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Berlin: Don’t vote! Attack the city of the rich!

Berlin. August 2021, just before the elections, and yet another project is threatened, a bookstore was evicted, up to 10 houses per day are being evicted, the biggest german real estate company (vonovia) is buying the second biggest (Deutche Wohnen) creating an economic and real estate colossus. A situation that is proving spectacularly that the interests of capital will always take precedence over people’s needs, and that reform will always fail.

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Berlin: Make the city into a free space! – Call for a demo on May 23

Berlin. Call by Interkiezionale for the Mietenwahnsinn-Demo (Rent madness demo) at 23.05., 1pm Potsdamer Platz, Berlin.

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Video 17.5 Letzte Aufenthaltsort #Rosemarie soll auch geräumt werden: #Zwangsräumung der Kältenothilfe verhindern

UPDATE: Vermieter verschieben Räumung auf 17.05.2013. Klasse, die vier Menschen haben weitere 4 Wochen eine Bleibe über dem Kopf! Hoffen wir dass in der Zwischenzeit für alle eine Bleibe gefunden wird!

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Am 19.04.2013 (Update: auf dem 17.5 verschoben) wird in der Sprenglerstr. 46 die Kältenothilfe zwangsgeräumt! Seit drei Jahren bietet die Nothilfe armen Menschen und zwar jedem ! ein Dach über dem Kopf. Hier wird nicht einfach nur ein Bett in einer kalten Kammer geboten. Ein großes Problem der Obdachlosigkeit ist die Vereinsamung. Hier wird sich gekümmert, mit Herz!

Essen,Zuwendung,Wärme….

Wie immer ist diese Situation der Zwangsräumung komplexer. Herr Zoltan Dominic berichtete uns: Vor einem Jahr wurde der Kältenothilfe bei einem runden Tisch versichert. Dass für alle Bewohner der Wärmestube eine Wohnung gesucht werden, leider ist dieses Versprechen von der Gesobau nicht erfüllt worden. Er weigert sich nun diese Menschen auf die Straße zu setzen. Letzte Woche verstarb an diesem Ort Rosemarie F. Unter den Bewohner befindet sich auch eine fast 60 jährige Frau, wollen wir da wirklich zuschauen. Es gibt große Diskrepanzen zwischen dem Betreiber und der Gesobau. Aber ist es hier nicht möglich im Interesse der Allgemeinheit einen Kompromiss zu finden! Wir appelieren an ihre und die Vernunft aller Beteiligen hoch bis zu unserem regierenden Bürgermeister.

Auf die Strasse!

Dazu der Brief des Betreiber der Kältenothilfe:

OFFENER BRIEF an den OB Wowereit
Sehr geehrter Herr Wowereit,

Wir, die Kälte Nothilfe WÄRME MIT HERZ, sind die einzige Einrichtung in Berlin, die seit 2010 durchgängig jeden Menschen und Hilfebedürftigen, auch mit seinem Haustier, aufnimmt!
Wir sind zudem auch die einzige Initiative, die dies ohne staatliche Unterstützung, und weitgehend ohne Gelder, ausschließlich durch Bürgerengagement stemmt.

Wenn wir Sachmittel wie Kleider, Möbel oder Nahrung benötigen, rufen wir dazu über die sozialen Kanäle (facebook,twitter etc.) auf.
Die Initiatoren, der Vorstand und die Helfer erhalten keine Gelder, fühlen sich aber dennoch verpflichtet rund um die Uhr 365 Tage im Jahr Bedürftigen “selbstverständliche” Wärme und Menschlichkeit zu geben. Wir haben seit Ende 2010 mehreren tausend Menschen auf der Straße helfen können, so wie knapp hundert Menschen bei uns die Möglichkeit gegeben, geschützt zu schlafen.

Wir haben Vermisste rückgeführt bis in die USA. Kinder, die von ihren Eltern ausgesetzt wurden aufgenommen, sowie viele andere dramatische Situationen gut lösen können. Und das alles haben wir mit geringsten Mitteln möglich gemacht, aber vor allem durch die Hilfe von engagierten BürgerInnen.

Ganz nach unserem Motto : be Berlin!

NUN BENÖTIGEN WIR HILFE!

Wir haben von der Gesobau AG, dem größten Wohnungsgeber dieser Stadt, 2010 eine Wohnung bekommen, zuerst nur mit einem Vertrag für 6 Wochen. Danach konnte ein Mietvertrag für weitere 3 Monate geschlossen werden, welcher dann um ein Jahr verlängert wurde. Wir gingen kurz vor Ende des letzten Vertrages davon aus, dass der Vertrag erneut verlängert wird. Doch dem war nicht so! Es meldeten sich NachmietInteressenten für die Wohnung und so erfuhren wir das unser Vertrag nicht verlängert wird. Wir sollten dann innerhalb von drei Wochen die Wohnung räumen.

Die Jahre zuvor hat die Gesobau sogar stolz mit uns und unserer Unterstützerin Nina Hagen geworben, weshalb der plötzliche Richtungswechsel für uns vollkommen unverständlich ist. Wir haben die Wärmestube nicht geräumt und zu einem überfälligen runden Tisch mit der Gesobau AG geladen, der wie sich herausstellte sehr eckig war. Wir konnten zumindest aushandeln, dass jeder der derzeitigen Gäste unserer Einrichtung eine eigene Wohnung bekommt. Vier Wohnungen wurden verabredet. Doch die Gesobau ist unserer Vereinbarung nicht nachgekommen! Mindesten zwei Menschen müssten wir am Freitag auf die Straße setzen, was wir absolut nicht verantworten können und wollen!

Letzte Woche ist, wie sie bestimmt den Medien entnehmen konnten, Frau Rosemarie F. gestorben. Sie hatte das Gefühl eine Räumung nicht zu überleben. Ein unabhängiger Arzt hat eben dies attestiert. Sie wurde dennoch geräumt und verstarb 48 Stunden später in unserer Notunterkunft. Wir sind beschämt und traurig, dass es soweit gekommen ist und immer noch vollkommen fassungslos!

Engagieren Sie sich BITTE damit wir WEITERHIN HELFEN KÖNNEN.

Wir bitten Sie uns zu unterstützen und fordern, dass der Staat an dieser Stelle Verantwortung übernimmt – und dies schnell und unbürokratisch! Wir appellieren an Ihre Menschlichkeit und ihr Pflichtgefühl allen Bürgern gegenüber. Bitte machen Sie sich persönlich vor Ort ein Bild über die Gesamtsituation. Sprechen Sie mit der Gesobau, stellen Sie Räumlichkeiten zur Verfügung, aber verschließen Sie nicht die Augen, sondern werden wie wir aktiv und zeigen Herz!

Derzeit beherbergen wir eine fast 60-jährige Frau, die von der Gesobau keine Wohnung bekommt. Nach Rosemaries Tod können wir kein weiteres Drama verkraften und akzeptieren. Niemand!

Wir fordern Sie hier als Mensch und als Bürgermeister:
Stellen Sie uns Räumlichkeiten zur Verfügung, in der wir Menschen helfen können, wie wir es bisher getan haben und weiterhin tun wollen und müssen!
Alle leeren Gebäude dieser Stadt werden beheizt, diese Energie können wir für Menschen nutzen!

Wir sehen uns verpflichtet nicht länger weg zu schauen und weiter aktiv zu sein!

Handeln Sie wie wir : ” gedacht gemacht ”

Des Weiteren benötigen wir die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, welche uns aus unerklärlichen Gründen verwehrt wurde. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter auf uns zu unterstützen diesen Status zu erlangen. Wer gilt denn als offiziell gemeinnützig, wenn nicht Organisationen wie unsere???

Sollte Sie sich nicht verpflichtet und angesprochen fühlen, sehen wir uns gezwungen auf öffentlichem Raum Versorgungs-Camps zu errichten, um unsere Arbeit fortzusetzen.

Ich glaube aber an Ihre Menschlichkeit und bin mir sicher Ihnen ist auch bewußt, das wir was zurückgeben müßen von unserem Glück und unseren Möglichkeiten, denen die nicht damit gesegnet sind!

Es grüßt Sie aus Berlin Tempelhof

Zoltan Dominic Grasshoff
und die Kälte Nothilfe
WÄRME MIT HERZ

Facebook eventpage Zwangsräumung der Notkältehilfe verhindern am 19. April:

https://www.facebook.com/events/567330839965598/

Mehr Informationen:

Facebookseite Für bezahlbare Mieten auf die Strasse:

https://www.facebook.com/GegenGentrifizierungaufdieStrasse

Facebookseite der Kältenothilfe:

https://www.facebook.com/nothilfe

Video RBB Abenschau Beitrag über die Arbeit der Kältenothilfe:

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#Berlin: Videos und Ereignisbericht der Gedenkdemonstration für #Rosemarie F.

Berlin: Lichtprojektion gestern Abend: "Rosemarie das war Mord!" - Rosemarie war am 11. April gestorben, 2 tage nachdem sie Zwangsgeräumt wurde.
Berlin: Lichtprojektion gestern Abend: “Rosemarie das war Mord!” – Rosemarie war am 11. April gestorben, 2 tage nachdem sie Zwangsgeräumt wurde.

Bei der gestrigen Demonstration Trauer – Wut – Widerstand #Rosemarie geht uns alle an! kam es zu einem Überfall der Bullen mit Verletzten. Wenige Minuten vor dem Überfall der Bullen wurde beobachtet, wie sich Polizeigruppen behelmten und sich über Funk offenbar auf einen bevorstehenden Einsatz vorbereiteten. Die Demonstration soll genau an dem Punkt, an dem sie von den Bullen aufgelöst wurde, demnächst fortgesetzt werden.

Am gestrigen Tag, den 14.04.2013, fand in Berlin Kreuzberg/Neukölln eine Gedenkdemonstration für die am Donnerstag verstorbene Rosemarie F. statt.

Diese wurde, vor allem an der Spitze der Demonstration, von den dort eingesetzten Einheiten der Staatsdiener massiv bedrängt und an der Kundgabe der Trauer und Wut aktiv gehindert.

Ereignisbericht der Gedenkdemonstration für Rosemarie F.

Einige unserer Geschwister befanden sich auf besagter Veranstaltung und versuchten dies so gut ihnen möglich zu unterbinden, dabei wurde eines unserer Geschwisterchen von einem in Rage geratenen Truppleiter der Einheit F132X zu Boden geworfen und mittels mehrfachen Faustschlägen auf den Kopf bewusstlos geschlagen.

Wir freuen uns mitteilen zu können das besagtes Geschwisterchen mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde und mittlerweile zu uns gestoßen ist.

Wir finden es abartig wie sich Menschen dazu berufen fühlen können für ein Abstraktum wie Geld und Besitz im Dienste eines Systems andere Menschen zu verletzen und sogar zu töten.

Hinzu kommt die verleumderische und diskreditierende Art und Weise sich in der Öffentlichkeit zu positionieren.

 

Wie uns zu Ohren kam, verbreitete die Berliner Polizei am gestrigen Tag das Gerücht die Demonstration habe versucht die geplante Route zu verlassen, dies ist schlicht und ergreifend eine platte Lüge.

Der Einsatz der Cops begann mit dem Versuch der Festnahme unseres Geschwisterchens und eskalierte in folge dessen bis zum bekannten Ausmaß.

Hier folgt nun die Schilderung unseres Geschwisterchens zur Situation, zumindest soweit dessen Erinnerungen reichen.

 

Gedächtnisprotokoll:

Nachdem unser Geschwisterchen den Großteil der Demonstration an der rechten Seite der Demonstration verbracht hatte, um die dortigen Kameraeinheiten an ihrem kriminalisierenden Tun zu hindern, die Demonstrat_innen abzufilmen und damit zu unterstellen sie wären alle potentielle Straftäter_innen.

Dies gelang auch auch so weit ganz gut.

 

Auf dem Kottbusser Damm entschloss unser Geschwisterchen sich dann die auf der linken Seite der Demonstration sehr dicht am Transparent laufende Polizeieinheit daran zu erinnern wofür die Transparente gemacht wurden, damit Menschen sie lesen können.

Unser Geschwisterchen setzte sich vor die Cops und bremste sie aus, sodass das Transparent(“Gegen hohe Miete und Verdrängung”)  wieder sichtbar wurde.

Dies wurde vom Truppleiter der Einheit missfällig kommentiert, bis dieser dann schließlich sich auf der Kreuzung Höhe Bürknerstraße dazu entschloss unser Geschwisterchen mit dem Spruch “Jetzt reichts mir hier, verpiss dich!” mit einem Stoß aus dem Weg drängte.

 

Unser Geschwisterchen, durch den Tod von Rosemarie und der direkten Tatbeteiligung der Beamten an selbigen erregt, war von solchen Verhaltensweisen so angewidert das es sich darüber rege und lautstark beschwerte.

Dies wurde nur kommentiert mit “Halt die Fresse” seitens der Beamt_innen und des weiteren mit dem Versuch der Einschüchtern durch Sprüche wie “Wollen wir es(geschlechtsneutral geändert) mitnehmen?”.

Kurz darauf rannte der Truppleiter wutentbrannt und in Rage auf unser Geschwisterchen zu, welches obigen Spruch kommentiert hatte, und versuchte es gewaltsam zu ergreifen.

 

Bei nachfolgendem wilden hantieren des Beamten wurden beide zu Boden gerissen, wobei unser Geschwisterchen unter den Beamten geriet.

Dieser fuhr dann damit fort auf das am Boden liegende Geschwisterchen mit Fäusten einzuschlagen, wobei nicht nur der Oberkörper getroffen wurde sondern mindestens auch 5 mal der Schädel direkt.

Unser Geschwisterchen verlor darauf hin das Bewusstsein und kam erst wieder im Krankenhaus zur teilweisen Besinnung als es sich mit Handschellen an das Krankenbett gefesselt vor fand.

 

Alles was in der Zeit von den Schlägen des auf ihm knieenden Beamten bis in das Krankenhaus passierte, entzieht sich seiner Erinnerung.

Die endgültige Diagnose der behandelnden Ärzt_innen lautet auf eine Gehirnerschütterung sowie einer (vermutlich) angebrochenen Rippe.

Hinzu kommen multiple Blutergüsse und Schwellungen auf dem Körper und vor allem im Gesicht.

 

Keine Kompromisse

Ob der gesamten Aktion auch nur ein Funken Verhältnismäßigkeit und Vernunft inne wohnt, bezweifeln wir hier vehement.

Einzig und allein dem beherzten Eingreifen der demonstrierenden Menschen ist es zu verdanken das die ganze Sache nicht schlimmer ausging als ohnehin.

Es zeigt sicher zum wiederholten Male dass dieses System dem Status Quo und den materiellen Interessen vorrang vor allem menschlichen Regungen und Empfindungen gibt.

 

Wir und vor allem unser Geschwisterchen, möchten hier noch einmal allen Menschen danken die sich solidarisiert haben und solidarisieren uns unsererseits mit allen weiteren verletzen oder gefangen genommenen Menschen vom gestrigen Tag.

Wir werden uns von solch brutaler Gewalt trotz allem noch immer nicht einschüchtern lassen und freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Aktionen.

Fünf ist Rechtsaußen.

Quelle: http://de.indymedia.org/2013/04/343475.shtml

 

Video 14. April 2013 Berlin: Cops greifen Demo für Rosemarie an:

Video 14. April 2013 Berlin: Schluss Ansage nach Bullen Angriff. 

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#Rosemarie F.: Persönliche Stellungnahme einer ihrer letzten Mitbewohnerin/Solidemo löst sich nach Tränengasangriff auf

#Rosemarie F.: Persönliche Stellungnahme einer ihrer letzten Mitbewohnerin/Solidemo löst sich nach Tränengasangriff auf

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Video Sonntag 14.4 #Berlin: Demo Trauer – Wut – Widerstand #Rosemarie geht uns alle an! #Zwangsräumung

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Trauer – Wut – Widerstand Rosemarie geht uns alle an!

Demo // Sonntag // 14.04. // 17:00 Uhr // Lausitzer Platz // Berlin-Kreuzberg

Am 11.4. verstarb die schwerkranke 67-jährige Rosemarie Flies, zwei Tage nachdem sie aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt worden war. Ärztliche Atteste hatten bestätigt, dass sie einen Rausschmiss aus der Wohnung nicht überleben würde. Trotzdem nahmen die Eigentümerin von Rosemaries Wohnung,
Gerichte, Politik und Polizei ihren Tod billigend in Kauf und setzten die Räumung von Rosemarie durch — alles zum Schutze des Eigentums an Wohnraum.

Uns reichts! Wohnraum darf keine Ware sein und Menschenleben
dürfen nicht dem Eigentum geopfert werden! 

Verdrängung stoppen — Zwangsräumungen verhindern!

Wir starten am Lausitzer Platz in Kreuzberg, dort wo das Bündnis
Zwangsräumungen Verhindern entstanden ist, und auch Rosemarie zu uns
gestoßen ist. Ziel ist das Rathaus Neukölln, der Bezirk, in dem am 29.4.
eine der nächsten Zwangsräumungsblockaden ansteht.

Demo // Sonntag // 14.04. // 17:00 Uhr // Lausitzer Platz // Berlin-Kreuzberg

 

 

Video Doku (38 Minuten) 12. April 2013 Berlin: Spontane Trauermarsch für Rosemarie

Video 12. April 2013 Berlin: Zwangsräumung tötet – Trauer Kundgebung zum Tod von Rosemarie Fliess in Berlin Reinickendorf

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Video #Rosemarie #Berlin: #Zwangsräumung in den Tod – #StopDesahucios

Die Polizei versuchte vor eine Trauermarsch alles um die Nachbarschaft zu entsolidarisieren. (Klick zum vergrößern auf dem Bild)
Die Polizei versuchte vor eine Trauermarsch alles um die Nachbarschaft zu entsolidarisieren. (Klick zum vergrößern auf dem Bild)

Am 11. April 2013 ist Rosemarie Fliess im Alter von 67 Jahren verstorben. Zwei Tage zuvor wurde sie aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt. Seitdem fand sie vorläufig Unterkunft in einer Wohngemeinschaft und zuletzt in einer Wärmestube. Das Bündnis Zwangsräumung verhindern ist traurig, schockiert, fassungslos und wütend.

Die Zwangsräumung entzog Rosemarie Fliess ihre Lebensgrundlage. Die Räumung wurde vollzogen, trotz eines ärztlichen Attests, welches ihr die Unzumutbarkeit einer Räumung bescheinigte. Damit wurde ihr Tod zumindest billigend in Kauf genommen. Die Eigentümerin bestand trotz Mietübernahmeerklärung des Sozialamtes auf Herausgabe der Wohnung.

Rosemarie Fliess war Teil des Bündnisses Zwangsräumung verhindern. Sie erfuhr Unterstützung, z. B. in Form von

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Prostestkundgebungen bei ihren Räumungsterminen und nahm trotz ihres Gesundheitszustandes selbst an Aktionen, u.a. an der Blockade einer Zwangsräumung in der Reuterstraße am 2. April 2013 teil.

Wir sind schockiert und fassungslos und trösten uns ein wenig damit, dass Rosemarie Fliess wenigstens zu ihrem Lebensende Solidarität erfahren hat, womit sie in den letzten Jahren sicherlich nicht reich beschenkt war.

Rosemarie
Rosemarie

Wir fragen uns:
In was für einer Gesellschaft leben wir, die Eigentumsrechte über den Schutz des Lebens stellt? Welche Verantwortung tragen Politiker, Richterinnen, Gerichtsvollzieher, Eigentümerinnen, Polizisten und auch
Schlüsseldienste? Welche Schuld trägt ein Richter, der trotz eines ärztlichen Attest eine Zwangsräumung anordnet? Wer, wenn nicht Menschen, wie Rosemarie Fliess, genießt noch Räumungsschutz?

Der letzte Zufluchtsort von Rosemarie Fliess, die Wärmestube „Wärme mit Herz“, soll am 19. April zwangsgeräumt werden.

 

Video Doku (38 Minuten) 12. April 2013 Berlin: Spontane Trauermarsch für Rosemarie

Video: Rosemarie F. gestorben ! Mord durch die Staatsgewalt !

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#Berlin #Reinickendorf Dienstag 09.04: #Zwangsräumung Aroser Allee 92 Blockieren – #StopDesahucios

stop_zwangsraeumungen_3_600pxAm Dienstag, den 09.04., soll zum dritten Mal Rosemarie F. in der Aroser Allee 92 in Reinickendorf um 9.00 Uhr zwangsgeräumt werden.
Am 27.02. hatte das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ zu einer Kundgebung aufgerufen zu der 200 Unterstützer_innen kamen. Die Zwangsräumung wurde in letzter Minute vom Gericht abgesagt. Die Polizei war ab 6.00 Uhr mit einem Großaufgebot vor Ort und hat die Aroser Alle 92 mit Hamburger Gittern abgesperrt.

Wie es diesmal aussehen wird ist schwer abzuschätzen aber das Bündnis ruft dazu auf, ab 8.00 Uhr vor Ort zu sein, so dass auch diese Zwangsräumung nicht still und leise durchgezogen werden kann. Rosemarie F. war am 27.02. tief gerührt von der massenhaften Solidarität und wünscht sich auch dieses Mal Proteste, auch wenn sie auf Grund ihrer Gesundheit nicht in der Wohnung sein kann. Seid auch am 09.04. mit kreativen Aktionen des zivilen Ungehorsams solidarisch.

EA, Anwält_innen, Vokü und die Samba-Band sind angefragt.

Zum Hintergrund

Auch bei Rosemarie F. ist für das Auflaufen der Mietschulden das Grundsicherungsamt verantwortlich. Das Amt für Grundsicherung zahlt die Miete. Durch Kontenwechsel oder Eigentümerwechsel kommt es immer wieder dazu, dass Mieten nicht rechtzeitig auf die jeweils neuen Konten eingezahlt werden. Das wird dann gern zum Vorwand für Kündigungen genommen, obwohl gerade das Amt für Grundsicherung ein sicherer Mietzahler sein sollte.

Rosemarie F. hat schriftlich vom Arzt attestiert bekommen, dass ihr die Wohnungsräumung gesundheitlich nicht zuzumuten ist. Doch der Eigentümerin, Birgit Hartig, ist das alles gleich. Auch ihr Mann hat schon gesagt, dass Rosemarie F. seinetwegen in den Dschungel gehen oder sich umbringen könne… Der Stress um die Wohnung setzt Rosemarie zu aber trotz allem ist sie kämpferisch und so war sie auch am 02.04. bei der Blockade gegen die Räumung in der Reuterstraße.

Tatsächlicher Grund der Zwangsräumung, wie so vieler Zwangsräumungen, ist das Bestreben der Wohnungseigentümer_innen, auf Basis des Berliner Immobilienbooms, den Profit mittels Neuvermietungen zu steigern.

Wie komm ich dahin?

Am besten kommt ihr mit der U8 dort hin. Vom U-Bahnhof Franz-Neumann-Platz, einmal um den See rum und schon fast seid ihr da.

Es gibt auch einen Bus (120), der direkt am Haus vorbei fährt: Am Leopoldplatz (U6 / U9) oder am Hauptbahnhof könnt ihr einsteigen. Die nächste Haltestelle heißt „Grindelwaldweg“.

Heute Infoveranstaltung

Am Samstag, 6.4. um 19 Uhr, gibt es in der Meuterei, Reichenberger Straße 58, eine Infoveranstaltung zur Arbeit des Bündnis gegen Zwangsräumung und zur Blockade in Reinickendorf.

Mehr Informationen:

http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/

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#Berlin: #Zwangsräumung einer Familie in #Neukölln unter Protest – #StopDesahucios

berlin2a_6Pressemitteilung vom 2. April 2013: Zwangsräumung einer Familie in Neukölln unter Protest

Heute, Dienstag, den 02.04.2013, wurde in der Reuterstraße 2 in Berlin-Neukölln eine Familie zwangsgeräumt. Um 8.30 Uhr waren bereits annähernd 100 Aktivist_innen vor Ort um die Zwangsräumung zu blockieren.

Ein Sohn hat mit den Eltern einen langjährigen Untermietvertrag. Der Räumungstitel war aber nur auf die Eltern ausgestellt. Obwohl dies bedeutet, dass die Räumung so nicht rechtens ist, wollte die um 9.00 Uhr eingetroffene Gerichtsvollzieherin, Rebecca Schneider, dies nicht anerkennen und rief die Polizei. Nach längeren Verhandlungen gewährte die Gerichtsvollzieherin dem Inhaber des Untermietvertrages die Möglichkeit eine Eilentscheidung vor dem Amtsgericht Neukölln einzufordern.

berlin2a_5Das Amtsgericht lehnte die Eilentscheidung ab, lies aber Beschwerde dagegen beim Landgericht zu.
Dies wartete die Gerichtsvollzieherin aber nicht ab sondern beantragte während des laufenden Verfahrens Amtshilfe bei der Polizei. Diese war mittlerweile mit mindestens 100 Beamten vor Ort. Diese räumten um 11.00 Uhr gewaltsam die Sitzblockade vor dem Haus und im Hausflur und drangen in die Wohnung ein.

Dort warteten dann Polizei und Gerichtsvollzieherin die Entscheidung des Landgerichtes ab. Diese kam um 14.00 Uhr und war negativ für die Mieter_innen. Damit war die Räumung vollzogen und die Eigentümerinteressen an mehr Profit gegen eine Familie durchgesetzt.

Dass hohe Mieten, Verdrängung und Zwangsräumungen keine Einzelfälle sind wurde während der Blockade deutlich. Viele Nachbar_innen solidarisierten sich und einige berichteten davon, dass auch bei ihnen eine Zwangsräumung ansteht. Die Feststellung des am 14.02.2013 zwangsgeräumten Ali Gülbol hat weiter Gültigkeit: Der Kampf hat erst begonnen.

Dies wird sich schon in einer Woche, am 09.04.2013 erneut in Reinickendorf zeigen, wo die am 27.02.2013 überraschend ausgesetzte Räumung von Rosemarie F. wieder angesetzt ist. Das Bündnis Zwangsräumung verhindern ruft bereits zu Protesten auf.

Zur Geschichte der Zwangsräumung in der Reuterstr. 2 in Neukölln:

Familie K. aus Sri Lanka wohnt seit 15 Jahren in der Reuterstr. 2 in Neukölln. In 2011 gab es aufgrund einer Zwangsversteigerung einen Eigentümerwechsel und drastische Mieterhöhungen. Die Mieter klagten dagegen.

Vor Gericht einigte man sich mit dem neuen Vermieter Marcus Renz gütlich auf eine erträgliche Mieterhöhung und zahlte weiterhin fristgerecht die höhere Miete. Dieser jedoch kündigte der Familie K. ihren Mietvertrag. Auch dagegen legte die Familie Widerspruch ein, woraufhin der Vermieter sie auf Herausgabe der Wohnung wegen Eigenbedarf verklagte. Die Eigenbedarfsklage wird von Eigentümern gern genutzt, um eine Wohnung schnell frei zu bekommen ohne dass eine Instanz nachprüfen könnte, wer dann wirklich einzieht. Auch Marcus Renz besitzt mehrere Wohnungen.

Auch in diesem Fall arbeiten Eigentümer, Gerichte und Gerichtsvollzieherin Hand in Hand.
Die Familie hatte keine Chance, weder mit Widersprüchen noch mit Räumungsschutz.

Bündnis Zwangsräumungen verhindern

Mehr Informationen:

zwangsraeumungverhindern.blogsport.de

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#StopDesahucios #WirBleibenAlle #Berlin: Schwerbehinderte 67-jährige soll am Mittwoch, den 27.02.2013 zwangsgeräumt werden

stop_zwangsraeumungen_3_600pxPressemitteilung, Berlin, den 22.02.2013

Am Mittwoch, den 27.02.2013 droht die Zwangsräumung der schwerbehinderten 67-jährigen Rosemarie F. aus Reinickendorf. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ versucht diese Räumung im Vorfeld zu verhindern. Am Tag der möglichen Räumung ist eine Kundgebung angemeldet.

Zur Abwendung der Räumung hat das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ von Politikern und öffentlichen Personen konkrete Unterstützung eingefordert. Zusammen mit Rosemarie F. haben Aktivist_innen den Sozialstadtrat von Reinickendorf und die Eigentümerin der Wohnung besucht.

Rosemarie F. ist durch Presseberichte auf das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ aufmerksam geworden und bat dieses um Hilfe. Sie bezieht Rente vom Amt für Grundsicherung. Sie wohnt zur Miete in einer Eigentumswohnung. Die Miete wird direkt vom Amt für Grundsicherung an die wechselnden Eigentümer_innen überwiesen. Durch Eigentümerwechsel, Krankheit und Krankenhausaufenthalte ist die Miete nicht rechtzeitig gezahlt worden. Dies führte zu Kündigung und zum Räumungstitel. Ein Eilantrag auf Räumungsschutz (Vollstreckungsschutz) ist beim Amtsgericht Wedding, Brunnenplatz 1 in 13357 Berlin eingereicht.

Rosemarie F. ist anerkannte politisch und konfessionell Verfolgte in der DDR und seit einem Wirbelsäulenbruch schwerbehindert. Ihr Arzt attestiert, dass„…der Streß einer Wohnungsräumung der Patientin absolut nicht zumutbar…“ ist. In Spanien kommt es wegen Zwangsräumungen in letzter Zeit vermehrt zu Selbstmorden.

Konkrete Unterstützung von Politikern und öffentlichen Personen eingefordert

Aufgrund dieser dramatischen Situation hat das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ von den Politikern des Abgeordnetenhauses und öffentlichen Personen (Dr. Jürgen Schneider, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung; Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband; Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki; Pfarrerin Susanne Kahl-Passoth, Vorstandsvorsitzende Direktorin Diakonische Werke Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V., Joachim Gauck, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland) konkrete Unterstützung eingefordert.

Besuch bei Sozialstadtrat und Eigentümerin

Am Donnerstag, den 21.02.2013, begleiteten ein Dutzend Aktivist_innen des Bündnisses „Zwangsräumung verhindern“ Rosemarie F. bei einem Besuch des Sozialstadtrats von Reinickendorf, Andreas Höhne (SPD). Dieser sagte eine Übernahme vergangener Mietschulden sowie der zukünftigen Miete zu. Dies wurde schriftlich durch den Fachbereich Allgemeine Soziale Dienste bestätigt. Der Sozialstadtrat hat dies der Eigentümerin der Wohnung telefonisch mitgeteilt.

Die schriftliche Zusage der Mietübernahme wollten Aktivist_innen umgehend der Eigentümerin überbringen. Diese war aber nicht zu einem Gespräch bereit. An ihrer Stelle nahm der Ehemann der Eigentümerin die schriftliche Zusage der Mietübernahme an. Eine Rücknahme der Kündigung lehnte er trotzdem kategorisch ab, da es einen langen Konflikt mit Rosemarie F. gäbe. Allerdings ist seine Frau erst seit 01.08.2012 Eigentümerin der Wohnung. Weiterhin beschuldigte er das Bezirksamt nicht rechtzeitig gehandelt zu haben und sagte über Rosemarie F. „solche Leute sollten im Dschungel wohnen“ oder sich „umbringen“.

Zwangsräumung am 27.02.2013? Wir sind da!

Aber Zwangsräumungen finden nicht mehr still und leise statt, sondern werden von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet. Wir finden, dass es nicht zu rechtfertigen ist eine schwerbehinderte 67-jährige Frau auf die Straße zu werfen. Die Menschen, welche Wohnungen besitzen, können mit den Mieterinnen und Mietern umspringen, wie sie wollen. Das Recht auf Profit steht in unserer Gesellschaft höher als das Recht auf Wohnen. Wir aber schauen nicht untätig zu, wie alte und schwache Menschen wegen dem Profitstreben von Wenigen auf die Straße gesetzt werden. Deshalb werden wir am Mittwoch, den 27. Februar früh um 9 Uhr vor dem Haus in der Aroser Allee 92 in Berlin Reinickendorf mit der Forderung stehen: Lasst Rosemarie F. hier wohnen!

Bündnis Zwangsräumung verhindern

Mehr Informationen:

http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/