Ortszeit) ohne Internet. Der Internetprovider im Campus ist niemand anderes als die Telekommunikationsorganisation OTE, die der Deutschen Telekom und dem griechischen Staat gehört.

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Hamburg: Soli-Aktion für #Villa_Amalias – #Villa_Amalia #Greece

hhamaliasRund 40 Aktivist_innen demonstrieren in Hamburg vor griechischem Generalkonsulat und fordern die Freilassung der acht inhaftierten Genoss_innen in Athen.
Anschließend Spontandemo durch die Fußgängerzone . Die Aktion fand einige Stunden vor der Freilassung der 8 Gefangenen statt.  (Mehr Informationen: http://enough14.org/2012/12/24/villa_amalias-gefangenen-heute-freigelassen-brandstiftung-in-xanadu-greece-antifa-villa_amalia/)

Am heutigen Heilig Abend versammelten sich rund 40 Aktivist_innen aus Kiel, dem schleswig – holsteinischen Umland und Hamburg vor dem griechischen Generalkonsulat um für die Freilassung der acht in Athen, nach einer Razzia der „Villa Amalias“ Festgenommenen zu demonstrieren.
Zeitgleich wurde vor einem Athener Gericht über eine Verlängerung der U-Haft der gefangenen Genoss_innen geurteilt.
hhamalias_2Anlass der Kundgebung ist eine Razzia des seit 22 Jahren in Athen besetzten Hauses “Villa Amalias” von Spezialeinheiten der griechischen Polizei in den Morgenstunden des 20.12.2012. Alle sich zu der Zeit im Haus befindlichen acht Personen wurden festgenommen und ins Athener Zentralgefängnis gebracht. Unter den Inhaftierten befinden sich auch zwei Genoss_innen aus Kiel/Deutschland.Gegen 11.00 Uhr fanden sich die Anwesenden zu einer Kundgebung auf der Straße vor dem Konsulat zusammen. Es wurde ein Redebeitrag, welcher den Hintergrund der seit 22 Jahren in Athen besetzten „Villa Amalias“ und den politischen Zusammenhang der Razzia, den aktuellen Gesetzesverschärfungen und den Auswirkungen der EU – Krisenpolitik darstellte, verlesen.

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Außerdem konnten die Genoss_innen, interessierte Passant_innen und hoffentlich auch die Mitarbeiter_innen des Konsulats einer verlesenen Stellungnahme der Aktivist_innen der „Villa Amalias“ zu der Durchsuchungsaktion im Kontext der sozialen Kämpfe lauschen. Und um sicher zu stellen, dass das Anliegen der Kundgebung nicht an den Außenwänden des Konsulats abprallt begab sich eine Delegation ins Innere des Gebäudes und übergaben den anwesenden Mitarbeiter_innen das Flugblatt, welches um die Kundegebung herum verteilt wurde.
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Die Aktion verlief so reibungslos, dass sich die Anwesenden spontan entschlossen im Anschluss an die Kundgebung ihre Wut und ihre Solidaritätsbekundungen mit den Gefangenen nicht nur dem Generalkonsulat sondern auch den Last-Minute-Einkäufer_innen in der Hamburger Fußgängerzone zugänglich zu machen und zogen mit Transpis, Megaphon und Parolen rufender Weise als Spontandemo durch die Shoppingmeile.Sehr erfreulich ist die Nachricht, die uns gegen 15.00 Uhr erreicht hat, dass mittlerweile alle acht Gefangene aus dem Knast freigelassen wurden.
Da zu aktueller Stunde noch unklar ist ob und in welcher Form noch Anklage erhoben wird, bleibt aufmerksam und checkt die bekannten Seiten.
hhamalias_4Wir hoffen mit der Kundgebung ein kraft gebendes Zeichen der Solidarität an unsere zwei Freund_innen aus Kiel, die weiteren sechs Genoss_innen sowie den kämpfenden Genoss_innen in Athen gesendet zu haben!Keep your hands away from our squats and comrads!
Solidarität mit der „Villa Amalias“ und den sozialen Kämpfen in Griechenland und überall!

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Video Solidarität mit Villa Amalias:

Siehe auch: http://enough14.org/2012/12/24/villa_amalias-gefangenen-heute-freigelassen-brandstiftung-in-xanadu-greece-antifa-villa_amalia/, http://enough14.org/2012/12/20/griechenland-polizei-uberfall-auf-die-besetzte-villa-amalias-in-athen-greece-squat/,  http://enough14.org/2012/12/20/update-griechenland-polizei-raumt-besetzte-villa_amalias-in-athen-greece-squat/ und http://enough14.org/2012/12/22/griechenlandvilla_amalias-festgenommene-immer-noch-in-haft-greece-antifa-villa_amalia/

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#Villa_Amalias Gefangenen heute freigelassen – Brandstiftung in #Xanadu / #Greece #Antifa #Villa_Amalia

Heute, Montag den 24. Dezember 2012, wurden die 8 Menschen, die sich während der Räumung am 20.12.2012 in dem besetzten Gebäude Villa Amalias in Athen befanden und dabei verhaftet wurden, freigelassen. Gegen drei der heute Freigelassenen wurden alle Vorwürfe fallen gelassen. Die 5 anderen Menschen, die heute freigelassen wurden, müssen sich ein mal im Monat auf einem lokalen Polizeirevier melden. Der heutige Termin vor dem U-Haft Richter im Evelpidon Gerichtsgebäude wurde von 300 solidarischen Demonstranten begleitet. Villa Amalias wird immer noch von der Polizei überwacht.

In Bielefeld gab es am Wochenende mehrere Bannerdrops aus Solidarität mit Villa Amalias.
In Bielefeld gab es am Wochenende mehrere Bannerdrops aus Solidarität mit Villa Amalias.

Wir werden uns Villa Amalias zurückerobern.

Nichts ist vorbei… es ist erst der Anfang.

Video Solidemo für Villa Amalias gestern in Athen:

Video Solidemo für Amalias am 21.12.2012 in Athen:

Brandstiftung im sozialen Zentrum in Xanthi 

Erklärung der Aktivisten vom sozialen Zentrum Xanadu:

Am Samstag den 22. Dezember, wurde das soziale Zentrum Xanadu (aktiv seit 2009 in der Stadt Xanthi) im Morgengrauen von einem faschistischen Angriff heimgesucht.

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Das soziale Zentrum Xanadu in Xanthi

Faschisten versuchten durch Brandstiftung das soziale Zentrum Xanadu zu vernichten, sie verursachten schwere materielle Schäden und brachten das Leben von den Nachbarn in Gefahr.

Sie schafften es aber nicht, das Gebäude komplett zu zerstören. Wir haben schon angefangen das Gebäude zu renovieren und Xanandu wird bald wieder geöffnet werden.

Dieser Angriff kam als eine Erweiterung der fortlaufenden Angriffe gegen Xanadu durch halbstaatliche Agenten in letzter Zeit.

Sie werden uns nicht aufhalten, wir sind nicht eingeschüchtert. Wir werden weiterhin hier sein und weiter kämpfen.

Xanadu wurde von uns allen aufgebaut.

22.12.2012 – Das Xanadu Kollektiv.

Siehe auch: http://enough14.org/2012/12/20/griechenland-polizei-uberfall-auf-die-besetzte-villa-amalias-in-athen-greece-squat/,  http://enough14.org/2012/12/20/update-griechenland-polizei-raumt-besetzte-villa_amalias-in-athen-greece-squat/ und http://enough14.org/2012/12/22/griechenlandvilla_amalias-festgenommene-immer-noch-in-haft-greece-antifa-villa_amalia/

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#IMC Erklärung des Kollektivs #Indymedia #Athen, 22.12.2012 – #Greece #Griechenland

Am Dienstag, den 20. Dezember 2012, äußerte sich der  Rektor der POSDEP (der so genannten panhellenischen Föderation der UniversitätsprofessorInnen- Vereinigung der WissenschaftlerInnen) Nikos Stavrakakisin in einer Stellungnahme schluchzend über die Gewalt an griechischen Fakultäten. Er forderte den Staat auf, alle besetzten Räume in Universitäten zu beseitigen und ebenfalls Indymedia Athen loszuwerden. Diese Ausführungen wurden unter dem Vorwand zweier Vorfälle  an der  Technischen Universität Athen (Metsovio) und der  Aristoteles Universität Thessaloniki (Aristotelio) getätigt.  Vorfälle, die miteinander nichts zu tun haben und ganz offensichtlich in keinerlei Verbindung mit dem Administratorenteam von Athens IMC stehen.

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Die Stellungnahme  wurde im Fernsehen der gesellschaftlichen Massenverblendung kolportiert, die spektakuläre Schlagzeilen wie „Terrorismus in Fakultäten!“ benutzten und die wahren Fakten verfälschten. Jeden Abend verkaufen dieselben Massenmedien der Gesellschaft Angst, lecken die Stiefel des Staates, unterstützen die Bosse und helfen somit ihren Plänen von ganzen Herzen.

Der Rektor der POSDEP repräsentiert einen Haufen konservativer UniversitätsprofessorInnen, die wohlklingende Wörter wie „Demokratie“ benutzen. Dann machen sie sich selbst zum Gespött, indem sie Gewalt verurteilen, egal wo sie herkommt, während sie gleichzeitig die gewaltsame Räumung selbstverwalteter Räume und das Verstummen jeder Stimme fordern, die wie Indymedia Athen das Establishment kritisiert, dem sie loyal dienen. Sie unterstützen die gewaltsame Unterdrückung jeder Protestmobilisierung, ob von ArbeiterInnen oder StudentInnen, und die gewaltsame Beseitigung der Wahrscheinlichkeit jeglicher Kämpfe. Sie wollen ihren Traum einer Universitäts-Industrie fügsamer Staatsbürger mit dem Entwurf des neuen Bildungsgesetzes verwirklicht sehen. Aber das POSDEP ging nicht auf die Rechte der VertragsarbeiterInnen der Aristoteles Universität von Thessaloniki und deren jüngsten Kämpfe ein.

Außerdem offenbart die POSDEP Erklärung, die sich ausdrücklich gegen Indymedia Athen richtet, eine verblüffende Ähnlichkeit zu den einschlägigen Anfragen der Neo-Nazis von Golden Dawn im griechischen Parlament. Die POSDEP Delegierten können sich tarnen, indem sie die Maske eines friedensliebenden Demokratiestrebens aufsetzen, ihre Worte aber sind im Wesentlichen identisch: sie sind das Wesen von Totalitarismus und dem Zermalmen jeden freien  Ausdrucks.

Wir sind nicht verblüfft, das Indymedia und selbstverwaltete Räume zum soundsovielten Male zum Angriffsziel genommen wird. Das ist genau die Periode, in der Angriffe der Herrschenden sich gegen alle Kämpfenden und Widerstandleistenden entfalten. Und die Höflinge der Macht treiben jetzt an die Oberfläche und schlagen Schaum.

Indymedia Athen ist ein Teil derer, die kämpfen und dem Frontalangriff von Staat / Kapital Widerstand leisten. Daher, gibt Indymedia Athen denen eine Stimme, die keine haben und bekämpft die Hässlichkeit des Kapitalismus.

Solidarität mit selbstorganisierten besetzten Räumen innerhalb und außerhalb der akademischen Fakultäten.
Solidarität mit den gegenwärtigen Kämpfen der ArbeiterInnen der Aristoteles Universität von Thessaloniki und anderswo.
Indymedia Athen wird erst stillgelegt, wenn das Ende der Welt nah ist.

22.12.2012 – Athen IMC Kollektiv

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#Griechenland:#Villa_Amalias Festgenommene immer noch in Haft – #Greece #Antifa #Villa_Amalia

Heute, Samstag 22.12.2012, gab es eine Antifa Demo die in der Nähe  der am vergangenen Donnerstag geräumten Villa Amalias in Athen endete. Knapp 2000 Antifaschisten nahmen Teil und bekundeten ihre Solidarität mit den 8, immer noch im Knast sitzenden, Menschen die sich  im Moment der Räumung im Gebäude befanden. Zwei der Verhafteten wurden in Deutschland geboren und laut unbestätigten Berichten, die wir von Antifa-Aktivisten aus Athen bekommen haben, schrieben die beiden gerade einen Bericht über die Unterstützung des deutschen Innenministeriums an griechische Faschisten.

Video Solidemo für Villa Amalias heute in Athen:

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2000 Antifaschisten demonstrierten heute in Athen. Die Demonstration endete in der Nähe von Villa Amalias.

Erklärung Villa Amalias:

Heute, 20.12.2012, um 7 Uhr Morgens durchsuchten Polizeikräfte das besetzte Haus Villa Amalias. Der Vorwand für diese unterdrückerische Zurschaustellung der Macht war eine “anonyme Beschwerde” bei der Polizei.

Acht GenossInnen, die sich im besetzten Haus befanden, wurden festgenommen und in die Polizeihauptwache GADA in der Alexandras Allee verschleppt, wo sie immer noch festgehalten werden.

GenossInnen, die aus Solidarität mit den HausbesetzerInnen in das Gebiet kamen, wurden von den Repressions-Motorrad-Einheiten auch in Gewahrsam genommen, dasselbe passierte anderen GenossInnen, die im Athener Rathaus in der Liosion Straße gefangen genommen wurden. Dorthin gingen sie, um gegen den Repressions-Bürgermeister Giorgos Kaminis zu intervenieren. (Letztere wurden laut Berichten nach einer Weile wieder entlassen.)

Video Solidemo für Villa Amalias am 21.12.2012 in Athen:

Vom Anbeginn der Razzia versammelten sich dutzende GenossInnen vor dem besetzten Haus; bis zu diesem Moment verbleiben wir in der Acharnon Straße, um unsere Solidarität kund zu tun.

Bürgermeister und Minister kriegt es in eure Köpfe rein: nicht einmal in euren wildesten Träumen könntet ihr uns die Villa Amalias wegnehmen.

Nehmt eure Hände weg von den besetzten Häusern!
Sofortige Befreiung unserer GenossInnen!

Villa Amalias SquatAcharnon 80 und Heyden Str.

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Gestern gegen 15:30 Uhr 20.12.2012, (griechische Zeit) war das besetzte Haus nicht versiegelt, die polizeiliche Durchsuchung lief noch unter Anwesenheit eines Staatsanwaltes und eines Zeugen von anarchistischer Seite. Etwa 200 solidarische Menschen waren zu dem Zeitpunkt noch vor dem besetzten Haus versammelt, das seit 22 Jahren existiert und in dieser Zeit schon vielen repressiven Angriffen widerstanden hat.

Die Polizei hat die HausbesetzerInnen in der Vergangenheit schon mehrfach vorübergehend geräumt, aber die Villa Amalias wurde immer wiederbesetzt. Erwähnenswert ist, dass das Gebäude circa 1860 erbaut wurde und seit 1990 nur dank der autonomen Aktion der HausbesetzerInnen und vieler solidarischer Menschen instand gehalten wurde. Die Villa Amalias hat bei vielen Gelegenheiten immer wieder erklärt, dass sie sich AusbeuterInnen, Schergen, Zuhältern und Drogenbaronen jeglicher Nationalität in den Stadtteilen der Innenstadt bewusst entgegensetzt und dauerhaft gegen faschistische und rassistische Gewalt kämpft, um die interkulturelle Koexistenz und Selbstorganisation voranzutreiben.

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Das älteste anarchistische Squat Athens, Lelas Karagianni 37, ruft zur dringenden Solidarität mit der Villa Amalias auf und fordert auch die sofortige Freilassung aller Festgenommenen des gestrigen Tages.

Gestern Mittag begannen GenossInnen vom Skaramaga Squat Erklärungen zur Razzia in der Villa Amalias über ein Lautsprechersystem in der Pattison Straße zu verlesen.

Zusätzlich dazu, schickten viele anarchistische Kollektive, HausbesetzerInnen und Einzelpersonen aus ganz Griechenland seit dem frühen Morgen der Villa Amalias ihre vorbehaltlose Solidarität. Einige Aktionen zur Gegeninformation, die gestern Abend zwischen 17 und 18 Uhr stattfanden, umfassten die Städte Thessaloniki, Veria, Patras und Heraklion (Kreta) und es werden mit Sicherheit mehr folgen…

Video Spontane Demonstration für Villa Amalias am Donnerstagabend (Athen):

Update (21.12.): Die Festgenommenen (sechs in Griechenland und zwei in der BRD Geborene) werden immer noch gefangen gehalten und mussten sich einem Vorverfahren unterziehen. Gegen 13:45 Uhr kamen die acht GenossInnen unter starker Polizeipräsenz am Athener Gericht an. Dutzende solidarische Menschen waren am Evelpidon Gerichtsgebäude versammelt und begrüßten sie mit lauten Sprechchören und Soliparolen. Etwa zwei Stunden lang wurden die acht Festgenommenen durch den Staatsanwalt verhört, der vorschlug, sie wegen der Straftat des Herstellens von explosiven Materialien und einiger Ordnungswidrigkeiten anzuklagen. Somit waren die Angeklagten verpflichtet, vor einem Untersuchungsrichter, der über die Anklageschrift entschied, zu erscheinen. Gegen 16:00 Uhr wurde berichtet, dass die acht GenossInnen mehr Zeit verlangen, um ihre Verteidigung vorzubereiten. Die nächste Anhörung soll am Montag, 24.12.2012 (also zu Weihnachten) stattfinden. Bis dahin bleiben sie eingekerkert in der Polizeihauptwache in der Alexandras Allee!

Video Villa Amalias:

Für aktuelle Informationen und weitere Soliaktionen nach der Polizeiinvasion im Villa Amalias Squat, wurden Asambleas in der ASOEE (Patission Straße) einberufen.

Alle raus auf die Straße! Villa Amalias bleibt!

Siehe auch: http://enough14.org/2012/12/20/griechenland-polizei-uberfall-auf-die-besetzte-villa-amalias-in-athen-greece-squat/ und http://enough14.org/2012/12/20/update-griechenland-polizei-raumt-besetzte-villa_amalias-in-athen-greece-squat/

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UPDATE #Griechenland: Polizei räumt besetzte #Villa_Amalias in #Athen – #Greece #squat

Heute Morgen sah es so aus, als gäbe es nur eine Razzia im besetzten Haus Villa Amalias in Athen. (Siehe auch: http://enough14.org/2012/12/20/griechenland-polizei-uberfall-auf-die-besetzte-villa-amalias-in-athen-greece-squat/) Später wurde gemeldet, dass die Polizei das Haus nach der Durchsuchung geräumt hat.

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Laut einigen Quellen hat der griechische Minister für öffentliche Ordnung, Nikos Dendias, vergleichbar mit dem Bundesinnenminister in der BRD, erklärt, dass der Befehl zur Räumung von Ministerpräsident Samaras höchstpersönlich kam. Dendias hat wohl auch noch nie von Glasrecycling gehört. Die von der Polizei gefundenen leeren Flaschen im Gebäude wären laut des Ministers nur für die Produktion von Molotov-Cocktails da. Zur Erinnerung: In der Villa Amalia wurden in den letzten 22 Jahren hunderte von Konzerten, Theatervorstellungen und anderen Veranstaltungen organisiert. Es gab auch eine Bar, damit die Menschen während den Veranstaltungen etwas trinken konnten.

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Heute Morgen gab es direkt eine spontane Aktion von 7 Menschen im Athener Rathaus, alle 7 wurden in Gewahrsam genommen. Sie kamen nach einigen Stunden wieder frei. Die 8 Menschen die in Villa Amalias heute Morgen festgenommen wurden, sitzen allerdings immer noch fest. Laut diversen, unbestätigten Twitter-Nachrichten dürfen sie keinen Kontakt nach draußen haben, noch nicht einmal zu Anwälten.

Leere Bierkisten in Villa Amalias, und schon werden Menschen als Terrorist diffamiert..
Leere Bierkisten in Villa Amalias, und schon werden Menschen als Terrorist diffamiert..

Heute Abend findet um 20:00 Uhr (Lokalzeit) in der Athener Wirtschaftsfakultät eine Asamblea statt, in der das weitere Vorgehen besprochen werden soll.

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“Wir können nicht durch Feuer verbrennen, denn das Feuer brennt in uns selbst – Solidarität mit Villa Amalias”

Auch wird es heute Abend  Solidaritäts-Demonstrationen in u.a. Thessaloniki, Patras, Heraclion, Karditsa und Veroia geben und es kommen stündlich neue Städte dazu. Die letzte Nachricht, die wir aus Athen bekommen haben, ist dass Villa Amalia Aktivisten die Studios von Radio Yiannena in Athen besetzt haben. Es dürfte also noch eine lange Nacht werden, in Athen.

Erklärung von Villa Amalias (von heute Abend, Englisch):

http://en.contrainfo.espiv.net/2012/12/20/athens-announcement-of-comrades-from-villa-amalias-squat-20-12-2012/

Video Villa Amalias (Juli 2009):

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#Griechenland: Polizei-Überfall auf die besetzte Villa Amalias in #Athen – #Greece #squat

Der Staat versucht uns abermals zu terrorisieren mittels Überfällen auf besetzte, selbst organisierte Freiräume.

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Die seit 22 Jahre besetzte Villa “Amalias” befindet sich in einem Gebäude an der Ecke Heyden- und Acharnon-Straße. In den besetzten Freiräumen fanden hunderte politische und kulturelle Veranstaltungen (Konzerte, Theater- und Filmaufführungen usw.) statt. In diesen Räumen hat die antikommerzielle Kultur, die ein Gegengewicht zu der auf Verkauf, Profit, Macht und Eigentum orientierten Kultur ist, ihren Platz gefunden. Nach den vielen täglichen Attacken gegen die antiautoritäre/anarchistische Bewegung, ist jetzt klar, dass es sich die antisozialen, autoritären, politischen und ökonomischen Kräfte zum Ziel gemacht haben, die Bewegung zum Schweigen zu bringen. Und dass sie die öffentliche Diskussion über ihre Agenda, die einzig und allein von den Mainstream-Medien und den Nazis bestimmt wird, einschränken wollen. Zu diesem Zweck verbieten sie selbstorganisierte Aktionen, die von unten und außerhalb der politischen Parteien gestartet werden.

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Laut Informationen die auf Athens Indymedia publiziert wurden, wurden 8 Genossen, die sich im besetzten Haus befanden, festgenommen. Das Haus wird durchsucht von den repressiven Kräften des Staates. Gegenüber vom Gebäude haben sich jetzt schon 200 Menschen auf der Acharnon Straße für eine Solidaritäts-Aktion versammelt.

Wir erklären uns solidarisch mit der Villa Amalias und mit den Genossen, die für diese Freiräume kämpfen.

PS: Da wir die rechtsradikalen Blogs und die einheitlich gestalteten Mainstream-Nachrichten beobachten, wissen wir, dass sie mit ihrem Rufmord an der Bewegung und ihrem Jubel über den Erfolg des unterdrückenden Staates, die Freude der pflichttreuen Diener des Machtapparates schüren. Wir verstehen das. Wir versprechen aber auch, dass die Freude der Feinde der Gesellschaft nicht für immer anhalten wird.

Quelle: http://eagainst.com/articles/police-raided-occupation-of-villa-amalias-athens/

Video Villa Amalias (Juli 2009):

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#Greece Video #Solidarität mit der griechischen #Antifa !

Das System ist die Krise. Faschismus ist Teil des Systems.
Spendenaufruf: Solidarität mit der griechischen Antifa!

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Die europäische Politik zur Bewältigung der «Krise» ist eine Politik gegen die Menschen. Immer neue, so genannte «Sparhaushalte» nehmen den Schwächsten das bisschen, was zum Überleben da ist. Sie treffen Einkommenschwächere, Rentner, Kranke und junge Menschen, sie betreffen überall die Sozialsysteme, die Bildung und das Gesundheitswesen. Die Rechte aller auf Wohnen, Gesundheit, Bildung und Teilhabe werden von den Besitzenden erstmals auch innerhalb der EU offen bestritten.

Nirgendwo lassen sich die Folgen dieser Politik besser feststellen als in Griechenland, wo die «EU-Troika» bereits seit Beginn des Jahres immer neue Kürzungen vom Nichts einfordert. Das untere gesellschaftliche Drittel, das noch nie vom System profitierte, ist schon längst abgehängt und vergessen. Doch auch die so genannte «Mittelschicht» ist in kurzer Zeit abgestürzt. Davon profitieren in Griechenland die Nazis der «Chrysi Avgi» («Goldene Morgenröte»).

Ihr offener Straßenterror richtet sich vor allem gegen Migranten und Migrantinnen. Diese stranden in hoher Zahl in den griechischen Städten, weil die EU-Politik verhindert, dass sie nach Deutschland oder Frankreich weiterreisen. In der aktuellen Krise bleibt ihnen oft gar nichts mehr zum Leben. Und werden von vielen wirtschaftlich und sozial Abgehängten als Konkurrenten um immer kleinere Krümel des Krisen-Daseins wahrgenommen. Auf diesem Boden gedeiht die Hetze der griechischen Nazis der «Chrysi Avgi». Sie flankieren ihren Terror mit rassistischer Sozialarbeit – etwa, wenn organisierte Blutspendeaktionen von «Griechen für Griechen» durchgeführt werden, oder faschistische Armenküchen Essen nur an Griechinnen und Griechen austeilen. Oft geniessen sie den Schutz der griechischen Polizei, die sich nach den Jahren der Militärjunta nie wirklich gewandelt hat. Nachts gehen Schlägertrupps der «Chrysi Avgi» gemeinsam mit der Polizei auf die Jagd nach «illegalen» Einwanderern. Viele Polizisten, die selber oft nicht mehr als 700 Euro im Monat verdienen, sympathisieren offen mit den Nazis.

Die einzige Kraft, die Migranten und Migrantinnen zu schützen versucht, und die sich den Nazis der «Chrysi Avgi» auf der Straße entgegenstellt, sind die griechischen Antifaschisten und Antifaschistinnen. Sie versuchen mit Patrouillen die Menschen zu beschützen – etwa vor Polizeioperationen wie «Xenios Zeu» («gastfreundlicher Zeus») bei denen die Beamten gemeinsam mit Nazis brutal Jagd auf alle machen, die nicht «griechisch aussehen». Immer wieder kommt es dabei auch zu Festnahmen und Übergriffen auf Aktivistinnen und Aktivisten der Antifa.

Wir erfahren oft nur von den krassesten Fällen. Beispielsweise vom Überfall auf eine antifaschistische Motorradpatrouille am 30.09. in Athen, bei der die Öffentlichkeit über «Xenios Zeu» informiert und schützende Präsenz in Straßen gezeigt werden sollte. Nachdem die Patrouille auf Nazis traf, begannen Polizeieinheiten der Delta-Truppen die Demo anzugreifen, wobei einige Antifaschisten und Antifaschistinnen schwer verletzt wurden. 15 von ihnen wurden festgenommen. Eine Solidaritätsdemonstration am darauffolgenden Tag wurde ebenfalls angegriffen. 25 Antifaschistinnen und Antifaschisten wurden verhaftet, vier blieben mehrere Tage in Haft. Sie berichteten nach ihrer Freilassung von Gewaltexzessen und Folter im Polizeirevier. Sie berichteten auch von anderen, die im Knast seit Monaten einfach in der Untersuchungshaft «vergessen» werden.

Wenige Tage später wurden mehrere Genossinnen und Genossen in Patras festgenommen, nachdem es tagelang Auseinandersetzungen mit Polizei und «Goldener Morgenröte» gegeben hatte. Noch immer sitzen vier von ihnen in Haft. Ihnen wird «versuchter Mord» vorgeworfen. Ein haltloser Vorwurf, der nur durch Zeugenaussagen von Nazis der «Chrysi Avgi» belegt wird, die an den Auseinandersetzungen beteiligt waren. Staat und Faschisten gewähren sich gegenseitigen Flankenschutz. Der eine überzieht Antifaschisten und Antifaschistinnen mit haltlosen Prozessen, knastet sie willkürlich ein und mißhandelt sie, die anderen machen die dazu passenden Aussagen.

Die «Chrysi Avgi» verfügt scheinbar über unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten – es erreichen uns jetzt Berichte von neu gegründeten Ablegern in Spanien, die über immenses «Startkapital» verfügen. Im Gegensatz dazu steht die griechische Antifa finanziell inzwischen mit dem Rücken zur Wand. Es wird immer schwieriger, von Prozessen Bedrohten und willkürlich Eingesperrten juristische Hilfe zu finanzieren und die enormen Prozesskosten zu tragen. Die Kosten des juristischen Feldzug des griechischen Staates gegen die Antifa sind sehr hoch und müssen von den Betroffenen vielfach selbst getragen werden: Nur für die Vorführung beim Haftrichter mussten die Gefangenen von Athen innerhalb von vier Tagen rund 15.000 Euro aufbringen.

Einige Gruppen und Initiativen aus Wuppertal, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet, darunter auch das so_ko_wpt, wollen konkrete solidarische Hilfe zeigen. Wir beginnen deshalb mit einer Spendenkampagne, mit der wir den griechischen Genossen und Genossinnen wenigstens in ihren juristischen Kämpfen etwas beistehen können.

united we stand – devided we fall – spread the word!

Wir fordern alle antifaschistisch denkenden Menschen auf, mit einer Spende den antifaschistischen Abwehrkampf in Griechenland zu unterstützen! Er wird für uns alle geführt!

Rechtshilfe Wuppertal
Kto.No. 18 371 602
BLZ 43060967
GLS-Bank
Stichwort “Louk”

Die Verwendung der Gelder wird von uns persönlich organisiert. Wir bemühen uns um Hilfe da, wo sie am nötigsten gebraucht wird.

Originalartikel auf:

http://soli-komitee-wuppertal.mobi/2012/11/solidaritat-mit-der-griechischen-antifa/

Video aus Florenz: Golden Dawn and the Antifascist Movement in Greece

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Soli-Aktionen für #Alexis – #6Dgr #Greece #Mainz #Wien #Griechenland

Auch in Wien gab es eine transpi Aktion für Alexis
Auch in Wien gab es eine transpi Aktion für Alexis

Vor genau vier Jahren, am 6. Dezember 2008, wurde der griechische Anarchist Alexandros Grigoropoulos von einem Polizisten auf offener Straße erschossen. Der staatlich bezahlte Täter, Epaminondas Korkoneas, wurde von einem griechischen Gericht am 12. Juni 2009 wegen Mordes und sein Kollege Vassilis Saraliotis wegen Mittäterschaft angeklagt. Im Oktober 2010 wurde dann zuerst Epaminondas Korkoneas wegen Mordes mit direktem Vorsatz zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt und danach sein Komplize zu mit einer zehnjährigen Freiheitsstrafe.

Der 6. Dezember 2012

Im Gedenken an Anarchist Alexandros Grigoropoulos veranstaltete die Antifa Mainz am heutigen Tag eine Mahnwache auf der Freifläche vor der alten Universität in der Mainzer Neustadt. Mit Banner und Flyern bewaffnet haben wir die EinwohnerInnen und BesucherInnen der Mainzer Einkaufsstraßen angehalten und das Gespräch gesucht. Diese zeigten sich sichtlich interessiert an dem Tode Alexandros und der anhaltenden staatlichen Gewalt in Griechenland, aber auch über die deutschen Repressionsorgane wollten die BesucherInnen der Mahnwache gern mehr erfahren.

Die Antifa Mainz solidarisiert sich mit den Protesten, am 6. Dezember, in Griechenland.

Abschließend noch ein Abschiedsbrief von Freunden Alexandros:

WIR WOLLEN EINE BESSERE WELT!

HELFT UNS
Wir sind keine Terroristen, keine „Kapuzenleute“ (Vermummte),
nicht die „bekannten Unbekannten“ (gemeint sind die von der Polizei gern
als „unbekannte Täter, die uns schon bekannt sind“ Bezeichneten),
WIR SIND EURE KINDER!

Sie, die euch bekannten Unbekannten …
Wir träumen — zerstört unsere Träume nicht!
Wir haben jugendlichen Elan — bitte zerstört nicht unseren Elan.
ERINNERT EUCH!

Auch ihr wart einmal Jugendliche.
Jetzt jagt ihr hinter dem Geld her,
euch interessiert nur noch das Äußere,
ihr werdet dick, verliert eure Haare,
HABT VERGESSEN!

Wir haben erwartet, dass ihr uns unterstützen würdet,
Wir haben erwartet, dass ihr Interesse zeigen würdet,
dass auch ihr einmal uns stolz machen würdet (eine Anspielung auf die
elterliche Forderung, ihre Kinder sollten sie stolz machen) .
VERGEBLICH!

Ihr lebt ein Leben in Lüge, habt den Kopf gesenkt,
ihr lasst euch ausnutzen (wörtliche Übersetzung: ihr habt die Hosen
runtergelassen, die Bedeutung ist, sich ausnutzen zu lassen) und ihr wartet
auf den Tag, an dem ihr sterben werdet.
Ihr habe keine Vorstellungskraft, ihr liebt nicht,
ihr seid nicht kreativ!

Das einzige was ihr macht ist verkaufen und kaufen.
ÜBERALL MATERIE
NIRGENDS LIEBE, NIRGENDS WAHRHEIT.
Wo sind die Eltern?
Wo sind die Meister (eigentlich „Künstler“ , doch es kann in diesem
Zusammenhang auch „Meister“ im Sinne von „die Eingeweihten, die
Intellektuellen“ gemeint sein)?
Warum kommen sie nicht heraus um uns zu beschützen?
MAN TÖTET UNS!
HELFT UNS
DIE KINDER

P.S.
Werft nicht noch mehr Tränengas nach UNS, wir weinen schon von selbst.

In Mainz gab es gestern auch eine Transpi Aktion für Alexis
In Mainz gab es gestern auch eine Transpi Aktion für Alexis