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#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht – Entstehung, Ausarbeitung, Durchführung und Ziele der Kampagne

Das Logo soll verschiedene Botschaften übermitteln: 1. Es ist höchste Gefahr! 2. Wir müssen einen anderen Notausgang aus der Krise finden, als den, den uns unsere Politiker als "alternativlos" verkaufen. 3. Wir bewegen uns. Wir rennen nicht weg, sondern auf diesen alternativen Notausgang zu.
Das Logo soll verschiedene Botschaften übermitteln: 1. Es ist höchste Gefahr! 2. Wir müssen einen anderen Notausgang aus der Krise finden, als den, den uns unsere Politiker als “alternativlos” verkaufen. 3. Wir bewegen uns. Wir rennen nicht weg, sondern auf diesen alternativen Notausgang zu.

Wie #iRUN entstand:

Die Idee eine bundesweite Kampagne gegen die momentan herrschende Politik in Deutschland zu organisieren, entstand beim Vernetzungstreffen am 15. Oktober 2012 in Düsseldorf. Dort versammelten sich ca. 60 Aktivisten aus ganz Deutschland und befanden, dass die Bankenkritik ein wenig verkürzt geraten ist, da die Banken nur deshalb so mächtig werden konnten, weil Politiker Gesetze erließen, die das Kapital schützen und den Banken damit erst die Macht verliehen.

Angeliehen an die Enstehung der 15M-Bewegung aus Spanien, die wie #iRUN auf Logos und Labels unterschiedlicher Gruppen verzichtete, um so eine Spaltung der Bewegung zu verhindern, haben auch wir ein Konzept kreiert, bei dem jede Gruppe ihre Themenschwerpunkte einbringen kann, ohne sich von anderen Gruppen abgrenzen zu müssen. Als Beispiel: Die Anti-Atom-Bewegung kann ihren Protest genauso unter #iRUN vortragen, wie die Hartz4-Gegner.

 

Was #iRUN erreichen will:

Zunächst einmal will #iRUN Menschen politisieren und für das Thema Politik sensibilisieren. Vor allem wollen wir den Begriff “Alternativlosigkeit” auflösen, in dem wir aufzeigen, dass alternative Systeme möglich sind, wenn wir uns aktiv in die Politik einmischen und Entscheidungen, die uns betreffen, selbst angehen.

Unser vorrangiges Ziel soll nicht bei der Mobilisierung für große Demonstrationen liegen, sondern beim Ausbau einer dauerhaften, vernetzten Infrastruktur zwischen verschiedenen Protestgruppen, Initiativen, Organisationen und Individuen aus ganz Deutschland, die gemeinsam für alternative Systeme kämpfen. Die Meinungsvielfalt, die durch die verschiedenen Gruppen natürlich auftritt, soll als Chance begriffen werden, um aufzuzeigen, wie viele Alternativen es gibt, und die Bewegung stärken, anstatt sie auseinander zu dividieren. #iRUN soll als dauerhafte Kampagne installiert werden und hat keinen festen Endzeitpunkt. Vorläufig arbeiten wir auf die Bundestagswahl hin, aber das ist nur eine erste Etappe von #iRUN.

 

Warum sich #iRUN an die Politik wendet:

Der Aufruf “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” soll eher eine Ansage, als eine Bitte sein und soll sich vor allem an die Bevölkerung richten. Wir glauben, dass es bei einer zunehmenden Zahl von Menschen eine große Verunsicherung über die aktuelle Politik gibt und sich viele, aufgrund des immer wieder vorgetragenen Wörtchens “Alternativlosigkeit”, in einem Zustand von Hoffnungslosigkeit befinden. Wir glauben weiterhin, dass sich unter diesem Aufruf die größte Masse an Menschen mobilisieren lässt, da dies der kleinste gemeinsame Nenner aller Unzufriedenen zu sein scheint. Wir alle können bei den Wahlversprechungen und dem anschließenden Brechen dieser Versprechungen gut erkennen, für wen hier eigentlich Politik gemacht wird. Dies lässt sich sowohl lokal als auch bundesweit anhand von zahlreichen Beispielen aufzeigen.

 

Wie positioniert sich #iRUN beim Thema Wählen:

Um möglichst alle Menschen zu erreichen, positioniert sich #iRUN nicht offiziell zum Thema Wahlen. Lokale Gruppen können selbst entscheiden, ob sie zum Ungültig-wählen oder zum Wählen einer Partei oder zum Wahlboykott aufrufen. Wir wollen diesen Gruppen einen größtmöglichen Spielraum einräumen, um Kreativität und Eigenverantwortung zu fördern.

 

Der Aufruf von #iRUN inklusive des Minimalkonsens:

“Wir sind die, die durch die Entscheidungen der Politiker benachteiligt werden und die, die nicht mehr bereit sind die Benachteiligung anderer zu akzeptieren.

Ihr nennt euch unsere Vertreter, aber ihr handelt nicht in unserem Sinne.  An erster Stelle stehen für euch die Interessen einiger Weniger, die eurer Partei und die eigene Machterhaltung. Indem ihr uns nicht offen und ehrlich informiert und nicht an wesentlichen Entscheidungen beteiligt, entmündigt ihr uns. Die Auswirkung eurer Politik spüren wir jeden Tag. In der EU, auf Bundes- oder Landesebene, sowie in unseren Städten seid ihr nicht in der Lage die grundlegenden Bedürfnisse zu sichern.

Deswegen sind bereits viele Menschen auf dem Weg, sich für Gerechtigkeit und ein würdiges Leben einzusetzen. Auch wir können uns nicht länger auf euch verlassen. Wir wollen selbst entscheiden und aktiv werden.

Deshalb rufen wir alle dazu auf: #iRUN – zieht vor die Rathäuser, die Länderparlamente und den Bundestag! Informiert euch, sagt eure Meinung, engagiert euch und gestaltet selbst!”

Minimalkonsens:

Von uns geht keine Gewalt aus. Die Achtung, die Verinnerlichung und Umsetzung der Menschenrechte ist für uns selbstverständlich. Deshalb dulden wir keinesfalls menschenverachtendes Verhalten.

Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Klassismus und andere Formen der Diskriminierung, Unterdrückung und Herrschaft haben bei uns keinen Raum. Das Kollektiv „Ihr Repräsentiert Uns Nicht“ muss sich zu keinem Zeitpunkt für irgendeine Aktion rechtfertigen. Jeder, der sich an der Kampagne beteiligt, ist nur und ausschließlich für sein eigenes Handeln verantwortlich.

Wir respektieren Menschen, die bei unverhältnismäßigen, insbesondere gewalttätigen Ausschreitungen von Personen oder Gruppen der Exekutive zum Schutz ihrer Unversehrtheit weitere Übergriffe in aktiver Gegenwehr verhindern. 

 

Terminliche Gliederung von #iRUN:

– bis Anfang April: Videos und Fotos von kleinen, kreativen Aktionen zur Mobilisation / Werbung sammeln und verbreiten, um die Kampagne bekannt zu machen. Wir freuen uns über jede Form der Mitgestaltung.

– 13. April: UmFAIRteilen kritisch hinterfragen, da die Umverteilung des Reichtums in Deutschland nur ein Schritt von sehr vielen sein kann, um ein gerechtes System in Deutschland, und schlußendlich weltweit, zu errichten. Vor allem, weil UmFAIRteilen aktiv von Parteien unterstützt wird. Der Verdacht liegt hier nahe, dass Bürgerprotest in “geordnete Bahnen” gelenkt werden soll. #iRUN soll den Menschen signalisieren, dass es richtig ist auf die Straße zu gehen, sie sich aber nicht von Versprechungen einlullen lassen sollten.

– Mitte April bis Anfang Juli.: Aktionen vor den Rathäusern der Städte und Gemeinden. Mit Hilfe von lokalen, politischen Themen wollen wir mit kreativen Aktionen die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf #iRUN lenken und aufzeigen, dass wir uns selbst organisieren müssen, wenn wir etwas verändern wollen,

– 1 Mai: revolutionäre erste Mai-Demos, #iRUN unterstützt die 1. Mai-Demonstrationen, da diese seit Jahrzehnten Veränderungen fordern und zu großen Teilen autonom organisiert werden.

– ab Mai: Wahlkampfveranstaltungen der Politiker umgestalten. Mit Aktionen, die weiter unten aufgelistet werden, wollen wir Menschen erreichen, die sich bereits für Politik interessieren, aber unsicher sind, was sie letzten Endes wählen sollen und sich deshalb auf Wahlkampfveranstaltungen befinden.

– 31. Mai -1. Juni: Blockupy: Natürlich ist die Bankenkritik berechtigt. Allerdings wird dabei zu häufig außen vor gelassen, dass gerade z.B. Peer Steinbrück sich damals das Bankengesetz, welches den Finanzmarkt deregulierte, von Großbanken schreiben ließ und dann auch umsetzte. Dass gerade er nun mit der Regulierung der Banken Wahlkampf macht, empfinden wir als Hohn und wollen den Fokus der Bankenkritik stärker darauf richten.

– 15. Juni oder 29. Juni: nächstes, deutschlandweites Vernetzungstreffen in Berlin, Termin wird noch mit den Berlinern abgestimmt

– 20. Juli: Aktion vor den Länderparlamenten, zeitgleich wollen wir vor allen 16 Länderparlamenten Aktionen durchführen und uns dabei auf politische Entscheidungen beziehen, die das gesamte Bundesland betreffen. Hierbei können auch die misslungenen Großprojekte wie Stuttgart 21, die Elbphilarmonie, der Nürburgring oder der Berliner Flughafen eine Rolle spielen.

– 14. September: Demo vor dem Reichstag in Berlin, gemeinsam mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Hierbei will #iRUN aufzeigen, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen den Menschen natürlich hilft und ihnen auch die nötigen Möglichkeiten bringt, sich aktiver zu engagieren, aber das bedingungslose Grundeinkommen nur ein Schritt von vielen sein kann. Da wir in Deutschland im Luxus leben, auf Kosten anderer Menschen in anderen Ländern, und dies sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen noch verstärken könnte.

 

Mögliche Aktionsformen für #iRUN:

Die Aktionsformen, die #iRUN nutzen möchte, unterscheiden sich von den meisten bisherigen Protestformen; dies hat verschiedene Gründe. Wir wollen es auch kleinen Gruppen ermöglichen an #iRUN teilzunehmen, daher braucht man für jede Aktionsform maximal eine Handvoll Leute. Wir wollen mit kreativen Aktionen den Menschen erreichen, da wir festgestellt haben, dass Demonstrationen oft nicht allzu viele Inhalte vermitteln können. Viele Aktionen befinden sich in einer Grauzone der Legalität. Im Idealfall soll bei der Bevölkerung folgender Gedanke erzeugt werden: “Na ja, verboten ist es ja eigentlich, aber Recht haben sie schon und lustig ist es auch.” Ziviler Ungehorsam kann bei der Bevölkerung nur dann ein positives Feedback hervorrufen, wenn sie zum einen die Aussage der Aktion verstehen, zum anderen niemand darunter leiden muss, mit dem sie sympathisieren. Alle Aktionsformen lassen sich leicht und schnell umsetzen und sind finanziell relativ einfach zu organisieren. Mit Hilfe dieser Aktionsformen lassen sich Bögen zu aktuellen, politischen Themen spannen, wie etwa beim Gras-Samen-Aussähen die Botschaft, dass es immer weniger Grünfläche in Städten gibt oder Lebensmittel immer weniger aus der eigenen Region kommen.

Hier nun einige der Aktionsformen, die #iRUN nutzen will, gern erweitern wir diese Liste:

– Flashmobs

– Improvisationstheater

– Human Mics bei Wahlkampfveranstaltungen

– Bannerdrops bei Veranstaltungen, aber auch in der Öffentlichkeit

– Overpass Light Brigade (http://en.wikipedia.org/wiki/Overpass_Light_Brigade)

– Kreide

– Post-its (z.B. eine Station mit der Straßenbahn und in dieser Zeit die Fenster der Bahn mit Post-its vollkleben, den Leuten ein paar Flyer in die Hand drücken und an der nächsten Station wieder raus, oder, in leerstehenden Gebäuden eine große Schablone an die Fenster kleben, die Schablone mit Post-its ausfüllen und so eine gut lesbare Botschaft hinterlassen.)

– Schaufenster Deko (den Schaufenster-Puppen Schilder umhängen, oder von außen Plakate an die Schaufenster kleben, um auf den unnötigen Konsum aufmerksam zu machen, aber auch den politischen Zusammenhang herstellen, beispielsweise, warum Kinderarbeit von der Regierung durch Lohndumping gefördert wird.)

– Gras Samen per Schablone aussähen, dann wächst nach einigen Wochen ein Schriftzug aus dem Boden

– Moos Graffiti (https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/418627_475916392419269_1775041223_n.jpg)

– Reverse Graffiti (http://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Graffiti)

– Interviews mit Bürgern über die aktuelle Politik und mit der Frage verknüpft, ob sie sich noch repräsentiert fühlen (seriöses Auftreten, Forschungsgruppe #iRUN, Umfragen zum Thema “Repräsentative Politik noch vorhanden? Fühlen Sie sich noch repräsentiert?”)

– Aufkleber mit dem #iRUN-Logo, und unserer Webseite drauf.

– Aktionen der Yes-Men übernehmen

 

Wie soll #iRUN sich verbreiten:

Wir wollen auf eine parallele Verbreitung setzen. Natürlich ist eine Netzpräsenz sehr wichtig. Hierzu existieren bereits eine Facebook-Seite (https://www.facebook.com/IhrReprasentiertUnsNicht), ein Twitter-Account (@iRUN_de), eine Kontakt-E-Mail-Adresse, an die sich Interessierte wenden können (iRUN@hushmail.com), ein E-Mail-Verteiler (wer dort aufgenommen werden möchte, sende bitte seine E-Mail-Adresse an iRUN@hushmail.com), ein Livestream-Kanal, der von Aktivisten genutzt werden kann (Login-Daten bekommt ihr ebenfalls über iRUN@hushmail.com), verschiedene Pads, die gerade neu strukturiert werden (auch diese Links erfahrt ihr von iRUN@hushmail.com) und trello.com, eine Internetsoftware, die ursprünglich entwickelt wurde, damit Firmen größere Projekte im Netz strukturierter ausarbeiten können (auch hier eine E-Mail an iRUN@hushmail.com für die Zugangsdaten), unsere Webseite i-run.net befindet sich im Aufbau und wird in Kürze ebenfalls erreichbar sein.

Das zweite Standbein von #iRUN soll die Mund-zu-Mund-Propaganda und Offline-Verbreitung werden. Hierzu müssen wir eine Relevanz erzeugen, die die Menschen dazu bringt, sich über #iRUN zu unterhalten. Geplant sind natürlich Flyer, Flugblätter, Wurfsendungen, aber auch eine Zeitung. Ebenfalls wollen wir mit dem Logo von #iRUN anhand von Naomi Kleins Ausführungen der totalen Vermarktung unserer Gesellschaft den Markentrend für unsere Zwecke nutzen und #iRUN-T-Shirts, -Tassen und vieles mehr herstellen. Für die Finanzierung dieser Ideen wollen wir Crowdfunding nutzen. Im Idealfall bekommt dann jeder Spender ein kleines Paket mit unterschiedlichen Utensilien von #iRUN zugeschickt.

 

Wie starte ich #iRUN in meiner Stadt:

Du findest #iRUN eine coole Idee und willst aktiv werden in deiner Stadt? Hier ein paar kleine Tipps, die dir den Start erleichtern sollen.

Zunächst einmal brauchst du ein paar Aktivisten/Freunde/Interessierte. Hör dich in deinem Freundeskreis um, schau ob deine Stadt ein AZ oder andere soziale Einrichtungen hat, die politisch interessiert sind. Einige Occupy-Aktivisten haben auf einem Pad mal eine Liste mit möglichen Bündnispartnern erstellt, die sie uns zur Verfügung gestellt haben, vielleicht sind Inititativen aus deiner Stadt mit dabei: http://titanpad.com/Occupybuendnispartner

Auch auf diesem Pad findest du, wenn du etwas nach unten scrollst, eine Liste mit Organisationen, die sich potentiell der #iRUN-Kampagne anschließen könnten: http://openetherpad.org/wHxMm30gDN

Schau einfach nach, wann sich diese Gruppen in deiner Stadt treffen und stell die #iRUN-Idee dann dort vor. Es finden sich bestimmt Interessierte, die mit dir gemeinsam die erste Aktion in deiner Stadt planen und durchführen wollen. Die Ideen für Aktionen, die auf dem Vernetzungstreffen in Kassel von der AG Aktionen ausgearbeitet wurden, sind extra so konzipiert, dass man nicht mehr als ein paar Leute dafür braucht. Viele lassen sich auch zu zweit durchführen.

Das wichtigste bei deiner Aktion sind Fotos und Videos. Diese kannst du uns schicken und wir sorgen dafür, dass sie verbreitet werden. Gerne kannst du auch einen kleinen Text dazu schreiben, damit andere, die deine Idee gut fanden und sie kopieren wollen, eine kleine Hilfestellung haben.

Was du ganz alleine machen kannst: Wir brauchen unbedingt Videobotschaften, Fotos und Texte, die aufzeigen, warum Aktivisten bei #iRUN mitmachen. Setz dich vor deine Webcam und erzähl uns, warum du dich nicht repräsentiert fühlst. Erstell eine Fotocollage von Politikern, schreib uns einen Text, warum du #iRUN gut findest. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

 

#iRUN soll von der Kreativität der einzelnen Aktivisten und Gruppen gestaltet werden. Daher bieten wir als Rahmen nur den offiziellen Aufruf, sowie den Minimalkonsens. Die Kampagne kann also nur funktionieren, wenn DU teilnimmst.

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#iRUN #IhrRepräsentiertUnsNicht Protokoll vom Vernetzungstreffen in Kassel vom 26. – 27. Januar

Protokoll des zweiten Vernetzungstreffen von #iRUN -> “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” in Kassel vom 26. – 27. Januar 2013

Ihr Repräsentiert Uns Nicht - Deshalb gestalten wir unser Leben jetzt selbst!
Ihr Repräsentiert Uns Nicht – Deshalb gestalten wir unser Leben jetzt selbst!

 

Zusammenfassung der ersten Gespräche:

– kurze Vorstellungsrunde

– Vorstellung der bisher erarbeiteten Fakten zu #iRUN

– Wozu rufen wir auf, in Bezug auf die Wahlen? –> Beschluß: Um möglichst alle Menschen zu erreichen, positioniert sich #iRUN nicht offiziell zum Thema Wahlen. Lokale Gruppen können selbst entscheiden, ob sie zum Ungültig-wählen oder zum Wählen einer Partei oder zum Wahlboykott aufrufen.

– Besprechung des Aufrufs. Beschluß den bisher erarbeiteten Aufruf als eine Art Positionspapier zu benutzen und einen neuen Aufruf zu schreiben, der kurz, knapp und einfach formuliert ist. Auf die typischen Protest-Worte (Kapitalismus, Revolution, usw.) wollen wir verzichten, um auch Menschen anzusprechen, die sich bisher nicht politisch engagieren.

– Erstellen eines Terminplans

– Gründen von drei AGs (Aufruf, Aktionsformen, Infrastruktur)

 

Gliederung des Protokolls:

TOP 1 – Der Aufruf

TOP 2 – Kommunikation

TOP 3 – Terminplan 2013

TOP 4 – Akionsformen

TOP 5 – Infrastruktur / Technik

TOP 6 – Sonstiges

 

TOP 1 – Der Aufruf

Der Konsens:

Der bisherige Aufruf (er wurde von vielen Aktivisten über Wochen auf verschiedenen Pads erarbeitet und wird hier ebenfalls in Kürze veröffentlicht) ist richtig, könnte aber dem Konzept der Kampagne besser angepasst werden. Er enthält eine gute Analyse der momentanen Verhältnisse und stellt nach dem Plenum am 26.01.2013 richtge Forderungen auf. Deshalb veröffentlichen wir den bisherigen Aufruf als Positionspapier und verfassen einen kurzen, knappen, bündigen Aufruf, der folgende Fragen beantwortet:

1. Wer sind wir?

2. Warum Repräsentiert Ihr (die Politiker) Uns Nicht?

3. Was tun?

iRun soll der Rahmen für politische Aktionen sein, die unter dem Motto “Ihr Repräsentiert Uns Nicht” laufen. Dementsprechend muss der Aufruf so knapp sein, dass er auf einen Din A 5 Flyer passt, der gleichzeitig noch Platz für den Minimalkonsens lässt. Es sollen alle, die der Meinung sind, das die Politiker uns nicht repräsentieren, das Motto mit ihren Inhalten füllen, so lange diese und ihre Handlungen den Minimalkonsens nicht verletzen.

Das Ergebnis:

“Wir sind die, die durch die Entscheidungen der Politiker benachteiligt werden und die, die nicht mehr bereit sind die Benachteiligung anderer zu akzeptieren.

Ihr nennt euch unsere Vertreter, aber ihr handelt nicht in unserem Sinne. An erster Stelle stehen für euch die Interessen einiger Weniger, die eurer Partei und die eigene Machterhaltung. Indem ihr uns nicht offen und ehrlich informiert und nicht an wesentlichen Entscheidungen beteiligt, entmündigt ihr uns. Die Auswirkung eurer Politik spüren wir jeden Tag. In der EU, auf Bundes- oder Landesebene, sowie in unseren Städten seid ihr nicht in der Lage die grundlegenden Bedürfnisse zu sichern.

Deswegen sind bereits viele Menschen auf dem Weg, sich für Gerechtigkeit und ein würdiges Leben einzusetzen. Auch wir können uns nicht länger auf euch verlassen. Wir wollen selbst entscheiden und aktiv werden.

Deshalb rufen wir alle dazu auf: #iRUN – zieht vor die Rathäuser, die Länderparlamente und den Bundestag! Informiert euch, sagt eure Meinung, engagiert euch und gestaltet selbst!”

Minimalkonsens:

Von uns geht keine Gewalt aus. Die Achtung, die Verinnerlichung und Umsetzung der Menschenrechte ist für uns selbstverständlich. Deshalb dulden wir keinesfalls menschenverachtendes Verhalten.

Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Klassismus und andere Formen der Diskriminierung, Unterdrückung und Herrschaft haben bei uns keinen Raum. . Das Kollektiv „Ihr Repräsentiert Uns Nicht“ muss sich zu keinem Zeitpunkt für irgendeine Aktion rechtfertigen. Jeder, der sich an der Kampagne beteiligt, ist nur und ausschließlich für sein eigenes Handeln verantwortlich.

Wir respektieren Menschen, die bei unverhältnismäßigen, insbesondere gewalttätigen Ausschreitungen von Personen oder Gruppen der Exekutive zum Schutz ihrer Unversehrtheit weitere Übergriffe in aktiver Gegenwehr verhindern. 

 

TOP 2 – Kommunikation in Zukunft

Der Konsens:

Mit Trello hat es noch nicht so gut geklappt. Der Aktivisten-Verteiler soll weiterhin über den Organisationsstand der Kampagne berichten. Bisher hat es mit der Kommunikation unter den Aktivisten noch nicht gut geklappt. Der Planungsprozess soll so transparent wie möglich sein. Dafür ist es wichtig, dass die Informationen über den Planungsstand der Kampagne möglichst einfach zu bekommen sind. Deshalb installieren wir ein weiteres Kommunikationsorgan, das neben den bisher benutzten Organen bestehen soll es; es ersetzt diese nicht, sondern spielt viel mehr mit ihnen zusammen:

Wir rufen diejenigen, die bisher Facebook boykottieren oder sich noch nicht an Facebook gewagt haben dazu auf, sich Accounts zu erstellen und daran teilzunehmen. Nichts desto trotz wird vom virtuellen Gespräch genauso wie von einem realen Gespräch, wann immer möglich und notwendig, ein Protokoll erstellt.

Das Ergebnis:

1. Der E-Mail-Verteiler enthält 90 Mitglieder, wird aber bis jetzt nicht benutzt. Wir wollen darüber in Zukunft regelmäßige Newsletter verschicken, die über den Stand der Kampagne #iRUN informieren.

2. Vicky erstellt einen Facebook-Chat.

3. Jeden Donnerstag um 20 Uhr treffen sich Aktivisten im Facebook-Chat, um den Planungsprozess zu koordinieren.

4. Langfristig wollen wir allerdings die Kommunikation über IRC-Channels und Telefonkonferenzen regeln, um nicht abhängig von Facebook zu sein.

5. Unsere E-Mailadresse iRUN@hushmail.com, an die sich Interessierte wenden können, wird von mindestens zwei Leuten betreut und regelmäßig gecheckt.

 

TOP 3 – Terminplan 2013

– bis Anfang April: Videos und Fotos zu kleinen kreativen Aktionen zur Mobi/Werbung sammeln und verbreiten, um die Kampagne bekannt zu machen.

– bis Anfang März: Infrastruktur (Internetseite, interne und externe Kommunikation) aufbauen

– 13., 14., 15. März: Marsch nach Brüssel

– 13. April: UmFAIRteilen

– Mitte April bis Anfang Juli.: Aktionen vor den Rathäusern der Städte und Gemeinden

– 1 Mai: revolutionäre erste Mai-Demos

– ab Mai: Wahlkampfveranstaltungen der Politiker umgestalten

– 31. Mai -1. Juni: Blockupy

– 15. Juni oder 29. Juni: nächstes Vernetzungstreffen in Berlin, Termin wird noch mit den Berlinern abgestimmt

– 20. Juli: Aktion vor den Länderparlamenten

– 14. September: Demo vor dem Reichstag in Berlin, gemeinsam mit dem BGE

 

TOP 4 – Aktionsformen

– Flashmobs

– Improvisationstheater

– Human Mics bei Wahlkampfveranstaltungen

– Bannerdrops bei Veranstaltungen, aber auch in der Öffentlichkeit

– Overpass Light Brigade

– Kreide

– Post-its (z.B. eine Station mit der Straßenbahn und in dieser Zeit die Fenster der Bahn mit Post-its vollkleben, den Leuten ein paar Flyer in die Hand drücken und an der nächsten Station wieder raus.

– Schaufenster Deko (den Schaufenster-Puppen Schilder umhängen, oder von außen Plakate an die Schaufenster kleben, um auf den unnötigen Konsum aufmerksam zu machen, aber auch den politischen Zusammenhang herstellen, beispielsweise, warum Kinderarbeit von der Regierung durch Lohndumping gefördert wird.)

– Gras Samen per Schablone aussähen, dann wächst nach einigen Wochen ein Schriftzug aus dem Boden

– Moos Graffiti (https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/418627_475916392419269_1775041223_n.jpg)

– Reverse Graffiti (http://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Graffiti)

– Interviews mit Bürgern über die aktuelle Politik und mit der Frage verknüpft, ob sie sich noch repräsentiert fühlen (seriöses Auftreten, Forschungsgruppe #iRUN)

– Aufkleber mit dem Notausgangsmännchen, #iRUN und unserer Webseite drauf.

– Aktionen der Yes-Men übernehmen

 

TOP 5 – Infrastruktur/Technik

– Struktur der Internetseite: Tweets unseres Twitterkontos, Aktualisierung unserer Facebook-Seite, einen Chat, auf dem sich Aktivisten untereinander austauschen können, Terminplaner, für alle Vernetzungstreffen, Aktionen, Demos, usw.

– regelmäßiger Infoletter, der dann auch über den E-Mail-Verteiler geschickt wird,

– kleines Admin-Team, welches sich um die Webseite kümmert, vertreten von einigen Aktivisten aus ganz Deutschland

– Server, wenn möglich im Ausland (Finanzierung steht)

– folgende Infrastruktur existiert bereits: Twitterkonto, Facebook-Seite, Facebook-Gruppe, E-Mail-Verteiler, E-Mail-Adresse, interner Facebook-Chat, um die ständige Kommunikation zwischen den Aktivisten zu sichern

– folgende Infrastruktur brauchen wir: Livestreamkanal, Webseite, Blog, Youtube-Kanal (vielleicht auch Vimeo, damit der Kanal nicht verifiziert werden muss), Google+ Konto, Crowdfunding, IRC-Chat, Telefonkette (?)

 

TOP 6 – Sonstiges

Zitate und Gedanken:

“Benutzt eure Stimme lieber jeden Tag, statt sie alle 4 Jahre abzugeben”

“Zum Räpresentantentum: Das Traurige ist, das sie das Anliegen vieler Bürger nicht repräsentieren sondern einfach nur verkörpern: 1. Sie wollen die eigenen Fehler nicht einsehen. 2. Sie wollen ihren eigenen Arsch auf dem weichsten Kissen platzieren, das sie irgendwie in der Welt bekommen können. Repräsentieren heißt nicht nur verkörpern, sondern auch vertreten! Ich will Politiker, die nicht nur reden, sondern auch so handeln.”

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#München #NoNato Krieg beginnt hier. Beenden wir ihn hier. Für die soziale Revolution. Smash NATO/Siko!

sicherheitskonferenzmünchenplakatDer Krieg beginnt hier!
Der Krieg beginnt hier – vor unserer Haustüre, wo Rüstungsunternehmen produzieren und ihre Profite machen. Wie zum Beispiel Krauss-Maffei Wegmann in München-Allach mit dem Panzer „Leopard II“, von dem die Bundesregierung 800 Stück an die Diktatur
Saudi-Arabien liefern will. Einem Staat, der Panzer gegen DemonstrantInnen
in Bahrein einsetzte. Kriege werden geführt mit Panzern und Sturmgewehren aus Deutschland – wie von Heckler&Koch – mit denen die Türkei seit Jahren einen schmutzigen Krieg gegen kurdische FreiheitskämpferInnen und die Zivilbevölkerung führt.
Deutschland ist weltweit der drittgrößte Rüstungsexporteur bei schwerem Kriegsgerät. Bei Kleinwaffen auch noch größter.
Nicht nur Deutschland, sondern weltweit bereiten sich viele Staaten auf bevorstehende Verteilungskriege um knapper werdende Ressourcen und Märkte vor. Die globale Rüstungsindustrie boomt und ihr Gewinn stieg in den letzten Jahren um 50%.
Der Kapitalismus benötigt Kriege zur Absicherung von Profiten!

Krieg beginnt hier – in Schulen und Arbeitsagenturen, wo die Bundeswehr versucht SoldatInnen anzuwerben. Bei wachsender Armut und verschärfter Ausbeutung wird es für viele Jugendliche zur Job-Perspektive, für die Profitinteressen der Konzerne zu töten oder selbst getötet zu werden.

Krieg beginnt hier – wenn Kanzlerin Merkel das neue Eiserne Kreuz in Gestalt der „Tapferkeitsmedaille“ verleiht und Bundespräsident Gauck der deutschen Bevölkerung Verantwortungslosigkeit vorwirft, weil sie sich nicht an tote SoldatInnen und die Präsenz des Militärs in der Öffentlichkeit gewöhnen will.

Krieg beginnt hier – durch Gesetzesverschärfungen und zunehmende Überwachung im Innern, weil der Staat sich gegen wachsenden Widerstand wappnen will.
Nicht nur, dass der Polizeiapparat per Gesetz aufgerüstet wird, sondern auch die Befugnisse der Bundeswehr werden stetig ausgeweitet.
Beispielsweise wurde das Militär während der Proteste gegen den G8-Gipfel und bei Castor-Transporten eingesetzt. Auch während der Blockadeaktion gegen Nazis in Dresden stellte die Bundeswehr Logistik und Infrastruktur.
Seit diesem Jahr wird nun auch der Einsatz des Militärs im Innern vom Verfassungsgericht bestätigt und gesetzlich legitimiert. Was das für die Zukunft bedeutet, ist klar.

Basic CMYKKrieg beginnt hier – im Münchner Luxushotel Bayerischer Hof, wo sich jedes Jahr im Februar die Führungselite der NATO-Staaten, Militärs, PolitikerInnen und Rüstungsindustrielle zur sogenannten „Sicherheitskonferenz“ treffen. Diese Konferenz ist ein wichtiges Forum der NATO zur Drohung mit kriegerischen Interventionen weltweit und um Kriege propagandistisch zu rechtfertigen. Unter den Hauptsponsoren der Konferenz befinden sich mit BMW und dem Waffenhersteller Cassidian Firmen, die direkt an Kriegen verdienen.

Kapitalismus bedeutet Krieg!
Seit ein paar Jahren steckt der Kapitalismus weltweit in einer seiner schwersten Krisen. Konkurrenz der Konzerne auf den Weltmärkten und sinkende Profite aus der Warenproduktion trieben das Kapital zwangsläufig in waghalsige Wetten auf den Finanzmärkten. Die „Lösung“ der Regierungen: Sparpakete gegen die Klasse der Lohnabhängigen – gleichzeitig Rettungspakete und Milliardengarantien für die Klasse der Kapitalbesitzenden.
Durch die überschießenden Geldmassen werden Preise für Nahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs durch Spekulation in die Höhe getrieben, worunter die lohnabhängige Klasse zu leiden hat. Die Umverteilung von unten nach oben stürzt Millionen Menschen in Europa in Armut und Arbeitslosigkeit. So hat schon die Hälfte aller Jugendlichen in Griechenland und Spanien keinen Job. Auch in Westeuropa (Frankreich, Großbritannien und Irland) sind es mittlerweile fast ein Viertel. In Deutschland will uns die Politik weismachen, es sei „kein Geld da“, während die Zahl der Millionäre weiter wächst: Die reichsten 10 % teilen sich zwei Drittel des gesamten Vermögens in der BRD, während die Hälfte der Bevölkerung zusammen nur 1,4% Vermögen besitzt.

Kapitalismus heißt Ausbeutung von Lohnabhängigen für die Profite der Unternehmer.
Vermögen und Eigentum der Kapitalbesitzenden gelten für den bürgerlichen Staat als unantastbar- die Lebensbedingungen der Lohnabhängigen dagegen werden der brutalen Diktatur der Profitlogik unterworfen.

Diese Profitlogik des Kapitalismus führt in letzter Konsequenz immer auch zum Krieg. Weltweite Militäreinsätze sollen Absatzmärkte, Rohstoffe und Handelswege sichern. Aus rein strategischen Interessen führt Deutschland heute Krieg – und nicht etwa für angeblich „humanitäre Interventionen“ oder „Menschenrechte“, wie uns die Propagandalügen weismachen wollen. Elf Jahre Krieg und Besatzung in Afghanistan – mit Beteiligung der Bundeswehr – haben weder Frieden noch Sicherheit gebracht. Stattdessen ein pro-westliches Regime aus korrupten Warlords, steigende Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung, zerstörte Infrastruktur, massive Unterernährung, sinkende Lebenserwartung, wachsende Gewalt gegen Frauen. Auch am Angriffskrieg gegen Libyen war Deutschland beteiligt: Deutschlands Militärflughäfen sind die Drehscheibe aller Angriffskriege der NATO-Staaten. Bundeswehrsoldaten wählten in den NATO-Einsatzzentralen die zu bombardierenden Ziele mit aus.
In Syrien wird der Bürgerkrieg auch durch die militärische Unterstützung westlicher Mächte weiter angeheizt und droht sich zu einem regionalen Konflikt / Krieg auszuweiten. Deutschland spielt darin eine zentrale Rolle. Anfang August hat das Auswärtige Amt eine Task Force Syrien eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die Rebellen mit Geheimdienstinformationen und Waffen zu versorgen, um einen Regimewechsel in Damaskus zu erzwingen. Die Unterstützung der Rebellen dient nicht dazu die Zivilbevölkerung vor den Truppen Assads zu schützen, sondern den Einfluss der NATO in der Region auszubauen.

Krieg bedeutet Flucht!
Einer der Hauptursachen für Flucht sind Kriege.Seit 2001 ist die NATO-Mittelmeerflotte aktiv, die im Rahmen der Operation „Active Endeavour“ im Mittelmeer patrouilliert, um die Handelsschifffahrt zu überwachen. Das militärische Auftreten dort dient jedoch in erster Linie dazu Europa an seinen Grenzen vor unerwünschten MigrantInnen abzuschotten. Die Flotte hält die Besatzungen anderer Schiffe dazu an in Seenot geratene Bootsflüchtlinge nicht zu retten! Rettungen von Schiffbrüchigen im Mittelmeer haben bereits mehrfach zu Anzeigen gegen die Bootsbesatzungen geführt. Das Mittelmeer ist das größte Massengrab Europas seit dem 2. Weltkrieg – allein 2011 sind an die 2000 Menschen bei ihrer Flucht nach Europa umgekommen – wofür auch die EU-Grenzschutzagentur Frontex verantwortlich ist.

Für die soziale Revolution!
Kriege und Ausbeutung beenden heißt: den Kapitalismus überwinden. Der wachsende Wille von Millionen Menschen das herrschende System aus Ausbeutung und Unterdrückung zu beenden, ist weltweit sichtbar. Im Aufstand des „arabischen Frühlings“ gegen die von der NATO unterstützten und bewaffneten diktatorischen Regimes. Im Aufstand von Millionen KurdInnen gegen Krieg, rassistische Unterdrückung und für demokratische Autonomie. In der Revolte der griechischen Bevölkerung gegen die brutalen Spardiktate von EU und IWF. In den Protesten gegen Sparpakete in Italien, Spanien, Portugal und Israel. In den spontanen Revolten der ausgegrenzten Jugend Großbritanniens. In der Occupy-Bewegung in den Zentren des Kapitalismus von USA bis Europa.
Im Kampf gegen den Kapitalismus und seinen Staat kann nur eine weltweite revolutionäre Bewegung erfolgreich sein. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Völkern, sondern zwischen Oben und Unten, zwischen den Interessen der lohnabhängigen und der kapitalbesitzenden Klasse!
Deswegen gilt es eine revolutionäre Bewegung aufzubauen. Ziel muss sein, dass sich die verschiedenen lohnabhängigen Schichten (Angestellte, ArbeiterInnen, SchülerInnen, StudentInnen, Arbeitslose, RentnerInnen etc.) im Kampf gegen Ausbeutung und für die Stärkung ihrer Interessen und Rechte gemeinsam organisieren. Eines der stärksten politischen Werkzeuge der Lohnabhängigen ist der unbefristete Generalstreik! Nur durch gemeinsame und zeitgleich stattfindende Protestaktionen in den Betrieben kann das Kapital wirklich getroffen werden.
Eine klassenkämpferische Bewegung, welche die Ursachen von Ausbeutung und Unterdrückung im eigenen Land angreift, muss auch die Kriegspolitik der imperialistischen Staaten direkt angehen. Wir brauchen deshalb eine Bewegung, die nicht nur für die Zerstörung der kapitalistischen Machtverhältnisse kämpft, sondern auch für den Aufbau einer kommunistischen Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der nicht Privateigentum an Betrieben und Vermögen, sondern demokratische Kontrolle die Produktion von Gütern und Dienstleistungen und die Verteilung gesellschaftlichen Reichtums bestimmt.

BLOCKIEREN – Rüstungsexporte stoppen! Die Sicherheitskonferenz stören!
DESERTIEREN – Bundeswehr raus aus Schulen, Unis und anderen Ländern!
SABOTIEREN – Kriegsgerät verschrotten!
Generalstreik jetzt!
Solidarität mit den Kämpfen der lohnabhängigen Klasse weltweit!
Kapitalismus abschaffen!

Kommt zur Demonstration gegen die NATO-Sicherheitskonferenz am Samstag 02. Februar 2013 in München – Beteiligt euch am antikapitalistischen Block!

Mobi Video: