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#Frankfurt: Selbstorganisiertes Stadteilzentrum #BlauerBlock im #Gallus eröffnet – #Squat

Neubesetzung in Frankfurt: Blauer Block
Neubesetzung in Frankfurt: Blauer Block

Update 25.5.2013: Der Blaue Block wurde nach 4 Stunden wieder geräumt.

Am 24.5.2013 hat die Initiative communal west das ehemalige Sozialrathaus in der Schwalbacher Straße 45 geöffnet, welches seit Jahren leer stand. Dort soll jetzt der „Blaue Block“, ein selbstorganisiertes Stadteilzentrum, entstehen. „Wir wollen hier langfristig einen Raum eröffnen, in dem sich Menschen selbst organisieren können.

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Demonstration #Frankfurt 11. Mai 2013: Wohnraum für alle!

Demonstration am 11. Mai 2013 – 16.00 Uhr am Römer, Frankfurt am Main

Wohnraum für alle!

rechtaufstadtAm 11.05.2013 wollen wir wieder gemeinsam gegen Verdrängung durch hohe Mieten, Wegrationalisierung von sozialen Einrichtungen und Räumung von selbstverwalteten Zentren, obwohl genug Leerstand vorhanden ist, auf die Straße gehen.

In Frankfurt sind manche Mietpreise so hoch wie in London – Verdrängung und Leerstand bestimmen das Stadtbild.

Wir wollen nicht weiter zusehen, wie ein Viertel nach dem anderen in kapitalistisches Niemandsland verwandelt wird und Menschen durch steigende Mietpreise in Armut verfallen.

Wir wollen eine Entwicklung der Stadt als Ganzes!

„Gentrifizierung ist so gesehen die unverfrorene und geschmacklose Ausgrenzung derer, die den Prozess, der die Stadt lebendig und lebenswert macht, immer wieder anstoßen.“

Gentrifizierung? Nicht mit uns.
Luxus für alle – Schimmel und Bruchbuden für keinen!

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#ivibleibt #Frankfurt: RH-Broschüre “Hausbesetzung und #Repression” nach der IvI-Räumung

Klick zum vergrößern auf dem Bild.
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Am Montag, 22.04., räumte ein Großaufgebot der Polizei das über 9 1/2 Jahre besetzte Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI). Die damit beginnende massive Polizeipräsenz bei der Räumung, den Demos danach und in der ganzen Stadt kann einerseits als eine weitere Übung des Notstands verstanden werden, andererseits werden sie weitere Besetzungen damit nicht aufhalten. Für ein paar Tipps wie ihr bei Hausbesetzungen besser mit staatlicher Repression umgehen könnt, welche rechtlichen Konsequenzen folgen könnten um uneingeschüchtert und bewusster damit umzugehen, haben wir unsere Broschüre aktualisiert.

Die Broschüre orientiert sich zwar in einigen kurzen Analysen an der Situation in Frankfurt in den letzten Jahren, kann aber auch bei Besetzungen in anderen Orten sinnvolle Verwendung finden und im Sinne der Antirepressionsarbeit weiterverarbeitet werden.

Spontan-Demo gegen die Räumung vom ivi, am 25. April in Mainz.
Spontan-Demo gegen die Räumung vom ivi, am 25. April in Mainz.

Ihr könnt euch die Post-Kettenhofweg 130 – Ausgabe gerne als pdf (unten) ansehen, downloaden, ausdrucken und verteilen:

Die Broschüre ist auch hier erhältlich:

* Infoladen, Café Exzess, Leipziger Str. 91, Frankfurt a/M So: 13-16 Uhr // Mo: 19-22 Uhr

oder schreibt uns ne mail, wenn ihr höhere Stückzahlen der Druckversionen haben wollt:

ffm [aet] rote-hilfe.de

Die Brochüre Hausbesetzungen und Repression v2 als download:

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84530

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#ivibleibt #Frankfurt: IvI Räumung – Ein Update

frankfurt22.04.2013 – Montag

Am Montag Morgen wurde das seit zehn Jahren besetzte Institut für vergleichende Irrelevanz von einem Großaufgebot der Bullen geräumt. Neben zwei Reihen Absperrgittern, hunderten Bereitschaftsbullen und dem BFE, kam auch das SEK zu Unterstützung zum Einsatz. Die Taktik der Bullen scheint es zu sein, die von ihnen befürchteten massiven Proteste von Anfang an in einem Großaufgebot zu ersticken. Zeitgleich zur Räumung kam es zu den ersten direkten Aktionen, die sich vor allem auf den nahe gelegenen Campus Bockenheim konzentrierten, wo mehrere Fensterscheiben zu Bruch gingen und mehrfach der Feueralarm ausgelöst wurde. Darüber hinaus wurde für das dem IvI gegenüberliegende und seit wenigen Wochen leerstehende FLAT („Forschung und Lehre am Turm“) als Ersatz besetzt, jedoch schon nach kurzer Zeit von den Bullen wieder geräumt.
Die Uni trägt mit dem Verkauf des IvI an die Immobiliengesellschaft Franconofurt eine unmittelbare Mitschuld an der Räumung. Schon Ende der letzten Woche kam es zu Glasbruch am Präsidium auf dem neuen Campus Westend. In einer an alle Studierenden verschickten E-Mail des Präsidiums wird der Schaden mit 100 000 Euro veranschlagt, wobei hier leider getrost davon ausgegangen werden kann, dass die Uni diese Zahlen übertreibt.

frankfurt223.04.2013 – Dienstag

Um 18 Uhr startete die Tag 1+X-Demo vor dem Hauptbahnhof und ging mit 1500 Leuten durch die Innenstadt, vorbei an dem Verwaltungsgebäude von Franconofurt zum IVI. Die Cops setzten darauf, den Protest durch massive Überpräsenz, komplettes Abfilmen, Spalier und ständiges Aufstoppen einzuschüchtern und zu zermürben. Der spannungsgeladenen Stimmung tat diese Taktik nur bedingt einen Abbruch. Nach dem Ende der Demo in der Nähe des Studierendenhauses kam es u.a. zu Angriffen auf Gebäude der Uni und eine Zivikarre. Zitat Frankfurter Rundschau:
„Wie die Frankfurter Polizei am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, seien in der Gräfstraße am Campus Bockenheim sechs PKW zerkratzt worden, am alten Hörsaalgebäude, einem Pförtnerhaus in der Gräfstraße und einer Sparkassen-Filiale in der Berger Straße seien Scheiben eingeworfen worden. Im Bahnhofsviertel seien zudem zwölf Müllcontainer in Brand gesetzt worden.“ Weiter heißt es dort: „Ein besonders massiver Angriff richtete sich nach Polizeiangaben gegen zwei Polizisten in Zivil, die mit ihrem Einsatzwagen ebenfalls in der Gräfstraße unterwegs waren. Vermummte Demonstranten hätten das Fahrzeug mit Steinen und Flaschen attackiert und es dabei erheblich beschädigt, die Beamten hätten die Flucht ergreifen müssen. Beide seien leicht verletzt worden. Der gesamte Sachschaden betrage ersten Schätzungen zufolge mehrere Zehntausend Euro, es keinerlei Festnahmen gegeben.“ Der entstandene Sachschaden soll in einer Höhe von circa 60 000 Euro liegen.

frankfurt324.04.2013 – Mittwoch

Im Vorfeld der uniweiten Vollversammlung verschickte das Präsidium einen Brief, in dem sie alle Studierenden aufforderte dafür zu sorgen, dass die neuen – klinisch reinen – Gebäude auf dem Campus Westend sauber und heil bleiben. Eine facebook-Gruppe aus der Ecke RCDS, Burschis und Co rief dazu auf, „Extremisten“ zu fotografieren und „für einen sauberen Campus Westend“ zu sorgen. Die Dekan*innen der unterschiedlichen Fachbereiche riefen zur Teilnahme an einem „runden Tisch“ auf und stellten fest: „Wir brauchen Gespräche, keine Scherben“. Ein völlig grotesker Move, nachdem in den letzten Monaten das IvI verkauft, ein neuer Campus ohne Studierendenhaus, dafür mit völliger Kameraüberwachung bezogen und Studierende von Seiten des Dekanats mit der SA verglichen wurden. Von Gesprächsbedarf seitens der Uni war da wenig zu spüren. Dem Lautsprecherwagen der VV mit einem Gabelstapler Steine in den Weg zu legen, damit er nicht auf den bzw. vom Campusgelände kann, für ein passendes Gesprächsklima sorgt, sei dahin gestellt. Dies wurde auch auf der mit 2000 Menschen gut besuchten VV thematisiert. Im Anschluss kam es zu einer 300-Leute-Spontandemonstration durch das angrenzende Westend in Richtung Innenstadt. Auch dieses wieder mit massiver Bullenbegleitung.

Talking is over – Action is on. Ihr räumt – wir bestimmen den Preis!

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84416

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#ivibleibt #Leipzig: Solidaritäts-Besetzung an der Uni

ivileipzig
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Pressemitteilung der protestierenden Studierenden Universität Leipzig, Mittwoch 24. April 2013

Besetzung eines Seminarraumes der Universität Leipzig als Protest gegen die Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz in Frankfurt/Main
Heute, am Mittwoch dem 24. April wurde der Seminarraum S110 des Seminargebäudes der Universität Leipzig von Studierenden und anderen Protestierenden besetzt. Dies stellt eine Reaktion auf die Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) in Frankfurt am Main und auf die Umstrukturierungen der Universität Leipzig dar.
Das IvI war ein von Studierenden und anderen Interessierten selbstverwalteter Raum, der zum gegenseitigen Lehren und Lernen abseits der üblichen Themen der Universität genutzt wurde.
Das Gebäude wurde 2003 im Rahmen der Student*innenproteste besetzt. Unter dem Motto „Theorie*Praxis*Party“ fanden im IvI seitdem unabhängige, selbstorganisierte Tutorien und Lesekreise, Veranstaltungen zu verschiedenen Themen, aber auch Partys und Konzerte statt.
Im Februar 2012 wurde das Gebäude durch die Universität Frankfurt an die Immobilienfirma Franconofurt AG verkauft. Diese veranlasste im Februar 2013 die Räumung des Gebäudes.
Am Montag, dem 22. April wurde das Gebäude durch Polizeieinheiten brutal geräumt.
Die Besetzer*innen der Universität Leipzig solidarisieren sich mit dem IvI „Wir verurteilen
die Räumung des autonomen, selbstverwalteten Raumes, in dem Studierende und andere die Möglichkeit hatten, alternative Bildungsveranstaltungen zu besuchen und zu gestalten“
so Robert Kaiser, einer der Besetzer*innen.

Auch an der Universität Leipzig stehen Stellenkürzungen und Umstrukturierungen der
Institute bevor. Die Protestierenden wollen auch darauf aufmerksam machen. So meint
Melanie Faust: „Ähnlich wie in Frankfurt wollen wir uns einen selbstverwalteten Raum zum unabhängigen Lernen und kritischen Denken erkämpfen. Um den bürokratischen und
einschränkenden Richtlinien, der Raumbeschaffung an der Universität zu entgehen, sind
Besetzungen momentan der einzige Weg. Das Rektorat der Uni Leipzig hätte nach dem
Neubau am Campus-Augustusplatz die Möglichkeit gehabt, solch einen Raum zur Verfügung zu stellen. Stattdessen wurde sich für einen Merchandise-Shop entschieden, der neben der Sparkasse bereits das zweite private und kommerzielle Unternehmen innerhalb des Campus darstellt.“
Die Protestierenden nehmen die Räumung des IvI’s zum Anlass, richten ihre Kritik aber vor allem gegen die bestehenden Kürzungsmaßnahmen der Universität Leipzig und die
Kommerzialisierung von Räumen der Universität. Stattdessen fordern sie „Räume, fern von Verwertungslogik, elitären Hierarchien und Leistungszwang, in denen menschenverachtende Einstellungen keinen Platz haben. Alle Menschen sind herzlich willkommen, die sich mit uns solidarisieren oder ins Gespräch kommen wollen“ meint Melanie Faust abschließend.

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#ivibleibt #HH #Hamburg: Spontandemo zur IVI-Räumung – Protest-Wochenende 26.4 bis 28.4.

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Am 22.4.2013 versammelten sich ca. 150 – 200 Menschen gegen 20 Uhr auf dem Achidi-John-Platz vor der Flora. Nach einer viertel Stunde wurde ein Transparent enthüllt mit der Aufschrift: “Gegen Polizeigewalt und staatliche Repressionen – Freiräume verteidigen” und los ging’s.

Die Demo bewegte sich erst nach hinten durch den Flora-Park, in die Juliusstraße und dann mit Parolen und etwas Pyrotechnik die Susannenstraße runter. Die Bullen wurden durch diesen Schlenker überrascht und waren damit beschäftigt hinterher zu laufen. Erst in der Bartelsstraße brachten sie eine Polizeikette zustande, die den vorderen Teil der Demo vom Rest abspaltete, aber ansonsten keinerlei Wirkung hatte. Die Leute drehten einfach um, liefen weiter die Susannenstraße runter und bogen am Ende rechts ab in die Schanzenstraße, wo sie erneut mit dem vorderen Teil zusammentrafen. Dann ging es in die Lagerstraße und über ein Firmengelände durch die Unterführung am Schanzenbahnhof in den Schanzenpark. Die Bullen waren weiterhin sichtlich überfordert und konzentrierten sich panisch darauf, das Mövenpick-Hotel abzuriegeln.

An der U-Bahn Schlump ging es dann in den Feierabendverkehr und Baustellen-Absperr-Zeugs wurde zu Straßenverkehrs-Absperr-Zeugs. Nach einigen weiteren Schlenkern landete der Aufzug in der Weidenalle nahe eines kürzlich kurzzeitigt besetzen Hauses, das für einen Neubau abgerissen werden soll. Hier wurde begonnen, eine Baustelle zur Barrikade umzufunktionieren. Als dann die Bullen von beiden Seiten eintrafen, machte sich leider Panik breit. Die Leute flüchteten und wurden so zu Gejagten, wobei sich für 30-40 ein Hinterhof als Sackgasse erwies. Sie wurden eingekesselt und später in Gewahrsam verbracht.

Ärgerlich ist das nicht zuletzt deshalb, weil die Einkesselung durch das panische Weglaufen ein gutes Stück weit hausgemacht war. Mit etwas mehr Ruhe und Entschlossenheit hätten die zahlenmäßig unterlegenen Bullen ohne Probleme umgangen und die Demo fortgesetzt werden können. Leider kommt es in den letzten Jahren viel zu oft zu einer solchen Dynamik und es wird weggelaufen, sobald die Schergen auch nur in die Nähe auftauchen. Wenn wir stattdessen in solchen Situationen geschlossen stehen bleiben/weitergehen, hätten die Bullen ein Problem und ihrer Strategie der Treibjagd würde ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Wir können alleine durch Ruhe und Geschlossenheit ihre Handlungsspielräume einengen und unsere erweitern!

Ausgehend von dem Hinterhof-Kessel gab es dann noch eine Solidemo von solidarischen Menschen für die Eingekesselten und die geräumte Ivi über die Schanzenstraße in Richtung Lerchenwache. Unterwegs flog etwas Gerümpel auf die Straße. Erst auf Höhe Schulterblatt tauchten die Cops auf, stoppten die Leute und bildeten einen weiteren Kessel. Der wurde allerdings panisch wieder aufgelöst als der Rest der Leute unverdrossen weiter zur Lerchenwache ging. Danach zerstreute sich die Menge ohne weitere Gewahrsamnahmen.

Etwa zeitgleich wurde an der Brammerfläche am oberen Ende des Schulterblatts eine weitere Gruppe, die auf dem Gehweg in Richtung Rote Flora unterwegs war, ohne jeglichen Grund verfolgt und knüppelschwingend mit Rufen wie „Wir kriegen euch Schweine!“ über das Gelände gejagt: Die Einsatzfahrzeuge fuhren vorbei, ein Bulle zeigte auf die Leute, die Wagen hielten an und die Bullen sind direkt losgerannt. Einziger Grund war offenbar das Tragen von schwarzen Kapuzenpullis. Nicht gerade eine Seltenheit in der Schanze. Es kam zu sehr gewaltsamen Festnahmen und die Bullen verhielten sich sehr eskalativ gegenüber Passant_innen.

Dieses Verhalten war vermutlich schon mal die Generalprobe für das Protest-Wochenende von 26.4. bis 28.4. mit Demos Aktionen und Kundgebungen gegen die Internationale Gartenausstellung (IGA), für soziale Bewegungen in Griechenland und den Erhalt der bedrohten Esso-Häuser auf dem Kiez. Aber auch insgesamt sind die Übergriffe kein Einzelfall, zuletzt wurde die Vokü im Schanzenpark ohne jeglichen Grund auseinandergekloppt. Offenbar wird zunehmend auf ein eskalierendes Verhalten als Einsatzmittel gesetzt.

Auch hier gilt: Lasst euch nicht einschüchtern, wenn die Bullen euch anschreien, dann schreit zurück! Ihre Eskalation ist keine Verfehlung Einzelner, sondern hat Methode und wird bewusst eingesetzt. Anschreien, Beleidigungen und brutales Verhalten werden als Einsatzmittel unterrichtet, sie sollen einschüchtern. Wenn sie eskalieren, dann eskaliert deshalb zurück. Alles andere wird deren autoritäres Verhalten lediglich befördern. Sie sollen sich ruhig zweimal überlegen, ob ihr angelerntes Gewaltverhalten Erfolg hat und sie es anwenden wollen, oder ob ihnen dies auf Dauer zu stressig ist!

Für die kommenden Tage gibt es in Hamburg jedenfalls ein volles Programm, um aktive Gegenwehr gegen Polizeigewalt und die Verhältnisse auf die Straße zu tragen:

Protest Wochenende 26.-28.4.: TEIL 1
Freitag 26.4.: Kundgebung und Aktionen gegen die IGS-Eröffnung und internationale Bauausstellung ab 15 Uhr am Inselpark in Wilhelmsburg

Protest Wochenende 26.-28.4.: TEIL 2
Samstag 27.4.: Überregionale Demonstration: Solidarität mit den selbstorganisierten Kämpfen in Griechenland und weltweit! 15:00 Uhr Rote Flora

Protest Wochenende 26.-28.4.: TEIL 3
Sonntag 28.4.: Esso-Häuser verteidigen! Räumungen von besetzten Projekten, sozialen Zentren und Mieter_innen überall verhindern! 15:30 Uhr Südkurvenvorplatz am Millerntor. Stadtteil- & Solidaritäts-Demo, anschließend Abschlusskundgebung auf dem Spielbudenplatz mit Megafonaktion des Schwabingrad Balletts und Rahmenprogramm.

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/84300

Siehe auch:

http://enough14.org/2013/04/23/squat-ivibleibt-soli-demo-hamburg-die-polizei-last-lugen-will-einfach-nur-feierabend-und-nimmt-leute-fest/

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#Squat #ivibleibt Soli-Demo #Hamburg: Die Polizei läßt lügen, will einfach nur Feierabend und nimmt Leute fest

Soli-Aktionen gabe es gestern Abend auch in Kassel.
Soli-Aktionen gabe es gestern Abend auch in Kassel.

In Hamburg fand gestern Abend eine Soli-Demo für das am frühen Morgen in Frankfurt geräumten ivi statt. Hier ein Radio-Beitrag von Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK):

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(Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.)

 

Video 1 Räumung ivi am 22.04.2013:

Video 2 Räumung ivi am 22.04.2013:


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#Squat #ivibleibt #Frankfurt: Bericht zur IvI-Räumung

ivi22a_2Heute in den frühen Morgenstunden umzingelte die Polizei in einem Großaufgebot das IvI, ohne dass ihnen dieses jedoch widerstandlos überlassen wurde. Erst kurz vor 9 Uhr hatten die Bullen die rund 200 Aktivist*innen vorm Haus verdrängt und flexten sich hinein. Anschließend brauchten sie nochmals fast eine Stunde um die letzten Besetzer*innen heraus zu tragen. Heute um 16 Uhr findet an der Galluswarte eine Sponti statt. Morgen findet die Tag X+1 Demo statt (18 Uhr / Hbf). Wir sind traurig, wütend und wollen statt Franconufurt mit Bullen ein, zwei, drei viele neue Häuser!

Heute gegen 7 Uhr begann die Polizei mit mehreren Hundertschaften, Räumfahrzeugen, Feuerwehrwägen, einem kleinen SEK (Sondereinsatzkommando) und fünf LKWs voller Hamburger Gitter, das IvI zu räumen. Bereits gegen viertel vor 5 waren mehrere Einsatzfahrzeuge Richtung Bockenheim/Westend gefahren, blieben dann aber in Seitenstraßen stehen, bis die Polizei ihr Großaufgebot aufgefahren hatte. Die ersten Einsatzfahrzeuge und Hundertschaften konnten für einige Minuten aufgehalten werden, ein LKW blockierte ungewollt zwischenzeitlich die komplette freie Fahrspur.

Dann kamen aber einfach zu viele Bullen um die Straße noch zu halten, so dass sich Aktivist*innen auf den Trottoir und den Kettenhofweg zurück zogen. Dort ließ die Polizei die Menschen auch noch längere Zeit stehen, während sie einen Zaun aus Hamburger Gittern rund ums IvI und über die komplette davor liegende Senckenberganlage errichtete. Zwischenzeitlich kam es zu Auseinandersetzungen als Bauzäune den Einsatzablauf störten, hierbei wurde kurzzeitig eine Person in Gewahrsam genommen, nach Personalienfeststellung aber wieder frei gelassen.

Generell schien die Frankfurter Polizei (wie sie ja bereits im Vorfeld beteuerte) kein Interesse an einer Eskalation zu haben – jedoch war sie doch gerne willfähriger Helfer als die Gerichtsvollzieher gegen 8 Uhr es ihnen ermöglichten das IvI zu räumen. Nach weit mehr als drei Durchsagen fingen die ersten Hundertschaften an die in Ketten stehenden und teilweise von Transpis geschützten Aktivist*innen anzugehen. Mit Schildern, Nierenschlägen, einem Headbut mit Helm und gut gepanzert konnten sie nach einigem Hin und Her die meisten Menschen vorm Haus abdrängen. Dabei zeigte sich, dass es den Bullen gar nicht daran lag die Menschen vorm Haus in Gewahrsam zu nehmen, wie sonst so häufig in Frankfurt, sondern alle außerhalb des Zauns auf die Senckenberganlage ohne Weiteres zu “entlassen”.

Kurz vor 9 Uhr flexten sich die Bullen ins Haus, trafen dort auf alles mögliche an Barrieren und brauchen nochmal fast eine Stunde um die letzten Besetzer*innen heraus zu tragen. Bei diesen wurden ebenfalls “nur” und vorläufig die Personalien festgestellt.

Parallel zu den letzten Raumnahmen der Polizei im ehemalig Institut für vergleichende Irrelevanz, kam es zu einer spontanen und symbolischen Besetzung des fast leer stehenden Uni Gebäudes Flat, gegenüber vom IvI.

Franconofurt-Geschäftsführer Christian Wolf, der sich gar nicht über das “riesige Chaos” in seiner neu eingenommen Immobilie freute, wird diese jetzt erstmal “stilllegen und zumauern” lassen in der Hoffnung das Ruhe einkehrt. Ob das dem Denkmalschutz entspricht und die Fassade nicht zu schaden kommt ist ebenso fragwürdig wie der von Wolf angekündigte Gebäudeschutz, der -so die Hoffnung- bei dem Risikokapital einige Jahre viel zu tun haben wird.

Heute gab es eine Spontandemo mit etwa 350 Menschen.

Morgen, Dienstag den 23.4.2013 startet die überregional angekündigte Tag X+1 Demo gegen 18 Uhr am Kaisersack, Hauptbahnhof Frankfurt.

Bleibt aktiv und stabil – passt auf euch auf! Informiert euch auch weiter über die IvI-Homepage oder aktuell auf twitter

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/en/node/84161

Interview mit dem asta-Vorstand der Uni Frankfurt zur ivi Räumung auf der Website von Radio Dreyeckland jetzt nachzuhören.

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#Squat #ivibleibt #Frankfurt: PM des Institut für vergleichende Irrelevanz vom 22.04.2013

Institutsmitarbeiter_innen verurteilen die polizeiliche Räumung aufs Schärfste!

– Morgen, 23. April 2013, 18 Uhr, Kaisersack/HBF in Frankfurt: Solidemo mit dem ivi frankfurt, für bezahlbaren Wohnraum und Freiräume! Kommt alle! ivi bleibt! –

ivi22aAm frühen morgen des heutigen Montag, gegen 07.30, begann die Räumung des besetzten Institut für vergleichende Irrelevanz. Mit einem Polizeigroßaufgebot wurde die gesamte Senckenberganlage zwischen Bockenheimer Landstraße und Messekreisel abgesperrt, Absperrgitter weitläufig um das Haus im Kettenhofweg 130 gezogen und die ca. 300 Sympathisierenden mit dem Projekt nach und nach vom Gebäude weg gedrängt.

ivi22a_5Die Aktivist_innen hatten bereits Hinweise auf eine heutige Räumung erhalten, um 04.30 morgens versammelten sie sich am IvI, errichteten Barrikaden auf dem Kettenhofweg und der Senckenberganlage und setzten und stellten sich in den Hof und vor den Eingang des IvI, um das Haus zu blockieren. Auch im Haus verblieben einige Aktivist_innen, um das Gebäude passiv zu verteidigen. Bei der Räumung der friedlich auf dem Gelände sitzenden Leute, kam es vereinzelt zu Gewaltausbrüchen von Seiten der Polizei, 3 Verletzte durch brutale Polizisten gab es unter den IvI Unterstützer_innen. Zudem wurde die Räumung von dem Franconofurt Vorsitzenden Christian Wolf beobachtet, der die vor dem Haus Protestierenden gegen ihren Willen abfilmte.

„Das Polizeiaufgebot und das martialische Auftreten der Staatsgewalt ist vollkommen unverhältnismäßig. Dass unsere Arbeit in der Art von der Polizei und Franconofurt kriminalisiert wird, macht uns einfach nur wütend. Für das IvI hätte es eine politische Lösung geben müssen und keine polizeiliche.“, sagt Sarah Schneider. „Von den Kosten, die dieser Polizeieinsatz verursacht, hätten mindestens 2 Jahre die Miete und die Arbeit des Institutes in einem Ersatzobjekt finanziert werden können.“ so Schneider weiter.

Sich von dieser Räumung demotivieren lassen wird sich hier wohl niemand. Die ganze Woche über wird es Aktionen für den Erhalt des unkommerziellen Kultur- und Bildungsprojektes geben. Morgen, am Dienstag, den 23.04.2013, um 18 Uhr wird am Kaisersack die X+1 Demonstration starten, für die das IvI schon seit Monaten wirbt. Am Donnerstag sind parallel zur Stadtverordnetenversammlung, auf der ein Antrag zur Unterstützung des IvI von Piraten, Linken und SPD Fraktion verhandelt werden soll, Aktionen in der Innenstadt geplant.

„Wir werden nicht aufgeben,“ sagt Oliver Sonnenschein, „auch wenn bisher wenig Unterstützung von Seiten der Politik kommt und die Polizei hart gegen neue Besetzungen vorgeht, werden wir nicht aufhören für selbstorganisierte Räume zu kämpfen. Ein Ort wie das IvI ist und bleibt notwendig in dieser Stadt und wir werden so lange weiter besetzen bis wir ein adäquates Ersatzobjekt haben.“

Interview mit dem asta-Vorstand der Uni Frankfurt zur ivi Räumung auf der Website von Radio Dreyeckland jetzt nachzuhören.

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#ivibleibt #WirBleibenAlle #Frankfurt: PM zur Räumung des Großen Hirschgraben 17-19

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Pressemitteilung der Gruppe Recess vom 23.02.2013  zur Räumung des Großen Hirschgraben 17-19

 Nach etwas mehr als 24 Stunden wurde heute die Besetzung der Gruppe Recess im Großen Hirschgraben 17- 19 polizeilich geräumt. Zum Zeitpunkt der Räumung fand im Freitagnachmittag von Schüler_innen besetzten, ehemaligen Gebäude des Börsenvereins des deutschen Buchhandels ein Lesekreis zum Verhältnis von Kunst und Utopie bei Theodor W. Adorno statt. Die Besetzer_innen verließen missmutig nach der ersten polizeilichen Aufforderung das Gebäude, da im Angesicht hunderter BFE-Beamter Widerstand zwecklos schien.

Gestern noch hatten die Besetzer_Innen mit einem offenen Brief auf das Gesprächsangebot des Vorsitzenden der ABG-Holding Junker reagiert. Dieser erklärte sich nur unter der Voraussetzung der Nennung einer haftbaren Rechtsperson zu Gesprächen bereit. Darauf wollten die zum Teil noch minderjährigen Besetzer_Innen nicht eingehen. In dem offenen Brief forderten sie allerdings „die Gesamtheit der politischen Akteure in Frankfurt auf, Leerstände aktiv nutzbar zu machen.“

Die ABG Holding ist gemeinsam mit der Stadt Frankfurt Eigentümerin des Gebäudes im Großen Hirschgraben.

Am 19. Februar lies Alfred Gangel in der Frankfurter Rundschau verlautbaren, dass er sich auf die Suche nach einem Ersatzobjekt für das IVI begeben würde, wenn er den politischen Auftrag dafür bekäme. Heute fuhr er mit Hundertschaften vor dem besetzten Haus im Grossen Hirschgraben vor. Er verweigerte sich einem Gespräch mit den Besetzer_Innen und koordinierte statt dessen mit den Polizeikräften die Räumungsaktion. Zu einem Gespräch ist er erst am Montag bereit. Das nun gesprengte Plenum berät sich über das weitere Vorgehen.

„Ich bin wütend darüber, dass dieses leerstehende Gebäude nicht genutzt werden darf und verstehe die dahinter stehende Politik des künstlich erzeugten Mangels nicht,“ ärgert sich Shoshanna C.

Jenseits der bürgerlichen Monokultur, mit ihren normierten Reservaten fürs Wohnen, Feiern, Lernen und Arbeiten, scheint in der aufgewerteten Frankfurter Innenstadt keine Form selbstbestimmter Lebensäußerung vorgesehen zu sein. „Dass die Stadt weiterhin Gelder im sozialen Sektor kürzt und die Mietpreise weiter steigen, macht es notwendig, Projekte wie dieses eigenständig zu organisieren und zu bespielen.“ sagt Karsten Pier. „Das fingierte Verständnis für das Anliegen, leerstehende Räume vielfältig und selbstbestimmt zu nutzen, verpufft in dem Moment, in dem auf dem restriktiven rechtlichen Rahmen, der eine Verbindung von Wohnraum, Arbeits- und Veranstaltungsräumen nicht vorsieht, beharrt wird. Wo der politische Wille fehlt, müssen wir die sozialen Notwendigkeiten sichtbar machen!“

Durch die Besetzung wurde erneut auf den immensen Leerstand in Frankfurt, und auf das Bestreben diesen zu nutzen, hingewiesen. Die Besetzer_Innen solidarisierten sich mit dem Institut für vergleichende Irrelevanz und der Aktivist_Innen der drei Besetzungen des letzten Wochenendes. Den verantwortlichen der Stadt Frankfurt entgegnet Shoshanna C.: „Ihr könnt weiterhin euer sauberes Frankfurt planen, doch dabei müsst ihr mit denen rechnen, die ihr nicht einkalkuliert!“ Noch für heute Abend wurden von Sich-Solidarisierenden Aktionen angekündigt. Für Donnerstag Abend ist unter dem Motto „Verdrängung erkennen – Leerstand nutzen“ eine Demonstration um 18Uhr am Uhrtürmchen in Bornheim angekündigt. Ein Aktivist vor dem geräumten Gebäude spricht aus, was viele denken: „Wenn sie es darauf anliegen, können sich Frankfurt und Franconofurt auf eine anstrengende IVI-Räumung gefasst machen.“

Mehr Informationen:

http://recessffm.wordpress.com/